DJI News https://www.dji.de/news-rss.xml News des Deutschen Jugendinstitut e.V. de-de Deutsches Jugendinstitut e.V. Sat, 10 Dec 2022 02:14:09 +0100 Sat, 10 Dec 2022 02:14:09 +0100 TYPO3 EXT:news news-1223 Fri, 09 Dec 2022 12:35:00 +0100 Bundesministerin Lisa Paus startet „Bündnis für die junge Generation“ https://www.dji.de/veroeffentlichungen/aktuelles/news/article/bundesministerin-lisa-paus-startet-buendnis-fuer-die-junge-generation.html DJI-Direktorin Sabine Walper ist unter den 130 Erstunterzeichnenden der Gemeinsamen Erklärung Kinder und Jugendliche heute erleben eine durch Krisen geprägte Zeit. Die immer stärker spürbaren Folgen des Klima­wandels, die Einschränkungen infolge der Covid-19-Pandemie und der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine belasten die junge Generation. Studien zeigen, dass Zukunftsängste und Gefährdungen der psychischen Gesundheit zunehmen. Zudem beklagen junge Menschen, dass ihre Stimmen zu wenig zählen.

Es ist Zeit, mehr Rücksicht auf die junge Generation zu nehmen, ihr eine Stimme zu geben und Gehör zu verschaffen. Deshalb hat Bundesjugend­ministerin Lisa Paus Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Gesell­schaft dazu aufgerufen, sich dem „Bündnis für die junge Generation“ anzuschließen und eine Gemeinsame Erklärung zu unterzeichnen.

Prof. Dr. Sabine Walper, Direktorin und Vorstandsvorsitzende des Deutschen Jugendinstituts (DJI), ist unter den 130 Erstunterzeichnenden. „Junge Menschen brauchen Entfaltungsmöglichkeiten und Rückhalt. Ich setze mich dafür ein, ihre Beteiligung in Politik und Gesellschaft zu stärken, ihre Resilienz durch wirksame Prävention zu fördern und die Kinderrechte im Grundgesetz zu verankern“, so Walpers Statement. Durch die Unter­zeichnung der Gemeinsamen Erklärung verpflichten sich die Bündnis­partnerinnen und -partner, mit eigenen Projekten dazu beizutragen, das Lebensgefühl und die Situation junger Menschen zu verbessern.

Die Umsetzung des Bündnisses

Nach dem Auftakt werden Gespräche und Veranstaltungen des Bündnisses folgen, die sich über die gesamte Legislaturperiode erstrecken. Dabei wird es um Themen wie Jugend und Medien, Jugend und Wirtschaft sowie Jugend und Gesundheit gehen.

Im Februar 2023 wird der Abschlussbericht der Interministeriellen Arbeits­gruppe (IMA) Kindergesundheit dem Bundeskabinett vorgelegt. Die IMA beschäftigt sich mit den Auswirkungen der Pandemie auf die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Bündnispartnerinnen und -partner werden noch am gleichen Tag besprechen, wie sie die Umsetzung der Empfeh­lungen unterstützen können.

Das Bündnis will außerdem an bereits bestehende Formate wie die Jugend­PolitikTage beim Bundestreffen der Kinder- und Jugendparlamente im Mai 2023 in Berlin anknüpfen. Auf einer gemeinsamen Konferenz des Bünd­nisses soll nach einem Jahr eine Zwischenbilanz gezogen werden.

Bündnis für die junge Generation: Gemeinsame Erklärung (PDF)Website zum Bündnis für die junge Generation


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Svendy Wittmann
Institutsleitung
Abteilungsübergreifende, institutspolitische Fragen,
Forschungsplanung, institutionelle Kontakte
wittmann@dji.de

Sonja Waldschuk
Abteilung Medien und Kommunikation
Tel.: 089/62306-173
waldschuk@dji.de

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news-1220 Thu, 24 Nov 2022 13:51:56 +0100 Eine vorläufige Corona-Bilanz in Sachen Kinderschutz https://www.dji.de/veroeffentlichungen/aktuelles/news/article/eine-vorlaeufige-corona-bilanz-in-sachen-kinderschutz.html Aktuelle Ausgabe der Kommentierten Daten der Kinder- und Jugendhilfe (KomDat) liegt vor Im Fokus der neuen KomDat-Ausgabe der Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik stehen die Entwicklung über die vergang­en­en zwei Corona-Jahre anhand mehrerer Teilstatistiken aus dem Bereich Kinderschutz, die Analyse aktueller Daten zu Adoptionen und Amtsvor­mundschaften sowie Beistandschaften und die Weiterentwicklung der Berechnungsweise des Personalschlüssels für die Kindertagesbetreuung.

Vorläufige Bilanz zum Kinderschutz in der Corona-Pandemie

Die aktuellen Analysen der Daten der amtlichen Kinder- und Jugend­hilfestatistik der vergangenen zwei Corona-Jahre untermauern die bisherigen, eher positiven Befunde eines weitgehend krisenfesten und insgesamt funktionalen Kinderschutzsystems. Neu ist allerdings, dass der aktuelle Blick auf die Gesamtheit der Gefährdungseinschätzungen, Inob­hutnahmen und familiengerichtlichen Maßnahmen seit Pandemiebeginn jetzt durchgehend rückläufige oder weniger stark angestiegene Fallzahlen erkennbar macht. Auch wenn die Gründe für diese Entwicklung nicht geklärt werden können und noch viele Fragen offenbleiben, kann eine erste – wenn auch vorsichtige – Gesamtbilanz gezogen werden.

Verbesserungen der Berechnung des Personal-Kind-Schlüssels für die Kindertagesbetreuung

Die Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik (AKJStat) hat in den vergangenen Monaten auf Grundlage verschiedener Kritikpunkte die Weiterentwicklung der Berechnungsweise des Personalschlüssels für die Kindertagesbetreuung vorangetrieben. Die Ergebnisse werden sowohl für das aktuellste – zum Redaktionsschluss vorliegende – Erhebungsjahr 2021 als auch für die zurückliegenden Jahre berichtet, sodass auch Veränder­ungen hinsichtlich des Verhältnisses zwischen pädagogisch Tätigen und Kindern in den Kitas seit 2012 ersichtlich werden. Im Fokus des Ergeb­nisberichtes stehen unter anderem die Länderunterschiede.

Informationsdienst „KomDat – Kommentierte Daten der Kinder- und Jugendhilfe“

Der Informationsdienst „KomDat – Kommentierte Daten der Kinder- und Jugendhilfe“ der AKJStat erscheint dreimal jährlich. KomDat präsentiert Ergebnisse der Auswertungen und Analysen auf der Grundlage der amt­lichen Kinder- und Jugendhilfestatistik sowie unter anderem Beispiele für Möglichkeiten und Grenzen bei der Nutzung dieser Daten.

Die herausgebende AKJStat ist Teil des Forschungsverbunds Deutsches Jugendinstitut (DJI)/Technische Universität Dortmund und wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), vom Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration (MKJFGFI) des Landes Nordrhein-Westfalen sowie der TU Dortmund.

Der Forschungsverbund führt Forschungsprojekte zu den Themen Kinder­tagesbetreuung, Hilfen zur Erziehung, Kooperation von Jugendhilfe und Schule, Familien und Frühe Hilfen, Kinder- und Jugendarbeit, Personal und Qualifikation sowie Freiwilliges Engagement durch. Zu weiteren Aufgaben des Forschungsverbunds gehören wissenschaftsbasierte Dienstleistungen sowie die Beratung von Politik und Fachpraxis auf allen föderalen Ebenen.

KomDat 2/2022Forschungsverbund DJI/TU Dortmund


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Agathe Tabel
Forschungsverbund DJI/TU Dortmund
Tel.: 0231/755-6583
agathe.tabel@tu-dortmund.de

Dr. Christiane Meiner-Teubner
Forschungsverbund DJI/TU Dortmund
Tel.: 0231/755-8188
christiane.meiner@tu-dortmund.de

Sonja Waldschuk
Abteilung Medien und Kommunikation
Tel.: 089/62306-173
waldschuk@dji.de

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news-1215 Fri, 18 Nov 2022 10:23:44 +0100 Gute Ganztagsangebote für Grundschulkinder umsetzen https://www.dji.de/veroeffentlichungen/aktuelles/news/article/gute-ganztagsangebote-fuer-grundschulkinder-umsetzen.html Beim hybriden WiFF-Bundeskongress am 15./16. November 2022 diskutierten Expert:innen aus Wissenschaft, Politik und Praxis, wie es gelingen kann, gute Ganztagsangebote für Kinder zu schaffen Der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder ab dem Schuljahr 2026/27 ist beschlossen und die Erwartungen an seine Umsetzung sind hoch: Ganztagsangebote sollen allen Schüler:innen bessere Bildungschancen ermöglichen, den Eltern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtern und dabei die Bedürfnisse der Kinder berücksichtigen. Welche Rahmenbedingungen, welches Personal und welche Konzepte werden gebraucht, damit dies gelingen kann? Damit beschäftigten sich Expert:innen aus Wissenschaft, Politik und Praxis beim Bundeskongress der Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WiFF) am 15. und 16. November 2022. Zum ersten Mal seit Beginn der Pandemie fand der Kongress wieder in den Räumlichkeiten der Robert Bosch Stiftung in Berlin statt, wo über 150 Teilnehmende Vorträge, Panels und Diskussionsrunden verfolgten und sich untereinander vernetzten. Weitere 600 Personen wählten sich in den Livestream ein.

