Die Frage, wie Bildungsbenachteiligungen von Kindern und Jugendlichen kompensiert beziehungsweise möglichst früh verhindert werden können, steht im Fokus des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanzierten Förderschwerpunkts „Abbau von Bildungsbarrieren: Lernumwelten, Bildungserfolg und soziale Teilhabe“. Verschiedene Forschungsprojekte untersuchen, unter welchen Bedingungen und mit welchen Konzepten dem Entstehen von Ungleichheit aufgrund der sozialen Herkunft begegnet werden kann. Diese Forschungsvorhaben werden durch das Metavorhaben „ABIBA | Meta“ begleitet, das als Verbundprojekt durch das Deutsche Jugendinstitut (DJI) in Kooperation mit dem Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation (DIPF) und der Freien Universität Berlin (FU) durchgeführt wird.

Die Ziele des Metavorhabens lassen sich in die Bereiche Forschung, Monitoring und Transfer einordnen. So findet eine systematische Aufarbeitung des bereits vorhandenen (und im Rahmen der Förderrichtlinie entstehenden) Forschungsstandes zu den Möglichkeiten des Abbaus von Bildungsbarrieren in breit angelegten Forschungsüberblicken statt. Auf diese Weise wird der Wissenskanon zu den unterschiedlichen Themenbereichen der Förderrichtlinie geordnet und analysiert, außerdem können Forschungsdesiderata sichtbar gemacht werden. In einem Teilprojekt beschäftigt sich das DJI mit der Erarbeitung des Überblicks über Forschungsarbeiten im Feld der Kinder- und Jugendhilfe.

Zum anderen fördert und koordiniert das Metavorhaben die Vernetzung der an der Förderrichtlinie beteiligten Wissenschaftler*innen untereinander und schafft Informations-, Beratungs- und Fortbildungsmöglichkeiten, z.B. über die Einrichtung einer gemeinsamen webgestützten Arbeitsplattform oder der Organisation von Nachwuchsakademien mit ausgewiesenen Expert*innen. Das DJI wird hierbei insbesondere mit Blick auf den Bereich der Kinder- und Jugendhilfe und des quantitativen Forschungsdatenmanagements mitwirken. So werden beispielsweise Projekte mit quantitativen Datenerhebungen mittels Fortbildungsangeboten darin unterstützt, die von ihnen erhobenen Daten für die Nachnutzung zur Verfügung zu stellen.

Nicht zuletzt wird auch der Transfer der Ergebnisse der Einzelprojekte in die Bildungspraxis, Politik, Verwaltung, gesellschaftliche Öffentlichkeit und wissenschaftliche Community unterstützt und begleitend Gelingens- und Hinderungsbedingungen erfolgreicher Transferformate untersucht.

Kontakt

+49 89 62306-322
Deutsches Jugendinstitut
Nockherstr. 2
81541 München

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