„Achtstundentag als Norm, Sorgearbeit als Sonderfall – dieser Koalitionsvertrag bricht keine alten Rollenbilder auf“, meint DJI-Alumna Dr. Karin Jurczyk in ihrem Gastbeitrag für ZEIT Online.

Obwohl die letzten Gleichstellungs- und Familienberichte der Bundesregierung Analysen und Forschungsergebnisse zum Gender-Care-Gap, Gender-Pay-Gap und Gender-Pension-Gap, zur Benachteiligung von Frauen in Führungspositionen und zur Zeitnot in Familien lieferten, könnte man meinen, so die Soziologin, dass sich die Ampel-Koalition darauf verlassen würde, „dass Frauen wie bislang weitermachen und sich um Kinder, Küche, Kranke und Alte kümmern – sei es privat, beruflich oder ehrenamtlich“. Dabei sei eine egalitäre Teilhabe von Frauen und Männern sowohl an der Sorge- als auch an der Erwerbsarbeit als wichtigster Faktor zur Minderung von Ungleichheit längst bekannt, so Karin Jurczyk.

Dr. Karin Jurczyk war von 2002 bis 2019 Leiterin der Abteilung Familie und Familienpolitik am DJI und ist im Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Zeitpolitik[1].

Zum Zeit-Online-Gastbeitrag[2]