Qualifiziertes Personal fehlt, Weiterbildung ist der Schlüssel

„Die Fachwelt treibt vor allem die Sorge um, wo das Personal herkommen soll“, sagte WiFF-Leitung Prof. Dr. Kirsten Fuchs-Rechlin bei ihrem Einführungsvortrag. Nach Schätzungen des Forschungsverbunds DJI/TU Dortmund werden bis zum Schuljahr 2029/30 zusätzliche 20.000 bis 40.000 rechnerische Vollzeitstellen für die ganztägige Förderung von Grundschulkindern benötigt. Bei der Arbeit im Ganztag handle es sich um eine anspruchsvolle Tätigkeit, die angemessen qualifizierte Kräfte erfordere, betonte die WiFF-Leitung. Anders als in der Frühen Bildung spielen in der Ganztagsbetreuung aktuell pädagogische Laien eine vergleichsweise große Rolle. Auf dem Kongress wurde mit dem Wegweiser Weiterbildung „Ganztag für Grundschulkinder“ eine Publikation vorgestellt, der Grundlagen für die kompetenzorientierte Weiterbildung von pädagogisch Tätigen in der Ganztagsbildung enthält. Da die Qualität pädagogischer Angebote eng verknüpft ist mit der Qualifikation des Personals, liege in der Aus- und Weiterbildung von Quereinsteigenden eine Chance aber auch eine Herausforderung für das Arbeitsfeld, so der Tenor der Kongress-Teilnehmenden.

Die Mitschnitte der einzelnen Vorträge vom WiFF-Bundeskongress 2022 sowie die Präsentationen der Referent:innen stehen in Kürze auf der WiFF-Website online.

Die Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WiFF) ist ein Projekt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), der Robert Bosch Stiftung und des Deutschen Jugendinstituts (DJI).


Website Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte

Kontakt

Uta Hofele
Abteilung Medien und Kommunikation
089/62306-466
hofele@dji.de

Annemarie Schuldt
Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte
089/62306-249
schuldt@dji.de

Julia Pollert
Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte
089/62306-248
pollert@dji.de

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news-1213 Wed, 16 Nov 2022 15:42:03 +0100 Die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen stärken https://www.dji.de/slider/jahrestagung-2022.html Auf der DJI-Jahrestagung tauschten sich Ekin Deligöz, Staatssektretärin im BMFSFJ, und DJI-Direktorin Prof. Dr. Sabine Walper darüber aus, wie Forschungs­ergebnisse für politische Entscheidungen nutzbar gemacht werden können. Position 1 (groß) news-1208 Tue, 08 Nov 2022 15:05:13 +0100 Streit und Trennung meistern https://www.dji.de/veroeffentlichungen/aktuelles/news/article/streit-und-trennung-meistern.html Für Partnerschaftsprobleme und Fragen rund um eine Trennung oder Scheidung gibt es ab sofort eine neue Online-Plattform, an deren Erstellung DJI-Forschende beteiligt waren In Deutschland wächst aktuellen Daten zufolge mehr als jedes vierte Kind mit nur einem Elternteil im Haushalt auf. Viele Kinder erleben also die Trennung ihrer Eltern. Trennungen und Scheidungen gehen oft mit Unsicherheiten und mitunter auch Konflikten einher. Entsprechend groß ist der Beratungsbedarf. Eine neue Online-Plattform bietet Paaren mit Partnerschaftsproblemen, Eltern während und nach der Trennung sowie ihren Kindern im Alter von 11 bis 17 Jahren nun eine erste Anlaufstelle, die viele wichtige Informationen und praktische Hilfestellungen für den Alltag bündelt: www.stark-familie.info. Sie wurde von einem interdisziplinären Verbundprojekt entwickelt, in dem Wissenschaftler:innen vom Deutschen Jugendinstitut (DJI) und von fünf weiteren Forschungseinrichtungen zusammenarbeiten.

„Mit der neuen Plattform haben wir ein wissenschaftlich fundiertes, leicht zugängliches und kostenfreies Informations- und Unterstützungsangebot für Paare mit Beziehungsproblemen und für Familien in Trennung geschaffen. Paare mit Beziehungsproblemen erhalten Tipps, wie sie mit Konflikten umgehen und ihre Partnerschaft stärken können, finden aber auch Informationen zu Fragen rund um eine mögliche Trennung. Der Blick richtet sich dabei insbesondere auch auf die Kinder und ihre Bedürfnisse“, sagt Prof. Dr. Sabine Walper, DJI-Direktorin und Leiterin des Projekts „Streit und Trennung meistern – Alltagshilfe, Rat und Konfliktlösung“ (STARK).

Die Online-Plattform informiert einerseits über finanzielle und rechtliche Folgen einer Trennung, und bietet andererseits psychologisches Wissen und Handlungsstrategien beispielsweise zur Bewältigung von Trauer und Stress bei Eltern und Kindern, zur Kommunikation und kooperativen Zusammenarbeit der getrennten Eltern sowie zur Frage, wie sie ihre Kinder über die Trennung informieren können und welche Betreuungs- und Erziehungsmodelle für sie passend sind.

Elternverantwortung weiterhin gemeinsam übernehmen

Unter dem Punkt „Sich fair trennen und weiter gemeinsam erziehen“ haben Forschende des DJI und der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München Themen aufgegriffen, die sie aus ihren praktischen Tätigkeiten, beispielsweise in der Erziehungsberatung kennen: Wie kann der Kontakt des Kindes zu beiden Elternteilen gestaltet werden? Wie bewahrt man Kinder davor, in Loyalitätskonflikte zu geraten? Was können Eltern tun, wenn das Kind belastet erscheint? Und wie lassen sich die Wünsche der Kinder einbeziehen? Die Informationen werden durch Cartoons, Videos, Checklisten und Gesprächsleitfäden ergänzt und sollen Eltern nach einer Trennung helfen, die passende Lösung für ihre Familie zu finden und ihre Verantwortung für die Kinder weiterhin gemeinsam zu übernehmen.

Die Trennung ökonomisch durchdenken

Eine Trennung oder Scheidung hat neben den psychosozialen Folgen meist ungünstige finanzielle Auswirkungen. Allerdings variieren diese beispielsweise danach, in welcher Höhe Kosten durch die Trennung selbst anfallen, ob die sich Trennenden verheiratet waren, wie viele gemeinsame Kinder sie haben und wer diese zukünftig zu welchen Anteilen betreut. Dies wird auf der Online-Plattform anhand einer vierköpfigen Familie beispielhaft aufgezeigt. Zudem veranschaulichen Wissenschaftler:innen der Abteilung „Familie und Familienpolitik“ am DJI, wie sich das Vermögen von Frauen und Männern vor, während und nach der Trennung durchschnittlich entwickelt und von welchen Faktoren dies abhängig ist. Sie verdeutlichen auch, an welchen Stellschrauben zu drehen ist, wenn beispielsweise das aktuelle allein erwirtschaftete Erwerbseinkommen nicht ausreicht: „Je besser es den Eltern gelingt, nach der Trennung die Kinderbetreuung partnerschaftlich zu teilen, umso eher können Mütter und Väter mit ihrem Job zum Lebensunterhalt der Familie beitragen und zugleich für ihre Absicherung im Alter sorgen“, sagt Abteilungsleiterin PD Dr. Christina Boll. Für Mütter, die vor der Trennung zu Gunsten der Kinder ihre Stelle auf Teilzeit reduzierten, und die nach der Trennung mit den Kindern zusammenwohnen, gestaltet sich die Ausübung einer Vollzeit-Stelle aber häufig schwierig. Den Zahlen nach macht der Erwerbsumfang den größten Unterschied bei der Frage, ob eine existenzsichernde Erwerbstätigkeit gelingt.

Die Inhalte der Website www.stark-familie.info haben Fachexpert:innen aus den Bereichen Familienrecht, Ökonomie, Psychologie und Pädagogik der Ludwig-Maximilians-Universität München, der Georg-August-Universität Göttingen, dem Universitätsklinikum Ulm, der Universität Ulm, dem Universitätsklinikum Heidelberg sowie dem Deutschen Jugendinstitut erarbeitet. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert.

Kontakt

Uta Hofele
Abteilung Medien und Kommunikation
089/62306-446
hofele@dji.de

Pro. Dr. Sabine Walper
Forschungsdirektorin des DJI
walper@dji.de

PD Dr. Christina Boll
Leiterin der Abteilung "Familie und Familienpolitik"
boll@dji.de

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news-1204 Wed, 02 Nov 2022 09:11:32 +0100 Abschlussbericht der Corona-KiTa-Studie liegt vor https://www.dji.de/veroeffentlichungen/aktuelles/news/article/abschlussbericht-der-corona-kita-studie-liegt-vor.html Das Kooperationsprojekt von DJI und RKI veröffentlicht einen Überblick der Studienergebnisse Die Corona-KiTa-Studie wurde von Mitte 2020 bis Ende 2022 gemeinsam vom Deutschen Jugendinstitut (DJI) und dem Robert Koch-Institut (RKI) durchgeführt und vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) gefördert. Zentrale Forschungsfragen betrafen zum einen die besonderen organisatorischen, pädagogischen und hygienischen Herausforderungen, die Kindertageseinrichtungen und Tagespflegestellen (KiTas) während der Pandemie bewältigen mussten, sowie die praktische Umsetzung von Eindämmungsmaßnahmen in KiTas. Zum anderen wurde die Rolle von KiTa-Kindern im Pandemiegeschehen untersucht. Dazu gehörte die Analyse von Erkrankungshäufigkeiten und -risiken für alle Beteiligten im KiTa-Bereich beziehungsweise in den entsprechenden Altersgruppen sowie die Untersuchung von SARS-CoV-2-Ausbrüchen in Kindertageseinrichtungen.

In der zweiten Projektphase, die sich über das Jahr 2022 erstreckte, ging es zusätzlich darum, Unterstützungsbedarfe von Familien und Kindertageseinrichtungen und die mittelfristigen Folgen der Pandemie (z.B. Entwicklungsschwierigkeiten bei Kindern, Post-COVID-Symptome) zu untersuchen.

