„Schul- und Kita- Schließungen sind das letzte Mittel bei der Pandemiebekämpfung“


Warum sich Bundesfamilienministerin Franziska Giffey dafür einsetzt, Schulen und Kindertageseinrichtungen auch bei steigenden Infektionszahlen möglichst lange offen zu halten, wie sie Kinder, Jugendliche und Eltern in der Corona-Krise unterstützen möchte und wieso sie eine Aufwertung der sozialen Berufe für elementar hält.

DJI Impulse: Frau Giffey, die erste Phase der Corona-Krise hat Familien teils extrem belastet. Wurde der Sommer 2020 ausreichend genutzt, um tragfähige Pläne im Falle einer höheren Infektionsrate in der kalten Jahreszeit zu erarbeiten?

Franziska Giffey:
Die Bundesregierung arbeitet seit Beginn der Pandemie daran, deren Folgen abzumildern. Jeder gesellschaftliche Bereich wird dabei in den Blick genommen. Als Bundesfamilien- und -jugendministerin setze ich mich dafür ein, dass bei steigenden Infektionszahlen die Schließung von Kitas und Schulen die letzte und nicht die erste Einschränkung ist. Denn sowohl Kitas als auch Schulen sind systemrelevant. Es ist richtig und von elementarer Bedeutung für Eltern und Kinder, dass wir alles tun, um diese Einrichtungen weiter offen zu halten. Mit meinem Kollegen Jens Spahn habe ich mich gleich am Anfang der Pandemie abgestimmt, und wir haben gemeinsam die „Corona-KiTa-Studie“ in Auftrag gegeben, die vom Deutschen Jugendinstitut zusammen mit dem Robert Koch-Institut durchgeführt wird. Jetzt zum Ende des Jahres sehen wir den Nutzen: Wir haben bereits erste wissenschaftliche Erkenntnisse, und deshalb können wir Kitas und Kindertagespflegestellen, wenn es das Infektionsgeschehen zulässt, offen halten. Mit klaren Hygienevorschriften und Vorsichtsmaßnahmen und mit einem bemerkenswerten Einsatz des Personals ist der Alltag in den Einrichtungen gut zu organisieren.

Laut einer DJI-Studie wünschen sich Kita-Leitungen von der Politik vor allem präzisere Vorgaben und schnellere Kommunikationswege. Sie haben im September einen Corona-KiTa-Rat initiiert, der Empfehlungen für ein gemeinsames Vorgehen der Bundesländer erarbeiten soll. Wie realistisch ist es, dass die Kita-Fachkräfte so mehr Klarheit und Verlässlichkeit bekommen?

Der Corona-KiTa-Rat kommt auf meine Initiative zusammen, tauscht sich über aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen beim Regelbetrieb in Kitas während der Pandemie aus und diskutiert mögliche Lösungen. Er kann auch Empfehlungen abgeben. Die Runde besteht aus Vertreterinnen und Vertretern der Bundesländer, von Kommunen, Kita-Trägern, Gewerkschaften, dem Bundesverband für Kindertagespflege, der Bundeselternvertretung sowie Kinder- und Jugendärzten. Hier wird offen und ehrlich gesprochen. Zudem kommt immer wieder fachlicher Input von außen: erstens die regelmäßigen Berichte des DJI und des RKI zu den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen insbesondere aus der Corona-KiTa-Studie; zweitens thematische Schwerpunkte, etwa zum Umgang mit Krankheitssymptomen bei Kindern in der Kindertagesbetreuung durch die Deutsche Akademie der Kinder- und Jugendärzte oder zum Arbeitsschutz des Personals in Kitas und Kindertagespflege durch die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung. Unser Ziel ist, dass die hier gewonnenen Erkenntnisse auch in der Praxis bei den Fachkräften ankommen. Auch deshalb haben wir Praxistipps für die Fachkräfte in der Kindertagesbetreuung erarbeitet, die unter www.corona-kita-praxistipps.de abrufbar sind.

