Dieser Frage geht ein Forschungsteam der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg unter der Leitung von DJI-Alumna Prof. Dr. Johanna Possinger nach.

Ziel des in 2020 gestarteten und von der evangelischen Landeskirche in Württemberg geförderten Projekts „Zwischen Kindern, Kirche und Karriere – Kirche und Familien heute“[1] ist es, die Bedarfe von Familien in unterschiedlichen Lebenslagen gegenüber kirchlichen Angeboten zu ermitteln.

Dafür werden unterschiedlichste Familien befragt - kirchennahe und distanzierte, traditionelle Familien, Alleinerziehende, Patchwork- sowie Regenbogenfamilien. Die Forscher:innen wollen u.a. wissen: Gibt es Zugangsbarrieren oder Angebotslücken? Und wie können vorhandene Angebote verbessert werden, um bislang wenig erreichte Familien anzusprechen?

„Erstaunlich ist,“ so Johanna Possinger im Interview mit der Evangelischen Presseagentur (EPD) zu ersten Ergebnissen der Familien-Befragungen, „dass alle von ihnen – auch die kirchenverbundenen - sich als vergessene Zielgruppe wahrnehmen. Die Gemeinden bieten vielleicht etwas speziell für Kinder oder Mütter an, aber meist nicht für die gesamte Familie. Viele Väter wünschen sich außerdem, dass auch sie in ihrer Fürsorgetätigkeit gesehen werden, und es in den Gemeinden mehr Vater-Kind-Angebote gibt.“

Laut Possinger sind die üblichen Sonntagsgottesdienste für Familien häufig wenig attraktiv. Im Interview spricht sie über konkrete Verbesserungsbedarfe und erläutert auf Basis erster Studienergebnisse, wie Kirche familienfreundlicher auftreten kann. Die kompletten Projektergebnisse werden 2023 vorliegen.

Zum EPD-Interview[2]

Homepage Prof. Dr. Johanna Possinger[3]