Im Rahmen des Kooperationsprojektes wurden zur Klärung dieser Fragen vier Teilvorhaben (Module) realisiert, die sowohl einzeln als auch gemeinsam zur Beantwortung der Forschungsfragen beitrugen.

Die Studie hat zu der Aufgabe beigetragen, die unterschiedlichen Ziele und Bedarfe auszubalancieren wie beispielsweise öffentlich unterstützte Bildung, Betreuung und Erziehung von Kindern auf der einen Seite sowie Infektionsschutz der KiTa-Teams und der betreuten Kinder auf der anderen Seite. Nun liegt der Abschlussbericht vor. Die Ergebnisse der Studie geben auch Hinweise für die Beratungen auf politischer und administrativer Ebene für die Zeit ab dem Herbst/Winter 2022.

 

Kindertagesbetreuung und Infektionsgeschehen während der COVID-19-Pandemie, Abschlussbericht der Corona-KiTa-Studie

Projektergebnisse der Corona-KiTa-Studie Kurzfassung

Erklärvideo Corona-KiTa-Studie

Weitere Informationen zur Corona-KiTa-Studie

Robert Koch-Institut: Projektseite Corona-KiTa-Studie

 

Kontakt

Dr. Sina Veronika Fackler
Operative Projektleitung
Tel.: 089 62306-387
fackler@dji.de
 

Marion Horn
Abteilung Medien und Kommunikation
Tel.: 089 62306-311
horn@dji.de

 

 

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news-1202 Mon, 24 Oct 2022 15:36:09 +0200 Politische Teilhabe von jungen Menschen im ländlichen Raum fördern https://www.dji.de/veroeffentlichungen/aktuelles/news/article/politische-teilhabe-von-jungen-menschen-im-laendlichen-raum-foerdern.html Wie der Sozialraum politische Einstellungen junger Menschen prägt und wo Jugendarbeit ansetzen kann, um ihre Teilhabe zu fördern, ist Thema einer hybriden Fachtagung. Sie findet am 17. November in Halle und digital statt. Die Arbeits- und Forschungsstelle Demokratie­förderung und Extremismus­prävention am DJI lädt Forschende und Praktiker zum Austausch ein ­­­­­­­­­­­Wie entwickeln Jugendliche politische Orientierungen, Einstellungen und Praktiken? Welchen Einfluss hat der Ort, an dem sie leben, der Sozialraum? Und wo kann Jugendarbeit jenseits urbaner Zentren ansetzen, um die Teilhabe von Jugendlichen zu fördern? Mit diesen Fragen beschäftigt sich eine Fachtagung der Arbeits- und Forschungsstelle Demokratieförderung und Extremismusprävention am Deutschen Jugendinstitut (DJI). Unter dem Titel „Politische Sozialisation und Sozialraum – Jugendliche, Jugendarbeit und Demokratieförderung im ländlichen Raum aus Perspektive von Wissenschaft und Praxis“ werden am 17. November 2022 empirische Forschungsergebnisse und Erfahrungen aus der praktischen Jugendarbeit diskutiert. Die Tagung, die in Halle (Saale) stattfindet und gestreamt wird, richtet sich an Forschende und Fachleute aus den Bereichen Bildung und Erziehung, Soziales, Verwaltung, Sicherheit und Politik.

„Wenn es um den Einfluss auf politische Einstellungen und politisches Engagement bei Jugendlichen geht, werden meist die Familie, Gleichaltrige, die Schule und digitale Medien diskutiert“, sagt Marco Schott, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Arbeitsstelle Demokratieförderung und Extremismusprävention am DJI, der zusammen mit DJI-Wissenschaftlerin Johanna Häring und Projektleiterin Dr. Maren Zschach die Tagung organisiert. Die Forschenden stellen stattdessen in den Fokus, was seltener Beachtung findet: Die Rolle des Sozialraums wie zum Beispiel räumliche Begebenheiten, vorhandene Infrastruktur, (Jugend-)Szenen, Freizeitangebote und Möglichkeiten des Engagements an einem Ort.

Forschungsergebnisse und Berichte aus der Praxis werden diskutiert

Im ersten Teil der Tagung werden aktuelle empirische Forschungsergebnisse vorgestellt.  Marco Schott und Johanna Häring beschäftigen sich in ihrem Forschungsprojekt mit der Frage, wie junge Menschen in mittelgroßen Städten die Begebenheiten vor Ort wahrnehmen, ob und wie sie sich (politisch) engagieren und welche Rolle dabei die jeweilige Stadt spielt. Sie führten dafür Gruppendiskussionen mit Jugendlichen, die sich in Vereinen oder Gruppen engagieren, etwa bei der Jugendfeuerwehr, bei Jugendparteiorganisationen, „Fridays for Future“-Gruppen oder religiösen Kreisen und präsentieren erste Ergebnisse ihrer Auswertungen. „Wir haben festgestellt, dass die Jugendlichen Defizite benennen und ihre Stadt lebenswerter machen wollen, weil sie sich stark mit ihr und der Region identifizieren“, berichtet Marco Schott. „Häufig fehlt ihnen dafür jedoch ein eigener unabhängiger Raum, der Austausch untereinander ermöglicht.“

Prof. Dr. Elisabeth Richter und Prof. Dr. Wibke Riekmann von der Hamburg Media School widmen sich in ihrem Vortrag dem Potenzial, das die Gestaltung des Sozialraums bei der demokratischen Bildung hat und stellen erste Ergebnisse ihres Forschungsprojekts zur demokratischen Partizipation von Kindern und Jugendlichen im ländlichen Raum vor. Anschließend diskutieren sie pädagogische Handlungsmöglichkeiten und die Frage, wie viel Entscheidungsmacht Erwachsene überhaupt abgeben wollen.

Weitere Vorträge thematisieren die Bedeutung von Räumen für junge Menschen in marginalisierten Quartieren (Prof. Dr. Sonja Preissing, Internationale Hochschule Köln) sowie kommunale Entscheidungsträger und ihren Partizipationsperspektiven auf Jugendliche im ländlichen Raum (Dr. Jasmin Lüdemann, Universität Halle).

Im zweiten Teil der Tagung berichten pädagogische Fachkräfte über ihre Erfahrungen mit Jugendarbeit in ländlichen Regionen. Abschließend diskutieren die Referentinnen und Referenten die Frage, unter welchen Bedingungen Demokratieförderung dort gelingen kann.


Weitere Informationen zur hybriden Fachtagung: www.dji.de/afs
Anmeldungen für die digitale Teilnahme sind bis zum 16. November möglich an Janine Kirsch: kirsch@dji.de 


Kontakt
Marco Schott
Arbeits- und Forschungsstelle Demokratieförderung und Extremismusprävention
0345/68178-50
schott@dji.de

Uta Hofele
Abteilung Medien und Kommunikation
089/62306-446
hofele@dji.de­­

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news-1201 Mon, 24 Oct 2022 11:40:41 +0200 Ukraine-Forschung zu Auswirkungen des Fluchtgeschehens https://www.dji.de/veroeffentlichungen/aktuelles/news/article/ukraine-forschung-zu-auswirkungen-des-fluchtgeschehens.html Start des DJI-Forschungsprojekts zur Situation ukrainischer Geflüchteter sowie den mit ihnen befassten Unterstützungsstrukturen in Deutschland Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Deutschen Jugendinstituts (DJI) untersuchen in einem Forschungsprojekt die Lebenslagen von Kindern, Jugendlichen und Müttern, die aus der Ukraine nach Deutschland geflüchtet sind. Auch die Situation und die Bedarfe der bestehenden Unterstützungsstrukturen, beispielsweise in der Kinder- und Jugendhilfe und kommunalen Verwaltungen, sind im Blick der Forschenden. Sie dokumentieren Best-Practice-Beispiele der kommunalen Flüchtlingsbetreuung und beschreiben aktuelle Herausforderungen der Einrichtungen.

Anders als bei früheren Fluchtbewegungen sind 72 Prozent der erwachsenen Kriegsflüchtlinge Frauen, rund 35 Prozent der Flüchtlinge sind Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Zwischen Ende Februar und dem 10. Oktober 2022 wurden 1.004.026 Geflüchtete aus der Ukraine im Ausländerzentralregister registriert, wobei die tatsächliche Zahl der Geflüchteten höher liegen dürfte. Genaue Angaben zu den inzwischen in andere EU-Länder weitergereisten oder in die Ukraine zurückgekehrten Menschen liegen nicht vor. Viele leiden an den psychischen Folgen von Krieg und Flucht.

„Das Fluchtgeschehen und seine Auswirkungen auf die deutsche Gesellschaft werfen zahlreiche Forschungsfragen auf. Neben einer zielgruppenspezifischen Bedarfsanalyse ist dabei nach institutionellen Bewältigungsprozessen und Ressourcen zu fragen, etwa inwieweit passende Unterstützungsangebote in der Kinder- und Jugendhilfe schon greifen oder noch entwickelt werden müssen“, erklärt Max Reinhardt, Leiter eines der drei Teilprojekte des Projekts.

Das DJI widmet sich diesen Fragen im alle fünf Fachabteilungen umfassenden Projekt „Ukraine-Forschung am DJI“:
 

Zum Projekt


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Dr. Max Reinhardt
Tel.: 089 62306-369
reinhardt@dji.de

Marion Horn
Abteilung Medien und Kommunikation
Tel.: 089 62306-311
horn@dji.de

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news-1199 Thu, 20 Oct 2022 11:45:00 +0200 Wie prekäre Lebenslagen und Bildungsverläufe zusammenhängen https://www.dji.de/veroeffentlichungen/aktuelles/news/article/wie-prekaere-lebenslagen-und-bildungsverlaeufe-zusammenhaengen.html DJI-Wissenschaftlerinnen analysieren Situation von Münchner Schülerinnen und Schülern am Übergang ins Sekundarschulsystem Trotz einer positiven wirtschaftlichen Entwicklung weisen die Indikatoren im Armuts- und Reichtumsbericht der Bundes­regierung von 2021 darauf hin, dass der Anteil von Kindern und jungen Erwachsenen in Armut vergleichsweise stabil blieb. Besonders betroffen sind Kinder mit vielen Geschwistern, aus Migrationsfamilien, mit nur einem Elternteil oder mit Eltern, die wenig verdienen, arbeitssuchend und/oder auf Transferleistungen angewiesen sind. München als wohl­habende Stadt mit guten Beschäftigungs- und entsprechenden Verdienst­möglichkeiten steht exemplarisch für diese Entwicklung.