Um zumindest zum Teil zu kompensieren, was den Kindern in der ersten Phase der Pandemie an Förderung verloren ging, können wir nur auf eines setzen: noch mehr Qualität in der Kindertagesbetreuung.

Franziska Giffey ist seit März 2018 Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen, Jugend und seit Ende November 2020 Vorsitzende der SPD Berlin.

Wenn es um eine bessere Betreuung und Bildung von jungen Menschen geht, sind die Fachkräfte entscheidend. Nehmen Sie nach den Erfahrungen in der Krise eine neue politische Sensibilität wahr, was die bessere Bezahlung in sozialen Berufen angeht?

Es geht nicht nur um politische Sensibilität, sondern auch darum, Fakten zu schaffen. Wir werden den Fachkräftebedarf in diesem Bereich nur decken können, wenn wir den Beruf attraktiver machen – und dazu gehört natürlich eine angemessene Bezahlung. Dafür setze ich mich ein. Die Corona-Krise hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig und systemrelevant die Arbeit von Erzieherinnen und Erziehern für das Funktionieren von Gesellschaft und Wirtschaft ist. Mit dem im Oktober 2020 erzielten Tarifergebnis erhalten nun auch die Beschäftigten des Sozial- und Erziehungsdienstes im TVöD mehr Geld und eine Corona-Sonderzahlung für das, was sie in der Krise geleistet haben. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung und ein wichtiges Signal. Dennoch muss es noch weiter gehen mit der Aufwertung der sozialen Berufe – zum Beispiel könnten noch stärker als bislang fachliche Spezialisierungen und Karrieren gefördert werden, die dann auch besser bezahlt werden. Wir setzen dafür mit dem Bundesprogramm „Fachkräfteoffensive“ Impulse und entwickeln Modelle, wie es gehen kann. Die flächendeckende Umsetzung ist Aufgabe der Länder.


Noch immer ist nicht eindeutig klar, welche Rolle Kinder im Infektionsgeschehen spielen. Laut Robert Koch-Institut weist die Forschungslage allerdings darauf hin, dass infizierte Kinder möglicherweise weniger ansteckend sind als Erwachsene. Welche neuen Erkenntnisse ziehen Sie aus der Corona-KiTa-Studie?


Bislang zeigen die vorliegenden Zwischenergebnisse aus der Corona-KiTa-Studie, dass Kinder tatsächlich keine Treiber der Pandemie und Kitas keine Infektionsherde sind. Natürlich habe ich die Hoffnung, dass sich diese Erkenntnisse nachhaltig bestätigen. Wichtig ist, dass die wissenschaftlichen Ergebnisse nachvollziehbar sind und das politische Handeln darauf aufgebaut werden kann. Das gelingt den Macherinnen und Machern der Corona-KiTa-Studie bislang ausgezeichnet, und ich bin beeindruckt, wie professionell und kollegial hier Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ganz unterschiedlicher Professionen an einem Strang ziehen.

Kinder und Jugendliche aus bildungsfernen Familien werden durch die Corona-Krise stärker zurückgeworfen als Kinder, die zu Hause gefördert werden. Was schlagen Sie vor, um Corona-Defizite zu kompensieren?

Kitas und Kindertagespflege sorgen für gleiche Chancen von Anfang an. Bleiben sie geschlossen, verschärfen sich die Unterschiede in den Bildungschancen, denn nicht alle Eltern haben die gleichen Möglichkeiten, ihre Kinder zu fördern. Während der Kita-Schließungen sind die Fachkräfte sehr kreativ geworden, um den Kontakt zu den Familien und den Kindern zu halten, von „Fensterbesuchen“ über Briefe und Telefonate bis hin zu digitalen Formaten, die einen großen Auftrieb erfahren haben. Allerdings kann nichts davon das ersetzen, was der Besuch einer Kita oder Kindertagespflege für viele Kinder bedeutet. Um zumindest zum Teil zu kompensieren, was den Kindern in der ersten Phase der Pandemie von Mitte März bis in den Sommer an Förderung verloren ging, können wir nur auf eines setzen: noch mehr Qualität in der Kindertagesbetreuung. Deshalb bekennt sich der Bund auch nach Ablauf der bislang gesetzlich vorgesehenen Mittel für das Gute-KiTa-Gesetz zu seiner Verantwortung und wird seinen Beitrag leisten, um die Qualität in der Kindertagesbetreuung deutschlandweit weiterzuentwickeln. Auch deshalb ist es wichtig, erneute flächendeckende Kita-Schließungen möglichst zu vermeiden. Es geht hier nicht allein um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für die Eltern, sondern um Bildungs- und Teilhabechancen für die Kinder.

