Arbeits- und Forschungsstelle Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit

Aufgabe der Arbeits- und Forschungsstelle ist es, die im außerschulischen und schulkooperativen Bereich existierenden Ansätze der Intervention gegen bzw. Prävention von Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit zu dokumentieren und fachlich zu bewerten. Themenfelder sind u.a. die Arbeit mit rechtsorientierten Jugendlichen, Ansätze im Elementarbereich, Prävention in der Einwanderungsgesellschaft, Präventionsansätze im Fußball, der Umgang mit rechtsextremer Musik sowie ethnozentrische und antisemitische Tendenzen bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund.
Aktuell nimmt die AFS die pädagogische Förderung von Distanzierungsprozessen rechtsextremorientierter Jugendlicher in den Blick. Weitere Aufgaben sind die Förderung des fachlichen, auch europaweiten Austauschs sowie die Beratung von Fachöffentlichkeit, Wissenschaft und Politik im Themenfeld. Zu den Aktivitäten des Projekts gehören wissenschaftliche Erhebungen bei Projekten, Fachveranstaltungen, Publikationen und Beratungsleistungen. Das Projekt wird vom BMFSFJ gefördert.
Projektbearbeitung und Kontakt: Frank Greuel, Sally Hohnstein, Renate Schulze.

Projektleitung und Kontakt: Michaela Glaser, Tel. 0345/68178-20

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Ausbildungsmonitoring

Machbarkeitsstudie zum Ausbildungsmonitor der Bertelsmann Stiftung

Zur Abbildung des bundesweiten Ausbildungsgeschehens existiert derzeit eine Reihe von Berichtssystemen, wobei z.B. der Berufsbildungsbericht oder die Integrierte Ausbildungsberichterstattung zu nennen sind. Dennoch gewähren diese Reporte nur einen eingeschränkten Blick auf das berufsbildende System in seiner Gesamtheit. Die vor diesem Hintergrund durch die Bertelsmann Stiftung geplante Etablierung eines Berichtswesens strebt eine mehrdimensionale, indikatorengestützte Abbildung des beruflichen Ausbildungsgeschehens auf Bundes- und Länderebene an. Ausgangsperspektive der Betrachtung sollen zwei Aspekte zentraler gesellschaftlicher Aufgaben des Ausbildungssystems bilden: Chancengerechtigkeit und Leistungsfähigkeit. Dazu erstellt das DJI eine Machbarkeitsstudie, in der untersucht werden soll, ob und in welcher Form der oben beschriebene Ausbildungsmonitor in periodischer Regelmäßigkeit erstellt werden kann.

Projektmitarbeiter und Kontakt: Birgit Reißig, Frank Tillmann, Ralf Kuhnke

Tel. 0345/68178-33

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Die Bewältigung des Übergangs Schule – Berufsausbildung bei Migrantinnen und Migranten im Vergleich zu autochthonen Jugendlichen

Das vom BMBF geförderte Forschungsprojekt beschäftigt sich mit der Frage, wie junge Migrantinnen und Migranten im Vergleich zu einheimischen Jugendlichen den Übergang von der Schule in weitere Bildung und Ausbildung bewältigen. Von besonderem Interesse ist das Zusammenspiel von ethnischer Herkunft, sozialen, kulturellen und ökonomischen Ressourcen der Person und der Herkunftsfamilie, sowie individuelle Bewältigungsstrategien und deren Einfluss auf den Übergangsverlauf. In einem qualitativen Längsschnitt werden Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund über einen Zeitraum von drei Jahren wiederholt interviewt. In der ersten Welle sind 90 Interviews vorgesehen. Ergänzend wird eine Auswahl an Eltern und Peers befragt. Die Studie greift dabei auf das Sample einer quantitativen Schulabsolventenbefragung in Offenbach am Main zurück.

Projektmitarbeiter und Kontakt: Franciska Mahl, Tabea Schlimbach

Tel. 0345/68178-38

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Projektmodul „Neue Herausforderungen der pädagogischen Extremismusprävention bei jungen Menschen“

Aktuell wird diskutiert, ob und inwiefern zu den Themen „islamischer Fundamentalismus/islamischer Extremismus“ und „Linksradikalismus/Linksextremismus“ pädagogisch-präventiv gearbeitet werden kann und soll. Vor diesem Hintergrund ist es Aufgabe des vom BMFSFJ geförderten Projektmoduls, Erkenntnisse zu diesen Phänomenen aufzubereiten und zu systematisieren, wobei ein besonderes Augenmerk auf jugendspezifische Aspekte gerichtet wird. Dabei werden auch der bundes- und europaweite fachliche Austausch zu diesen Themen gefördert. Außerdem wird geprüft, inwiefern sich Gemeinsamkeiten und Spezifika zum Themenfeld Rechtsextremismus zeigen. Insgesamt soll ein Beitrag dazu geleistet werden, Notwendigkeiten und Möglichkeiten pädagogischer Arbeit in diesen Themenfeldern präziser bestimmen zu können.