Der vorliegende Bericht „Zusammenhänge zwischen prekären Lebenslagen und Bildungsverläufen“ des Deutschen Jugendinstituts (DJI) knüpft an Armuts- und Belastungslagen von Münchner Familien an. Die Wissen­schaftlerinnen konnten wertvolle Erkenntnisse gewinnen, aus denen sich zentrale Handlungsempfehlungen für die beteiligten Akteure Münchens ableiten lassen. Das betrifft zum einen die Rolle außerunterrichtlicher Angebote sowie die interinstitutionelle und multiprofessionelle Zusammen­arbeit, die spätestens mit dem Ausbau von Ganztagsschulen als probates Mittel zum Abbau herkunftsbedingter Bildungsbarrieren gelten.

Kinder sind einem überdurchschnittlichen Armutsrisiko ausgesetzt

Bildungsbeteiligung und -erfolg eines Kindes sind in Deutschland nach wie vor stark an seine soziale Herkunft gekoppelt. Dies zeigen die Ergebnisse der PISA-Studien. Die Frage, wie prekäre Lebenslagen und Bildungs­verläufe zusammenhängen, ist damit immer noch aktuell und mit der Coronapandemie dringlicher geworden. Insbesondere Kinderarmut bedeutet mehr als über wenig Geld zu verfügen. Armut zeigt sich in zahlreichen Lebensbereichen und kann Kinder unterschiedlich benach­teiligen und belasten sowie ihr Leistungsvermögen und ihren Bildungs­verlauf beeinträchtigen.

Für die von der Stadt München geförderte Studie wurden vier Grund­schulen unterschiedlicher Münchner Sozialräume einbezogen. Von besonderem Interesse ist dabei eine der wichtigsten Weichenstellungen im Bildungs­verlauf: der Übergang von der Grundschule auf eine weiter­führende Schule der Sekundarstufe I. Die Zusammenarbeit zwischen Schulakteuren und Elternhaus erwies sich als Dreh- und Angelpunkt. Die Forscherinnen konnten deutlich machen, dass Lehrkräfte, Schulsozialarbeit und Eltern nicht so zueinander finden können, wie dies für die Kinder notwendig wäre. Dort, wo die Zusammenarbeit gelingt, wird diese als spürbare Unterstützung empfunden und wertgeschätzt.

Armut aus der Perspektive von Schulakteuren und Familien

„Wir legten den Fokus zum einen darauf, wie Armut aus der Perspektive von Schulakteuren wahrgenommen und pädagogisch bearbeitet wird und wie aus ihrer Sicht vorhandene Unterstützungsleistungen an den Schulen für armutsbetroffene Familien verbessert werden könnten,“ erläutert DJI-Wissenschaftlerin Dr. Claudia Zerle-Elsäßer.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Sicht der Familien mit besonderem Fokus auf die Kinder. Sie wurden nach ihren Erfahrungen im Bildungssystem, nach ihren Erwartungen an die Schule sowie zu ihren Vorstellungen über ihren weiteren Bildungs- und Lebensweg befragt. Darüber hinaus analy­sierten die Forscherinnen, welchen Herausforderungen diese Familien im Schulkontext, auch unter Pandemiebedingungen, gegenüberstehen und welche Unterstützungsbedarfe sie formulieren.

Hürden auf dem Bildungsweg der Kinder

Die Befragungen machten deutlich, dass die Eltern trotz oder gerade wegen ihrer prekären Lebenslagen sehr ambitioniert sind bezogen auf die Eröff­nung von Bildungswegen für ihre Kinder. Die Viertklässlerinnen und Viertklässler wünschen sich klar einen Übertritt mindestens auf die Real­schule, besser jedoch auf ein Gymnasium, mit der Mittelschule als letzter Option. Die befragten Familien versuchten dementsprechend ihre Kinder zu unterstützen. Dabei stießen sie jedoch häufig auf unüberwindbare Hürden, unter anderem aufgrund von fehlenden Sprachkenntnissen oder fehlendem Wissen über Zugänge zu bildungsunterstützenden Angeboten. Daraus folgte, dass die Kinder den Übertritt nicht oder nur schwer erreichen konnten.

In der Studie haben sich weitere Unterstützungsangebote als besonders wertvoll für die Familien herausgestellt. Insbesondere sind dies direkt an die Schule angebundene, kostenfreie Mahlzeiten, über die Schulsozialarbeit organisierte kostenfreie Freizeitangebote oder eine unbürokratische Übernahme von Auslagen für Schulmaterialien oder Ausflüge. Von den Schulakteuren wird das Angebot als zu gering und als nicht bedarfsgerecht eingeschätzt. „Eine deutliche Unterstützungslücke besteht jedoch sowohl aus Sicht der Lehrpersonen als auch der Eltern an unterrichtsbezogenen und lernunterstützenden Angeboten, wie einer den konkreten Schulstoff verfestigenden Nachhilfe sowie von eher allgemeineren Förder- und insbesondere von Sprachkursen“, so DJI-Wissenschaftlerin Dr. Christine Steiner.   

Die Studie verdeutlicht, dass Armut und Ressourcenknappheit bei den Familien von den Schulakteuren häufig nicht wahrgenommen werden. Auch die Familien selbst gehen aus Angst vor Stigmatisierung mit ihrer prekären Lage nicht offen um. Das bedeutet, dass letztlich nur sichergestellt werden kann, dass die Leistungen auch ankommen, wenn sie für möglichst viele Kinder verfügbar sind. Durch die eingeschränkte Personalsituation können bereits jetzt nicht alle Schülerinnen und Schüler angemessen im Unterricht oder durch Angebote berücksichtigt werden. Damit geraten gerade die Kinder aus dem Blick, für die eine gezielte Lernunterstützung ausreichen würde, um den nächsthöheren Bildungsweg einzuschlagen.


Zusammenhänge zwischen prekären Lebenslagen und Bildungsverläufen. Die Situation von Schülerinnen und Schülern am Übergang von der Grundschule in die Sekundarschule, Klara Lüring, Ramona Schneider, Hannah Steinberg, Christine Steiner, Claudia Zerle-Elsäßer, 110 Seiten, ISBN 978-3-86379-439-2DJI-Projekt Zusammenhänge zwischen prekären Lebenslagen und BildungsverläufenArmuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung


Kontakt

Dr. Claudia Zerle-Elsäßer
Fachgruppe „Lebenslagen und Lebensführung von Familien“
Tel.: 089/62306-317
zerle@dji.de

Dr. Christine Steiner
Forschungsschwerpunkt „Übergänge im Jugendalter“
Tel.: 089/62306-227
steiner@dji.de

Sonja Waldschuk
Abteilung Medien und Kommunikation
Tel.: 089/62306-173
waldschuk@dji.de

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News Pressemitteilung Startseiten Position Position 2 (klein)
news-1200 Wed, 19 Oct 2022 14:51:14 +0200 Internationale Konferenz zum Thema Familien in schwierigen Zeiten https://www.dji.de/veroeffentlichungen/aktuelles/news/article/internationale-konferenz-zum-thema-familien-in-schwierigen-zeiten.html Auf der 9. Konferenz der „International Academy of Family Psychology” wurden aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen diskutiert Vom 10. bis zum 12. Oktober 2022 fand die Konferenz „Families in Difficult Times: Conflict, Covid, and Cyberspace“ online statt. Das Deutsche Jugendinstitut (DJI) hat die Veranstaltung gemeinsam mit der Ludwigs-Maximilians-Universität München (LMU) und der International Academy of Family Psychology (IAFP) unter der Präsidentschaft der DJI-Direktorin Prof. Dr. Sabine Walper durchgeführt.

Für die Keynotes konnten namhafte internationalen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gewonnen werden. Das Thema Konflikt wurde mit dem Themenfeld „Krieg, Trauma und Flucht“ bearbeitet, so referierte Prof. Rita Rosner von der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt zu kriegsbedingten Belastungen und Traumatisierungen und deren therapeutische Bearbeitung. Prof. John Thoburn von der Seattle Pacific University und Prof. Myroslava Muchkevych von der Lesya Ukrainka Volyn National University sprachen über Erfahrungen aus der Ukraine mit dem „PsyCoprs Model of Mental Health Support Training“, das darauf abzielt Freiwillige aus der örtlichen Gemeinschaft sowie Erzieher, Lehrer und medizinisches Personal in Erster Hilfe für psychische Gesundheit und Traumabehandlung von Kriegsüberlebenden zu schulen. Zudem organisierte Prof. Tobias Hecker von der Universität Bielefeld ein interdisziplinäres Symposium, wie sich Krieg, Trauma und Flucht auf Familien auswirkt und konnte Prof. Laura K. Taylor vom University College Dublin als Diskutantin gewinnen.

Über Konflikte im Kontext von Trennung und Scheidung referierten Prof. Irwin Sandler & Prof. Karey O’Hara von der Arizona State University sowie Dr. Lynda Sagrestano vom DJI. Bei beiden Vorträgen ging es vor allem auch um Interventionen wie die Etablierung und Wirksamkeit von Online Programmen für Familien nach Trennung und Scheidung.

Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung für das Familienleben war das Thema von Prof. Sonia Livingstone von der London School of Economics and Political Science. Die Bedeutung von Unterstützungsleistungen für Familien im Kontext der ersten Elternschaft beschrieb Prof. Anna Rönkä von der University of Jyväskylä in ihrem Vortrag.

In den Themenfeldern Trennung und Scheidung, Auswirkungen der COVID-19 Pandemie für Kinder, Jugendliche und Familien, Familienbeziehungen und Familienförderung fanden Symposien und Poster-Sessions statt. Darüber hinaus stellten Forscherinnen und Forscher die Ergebnisse klinischer Interventionsstudien vor und diskutierten diese mit den Teilnehmenden.

Die nächste Konferenz der IAFP wird unter der Leitung des neu gewählten Präsidenten Prof. Koubun Wakashima (Tohoku University) im Jahr 2025 in Japan stattfinden.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem DJI und ihre Forschungsthemen

  • Neuberger, Franz, Maly-Motta, Hanna, Grgic, Mariana, Fackler, Sina, Kuger, Susanne: Daycare Closures and Parents’ and Children’s Subjective Well-being during the COVID-19 Pandemic – A Longitudinal Analysis in Germany
  • Langmeyer, Alexandra, Recksiedler, Claudia, Entleitner-Phleps, Christine & Walper, Sabine: Child Adjustment after Separation and Divorce in Germany: The Importance of Physical Custody Arrangement and Parental Coparenting
  • Lux, Ulrike & Walper, Sabine: A systemic Perspective on Children’s Emotional Insecurity in Relation to Father: Links to Parenting, Interparental Conflict and Children’s Social Well-being
  • Walper, Sabine , Baumeister, Harald, Boll, Christina, Ditzen, Beate, Fischer, Melanie, Rassenhofer, Miriam, Schmidt-Hertha, Bernhard, Schumann, Eva & Uemminghaus, Monika: Supporting Couples in Trouble and Separated Families: The STARK Online Platform
  • Zimmermann, Janin, Walper, Sabine, Kindler, Heinz & Lux, Ulrike: Child Adjustment in the Context of High Coparenting and Legal Conflict Following Separation
  • Liese, Desire, Löchner, Johanna, Paulus, M., Sandner, Eva & Lux. Ulrike: A Real-Time Assessment Approach of Risks and Resources for Parenting Stress in the Transition to Parenthood
  • Lux Ulrike & Ulrich, Susanne M.: Use of Prevention Services in Nuclear, Single Parent and Stepfamilies with and without Social Welfare Receipt – What Makes the Difference?
  • Witte, Susanne: Risk Factor Assessment in Relation to Mothers and Fathers – a Comparison of Investigations into Suspected Child Maltreatment in Three European Countries
     

International Academy of Family Psychology (IAFP)

 

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Dr. Christine Entleitner-Phleps
+49 89 62306-153
entleitner-phleps@dji.de

Marion Horn
Abteilung Medien und Kommunikation
Tel.: 089/62306-311
horn@dji.de

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news-1198 Tue, 18 Oct 2022 10:00:00 +0200 Bildung für nachhaltige Entwicklung in Kommunen weiterentwickeln https://www.dji.de/veroeffentlichungen/aktuelles/news/article/bildung-fuer-nachhaltige-entwicklung-in-kommunen-weiterentwickeln.html Am 23. und 24. November 2022 findet die Herbstkonferenz des BNE-Kompetenzzentrums in Leipzig statt In Deutschland setzen sich 48 Modell-Kommunen für mehr soziale Gerechtigkeit, Umwelt- und Klimaschutz sowie wirtschaftliche und kulturelle Stabilität ein: Sie haben sich auf den Weg gemacht, Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) von der Kita bis zur Volkshochschule zu vermitteln und das Thema in ihren Strukturen zu verankern, so dass entsprechende Bildungsangebote besser gesteuert werden können. Auf diese Weise sollen möglichst viele Menschen lernen, ihr Handeln an den Zielen der Nachhaltigkeit auszurichten. Bei der Herbstkonferenz „BNE gemeinsam weiterdenken – Kommunale Bildungs¬landschaften im Wandel“ am 23. und 24. November 2022 präsentieren die Vertreterinnen und Vertreter dieser Modell-Kommunen in Leipzig, was sie in den vergangenen zwei Jahren erreicht haben und stellen ihre Erfahrungen zur Diskussion. Das BNE-Kompetenzzentrum „Bildung – Nachhaltigkeit – Kommune“, das die Kommunen bei diesem Prozess unterstützt und begleitet, gibt Einblicke in erste Ergebnisse der wissenschaftlichen Evaluation.

„Die Klimakrise und auch der Krieg in der Ukraine haben dem Thema Bildung für nachhaltige Entwicklung noch mehr Dringlichkeit verliehen und stellen die Kommunen vor neue Herausforderungen. Auch diese greifen wir bei unserer Herbsttagung auf und betrachten zudem Aspekte nachhaltiger Entwicklung, die bislang weniger im Fokus standen, wie kulturelle und ökonomische Nachhaltigkeit“, sagt Dr. Lea Schütze, Projektleiterin des BNE-Kompetenzzentrums am Deutschen Jugendinstitut (DJI) in München und Organisatorin der Konferenz.

Wie die Zusammenarbeit verschiedener Akteure gelingt

Zum Tagungsprogramm gehören auch zwei Keynote-Vorträge über die Zusammenarbeit verschiedener Akteurinnen und Akteure beim Thema Bildung für nachhaltige Entwicklung – einer aus wissenschaftlicher und einer aus praktischer Perspektive: Prof. Dr. Nina Kolleck, Professorin für Politische Bildung und Bildungssysteme an der Universität Leipzig zeigt anhand empirischer Erkenntnisse auf, welche Bedeutung kommunale Netzwerke haben. Markus Mitterer, Gründer und Vorstand der Nachhaltigkeits-NGO „rehab republic“ und Mitarbeiter für BNE der Stadt München berichtet darüber, wie die Zusammenarbeit zwischen Zivilgesellschaft und Kommunalverwaltungen gelingen kann. Darüber hinaus können die Teilnehmenden zwischen Workshops, Gesprächsrunden und Vorträgen zu drei Schwerpunktthemen wählen, zu denen weitere Expertinnen und Experten ihr Fachwissen einbringen.

Das BNE-Kompetenzzentrum „Bildung – Nachhaltigkeit – Kommune“ wurde gegründet, um Bildung für nachhaltige Entwicklung auf kommunaler Ebene umzusetzen. Kommunen gelten als wichtige Akteure bei der Umsetzung einer sozial, wirtschaftlich und ökologisch nachhaltigen Entwicklung, weil sie Träger vieler Bildungseinrichtungen sind. Am BNE-Kompetenzzentrum arbeitet das DJI mit dem „Trägerverein Kommunales Bildungsmanagement Niedersachsen“ und dem „Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung“ in Leipzig zusammen.
 

Weitere Informationen zur Herbstkonferenz am 23./24.November 2022Anmeldung bis zum 26. Oktober 2022

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Dr. Lea Schütze
Projektleitung BNE-Kompetenzzentrum
schuetze@dji.de

Antje Müller
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit BNE-Kompetenzzentrum
amueller@dji.de
0345/68178-94

Uta Hofele
Abteilung Medien und Kommunikation
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hofele@dji.de

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news-1197 Thu, 13 Oct 2022 13:00:38 +0200 20 Jahre Forschungsverbund DJI/TU Dortmund https://www.dji.de/veroeffentlichungen/aktuelles/news/article/20-jahre-forschungsverbund-dji-tu-dortmund.html Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am DJI und der TU Dortmund kooperieren seit zwei Jahrzehnten erfolgreich bei der Sozial-, Bildungs- und Jugendhilfeforschung Vor 20 Jahren wurde der Forschungsverbund DJI/TU Dortmund als Kooperation zwischen dem Deutschen Jugendinstitut (DJI) mit Sitz in München und der Technischen Universität Dortmund gegründet. Seit dem Jahr 2002 hat die Forschungseinrichtung, an der heute 27 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und 2 Verwaltungsangestellte arbeiten, über 60 Forschungsprojekte und Fachveranstaltungen durchgeführt. Zum Themenspektrum des Forschungsverbunds gehören, Hilfen zur Erziehung, Familie und Frühe Hilfen, Kindertagesbetreuung, Kinder- und Jugendarbeit, freiwilliges Engagement, Kooperation Jugendhilfe und Schule sowie Personal und Qualifikation.

„Es ist beachtlich, mit wie viel Kompetenz und Engagement zahlreiche junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler den Forschungsverbund immer wieder weiterentwickelt haben, obwohl sie immer nur befristet angestellt werden konnten“, sagt der wissenschaftlicher Leiter des Forschungsverbunds und ehemaliger DJI-Direktor Prof. Dr. Thomas Rauschenbach, der auch dessen Gründung initiiert hatte. Seit dem Jahr 2021 führt ein Team aus vier Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern die Geschäfte des Forschungsverbunds: Karin Beher und Mirja Lange, die die Sozial- und Jugendforschung verantworten, sowie Dr. Thomas Mühlmann und Dr. Christiane Meiner-Teubner, die die Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik (AKJStat) leiten.

Die Arbeitsmarkt- und Berufsforschung gehörte von Anfang an dazu

Die AKJStat ist das größte und am längsten geförderte Projekt des Forschungsverbunds im Bereich der datenbasierten Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Sie analysiert die Ergebnisse der amtlichen Kinder- und Jugendhilfestatistik sowie angrenzender Statistiken und bringt diese in die fachwissenschaftlichen Diskussionen ein. Ein weiteres zentrales Projekt ist die in Kooperation mit der am DJI angesiedelten „Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WiFF)“, die seit dem Jahr 2014 regelmäßig das „Fachkräftebarometer Frühe Bildung“ veröffentlicht. Es liefert auf Basis amtlicher Daten Informationen über Personal, Arbeitsmarkt, Erwerbssituation sowie Qualifizierung in der Kindertagesbetreuung. Seit dem Jahr 2019 führt der Forschungsverbund zudem zusammen mit dem DJI-Projekt „Entwicklung von Rahmenbedingungen in der Kindertagesbetreuung“ (ERiK) die jährliche Berichterstattung zum Gute-KiTa-Gesetz durch.

