Evaluation

Um eine wirkungsorientierte Evaluation durchzuführen, ist eine genaue Beschreibung des Evaluationsgegenstandes unabdingbar. In Projekten der pädagogischen Kriminalitätsprävention ist dies mit Herausforderungen verbunden, da man es hier oft mit Ansätzen zu tun hat, die als „wenig formalisierte Settings“ bezeichnet werden können, d.h. in diesen Projekten wird in der Praxis oft nicht primär nach Konzept oder Curriculum, sondern situations- und kontextbezogen gehandelt.
Die Arbeitsstelle plädiert dafür, Instrumente in der Evaluation einzusetzen, die gegenstandsangemessen sind und den Blick auch auf die Frage zu richten, wie die in der Evaluation beobachteten Wirkungen, Effekte und Zielerreichungen überhaupt zustande gekommen sind. Das Instrument des Logischen Modells bietet in diesem Zusammenhang die Möglichkeit, pädagogische Maßnahmen praxisnah darzustellen, indem es die zentrale Logik der Projekte abbildet – und damit die so genannte „Black Box“ erhellt.

Giel, Susanne/ Klockgether, Katharina/Mäder, Susanne (2015): Evaluationspraxis. Professionalisierung – Ansätze – Methoden. Münster/New York.

Frechtling, Joy A. (2007): Logic Modeling Methods in Program Evaluation. San Francisco.

Böttcher, Wolfgang/Nüsken, Dirk (2015): Wirkungsforschung in der Kinder- und Jugendhilfe. In: Jugendhilfe, 53. Jg., H. 5, S. 348–355.

Zum Thema

Sammelband "Evidenzorientierte Kriminalprävention in Deutschland"

Vor Kurzem ist der Sammelband „Evidenzorientierte Kriminalprävention in Deutschland“ (ISBN 978-3-658-20505) erschienen, herausgegeben von Maria Walsh, Benjamin Pniewski, Marcus Kober und Andreas Armborst vom Nationalen Zentrum Kriminalitätsprävention (NZK). Darin sind zwei Beiträge der Arbeitsstelle Kinder- und Jugendkriminalitätsprävention zu finden:

„Prävention von Delinquenz im Kindes- und Jugendalter – ein komplexer Gegenstand für Evaluationen“ von Thomas A. Fischer, Bernd Holthusen, Annemarie Schmoll und Diana Willems

„Das Logische Modell als Instrument der Evaluation in der Kriminalitätsprävention im Kindes- und Jugendalter“ von Annalena Yngborn und Sabrina Hoops


Mitmachen hilft!? – Logische Modelle als Chance für Partizipation und Nachhaltigkeit

Das Projektmodul „Das Logische Modell als Instrument der Evaluation in der Kriminalitätsprävention im Kindes- und Jugendalter“ wurde in den Jahren 2009 bis 2011 am Deutschen Jugendinstitut in München durchgeführt und vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) finanziert. Ziel des Forschungsprojektes der Arbeitsstelle Kinder- und Jugendkriminalitätsprävention war es zu erproben, inwieweit das Logische Modell als Instrument der Evaluation von Delinquenzprävention im Kindes- und Jugendalter geeignet ist. Dazu wurden in einem partizipativen Ansatz mit den Fachkräften Logische Modelle entwickelt, die die pädagogische Praxis der Projekte abbildeten und die Grundlage für eine wirkungsorientierte Evaluation der Praxisprojekte darstellten. Diese modellhafte Anwendung sollte die Chancen und Grenzen des Ansatzes aufzeigen und gleichzeitig einen Beitrag zur Weiterentwicklung der Fachdiskussion über Evaluation leisten. Um zu erfahren, was die Fachkräfte im Rückblick über das Instrument des Logischen Modells und dessen Nutzen für die eigene Arbeit zu berichten haben, hat die Arbeitsstelle „fünf Jahre später“ eine Nachbefragung mit den am Forschungsprojekt beteiligten Praxisprojekten durchgeführt. Die Ergebnisse stellt Dr. Annalena Yngborn hier vor.

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Instrument: Logisches Modell

Eine zentrale Herausforderung zur Weiterentwicklung des Handlungsfeldes der Kinder- und Jugendkriminalitätsprävention besteht in der Evaluation der Präventionsstrategien. Wenn Ergebnisse bewertet und Wirksamkeiten überprüft werden sollen, sind auch neue methodische Wege erforderlich. In einem Projektmodul hat die Arbeitsstelle das Instrument des Logischen Modells zur Evaluation kriminalpräventiver Projekte erprobt. Zentrale Ergebnisse.

 

Weitere Publikationen der Arbeitsstelle zur Evaluation in der Kriminalitätsprävention

  • Band 7 der Publikationsreihe der Arbeitsstelle: "Evaluierte Kriminalitätsprävention in der Kinder- und Jugendhilfe. Erfahrungen und Ergebnisse aus fünf Modellprojekten" (Abgabe kostenlos). Download | Bestellung

  • Band 9 der Publikationsreihe der Arbeitsstelle: "Evaluation in der Kinder- und Jugendkriminalitätsprävention. Eine Dokumentation" (Abgabe kostenlos). Download | Bestellung


Erfahrungsbericht: "Logische Modelle" in der Delinquenzprävention

Das Projektmodul "Logische Modelle" auf dem Deutschen Präventionstag in Berlin
Berit Haußmann und Annalena Yngborn stellten beim 15. Deutschen Präventionstag ihre Erfahrungen mit dem Instrument "Logische Modelle" und seine Einsatzmöglichkeiten vor - ein Instrument, so wurde bei der Diskussion mit der Fachpraxis deutlich, das nicht nur den Praktikern erlaubt, Projekte auf ihren Gehalt zu überprüfen und konzeptionell weiter zu entwickeln, sondern auch den Auftraggebern ermöglicht, sich ein genaueres Bild von einer Maßnahme und den zu erwartenden Resultaten zu machen.

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Kontakt

+49 89 62306-195
Deutsches Jugendinstitut
Nockherstr. 2
81541 München

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