Projektleitung und Kontakt: Michaela Glaser, Tel. 0345/68178-20

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Programmevaluation „TOLERANZ FÖRDERN – KOMPETENZ STÄRKEN“

In Fortführung der Bundesprogramme „VIELFALT TUT GUT“ und „kompetent. für Demokratie“ fördert das BMFSFJ seit Januar 2011 im Bundesprogramm „TOLERANZ FÖRDERN – KOMPETENZ STÄRKEN“ unterschiedliche Maßnahmen und Projekte, um pädagogische und zivilgesellschaftliche Ansätze der Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus weiterzuentwickeln sowie das Demokratieverständnis zu stärken. Die Evaluation des Gesamtprogramms beinhaltet dessen kontinuierliche inhaltliche und strukturelle Prüfung, um auf dieser Basis zu seiner Weiterentwicklung beizutragen. An der Evaluation des Programms sind in den Bereichen „Lokale Aktionspläne“ und „Modellprojekte“ außerdem zwei externe Institutionen als Wissenschaftliche Begleitung beteiligt. Die Programmevaluation übernimmt die Koordinierungsfunktion in der Zusammenarbeit und den Informationsaustausch zwischen den Programmpartnern.

Projektleitung und Kontakt: Susanne Johansson, Tel. 0345/68178-28

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Wissenschaftliche Begleitung des Bundesprogramms „INITIATIVE DEMOKRATIE STÄRKEN"

Seit Sommer 2010 werden über das Bundesprogramm „INITIATIVE DEMOKRATIE STÄRKEN“ des BMFSFJ Projekte gefördert, um pädagogische Ansätze der Auseinandersetzung mit linksextremistischen und islamistischen Tendenzen im Jugendalter zu entwickeln und zu erproben. Im Mittelpunkt der Förderung stehen u.a. Maßnahmen der politischen Bildung, des Demokratie- und Menschenrechtslernens sowie sozialräumliche Ansätze. Ziel der Wissenschaftlichen Begleitung (WB) ist die inhaltliche und strukturelle Analyse und Bewertung des Bundesprogramms und die darauf basierende Benennung möglicher Ansatzpunkte für dessen Weiterentwicklung. Zur Beantwortung der Fragestellungen der WB werden ein jährliches Online-Monitoring, Workshops zur Rekonstruktion der Handlungslogik ausgewählter Projekte, Projektbesuche (Interviews und teilnehmende Beobachtung von Maßnahmen) sowie Workshops zum gemeinsamen Fachaustausch umgesetzt.

Projektleitung und Kontakt: Susanne Johansson, Tel. 0345/68178-28

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Programmevaluation „VIELFALT TUT GUT“ und „kompetent. für Demokratie“

Im Rahmen der Bundesprogramme "Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie – gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus" sowie "kompetent. für Demokratie" wird seit 2007 eine Vielzahl von Maßnahmen und Projekten gefördert, mit denen Ansätze der Prävention und Intervention gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus weiterentwickelt werden sollen. Die beiden Programme werden wissenschaftlich begleitet, sowohl durch die Programmevaluation des DJI als auch durch verschiedene Evaluationen einzelner Programmteile. Die politische Verantwortung für beide Programme liegt beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
Aufgaben der Programmevaluation sind die inhaltliche und strukturelle Prüfung der Programme und die Erarbeitung einer Grundlage zu ihrer Weiterentwicklung. Dabei wird eine vorrangig auf die Gesamtanlage der Programme bezogene Perspektive verfolgt. Zentrale Fragestellungen der Programmevaluation sind:
Wie gelingt die Implementierung der einzelnen Programmteile im Kontext der Bundesprogramme? Wo und in welcher Weise ergänzen sich die einzelnen Programmteile und die Bundesprogramme, wo regen sie sich wechselseitig an, wo sind welche Synergieeffekte erkennbar und wo lassen sich Anzeichen für ein kontraproduktives Gegeneinander der einzelnen Programmteile erkennen? Wie lässt sich die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Akteuren (z.B. Programmverantwortliche, Projekte, Regie- bzw. Zentralstelle) bei der Umsetzung der Programme charakterisieren? Wie werden die Programme in der (Fach-)Öffentlichkeit wahrgenommen und beurteilt? Welche Anregungen durch die Programme lassen sich in den verschiedenen Bereichen, in denen die Programme umgesetzt werden, erkennen?
Die Programmevaluation ist nicht nur für die Erhebung, Auswertung und Darstellung programmrelevanter Daten zuständig, sondern auch für die Koordination der Zusammenarbeit, des Informationsaustauschs und der Informationsverarbeitung zwischen den beteiligten wissenschaftlichen Begleitungen der einzelnen Programmelemente im Rahmen der beiden Bundesprogramme.
Konzept der Programmevaluation
Projektmitarbeiter und Kontakt: Susanne Johansson, Ursula Bischoff, Petra Göricke, Dr. Frank Greuel, Frank König, Diana Zierold

Tel. 0345/68178-28

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G8Way: Web 2.0 unterstützte Bildungsübergänge