Für einige Kinder ist das Fernbleiben von Kita und Schule gefährlich. DJI-Studien zeigen, dass die Zahl der Gefährdungsmeldungen bis zum Sommer 2020 zwar nicht gestiegen ist, aber es gibt Hinweise auf unerkannte häusliche Gewalt. In den Jugendämtern herrscht teils Unsicherheit, und es wird eine bessere personelle, räumliche und technische Ausstattung gefordert. Mit welcher politischen Unterstützung kann die Kinder- und Jugendhilfe rechnen?
 
Während des Lockdowns war es für Kinder und Jugendliche besonders wichtig, direkten Zugang zu Hilfe zu behalten. Das Bundesfamilienministerium hat deshalb bestehende telefonische und Online-Beratungsangebote für Kinder und Jugendliche schon zu Beginn der Kontaktbeschränkungen ausgebaut. So wurde im Frühjahr 2020 unter anderem die Förderung für die Online-Beratung der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung, die „Nummer gegen Kummer“, und die Jugendnotmail erhöht. Auch nächstes Jahr stellen wir dafür mehr Geld zur Verfügung. Um die fachliche Arbeit der Kinder- und Jugendhilfe in Corona-Zeiten zu unterstützen, finanziert das BMFSFJ seit Anfang April eine neu eingerichtete Kinder- und Jugendhilfeplattform mit dem Namen „Forum- Transfer –Innovative Kinder- und Jugendhilfe in Zeiten von Corona“. Dort finden sich aktuelle Hinweise, Empfehlungen und fachlich systematisierte Best-Practice-Beispiele. Die Seite ist so gestaltet, dass zeitnah auf die aus der Praxis geäußerten Bedarfe reagiert werden kann. Auch dieses Projekt wollen wir im nächsten Jahr weiter fördern.

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey

Die sozialen und ökonomischen Folgen der Pandemie treffen Jugendliche am Übergang zur Ausbildung und zum Beruf besonders hart.

Jugendliche rücken oft erst durch negative Schlagzeilen über Gewalt oder exzessives Feiern in die öffentliche Diskussion. Sind die Belange der Jugendlichen in der Krise zeitweise aus dem Blick geraten?

Jugendliche haben es in der Corona-Pandemie oft sehr schwer. Der Freiraum, den sie in diesem Alter brauchen, wird stark eingeschränkt. Denn eigentlich ist es in dieser Lebensphase wichtig, sich mit Gleichaltrigen zu treffen und etwas zu unternehmen. Das alles geht allein per Homeschooling und im Netz nicht. Auch jungen Erwachsenen, die gerade eine Ausbildung oder ein Studium anfangen, fehlt etwas Entscheidendes. Viele von ihnen müssen digital ins Ausbildungsjahr oder ins Semester starten, sie vermissen die Gemeinschaft und den Austausch. Wir muten den jungen Menschen gerade viel zu, und die meisten verstehen das und verhalten sich verantwortungsbewusst und rücksichtsvoll. Gleichzeitig zeigen Studien, dass junge Menschen nicht auf ihre Rolle als Schülerinnen und Schüler reduziert werden möchten. Nicht nur jetzt gilt: Jugendliche wollen gehört werden und mitreden. Schließlich treffen sie die sozialen und ökonomischen Folgen der Pandemie gerade am Übergang von Schule zu Ausbildung und Beruf besonders hart. Corona sorgt dafür, dass sich bestehende soziale Ungleichheiten verschärfen. Junge Menschen im Blick zu behalten und ihnen sichere Zukunftsperspektiven aufzuzeigen, bleibt daher eine wichtige politische Aufgabe.


