MOVE: Mapping Mobility

Formen, Institutionen und strukturelle Effekte von Mobilität junger Menschen in Europa

Angesichts der hohen Jugendarbeitslosigkeit in Europa wird Arbeitsmigration junger Menschen intensiv und kontrovers diskutiert. Das im Rahmen des EU-Forschungsprogramms „Horizon 2020“ geförderte Forschungsprojekt  MOVE möchte auf der Basis von Forschungsergebnissen einen Beitrag dazu leisten, die Bedingungen von Mobilität junger Menschen innerhalb Europas zu verbessern sowie negative Folgen zu verhindern.

Die Hauptfrage ist dabei: Wie kann Mobilität zur sozioökonomischen sowie persönlichen Entwicklung junger Menschen beitragen und welche Faktoren befördern beziehungsweise behindern eine solche gewinnbringende Mobilität?

In einem mehrstufigen Forschungsdesign ist eine umfassende und systematische Analyse des Phänomens  „Arbeitsmobilität junger Menschen in Europa“ geplant. Hierfür werden unter anderem quantitative Sekundärdatenanalysen relevanter nationaler und europäischer Mobilitätsdaten sowie qualitative Fallstudien zu verschiedenen Mobilitätsformen und ein Onlinesurvey durchgeführt. Beteiligt sind Wissenschaftler von neun Organisationen aus sechs europäischen Ländern.

Projektmitarbeiterinnen und Kontakt: Dr. Karen Hemming, Tabea Schlimbach

Tel. 0345/68178-16

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Straßenkinder und -jugendliche in der Jugendsozialarbeit

Wissenschaftliche Begleitung der durch den Innovationsfond des Kinder- und Jugendplans geförderten Projekte

In den vom BMFSFJ geförderten Modellprojekten sollen Straßenkindern und -jugendlichen durch innovative Ansätze Perspektiven jenseits der Straße eröffnet werden. Die Projekte verfolgen einen ressourcenorientierten Ansatz, legen einen besonderen Wert auf die Aspekte der Partizipation und der Freiwilligkeit und zielen darauf ab, die Teilnehmer/innen auf eine Wiederaufnahme von schulischer und beruflicher Bildung vorbereiten und diesen Übergang zu begleiten. Die modellhaften Ansätze werden durch das Deutsche Jugendinstitut wissenschaftlich begleitet. Im Zuge der zweijährigen Projektlaufzeit werden die Projektumsetzenden und die Teilnehmer/innen wiederholt zu der Umsetzung des Projekts befragt. Um Hinweise für mögliche Ansätze einer Nachsteuerung geben zu können werden die Ergebnisse der Erhebungen regelmäßig an die Umsetzungsverantwortlichen zurückgespiegelt. Projektübergreifen sollen Erkenntnisse zur aktuellen Lage von Straßenkindern und ‑jugendlichen sowie zur pädagogischen Praxis mit dieser Zielgruppe gewonnen werden und in eine Handreichung zur Arbeit mit Straßenkindern und -jugendlichen einfließen.

Projektmitarbeiterin und Kontakt: Sarah Beierle

Tel. 0345 /68178-21

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Transferagentur Mitteldeutschland für Kommunales Übergangsmanagement - TransMit

Landkreise und Städte spielen eine herausragende Rolle bei der Koordinierung und Steuerung von Bildungsangeboten vor Ort. Die Transferinitiative Kommunales Bildungsmanagement des Bundesministeriums für Bildung und Forschung setzt an den Erfahrungen des Programms „Lernen vor Ort“ an und will kommunales Bildungsmanagement in die Fläche tragen. 

Die Transferagentur Mitteldeutschland – TransMit nimmt gezielt den mitteldeutschen Raum in den Blick. Ergebnisse, Verfahren, Produkte aus „Lernen vor Ort“ und verwandten Bundes- und Landesprogrammen gilt es zu sichten, aufzuarbeiten und für die Landkreise und kreisfreie Städte nutzbar zu machen.