Die Ausdifferenzierung von Bildungs- und Berufspfaden stellt junge Menschen im Übergang in den Beruf vor komplexe Herausforderungen. Auf der Suche nach den für sie passenden Wegen werden ihnen immer weniger Orientierungspunkte für die Gestaltung des eigenen beruflichen Einstiegs geboten. Sie sind gefordert, sich zu orientieren, realistische Ziele zu identifizieren, eigene Fähigkeiten zu prüfen und weiterzuentwickeln, dabei gegebenenfalls auf geeignete Hilfen zurückzugreifen und auf den oftmals nicht linearen Wegen das eigentliche Ziel nicht aus den Augen zu verlieren.
G8WAY versteht Bildungsübergänge als spezifische Lernsettings. Das Projekt zielt darauf ab, die Potenziale des Web 2.0 für eine effektive Übergangsgestaltung nutzbar zu machen. Dafür entwickeln die Projektpartner eine Plattform, die auf dem Weg in den Beruf als Informationsquelle, Brücke zu erweiterten Austausch- und Unterstützungsmöglichkeiten und Orientierungshilfe dient. Dabei werden vielfältige bereits bestehende E-Tools in ein pädagogisches Gesamtkonzept integriert.
G8WAY wird im Rahmen des Querschnittprogramms IKT (Informations- und Kommunikationstechnologien) der EU gefördert. Die acht beteiligten europäischen Partner nehmen jeweils unterschiedliche Zielgruppen und Übergangsstationen in den Blick. Das DJI fokussiert auf jene Jugendlichen, die den komplexen Anforderungen der Ausbildungs- und Arbeitsmärkte nicht gewachsen sind und denen ein netzbasierter Zugang zum Lernen bisher weniger gelungen ist. G8WAY will sie dabei unterstützen, neue Medien gezielt im Sinne ihrer beruflichen und sozialen Integration einzusetzen.
Projektbearbeitung und Kontakt: Tabea Schlimbach, Tel. 0345/68178-16
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Mol@m: Moving at Labour Markets

Mobilität auf dem europäischen Arbeitsmarkt findet durch die berufliche Beratung in den Gastländern oft noch zu wenig Unterstützung. Das liegt teilweise daran, dass die Option „Emigration“ zur Verbesserung der beruflichen Situation sich nicht unmittelbar „aufdrängt“, teilweise aber auch an konkreten Wissenslücken zu europäischen Arbeitsmärkten. Arbeitssuchende, vor allem solche mit niedrigen Qualifikationen, haben zu entsprechenden Informationen noch zu wenig Zugang.
Das Projekt Mol@m zielt darauf ab, die Expertise von Berufsberatern bezüglich der Möglichkeiten der Arbeitsmigration in Europa zu erweitern. Dafür wird ein interaktives Tool entwickelt, auf dem praktische Informationen zu europäischen Arbeitsmärkten, den lokalen Gesetzmäßigkeiten und Arbeitskulturen sowie Immigrationskontexten aufbereitet und in verschiedenen Sprachen online verfügbar sind. Das Tool richtet sich an Berufsberater und –begleiter in Berufsschulen, Jugendzentren, Arbeitsämtern und weiteren relevanten Organisationen.
Mol@m ist ein zweijähriges Projekt (Start im Oktober 2010), das von der Europäischen Kommission im Rahmen des Programms Lebenslanges Lernen; Leonardo da Vinci unterstützt wird. Die Projektpartner stammen aus sechs europäischen Ländern: Portugal, Tschechische Republik, Spanien, Großbritannien, Italien und Deutschland.
Flyer zum Projekt
Projektbearbeitung und Kontakt: Tabea Schlimbach, Tel. 0345/68178-16


Grundtvig – Lernpartnerschaft: “Validation of non formal learning in voluntary work”

An dieser Lernpartnerschaft im Rahmen des Europäischen Programms Grundtvig sind fünf europäische Partner aus den Niederlanden, Schottland, der Slowakei, Deutschland und Schweden beteiligt. Ziel ist es, freiwilliges Engagement stärker als Setting für non-formale Lernprozesse in das Blickfeld zu rücken. Ein Schwerpunkt ist die (Weiter-)entwicklung von Ansätzen zur Validierung von Fähigkeiten, die in Freiwilligensettings erworben werden.
Als Ergebnis des Austauschs der Partner entstehen - Ein kurzes Statement zum Umgang mit Validierung im Ehrenamt - Ein Leitfaden für Freiwilligenorganisationen, die eine eigene Validierungs- und Anerkennungsstrategie entwickeln wollen sowie - Eine Sammlung von Good Practice, in der gezielt unterschiedliche, bewährte Validierungs- und Anerkennungsinstrumente aus den Teilnehmerländern vorgestellt werden.
Zur Diskussion und Verbreitung der Projektergebnisse findet vom 13.-15.April 2011 eine Endkonferenz zum Thema „Inspiration für Anerkennung“ in Velp (Niederlande) statt, zu der Praktiker, Entscheidungsträger und Forscher eingeladen sind.
Flyer Tagung
Projektbearbeitung und Kontakt: Tabea Schlimbach, Tel. 0345/68178-16, Matthias Müller, Tel. 0345/68178-34


Videoüberwachung von Versammlungen und Demonstrationen. Gesellschaftliche Hintergründe und Auswirkungen auf Subjektivierungsprozesse, Demokratieorientierungen und Protestlegitimität

