Während die KiFöG-Evaluation (vgl. Teilprojekt KiFöG) vor dem Hintergrund frühkindlicher Bildung und Betreuung den Einstieg in die institutionelle Betreuung aus Elternperspektive beobachtet, soll im Kompetenzteam "Kinder" die Bedeutung für das kindliche Wohlergehen in den Blick genommen werden. Insbesondere wird die Wirkung von Betreuungskarrieren an den Übergängen zum Kindergarten, der Grundschule und der Sekundarstufe I untersucht. Dies wird vor allem auf der Basis von längsschnittlichen Analysen der Paneldaten (AID:A I, KiFöG-Erhebungen, AID:A II) erfolgen.

Im Fokus der Analysen stehen die Fragen:

  • Welche Auswirkungen lassen sich in Bezug auf das Eintrittsalter und den Umfang der ersten außerfamilialen Betreuung auf die kindliche Entwicklung feststellen?
  • Wie lassen sich typische Betreuungskarrieren von der Krippe bis zur (Ganztags-) Schule beschreiben?
  • Welche langfristigen Auswirkungen ergeben sich durch die Teilnahme an unterschiedlichen Bildungsangeboten (z.B. Kita, Ganztagsschule), insbesondere am Übergang in die Grundschule und am Übergang in die Sekundarstufe I?

In der Verknüpfung von Fragen zur intergenerationalen Transmission von Bildungsressourcen und Fragen der familialen Lebensführung wird die Familie als der erste Bildungsort konzeptualisiert und hinsichtlich der unterschiedlichen Aktivitäten, aber auch der vorherrschenden Einstellungen und verfügbaren Kapitalien untersucht:

  • Welche Aktivitäten werden innerhalb einer Familie gefördert? Lassen sich unterschiedliche Schwerpunkte erkennen?
  • Wie unterstützen Eltern ihre Kinder in ihrer Bildungsbiografie? Gibt es schichtspezifische Unterschiede? Wie wirkt sich die Bildungsaspiration auf die Übergänge aus?
  • Welchen Einfluss hat die Familie (z.B. Kapitalausstattung, Bildungsaspiration, Erziehungsverhalten) auf Persönlichkeitsmerkmale des Kindes, seine Lernmotivation und sein schulisches Selbstkonzept?

 Dieses Thema wird in enger Kooperation mit dem Kompetenzteam "Jugend" bearbeitet werden. Damit erweitert sich der Altersrange für die zu untersuchende Altersgruppe auf das Alter zwischen 6 und 17 Jahren. Ferner lassen sich durch den Längsschnitt (erstmals) für eine große Altersspanne die Teilnahme an möglichen Freizeitaktivitäten und zugleich deren Veränderungen im Zeitverlauf abbilden, wobei sich vor dem Hintergrund einer zunehmenden Institutionalisierung und Pädagogisierung von Freizeit, die Frage nach möglichen Veränderungen im Freizeitverhalten neu stellt.

Diese Verhaltensweisen können nach persönlichen Präferenzen, dem Geschlecht, dem Alter, aber auch nach Armutskriterien oder den Determinanten sozialer Ungleichheit ausdifferenziert werden. Die zentralen Fragen sind:

  • Wie verändern sich das Freizeitverhalten und die Aktivitäten von der Kindheit zur Jugend?
  • Welche Freizeittypen lassen sich für verschiedene Altersgruppen ermitteln und welche Ähnlichkeiten und Unterschiede zeigen sich im Altersvergleich dieser Typen?
  • Verliert sich die freie Zeit in der Freizeit mit zunehmendem Alter?

Kontakt

Deutsches Jugendinstitut
Nockherstr. 2
81541 München

Gefördert / finanziert durch

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

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