In Kitas und Schulen findet noch kein Regelbetrieb wie vor der Pandemie statt. Dadurch bleibt die ohnehin schon hohe Belastung der Eltern bestehen. Wie lässt sich gegensteuern?


Die Situation heute lässt sich nicht vergleichen mit der Situation im Frühjahr, als Kitas, Schulen und Freizeiteinrichtungen geschlossen waren. Eltern mussten plötzlich die weggefallene Betreuung neu organisieren und sie vielfach auch neben ihrer Arbeit selbst leisten. Geholfen hat damals, dass viele Unternehmen sich um eine bessere Vereinbarkeit bemüht und die Eltern unterstützt haben, wie wir aus Studien wissen. Dadurch können sich Eltern ermutigt fühlen, auch künftig das Gespräch mit dem Arbeitgeber zu suchen und gemeinsam Lösungen zu finden. Klar ist diesmal zudem: Schul- und Kitaschließungen sind das letzte Mittel bei der Pandemiebekämpfung. Kinder brauchen andere Kinder, sie brauchen die pädagogische Anleitung und Bildung. Und für die Eltern ist es entscheidend, Arbeit und Familienleben auch in der Pandemie miteinander vereinbaren zu können – ohne ständige Überforderung. Wir lassen die Familien, die von der Pandemie betroffen sind, nicht alleine. Und wir führen die Hilfen, die wir anfangs ermöglicht haben, fort – zum Beispiel den Ausgleich von Gehaltsausfällen, weil sich Eltern selbst um die Kinderbetreuung kümmern, wenn Kitas und Schulen punktuell doch wegen eines Infektionsgeschehens geschlossen werden müssen.

Meine Vision ist, auch in Zukunft nicht nur in die wichtige finanzielle Unterstützung für Familien zu investieren, sondern ebenfalls weiter in eine bessere Infrastruktur für das gute Aufwachsen der Kinder und Jugendlichen sowie in die partnerschaftliche Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Wenn es darum geht, die ausfallende Kinderbetreuung zu übernehmen, stehen die Mütter häufig an erster Stelle. Manche fürchten, die Gleichstellung von Frauen wird durch die Corona- Krise um Jahrzehnte zurückgeworfen. Wie lässt sich verhindern, dass sich alte Rollenzuschreibungen wieder verfestigen?

Die vergangenen Monate haben uns gezeigt, dass Frauen in der Corona-Krise die Hauptlast tragen. Sie stehen in den systemrelevanten Berufsgruppen beispielsweise als Verkäuferinnen, Krankenpflegerinnen, Altenpflegerinnen oder Erzieherinnen an vorderster Front. 80 Prozent der Beschäftigten in diesen sozialen Berufen sind Frauen. Was die unbezahlte Sorgearbeit angeht, haben erste Ergebnisse einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung gezeigt, dass die zusätzliche Arbeit für Kinder und im Haushalt in Zeiten der Corona-Krise insgesamt ungefähr zur Hälfte von Frauen und Männern übernommen wurde. Auch wenn das vorläufige Ergebnisse sind, lohnt es also, genau hinzusehen und nicht vorschnell von „Retraditionalisierung“ zu sprechen. Es gibt ja durchaus auch gute Nachrichten: Männer übernehmen mehr Sorgearbeit, Familien werden flexibler. Wer in Kurzarbeit ist, der kümmert sich mehr um die Kinder. Die Kurzarbeit ist ein gutes Instrument in der Krise. Dennoch darf nicht vernachlässigt werden, dass Frauen im Schnitt 1,5 Stunden mehr am Tag für die familiäre Sorgearbeit aufbringen als Männer. Hier unterstützen wir als BMFSFJ natürlich mehr Partnerschaftlichkeit und mehr Vereinbarkeit.