Seit mehreren Jahren verstärkt sich die Tendenz, dass politische Demonstrationen und Versamm­lungen wie Sportereignisse, Feste u.ä. durch die Polizei mithilfe von Videokameras optoelektronisch überwacht werden. Empirische Forschung zu diesem Phänomen gibt es praktisch nicht – weder aus Sicht der Polizeiforschung noch von Seiten der Protest- und Bewegungsforschung. Das Projekt fragt in einer wissenssoziologischen Grundorientierung nach den gesellschaftlichen/diskursiven Hintergründen und den Auswirkungen von Videoüberwachung von Versammlungen und Demonstrationen. Dabei interessieren im einzelnen drei Bereiche. Wahrnehmungsmuster und Handlungsroutinen beim Einsatz von Videoaufnahmen seitens der Sicherheitsorgane sowie die Analyse der Ziele dieser Maßnahmen bzw. möglichen Selektivität, gesellschaftliche Bedingungen und Hintergründe der Etablierung dieser Methode des Protest-policing und Einordnung des untersuchten Phänomens in den Wandel sozialer Kontrolle und demokratischer Beteiligung und insbesondere Auswirkungen auf Protestverhalten und Protestneigung sowie politische Teilhabe, Demokratieorientierungen und -verständnis von Demonstrierenden sowie gouvernementale Subjektivierungsprozesse. Diese Fragestellungen konstituieren zwei grundsätzliche Foci der Untersuchung: einerseits eine „Angebotsseite“, die Aspekte staatlichen/polizeilichen Handelns sowie deren gesellschaftliche Hintergründe und Auswirkungen umfasst; andererseits die Seite der im Fokus der Videoüberwachungsmaßnahmen stehenden Demonstrierenden. Beide Bereiche müssen zudem im Zusammenspiel und gegenseitiger Beeinflussung gedacht werden: sowohl auf der Akteursebene (Interaktion) als auch auf der sozialen Makroebene (Interdependenz und Rückkopplung). In einem Grounded-Theory-Design werden Interviews und Gruppendiskussionen mit politischen Aktivist/innen, Fußballfans und Polizei durchgeführt sowie durch ethnographische Forschung auf Demonstrationen und anderen Menschenansammlungen ergänzt.
Projektmitarbeiter und Kontakt: Dr. Peter Ullrich


Wissenschaftliche Begleitung der Förderinitiative "Regionales Übergangsmanagement"

Schule bis zum Ende der Pflichtschulzeit, danach eine betriebliche Berufsausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf, anschließend Facharbeit. Diese Abfolge von Schritten gilt traditionell als der Königsweg in das Arbeitsleben für Jugendliche in Deutschland, wenn sie keine weiterführenden Schulen besuchen wollen oder können. Tatsächlich gelingt aber nur einer Minderheit der Absolventinnen und Absolventen von Hauptschulen (und vergleichbaren Schulzweigen an Mittel-, Sekundar- oder Gesamtschulen) der direkte Einstieg in die Berufsausbildung.

Auf dem Weg von der Schule in die Berufsausbildung absolvieren viele Jugendliche Zwischenschritte: in Schulen, in arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, in Angeboten der Jugendhilfe. Diese Zwischenschritte sollen helfen, die Jugendlichen besser auf die Anforderungen einer Berufsausbildung vorzubereiten. Jugendliche riskieren aber auch, in Maßnahmekarrieren zu geraten, die sie nicht voran bringen und in deren Verlauf sie ihre Bildungsanstrengungen aufgeben, weil sich ihre Aussichten, eine Berufsausbildung aufzunehmen und abzuschließen, subjektiv und objektiv nicht verbessert, sondern verschlechtert haben. Die Konsequenz ist, dass unter den 25-jährigen Erwerbspersonen (sozialversicherungspflichtig Beschäftigte und gemeldete Arbeitslose) bundesweit gut jede/r Fünfte keine Ausbildung abgeschlossen hat. Die großen Unterschiede zwischen den Regionen (die Spanne reicht von Arbeitsagenturbezirken mit Ungelerntenquoten von unter 10 % bis über 35 %) weisen auf unterschiedlichen regionalen Handlungsbedarf, aber auch auf Handlungsmöglichkeiten hin.

Ein Hindernis für das Gelingen der Übergänge von der Schule in Berufsausbildung ist die Vielfalt von Zuständigkeiten im „Übergangssystem“, die zusätzlich auf unterschiedlichen Ebenen (Bund, Länder, Kommunen, Landkreise) angesiedelt sind. Diese Vielfalt von Zuständigkeiten erschwert oder verhindert eine wirksame Abstimmung von Politiken und Angeboten, eine Abstimmung, die zum Ziel haben muss, das Gelingen der Bildungs- und Ausbildungswege von allen Jugendlichen von den letzten Schulbesuchsjahren bis hin zum Ausbildungsabschluss auf (möglichst) hohem Niveau zu gewährleisten.

In dieser Vielfalt von Zuständigkeitsebenen ist die Ebene der Landkreise bzw. kreisfreien Kommunen der größte gemeinsame Nenner: Hier besteht eine (eingeschränkte) Zuständigkeit für Bildung. Hier sind Jugendämter und Träger der Grundsicherung und z. T. auch örtliche Arbeitsagenturen angesiedelt. Hier sind die Kammern und sonstigen Gremien der Wirtschaft präsent. Hier können im Kreistag bzw. Gemeinderat die politischen Willensbildungsprozesse stattfinden, die notwendig sind, damit regionales/lokales Übergangsmanagement wirksam werden kann.
Projektmitarbeiter und Kontakt: Birgit Reißig , Dr. Frank Braun, Ralf Kuhnke

Tel. 0345/68178-33

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MitWirkung!