TransMit berät Kommunen, gute Rahmenbedingungen für die Bildung vor Ort zu schaffen. Nach eingehender Analyse empfehlen wir abgestimmte Vorgehensweisen und erprobte Instrumente. Unsere Empfehlungen sind auf die örtlichen Potenziale und spezifischen Strukturen abgestimmt.

Das Team ist an zwei Standorten – in Leipzig und in Halle – vertreten.

www.dji.de/transmit

www.transferagentur-mitteldeutschland.de

Projektmitarbeiterin Ulrike Richter urichter@dji.de


Arbeits- und Forschungsstelle Rechtsextremismus und Radikalisierungsprävention

Die Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und (gewaltorientiertem) Islamismus ist ein gesamtgesellschaftliches Anliegen, das auch Jugendbildung und Jugendarbeit immer wieder vor neue Herausforderungen stellt. Aufgabe der Arbeits- und Forschungsstelle Rechtsextremismus und Radikalisierungsprävention ist es, fachliches Wissen zu diesen pädagogischen Handlungsfeldern für Wissenschaft, Fachpraxis und Politik zu generieren und aufzubereiten. Zu diesem Zweck wertet sie kontinuierlich den Forschungsstand zum Themenfeld aus und führt eigene Erhebungen durch, mit einem besonderen Fokus auf die Dokumentation und Analyse pädagogischer Praxiserfahrungen. Mit bundesweiten und internationalen Veranstaltungen fördert sie zudem den interdisziplinären und länderübergreifenden Austausch, und sie bringt ihre Expertise durch Gremien- und Beratungstätigkeiten in fachliche und jugendpolitische Debatten ein. 

Das Projekt begleitet die pädagogische Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit seit dem Jahr 2000. Seit 2011 nimmt es zudem islamistische Radikalisierungsprozesse in den Blick.

Projektmitarbeiter/innen und Kontakt: Anja Frank, Michaela Glaser (Projektleitung), Maruta Herding, Sally Hohnstein, Joachim Langner, Renate Schulze

Tel. 0345/68178-20 (Michaela Glaser)

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Programmevaluation "Demokratie leben!"

Mit dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“ will das BMFSFJ bürgerschaftliches Engagement und professionelle Ansätze im Handlungsfeld der (präventiven) Auseinandersetzung mit antidemokratischen, menschen-(rechts-)feindlichen Phänomenen sowie (vorgeblich) politisch motivierter Gewalt langfristig und nachhaltig unterstützen sowie vielfältige Formen von Vielfalt und Demokratie fördern.

Das Projekt evaluiert das Gesamtprogramm und übernimmt die wissenschaftliche Begleitung der Programmbereiche Landes-Demokratiezentren, Förderung zur Strukturentwicklung bundeszentraler Träger, Modellprojekte zu ausgewählten Phänomenen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und zur Demokratisierung im ländlichen Raum sowie Modellprojekte zur Radikalisierungsprävention. In den Programmbereichen werden sowohl Vorhaben der Beratung und Vernetzung als auch pädagogischer Arbeit in der Auseinandersetzung mit den genannten Phänomenen wissenschaftlich begleitet. Ziel der Programmevaluation ist es, die Erträge des Bundesprogramms und deren Realisierungsbedingungen zu analysieren, fachlich einzuordnen und zu bewerten. Darüber hinaus werden Empfehlungen zur inhaltlichen und strukturellen Weiterentwicklung des Programms und seiner Handlungskonzepte in den o. g. Phänomenbereichen formuliert.

Projektmitarbeiter/innen und Kontakt: Manja Birke, Ursula Bischoff (Projektleitung), Carmen Figlestahler, Petra Göricke, Frank Greuel, Franziska Heinze, Frank König, Carsta Langner, Joachim Langner, Alexander Leistner, Björn Milbradt (Fachgruppenleitung J4), Aline Rehse, Stefanie Reiter, Tobias Roscher, Katja Schau, Ellen Schroeter, Armin Steil, Elisa Walter, Eva Zimmermann

Tel. 0345/68178-32 (Ursula Bischoff)

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