Kinder brauchen andere Kinder, sie brauchen die pädagogische Anleitung und Bildung.

Seit Beginn der Corona-Krise treten Sie für die Interessen von Familien ein. Doch zuweilen wirkte es so, als stünden Sie damit im Bundeskabinett relativ alleine da. War das manchmal auch frustrierend?

Nein. Ich habe mit Unterstützung meiner Kabinettskolleginnen und -kollegen eine Reihe von Maßnahmen, die Familien schnell und unmittelbar geholfen haben, auf den Weg gebracht:
etwa einen Entschädigungsanspruch für erwerbstätige Eltern, die wegen der Betreuung ihrer Kinder nicht arbeiten gehen können, den Kinderbonus von 300 Euro oder die Ausdehnung des Bezugs des Kinderkrankengeldes. Vor allem aber haben wir den Kinderzuschlag mit den Regelungen zum „Notfall-KiZ“ krisenfest gemacht und einen leichteren Zugang bei plötzlichen Einkommenseinbußen geschaffen. Auch das Elterngeld haben wir angepasst. Wir werden auch weiterhin gemeinsam den Blick auf die Familien richten – gerade in Krisenzeiten. Beim Konjunkturpaket wird es zusätzliche Mittel in Milliardenhöhe für den Ausbau der Kindertagesbetreuung in Kitas und Grundschulen geben. Und nicht zu vergessen: Die Hilfen für die Wirtschaft und die sozialen Einrichtungen kommen Millionen von Familien zugute.


Die Krise hat viele strukturelle Versäumnisse im deutschen Unterstützungssystem für Familien, aber auch im Bildungssystem offengelegt. Was ist Ihre Vision für 2025?

Das sind von jetzt an fünf Jahre – also ziemlich genau die Zeit, die viele Kinder in der Kindertagesbetreuung verbringen. Ich habe die Hoffnung, dass die Kindertagesbetreuung dann qualitativ noch besser aufgestellt ist als heute, damit noch mehr Kinder von früher Bildung, Betreuung und Erziehung profitieren und gefördert werden können. Das Unterstützungssystem für Familien ist vielfältig, so wie es Familienkonstellationen und Bedarfe von Familien auch sind. Und es ist wirksam. In dieser Legislaturperiode haben wir zum Beispiel mit dem Starke-Familien-Gesetz den Kinderzuschlag neu gestaltet, um Familien mit kleinen Einkommen gezielter zu unterstützen. Und das mit großem Erfolg, denn wir erreichen mehr Kinder, die ein Anrecht darauf haben: Im Januar 2020 waren es noch rund 300.000 Kinder, die den Zuschlag erhalten haben – zum Ende des Jahres sind es nun knapp 900.000 Kinder. Wir haben das Bildungs- und Teilhabepaket verbessert, um Kindern einfacher gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen. Im Gute-KiTa-Gesetz wurde verankert, dass der Kita-Besuch für diese Kinder kostenfrei ist. Die Stärke dieses Netzes, das wir für Familien geknüpft haben, hat sich für mich gerade in den letzten Monaten gezeigt, in denen wir schnell und präzise Anpassungen vornehmen konnten. Deshalb ist meine Vision, auch in Zukunft nicht nur in die wichtige finanzielle Unterstützung für Familien zu investieren, sondern ebenfalls weiter in eine bessere Infrastruktur für das gute Aufwachsen der Kinder und Jugendlichen sowie in die partnerschaftliche Vereinbarkeit von Familie und Beruf – damit Familien nachhaltig gestärkt werden, Frauen und Männer ihrem Beruf nachgehen und alle Kinder sich gut entwickeln können.

Interview: Birgit Taffertshofer

Weitere Analysen gibt es in Ausgabe 2/2020 von DJI Impulse „Im Krisenmodus: Wie das Coronavirus den Alltag von Eltern und Kindern verändert“ (Download PDF).

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