Evaluation des Programms „MitWirkung – Lernen in fremden Lebenswelten“
Im Auftrag der Freiwilligen-Agentur Halle-Saalkreis e.V. Zeitraum Oktober 2010 bis November 2011
Die Freiwilligen-Agentur Halle-Saalkreis e.V. hat in einem vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales und dem Europäischen Sozialfonds geförderten Modellprojekt (Februar 2009 – Januar 2012) mehrere Bildungsangebote für Auszubildende, Mitarbeiter/innen und Leiter/innen entwickelt, die Unternehmen, den Beschäftigten sowie den teilnehmenden sozialen Einrichtungen nutzen sollen. Das Angebot besteht darin, dass Mitarbeiter/innen aus Unternehmen einen Tag oder drei bis fünf Tage in sozialen Einrichtungen mitarbeiten. Der Einsatz wird durch geschulte Mitarbeiter der Freiwilligen-Agentur und der sozialen Einrichtungen vorbereitet, begleitet und nachbereitet.
Mit der formativen Evaluation untersucht das DJI die Effekte des Programms bezüglich des sozialen Lernens der Teilnehmer/innen, der Bezüge zum beruflichen Kontext, der Wirkungen auf die beteiligten sozialen Einrichtungen und die Zufriedenheit der Beteiligten mit dem Programm.
Die Evaluation soll dazu dienen, das Programm MitWirkung! als ein marktfähiges Angebot für Unternehmen zu etablieren und dafür die Voraussetzungen für die Verbesserung zu schaffen.
Projektmitarbeiter und Kontakt: Ulrike Richter

Tel. 0345/68178-21


Evaluation des Produktionsschulansatzes

Mit den Produktionsschulen entstand in den letzten Jahren ein alternatives Berufsvorbereitungsangebot für Jugendliche mit besonderem Förderbedarf beim Übergang von der Schule in Ausbildung bzw. Arbeit. In dem vom Bundesministerium des Inneren (BMI) in Zusammenarbeit mit den zuständigen Ministerien der Länder Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein geförderten Forschungsvorhaben geht es um eine Vergleichsuntersuchung von Jugendlichen in den drei Förderangeboten: Produktionsschule, Berufsvorbereitungsjahr und Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen der Agentur für Arbeit. Das Forschungsvorhaben ist als Vergleichsgruppendesign konzipiert. In einem quantitativen Längsschnitt werden Teilnehmerinnen und Teilnehmer der drei genannten berufsvorbereitenden Förderangeboten in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein zu drei Meßzeitpunkten befragt. Parallel dazu werden an den einbezogenen Einrichtungen die spezifischen Rahmenbedingungen und die jeweiligen Angebote für die befragten Jugendlichen erhoben. Das Forschungsvorhaben soll mit spezifischem Fokus auf den Produktionsschulansatz belastbare Erkenntnisse zu den Besonderheiten der unterschiedlichen Angebote liefern und als eine empirische Grundlage für die Diskussion zur weiteren Profilierung von berufsvorbereitenden Angeboten beim Übergang von der Schule in die Ausbildung dienen.
Projektmitarbeiter und Kontakt: Ralf Kuhnke

Tel. 0345/68178-25

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"Zeig, was du kannst! - Erfolgreich ins Berufsleben starten"

Seit 2008 führt die Stiftung der Deutschen Wirtschaft das Projekt „ZEIG, WAS DU KANNST! - Erfolgreich ins Berufsleben starten“ durch, gefördert aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Dabei steht die Förderung und Stärkung der Berufsorientierung, Berufswahl und Ausbildungsfähigkeit von leistungsorientierten Hauptschülerinnen und Hauptschülern im Vordergrund. Dem Programm liegt die Diagnose zugrunde, dass in Anbetracht des erwarteten Fachkräftemangels in Deutschland gezielt junge Menschen mit Hauptschulabschluss für eine Ausbildung für fachlich hoch anspruchsvolle Aufgaben gewonnen werden müssen, um den zukünftigen Bedarf angemessen decken zu können. Hinzu kommt, dass die Jugendlichen oftmals die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung in Berufen mit hohen fachlichen Anforderungen aufweisen, jedoch nicht den Weg in eine Ausbildung finden, weil sie ihr Potenzial nicht erkennen, im Hinblick auf die Ausbildung unsicher sind oder aus ihrem sozialen bzw. familiären Umfeld kaum Impulse in Richtung einer solchen Ausbildung erhalten.
Das Programm begegnet diesem Problem mit einem Förderkonzept, das diese jungen Menschen befähigt, ihre Potenziale zu erkennen, fundierte und reflektierte Bildung- bzw. Ausbildungsentscheidungen zu treffen und zielgerichtet und erfolgreich in die Ausbildung einzusteigen. Weiterhin soll es auch die Möglichkeit bieten, interessante Bewerber/innen für fachlich anspruchsvolle Ausbildungsplätze zu gewinnen.
„ZEIG, WAS DU KANNST!“ wird während seiner gesamten Laufzeit bis Mitte 2012 vom Deutschen Jugendinstitut evaluiert, wobei die gewonnenen Ergebnisse der Verbesserung der Programmausgestaltung unmittelbar zugutekommen sollen.
Projektmitarbeiter und Kontakt: Frank Tillmann

Tel. 0345/68178-13

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ICOVET – Durch informelles Lernen erworbene Kompetenzen für die Berufsausbildung nutzen

Auch benachteiligte Jugendliche erwerben durch informelles Lernen Kompetenzen, die für die berufliche Bildung relevant sind. Ziel des EU geförderten Projektes ist es, die Stärken und Fähigkeiten benachteiligter Jugendlicher sichtbar zu machen. Dazu entwickelt die internationale Projektgruppe Methoden zur Kompetenzfeststellung im Übergang Schule – Beruf.