Rund 28 Millionen Euro hat der Forschungsverbund seit seinem Bestehen eingeworben. Dazu tragen hauptsächlich die Fördermittel des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) sowie des Ministeriums für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen bei. Räume und Grundausstattung stellt die TU Dortmund zur Verfügung.


Forschungsverbund DJI/TU DortmundArbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik (AKJStat)Fachkräftebarometer Frühe Bildung


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Agathe Tabel
Forschungsverbund DJI/TU Dortmund
0231/755-6583
agathe.tabel@tu-dortmund.de

Uta Hofele
Abteilung Medien und Kommunikation
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hofele@dji.de

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news-1190 Thu, 06 Oct 2022 14:35:00 +0200 Im Spannungsfeld zwischen Forschung und Politikberatung https://www.dji.de/veroeffentlichungen/aktuelles/news/article/default-911fef06ad.html Ein wissenschaftlicher Fachtag am DJI beleuchtet die systemischen sowie institutionellen Herausforderungen und Chancen der Zusammenarbeit von Politik und Wissenschaft Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Politik kamen im Rahmen des wissenschaftlichen Fachtags „Der Spagat zwischen Forschung und Politikberatung“ in München zusammen und diskutierten über Chancen und Herausforderungen wissenschaftsbasierter Politikberatung – einer der zentralen Aufgaben des Deutschen Jugendinstituts (DJI). „Politikerinnen und Politiker sind angewiesen auf Daten und unabhängige Analysen. Nur dann sind fundierte Entscheidungen möglich“, sagte DJI-Direktorin Prof. Dr. Sabine Walper. Das DJI ist regelmäßig unter anderem an Berichten der Bundesregierung wie dem Kinder- und Jugendbericht, dem Familienbericht oder der Nationalen Bildungsberichterstattung beteiligt.

Auch Prof. Dr. Thomas Rauschenbach, ehemaliger Direktor des DJI, betonte die wichtige Aufgabe der Wissenschaft, politische Entscheidungen auf eine qualifizierte empirische und theoretische Basis zu stellen, auch wenn seine Erfahrung gezeigt habe, „dass sich Entscheiderinnen und Entscheider nicht immer über unsere Forschungsergebnisse freuen. Wichtig ist in diesen Fällen, dass dabei die Differenz zwischen wissenschaftlichen Erkenntnissen und politischer Nutzung erkennbar bleibt.“

Vertreterinnen und Vertreter aus Forschung, Zivilgesellschaft und Politik

Ekin Deligöz, Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, ehemalige Wegbegleiter sowie frühere Kolleginnen und Kollegen am DJI nutzten den Fachtag, um Thomas Rauschenbach für seine wissenschaftlichen Leistungen und seine langjährige Arbeit am DJI zu danken. Thomas Rauschenbach übergab die Institutsleitung im Oktober 2021 an Sabine Walper.

Neben Prof. Dr. Karin Böllert (Universität Münster) kamen Prof. Dr. Hannelore Faulstich-Wieland (Universität Hamburg), Prof. Dr. Werner Thole (Universität Kassel), Uwe Lübking (Deutscher Städte- und Gemeindebund) sowie Prof. Dr. Kai Maaz (Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation, DIPF) zum fachlichen Austausch zusammen. Michael Löher vom Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge meldete sich in einer Videobotschaft zu Wort.

Beitrag im Forschungsmagazin DJI Impulse von Prof. Dr. Susanne Kuger „Grenzen wissenschaftlicher Politikberatung“ am Beispiel der Corona-PandemiePorträt Prof. Dr. Thomas Rauschenbach
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news-1191 Thu, 06 Oct 2022 12:14:00 +0200 Nachwuchsförderung am DJI https://www.dji.de/veroeffentlichungen/aktuelles/news/article/nachwuchsfoerderung-am-dji.html Promovierende diskutierten bei der diesjährigen Season School am 4. und 5. Oktober 2022 Thesen und Methoden ihrer Forschungsarbeiten mit erfahrenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern Bei der diesjährigen Season School für Promovierende am Deutschen Jugendinstitut (DJI) präsentierten 20 Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler ihre Dissertationsprojekte. In Foren diskutierten sie Thesen, Methoden und erste Ergebnisse ihrer Forschungsarbeiten zu Themen der Familien-, Kindheits- und Jugendforschung.  

„Mit der Fachtagung möchten wir den Doktorandinnen und Doktoranden zu Inhalten sowie Auswahl und Anwendung empirischer Methoden Anregungen geben und den interdisziplinären Austausch und die Vernetzung fördern“, sagte DJI-Direktorin Prof. Dr. Sabine Walper. „Die Veranstaltung ist damit zentraler Baustein der Nachwuchsförderung am DJI“.


Expertinnen und Experten gaben Anregungen zur Weiterentwicklung der Promotionsprojekte

Neben der DJI-Direktorin gaben die DJI-Abteilungsleitungen Prof. Dr. Christina Boll (Familie und Familienpolitik), Prof. Dr. Bernhard Kalicki (Kinder und Kinderbetreuung) und Prof. Dr. Susanne Kuger (Zentrum für Dauerbeobachtung und Methoden) sowie DJI-Genderexpertin Dr. Anna Buschmeyer und DJI-Methodenspezialisten Dr. Diana Schacht und Dr. Nicki Seitz den Teilnehmenden Anregungen zur Weiterentwicklung ihrer Arbeiten.

Zu Gast waren außerdem drei externe Expertinnen und Experten, die ihr Fachwissen und ihre Erfahrung weitergaben und Vorträge hielten: Prof. em. Dr. Helmut Fend (Universität Zürich) referierte über die Bedeutsamkeit der Lebensphase Jugend für den weiteren Lebensverlauf, Prof. Dr. Oliver Arránz Becker (Universität Halle) sprach über Kausalität in der Längsschnittforschung und Dr. Ludovica Gambaro (Universität Tübingen) widmete sich der Frage, wie die Trennung von Eltern die Einstellungen ihrer Kinder zur geschlechtlichen Arbeitsteilung beeinflusst.

 

Wissenschaftliche Nachwuchsförderung am DJIAktuelle Stellenausschreibungen des DJIDas DJI als Arbeitgeber

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Ulrike Berg-Lupper
Referentin Forschungsplanung und Gremien
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Uta Hofele
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news-1189 Tue, 04 Oct 2022 14:08:26 +0200 Gefährliches Zuhause? https://www.dji.de/veroeffentlichungen/aktuelles/news/article/gefaehrliches-zuhause.html Obwohl bislang Belege fehlen, dass Jugendliche während der Pandemie häufiger Opfer von häuslicher Gewalt wurden, bleiben Zweifel, schreiben Julia Reim und Heinz Kindler in ihrer Analyse im Magazin DJI Impulse Jugendlichen empfinden die Pandemie und ihre Begleiterscheinungen als belastend. Dies zeigt sich in qualitativen wie quantitativen Befragungen von jungen Menschen. Doch führte das zu einer Verschlechterung der Beziehung zwischen Eltern und Jugendlichen sowie einer Zunahme von Konflikten? Dieser Frage gehen Julia Reim und Prof. Dr. Heinz Kindler in einem Artikel für die soeben erschienene Doppelausgabe des Forschungsmagazins DJI Impulse des Deutschen Jugendinstituts (DJI) nach.

Die beiden DJI-Forschenden werteten Daten des repräsentativen Beziehungs- und Familienpanels pairfam aus, um die Entwicklung von Konflikten und Beziehungsbelastungen aus der Sicht von Jugendlichen während der Pandemie zu analysieren. In ihrer Auswertung zeigt sich das Ausmaß negativer Kommunikation zwischen Eltern und Jugendlichen im Alter von 12 bis 15 Jahren im Verlauf der Pandemie. Demnach reduzierte sich die ausgeprägt negative Kommunikation während der ersten Welle sogar temporär etwas. In der zweiten und dritten Welle erreichte diese schließlich wieder das Ausgangsniveau. Ein signifikanter Anstieg negativer Kommunikation der Eltern gegenüber ihren jugendlichen Kindern zeigt sich demnach während der Pandemie zu keinem Zeitpunkt.

Reim und Kindler zeigen in ihrer Analyse verschiedene Erklärungsansätze für diesen unerwarteten Forschungsbefund auf und machen unter anderem deutlich, warum die Befunde Anstoß sein sollten, sich der Ursachenforschung zur Misshandlung von Jugendlichen und Kindern wissenschaftlich erneut zuzuwenden und gängige wissenschaftliche Modelle zu hinterfragen.


Online-Version des DJI-Impulse-ArtikelsForschungsmagazin DJI ImpulseMehr Online-Angebote zum Thema


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Julia Reim
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reim@dji.de

Birgit Lindner
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blindner@dji.de

Sonja Waldschuk
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news-1188 Tue, 04 Oct 2022 12:07:32 +0200 Bundesministerin Lisa Paus beruft Bundesjugendkuratorium https://www.dji.de/veroeffentlichungen/aktuelles/news/article/bundesministerin-lisa-paus-beruft-bundesjugendkuratorium.html Als Sachverständigengremium berät das Bundesjugendkuratorium die Bundesregierung in grundsätzlichen Fragen der Kinder- und Jugendhilfe und in Querschnittsfragen der Kinder- und Jugendpolitik Die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Lisa Paus hat am 29. September 16 Sachverständige aus Wissenschaft, Praxis, Verbänden und Politik zu Mitgliedern des Bundesjugendkuratoriums für die 20. Legislaturperiode berufen. Erstmalig ist ein Drittel der Sachverständigen unter 27 Jahre alt.