Projektbearbeitung und Kontakt: Ulrike Richter

Tel. 0345/68178-21

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ICONET- Transfer innovativer Methoden zur Validierung informell erworbener Kompetenzen von benachteiligten Jugendlichen

Das Lernen außerhalb von schulischen Bezügen rückt zunehmend in den Blickwinkel der deutschen Bildungspolitik. Wie lernen Jugendliche in Bereichen, in denen das Lernen nicht angeordnet ist? Was lernen sie und wie können diese Fähigkeiten und Kompetenzen sichtbar gemacht werden? Die Wahrnehmung und Anerkennung informellen Lernens kann dazu beitragen, Motivation und Interesse der Jugendlichen an formellen Bildungsprozessen zu wecken und diese erfolgreicher zu gestalten.
Insbesondere können benachteiligte Jugendliche davon profitieren, deren schulische Leistungen nicht ausreichen, um einen erfolgreichen Start ins Berufsleben zu garantieren. Auch benachteiligte Jugendliche haben in nichtformellen bzw. informellen Settings Kompetenzen erworben, die für die berufliche Bildung und Ausbildung relevant sind, dafür aber nicht systematisch genutzt werden, weil sie nicht sichtbar sind. Die Nutzung dieser Kompetenzen setzt voraus, dass diese von den Lernenden selbst erkannt und gegenüber Dritten sichtbar gemacht werden können.
Im Vorgängerprojekt Informal Competencies and their Validation (ICOVET) wurden dazu ein Interviewverfahren zur Erfassung von Fähigkeiten und Kompetenzen, ein Handbuch und ein Fortbildungskonzept erarbeitet, was nun weiterentwickelt und verstärkt in die Fördersysteme transferiert werden soll.
ICONET ist ein Innovationstransferprojekt, welches über das Programm LEONARDO DA VINCI der Europäischen Kommission gefördert wird. Am Projekt beteiligen sich elf Partner aus sieben europäischen Ländern.

Projektbearbeitung und Kontakt: Ulrike Richter

Tel. 0345/68178-21

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Bildungs- und Lerngeschichten als Instrument zur Konkretisierung und Umsetzung des Bildungsauftrags im Elementarbereich*

Kernstück dieses Projektes ist ein Beobachtungs- und Dokumentationsinstrument mit welchem die individuellen Bildungs- und Lernprozesse der Kinder in den Blick genommen werden. Dieser Herangehensweise liegt die Auffassung zugrunde, dass Bildungsverläufe stets Selbstbildungsprozesse sind. Das Projekt greift das von Margret Carr in Neuseeland (2001) entwickelte Verfahren "learning stories" auf und adaptiert dieses unter Berücksichtigung des aktuellen Forschungsstandes für den situativen Kontext der beteiligten Modelleinrichtungen in verschiedenen Bundesländern.

Projektbearbeitung und Kontakt: Dr. Karin Garske, Sandra Koch, Irene Pack, Katja Flämig, Julia Dahlmann

Tel. 0345/68178-31, -24, 24, -41

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Wissenschaftliche Begleitung des Programms Kompetenzagenturen*

Das Modellprogramm „Kompetenzagenturen“ erprobt die Verbesserung der sozialen und beruflichen Integration benachteiligter Jugendlicher durch ein passgenaues, an den individuellen Voraussetzungen ansetzendes Lotsen durch das Übergangssystem. Die Prozesse des Übergangs sollen zum einen durch die Vermittlung maßgeschneiderter Übergangshilfen optimiert und systematisiert werden. Zum anderen sollen Kompetenzen erfasst und entwickelt werden. Die wissenschaftliche Begleitung analysiert zum einen innerhalb einer formativen Evaluation die unterschiedlichen Handlungsweisen der Agenturen. Zum anderen werden Instrumente zur Bewertung der Wirksamkeit von Übergangshilfen gesichtet und auf ihre Praktikabilität und Validität für die Zielgruppe benachteiligter Jugendlicher hin bewertet und gegebenenfalls weiterentwickelt

Projektbearbeitung und Kontakt: Birgit Reißig

Tel. 0345/68178-33

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Interethnische Beziehungen zwischen jungen sowie älteren Facharbeiterinnen und Facharbeitern in Großbetrieben(XENOS)*

Das Projekt beinhaltet eine Analyse von Arbeitsbeziehungen und zielt auf die Entwicklung und Umsetzung von arbeitsweltbezogenen Maßnahmen ab, die eine verständnisvolle Zusammenarbeit von Fachkräften unterschiedlicher Generationen, Herkunftskulturen und Geschlechter in Großbetrieben fördern. Im Fokus der empirischen Erhebung stehen sowohl funktionierende Beziehungen als auch Auseinandersetzungen in der betrieblichen Zusammenarbeit. Zur Förderung der Zusammenarbeit werden unter Beteiligung von FacharbeiterInnen sowie AkteurInnen der Managementebene betriebsspezifische Handlungsbedarfe und konfliktlösende Maßnahmen entwickelt. Die wissenschaftliche Begleitung der Umsetzung soll Aufschluss über Realisierbarkeit und Wirksamkeit der Maßnahmen im betrieblichen Alltag geben.

Projektbearbeitung und Kontakt: Dr. Ursula Bischoff

Tel. 0345/68178-32

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Wissenschaftliche Begleitung des Programms "Entimon - gemeinsam gegen Gewalt und Rechtsextremismus"

Das Programm "Entimon" ist ein bundesweites Modellprogramm des BMFSFJ, das über Projektförderung in den Bereichen "Politische Bildung", "Inter- bzw. transkulturelles und interreligiöses Lernen" und "Lokale Netzwerke" auf die Prävention von Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Gewalt bzw. die Förderung von Demokratie und Toleranz setzt. Die wissenschaftliche Begleitung evaluiert die Umsetzung der Projektaktivitäten und geht der Frage nach, welche Effekte einzelne Maßnahmen vor Ort zeitigen.

Projektmitarbeiter und Kontakt: Ulrich Brüggemann, Gun Hoßbach, Susanne Klingelhöfer, Anke März, Mareike Schmidt

Tel. 0345/68178-28

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Netzwerk Prävention von Schulmüdigkeit und Schulverweigerung*

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Programms "Kompetenzen fördern - Berufliche Qualifizierung für Zielgruppen mit besonderem Förderbedarf" und unter Kofinanzierung aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds durchgeführt. Ziel des Projekts ist es, Praxisbeispiele im Handlungsfeld von Schulmüdigkeit und -verweigerung systematisch zu dokumentieren. Darauf aufbauend wird vom DJI ein bundesweites "Netzwerk Prävention von Schulmüdigkeit und Schulverweigerung" von Projekten zur Kooperation von Jugendsozialarbeit und Schule moderiert, um die vielfältigen Erfahrungen und Erkenntnisse für ein breites Gegensteuern nutzbar zu machen.

Projektmitarbeiter und Kontakt: Dr. Elke Schreiber, Ulrike Richter, Gabriele Kämpfe

Tel. 0345/68178-17

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"Methodendokumentation" - methodische Erträge aus dem "DJI-Übergangspanel"

Das DJI-Übergangspanel untersucht Hauptschul-Absolventinnen und Absolventen der, deren Weg von der Schule in die Ausbildung bzw. Erwerbstätigkeit mit besonderen Schwierigkeiten verbunden ist und für die spezifische Unterstützungsleistungen im Übergangssystem erbracht werden. Über die Hälfte dieser Jugendlichen stammt aus Zuwandererfamilien, ein Viertel ist nicht in Deutschland geboren.
In der vom BMBF geförderten "Methodendokumentation" werden die Methodenerfahrungen aus dem Übergangspanel systematisch ausgewertet und dokumentiert, um Einsichten zur Gestaltung des Untersuchungsdesigns sowie Methoden und Instrumente für die künftige Bildungsforschung bei tendenziell benachteiligten Schülergruppen zu gewinnen.
Die Ergebnisse sollen im dritten Quartal 2005 auf einem Methodenworkshop zur Diskussion gestellt werden.

Projektmitarbeiter und Kontakt: Ralf Kuhnke

Tel. 0345/68178-25


Wissenschaftliche Begleitung der Programme "Entwicklung und Chancen junger Menschen in sozialen Brennpunkten (E&C)" und "Lokales Kapital für soziale Zwecke (LOS)"- im Kontext neuer kommunalpolitischer Strategien

Ausgangspunkt für die zweite Phase der wissenschaftlichen Begleitung ist die Beobachtung, dass die Wirksamkeit der lokalen Netzwerke und damit auch der beteiligten Instanzen der Kinder- und Jugendhilfe in Bezug auf die Stadtteile offenbar im hohen Maße von der vorherrschenden Art und Weise der kommunalpolitischen Steuerung insgesamt abhängt. Von Interesse ist, wie kommunalpolitische Entscheidungen unter der Annahme zustande kommen, dass den lokalen Netzwerken mit ihren Akteuren unterschiedliche Bedeutungen zukommen. Die zentrale Fragestellung auf der Ebene E&C soll sein: Welche Rolle übernehmen die Träger der Kinder- und Jugendhilfe im Kontext dieser Strategien bzw. welche Rolle wird ihnen zugewiesen? Die zentrale Fragestellung auf der Ebene LOS soll sein: Was sind die Voraussetzungen, Implementationsstrategien, Wirkungsweisen und Effekte von Lokalen Aktionsplänen?

Projektmitarbeiter und Kontakt: Peter Bischoff, Dr. Susann Burchardt, Dr. Heike Förster, Christiane Harmsen, Heike Kießler, Tatjana Mögling, Frank Tillmann

Tel. 0345/68178-22

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LOS Lokales Kapital für soziale Zwecke

Das Bundesprogramm "Lokales Kapital für soziale Zwecke (LOS)" startete im Jahr 2003 und wird aus dem Europäischen Sozialfond gefördert. Das Ziel des Programms ist der Aufbau einer lokalen Struktur, in der unterschiedliche Akteursgruppen vernetzt zusammenarbeiten sollen. Konkret handelt es sich bei LOS um eine monetäre Mikroprojektförderung im Umfang von max. 100.000 € pro Gemeinde, wonach ein Projekt die 10.000-€-Grenze nicht überschreiten darf.
Sowohl die Struktur als auch der Inhalt von LOS sind auf die zu leistende Vernetzungsarbeit ausgerichtet. Um unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen einander näher zu bringen, wurde beim Programm LOS darauf geachtet, dass Vermittlungsstrukturen in Form einer Koordinierungsstelle und eines Begleitausschusses von den am Programm beteiligten Kommunen eingerichtet werden. Die Koordinierungsstelle ist an ein Amt der Gemeinde angeschlossen und dient dem Bund neben seiner Koordinationsfunktion als direkter Ansprechpartner in Sachen Projektförderung und Abwicklung.
Weitere Informationen zum Baustein LOS bei der Regiestelle der Stiftung Sozialpädagogisches Institut "Walter May" (SPI) und der Gesellschaft für soziale Unternehmensberatung mbH (gsub) unter www.los-online.de
Projektmitarbeiter und Kontakt: Dr. Susann Burchardt , Tatjana Mögling, Heike Kießler