Folgende Mitglieder gehören dem Beratungsgremium an:

  • Marie Borst, Projekt Jugend.Macht.Zukunft Sachsen-Anhalt, Magdeburg
  • Christine Buchheit, Dezernentin für Umwelt, Jugend, Schule und Bildung, Stadt Freiburg
  • Daniela Broda, Deutscher Bundesjugendring, Berlin
  • Prof. Dr. Aladin El-Mafaalani, Universität Osnabrück
  • Baro Vicenta Ra Gabbert, Climate Clinic e. V., Hamburg
  • Prof. Dr. Florian Gerlach, Evangelische Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe, Bochum
  • Daniel Grein, Deutscher Kinderschutzbund, Berlin
  • Nikolas Karanikolas, Projekt Jugend-Budget, Berlin
  • Prof. Dr. med. Michael Kölch, Klinik für Psychiatrie, Neurologie, Psychosomatik und Psychotherapie im Kindes- und Jugendalter, Rostock
  • Dr. Christian Lüders, Bayerischer Landesjugendhilfeausschuss, München
  • Nadja Rückert, Jugendzentrum anyway e. V., Köln
  • Prof. Dr. Wolfgang Schröer, Universität Hildesheim
  • Melissa Sejdi, Amaro Drom e. V., Berlin
  • Dr. Kristin Teuber, Sozialpädagogisches Institut von SOS-Kinderdorf, München
  • Cornelia Lange, Hessisches Ministerium für Soziales und Integration (erste Hälfte der Legislaturperiode)
  • Dirk Schröder, Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung in Niedersachsen (zweite Hälfte der Legislaturperiode)

Das Bundesjugendkuratorium wird in jeder Legislaturperiode neu berufen und berät die Bundesregierung in grundsätzlichen Fragen der Kinder- und Jugendhilfe und in Querschnittsfragen der Kinder- und Jugendpolitik. Die Grundlage dafür ist ein gesetzlicher Auftrag gemäß § 83 Absatz 2 Sozialgesetzbuch VIII. Als Ständiger Gast bringt Prof. Dr. Sabine Walper, Direktorin des Deutschen Jugendinstituts e.V., ihre Expertise in die Beratungstätigkeit des Bundesjugendkuratoriums ein.

Das Bundesjugendkuratorium (BJK) ist ein von der Bundesregierung eingesetztes Sachverständigengremium. Es berät die Bundesregierung in grundsätzlichen Fragen der Kinder- und Jugendhilfe und in Querschnittsfragen der Kinder- und Jugendpolitik. Dem BJK gehören bis zu 15 Sachverständige aus Politik, Verwaltung, Verbänden und Wissenschaft an. Die Mitglieder werden durch die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend für die Dauer der laufenden Legislaturperiode berufen. Die „Arbeitsstelle Kinder­ und Jugendpolitik“, die am Deutschen Jugendinstitut (DJI) angesiedelt ist, unterstützt das Gremium als Geschäftsstelle seit vielen Jahren.
 

Bundesjugendkuratorium


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Walburga Hirschbeck
Deutsches Jugendinstitut
Arbeitsstelle Kinder- und Jugendpolitik
Tel: +49(0)89 62306-467
bundesjugendkuratorium@dji.de

Marion Horn
Abteilung Medien und Kommunikation
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horn@dji.de

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news-1182 Wed, 21 Sep 2022 14:13:21 +0200 Armut von Kindern und Jugendlichen im Fokus https://www.dji.de/veroeffentlichungen/aktuelles/news/article/armut-von-kindern-und-jugendlichen-im-fokus.html Am 1. September 2022 hat am DJI die Service- und Monitoringstelle zur Umsetzung des Nationalen Aktionsplans „Neue Chancen für Kinder in Deutschland“ (ServiKiD) ihre Arbeit aufgenommen Mit dem Nationalen Aktionsplan (NAP) „Neue Chancen für Kinder in Deutschland“ setzt Deutschland die Ratsempfehlung zur Einführung einer Europäischen Garantie für Kinder um, die am 14. Juni 2021 einstimmig von allen Mitgliedstaaten verabschiedet wurde. Ziel des Nationalen Aktionsplans ist es, Kindern und Jugendlichen, die von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht sind, bis zum Jahr 2030 Zugang zu hochwertiger frühkindlicher Betreuung, Erziehung und Bildung, zu schulbezogenen Aktivitäten, einer hochwertigen Gesundheitsversorgung, ausreichender und gesunder Ernährung sowie angemessenem Wohnraum zu gewährleisten.

Erste Impulse für Umsetzungsphase des Aktionsplans erarbeitet

Im Rahmen der vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) organisierten Veranstaltung zum Start der Beteiligung am Nationalen Aktionsplan „Neue Chancen für Kinder in Deutschland“ stellte Marc Nellen, Abteilungsleiter Familie und Digitales im BMFSFJ, vor Akteurinnen und Akteuren aus der Kinder-, Jugend- und Familienpolitik und der Zivilgesellschaft die Ziele des NAP und den geplanten Beteiligungsprozess vor. PD Dr. Christina Boll, Abteilungsleitung Familie und Familienpolitik am DJI, skizzierte anschließend die Aufgaben der am DJI angesiedelten Service- und Monitoringstelle zur Umsetzung des Nationalen Aktionsplans. In fünf Workshops erarbeiteten die Teilnehmenden erste Impulse für den NAP-Ausschuss, das zentrale Arbeitsgremium während der Umsetzungsphase des NAP. Das Schlusswort hatte die Parlamentarische Staatssekretärin bei der Ministerin für FSFJ Ekin Deligöz in ihrer Rolle als Nationale Kinderchancen-Koordinatorin.

ServiKiD zuständig für Monitoring, Armutsindikatoren sowie empirische Untersuchungen

Die Service- und Monitoringstelle ServiKiD unterstützt das BMFSFJ und die Gremien, die mit der Ausgestaltung und Umsetzung des Nationalen Aktionsplans befasst sind, fachlich und organisatorisch. Im Rahmen des Monitorings beobachtet ServiKiD die Fortschritte bei der Umsetzung des Aktionsplans sowie die Entwicklung einschlägiger Armutsindikatoren und führt eigene empirische Untersuchungen zum Wohlergehen von Kindern und Jugendlichen durch. Hierbei kommen verstärkt partizipative Forschungsmethoden zum Einsatz. Schließlich entwickelt ServiKiD gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen und anderen Expertinnen und Experten ein Konzept zur konsultativen Kinder- und Jugendbeteiligung während des gesamten Prozesses.
 

Informationen zum Pojekt ServiKiDInformationen des BMFSFJ zum Nationalen Aktionsplan "Neue Chancen für Kinder in Deutschland"
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Dr. Gerlinde Janschitz
Abteilung Familie und Familienpolitik
Tel.: 089/62306-416
janschitz@dji.de

Martin Kern
Abteilung Medien und Kommunikation
Tel.: 089/62306-397
mkern@dji.de

 

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news-1179 Wed, 14 Sep 2022 10:55:45 +0200 Nachschulische Übergänge im internationalen Vergleich https://www.dji.de/veroeffentlichungen/aktuelles/news/article/nachschulische-uebergaenge-im-internationalen-vergleich.html Workshop zur Übergangsforschung in Tokio mit Beteiligung des DJI Wie zufrieden sind junge Menschen am Übergang in Erwerbsarbeit und Familiengründung im internationalen Ländervergleich? Welche Unterstützungsleistungen erbringen dabei unterschiedliche sozial­staatliche Instrumente? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigten sich Forschende aus fünf verschiedenen Nationen bei einem Workshop Anfang September in Japan, zu dem die Metropolitan University of Tokyo im Rahmen einer bereits seit 2014 bestehenden Kooperation eingeladen hatte.

Birgit Reißig und Frank Tillmann vom Forschungsschwerpunkt „Übergänge im Jugendalter“ am Deutschen Jugendinstitut (DJI) nahmen an dem Work­shop teil, um auf Grundlage von Daten des DJI-Surveys „Aufwachsen in Deutschland: Alltagswelten“, kurz AID:A, einen deutschen Beitrag zum Ländervergleich zu leisten.

Im Mittelpunkt der Analysen standen zum Beispiel die biografischen Zeitfenster, in denen wichtige Marker des Erwachsenwerdens, wie der Auszug aus dem Elternhaus, die Einmündung in ein Normalarbeits­verhältnis oder erste Elternschaft, auftreten. Dabei wurde im Vergleich zu den europäischen Ländern deutlich, dass in Japan solche Abfolgen von Transitionen zeitlich sichtbar enger aufeinanderfolgen. Weiterhin ging aus den quantitativen Ländervergleichen hervor, wie bedeutsam gerade in Deutschland ein Migrationshintergrund als Benachteiligungsmerkmal hinsichtlich auftretender Übergangsrisiken ist.

Ziel des Kooperationsprojekts ist die Veröffentlichung eines Buchbandes, in dem das Übergangsgeschehen in Japan anhand repräsentativer Daten demjenigen in Norwegen, Großbritannien, der Schweiz und Deutschland gegenübergestellt wird. Er soll Ende 2023 erscheinen.