Tel. 0345/68178-18

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Wahrgenommene Diskriminierung und (Re)Ethnisierung bei jugendlichen Zuwanderern

Das Projekt untersucht, ob Misserfolgserfahrungen von Jugendlichen mit Migrationshintergrund im Übergang Schule – Beruf zu Diskriminierungswahrnehmung und Ethnisierungstendenzen führen. Im Sinne einer negativen Pfadabhängigkeit wird weiterhin geprüft, ob derartige Situationsdeutungen der Jugendlichen mit Migrationshintergrund individuelle Strategien befördern, die zu einer Desintegration vom Arbeitsmarkt der Zielgesellschaft führen.

Projektbearbeitung und Kontakt: Dr. Jan Skrobanek,

Tel. 0345/68178-13

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Übergänge in die Arbeit bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund*

Im Rahmen eines europäischen Verbundprojektes, das die Lebensphase Jugend und ihre Entwicklungsbedingungen in verschiedenen EU-Mitgliedsstaaten bzw. Regionen Europas untersucht, beschäftigt sich dieses Projekt mit den Übergängen in die Arbeit bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund bzw. von Angehörigen ethnischer Minderheiten. Dabei sollen die Herausforderungen analysiert werden, die sich für Jugendliche und junge Erwachsene aus den in diesen EU-Staaten stattfindenden Individualisierungsprozessen sowie nationalen und europäischen Jugendpolitiken ergeben. Des weiteren sollen die gegenüber solchen Herausforderungen von jungen Menschen selbst entwickelten Handlungsmuster und Bewältigungsstrategien untersucht werden. Dazu werden statistische und empirische Daten zur Lebenslage „Jugend in Europa“ gesammelt, systematisiert und ausgewertet, um sie für die Erarbeitung sozial- und jugendpolitischer Empfehlungen nutzbar zu machen. Eine erste Analyse vorliegender Daten weist darauf hin, dass insbesondere das dreigliedrige Sekundarschulwesen in Deutschland Jugendliche mit Migrationshintergrund frühzeitig in Bildungsgänge weist, von denen aus der Übergang in Ausbildung und Arbeit eher schwierig verläuft.
Projektmitarbeiter und Kontakt: Dr. Jan Skrobanek

Tel. 0345/68178-13

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Inklusionsstrategien für junge Aussiedler im Übergang Schule – Beruf. Evaluation und Praxistransfer

Das Projekt verfolgt folgende Zielstellungen:

  • Differenzierte Erfassung der unterschiedlichen Risikolagen und Problemlösungen für Aussiedlerjugendliche, um Wissen über Ausgrenzungsrisiken und Integrationschancen für diese Jugendlichen bereit zu stellen, das Impulse für innovative lokale Projekte zur Inklusion der Zielgruppe liefert.
  • Identifizierung, Evaluierung und Fortentwicklung bereits praktizierter erfolgreicher Integrationsangebote und Aufbereitung und Verbreitung für Fachpolitik und -praxis zur Nachnutzung

Projektbearbeitung und Kontakt: Ralf Kuhnke, Dr. Elke Schreiber, Anke März

Tel. 0345/68178-17

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Bildungs- und Lerngeschichten - Weiterentwicklung, Qualitätssicherung und Verbreitung

In der ersten Phase des Projektes „Bildungs- und Lerngeschichten“ (01.02.2004 – 31.03.2007) wurden Materialien entwickelt, mit denen Fortbildnerinnen und pädagogische Fachkräfte das Verfahren zur Beobachtung und Dokumentation kindlicher Lernprozesse in der Praxis einführen und umsetzen können.
Aufgabe der zweiten Projektphase ist es, die Weiterentwicklung, Qualitätssicherung und Verbreitung der „Bildungs- und Lerngeschichten“ zu gewährleisten. Durch die Einrichtung einer Fachstelle wird die Nachhaltigkeit des Verfahrens gesichert, Interessierte werden über das Verfahren und die Voraussetzungen zur Umsetzung informiert. Zudem wird ein Netzwerk von Mulitplikatorinnen und Multiplikatoren aufgebaut und begleitet.
Am Standort Halle wird an der Weiterentwicklung der „Bildungs- und Lerngeschichten“ mit Blick auf eine ressourcenorientierte Darstellung von Entwicklungsschritten gearbeitet, die an den beobachtbaren Kompetenzen der Kinder ansetzt. Eine weitere Zielsetzung besteht in der konzeptionellen Weiterentwicklung des Verfahrens in Bezug auf Kinder mit körperlichen und/oder geistigen Behinderungen. Gefördert wird dieser Projektzweig durch die Stiftung „Aktion Mensch“. Projektbearbeitung und Kontakt: Katja Flämig, Sandra Koch, Benjamin Musketa, Tel. 0345/68178- 24, -41

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*) Projektstandorte Halle (Saale) und München