DJI-Forschungsschwerpunkt „Übergänge im Jugendalter“


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Prof. Dr. Birgit Reißig
Tel.: 0345-68178-33
reissig@dji.de

Dr. Frank Tillmann
Tel.: 0345-68178-13
tillmann@dji.de

Sonja Waldschuk
Abteilung Medien und Kommunikation
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waldschuk@dji.de

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news-1178 Fri, 09 Sep 2022 15:28:00 +0200 Mehr junge Menschen unzufrieden https://www.dji.de/veroeffentlichungen/aktuelles/news/article/mehr-junge-menschen-unzufrieden.html Die Folgen der Pandemie beeinträchtigen Jugendliche und junge Erwachsene in fast allen Lebensbereichen, zeigen Forschende des DJI auf Basis neuer Ergebnisse des AID:A-Surveys auf Insbesondere für Jugendliche und junge Erwachsene war und ist die Coronapandemie eine einschneidende Erfahrung. Denn viele der zur Eindämmung der Pandemie getroffenen Kontaktbeschrän­kungen stehen in einem diametralen Gegensatz zu den Bedürfnissen der Jugend. Dies wirkt sich immer noch in vielerlei Hinsicht negativ auf die Lebenszufriedenheit der jungen Menschen aus, wie erste Ergebnisse einer bislang unveröffentlichten Untersuchung im Rahmen des Surveys des Deutschen Jugendinstituts (DJI) „Aufwachsen in Deutschland: Alltags­welten“, kurz AID:A 2021, zeigen. In der Langzeitstudie wurden vor der Pandemie und im Herbst 2021, also lange nach den strikten Lockdowns, jeweils etwa 1.500 junge Menschen im Alter von 15 bis 25 Jahren befragt.

In einem Beitrag der neu erschienenen Ausgabe des Forschungsmagazins DJI Impulse fassen die drei DJI-Forschenden Dr. Anne Berngruber, Dr. Nora Gaupp und Dr. Jens Pothmann die wichtigsten aktuellen AID:A-Ergebnisse zusammen und ordnen sie in den aktuellen Forschungsstand ein. Anhand von sechs Lebensbereichen, die den Verselbstständigungsprozess junger Menschen charakterisieren, verdeutlichen sie die vielfältigen Belastungen für Jugendliche und junge Erwachsene.


Online-Version des DJI-Impulse-ArtikelsForschungsmagazin DJI ImpulseVideointerview mit Prof. Dr. Sabine Walper zu „Jugend in Zeiten der Pandemie“Mehr Online-Angebote zum Thema


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Dr. Anne Berngruber
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berngruber@dji.de

Birgit Lindner
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News
news-1177 Thu, 08 Sep 2022 14:12:00 +0200 Austausch zu Bildungsmanagement in Mitteldeutschland https://www.dji.de/veroeffentlichungen/aktuelles/news/article/austausch-zu-bildungsmanagement-in-mitteldeutschland.html Mitteldeutsche Bildungskonferenz am 11. Oktober 2022 in Köthen (Anhalt) Wie können lokale Herausforderungen in globalen Krisen gemeistert werden? Welche Ressourcen, Kooperationen und Arbeits­weisen sind nötig, damit Bildungsmanagement unter den Einflüssen von demografischem Wandel, Digitalisierung und Klimakrise weiterhin hand­lungsfähig bleibt? Auf der Mitteldeutschen Bildungskonferenz am 11. Oktober 2022, die unter dem Motto „Bildung! Motor für die Region im Wandel“ stattfindet, wollen die Teilnehmenden diese Fragen erörtern.

Nach einer Einführung gibt es zwei Runden mit jeweils vier parallelen Sessions. Erfahrungen aus Wissenschaft und Praxis mit Blick auf Struktur­wandel, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Digitalisierung, Bildungs­management und Verwaltungshandeln stehen im Mittelpunkt. Die Konferenz endet mit einer Diskussion zur Frage, wie Bildung in Mittel­deutschland zukunftssicher gestaltet werden kann.

Die Anmeldung ist bis zum 26. September 2022 über das Online-Anmeldeformular möglich.

Veranstalter

Transferagentur Mitteldeutschland für Kommunales Bildungsmanagement – TransMit
Netzwerkbüro Bildung im Strukturwandel in Mitteldeutschland – BiSMit
 

Veranstaltung: Mitteldeutsche BildungskonferenzTransferagentur Mitteldeutschland für Kommunales Bildungsmanagement – TransMitNetzwerkbüro Bildung im Strukturwandel in Mitteldeutschland – BiSMit

Kontakt

Ulrike Richter
Tel.: 0345-68178 21
urichter@dji.de

Sonja Waldschuk
Abteilung Medien und Kommunikation
Tel.: 089/62306-173
waldschuk@dji.de

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news-1176 Fri, 02 Sep 2022 14:09:00 +0200 EARA Lifetime Achievement Award für DJI-Direktorin https://www.dji.de/veroeffentlichungen/aktuelles/news/article/eara-lifetime-achievement-award-fuer-dji-direktorin.html Die European Association of Research on Adolescence (EARA) zeichnet Sabine Walper für ihre herausragenden Leistungen aus Prof. Dr. Sabine Walper, Direktorin und Vorstands­vorsitzende des DJI, hat den EARA Lifetime Achievement Award erhalten. Der Preis wurde ihr am 25. August 2022 in Dublin von der European Association of Research on Adolescence (EARA) verliehen und würdigt ihre herausragenden Leistungen in der Jugendforschung. In ihrer Keynote beschrieb sie, wie ein wirkungsvoller Dialog zwischen Politik und beruf­licher Praxis gestaltet werden kann.

Sabine Walper ist Mit-Initiatorin des Deutschen Beziehungs- und Familienpanels „pairfam“, in dem auch Kinder und Jugendliche zu Wort kommen, und engagiert sich in den regelmäßigen Erhebungen des DJI-Surveys „Aufwachsen in Deutschland: Alltagswelten – AID:A“ für die Surveyforschung. Als Vorsitzende der unabhängigen Sachverständigen­kommission war sie entscheidend an der Erstellung des Neunten Familienberichts der Bundesregierung mit dem Titel „Eltern sein in Deutschland“ beteiligt. Seit 2019 ist sie Mitglied im Nationalen Rat gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen und war zuvor von 2015 bis 2018 Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des Unabhängigen Beauf­tragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs. Sie ist Mitglied der Kinderkommission des Deutschen Familiengerichtstags und Präsidentin der Deutschen Liga für das Kind.

Der EARA Lifetime Achievement Award wurde 2004 geschaffen und würdigt besondere Leistungen in der Jugendforschung.


Prof. Dr. Sabine WalperEuropean Association of Research on Adolescence (EARA)


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Prof. Dr. Sabine Walper
Vorstandsvorsitzende und Direktorin des DJI
Tel.: 089/62306-289
walper@dji.de

Sonja Waldschuk
Abteilung Medien und Kommunikation
Tel.: 089/62306-173
waldschuk@dji.de

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news-1173 Fri, 26 Aug 2022 16:24:00 +0200 Online-Vortrag zu subjektiver Wahrnehmung von Gesundheit und Belastungserleben im Jugendalter https://www.dji.de/veroeffentlichungen/aktuelles/news/article/online-vortrag-zu-subjektiver-wahrnehmung-von-gesundheit-und-belastungserleben-im-jugendalter.html DJI und Technische Universität München veranstalten gemeinsame Ringvorlesung Am Mittwoch, 7. September 2022 ab 16 Uhr spricht Prof. Dr. Birgit Reißig, Leiterin des Forschungsschwerpunkts „Übergänge im Jugendalter“ am Deutschen Jugendinstitut (DJI), über die subjektive Wahrnehmung von Gesundheit und Belastungserleben im Jugendalter. Der Vortrag ist Teil einer Ringvorlesung des DJI und der Fakultät für Sport- und Gesundheitswissenschaften der Technischen Universität München (TUM). Die einzelnen Veranstaltungen befassen sich mit unterschiedlichen Schwerpunkten des Themenbereichs Kinder- und Jugendgesundheit. Die Ringvorlesung findet als interaktives Online-Format statt. Nach kurzen Impulsvorträgen treten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit dem Publikum in Dialog.

Neben Studierenden sind alle Interessierten herzlich eingeladen, an den Vorträgen und anschließenden Diskussionen teilzunehmen.

Der Link zur Veranstaltung und das Kennwort finden sich im Programm.


Programm als PDFReferentin Prof. Dr. Birgit ReißigTUM – Fakultät für Sport- und Gesundheitswissenschaften


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news-1175 Fri, 26 Aug 2022 11:19:41 +0200 Corona, Krieg und Cyberspace – Was auf Kinder und Jugendliche einwirkt und was sie resilient macht https://www.dji.de/veroeffentlichungen/aktuelles/news/article/corona-krieg-und-cyberspace-was-auf-kinder-und-jugendliche-einwirkt-und-was-sie-resilient-macht.html Veranstaltung zu „Kindeswohl und Kinderrechte in Krisenzeiten“ am 26. September im Livestream und vor Ort in Berlin Wir leben in einer Situation mehrerer Krisen: Corona, Krieg, Klimawandel. Diese betreffen Kinder und Jugendliche in besonderem Maße.

Für das Erleben und Verarbeiten der aktuellen Entwicklungen spielt der digitale Raum eine immer wichtigere Rolle, im negativen wie im positiven Sinne, und bereits für sehr junge Kinder. Im Internet gibt es weit weniger Schutz als in der realen Welt. Handys, Tablets und Computer bieten aber auch neue Möglichkeiten für Unterricht, Aufklärung und Austausch.

Im Rahmen der vom Deutschen Jugendinstitut (DJI) in Kooperation mit UNICEF Deutschland und National Coalition Deutschland – Netzwerk zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention durchgeführten Veranstaltung „Kindeswohl und Kinderrechte in Krisenzeiten“ diskutieren Expertinnen und Experten über die Auswirkungen der derzeitigen Krisen auf Kinder und Jugendliche, darüber was getan werden kann, um das Wohlergehen und die Rechte von Kindern und Jugendlichen zu stärken und welche politischen Maßnahmen hierfür notwendig sind.

Die Veranstaltung findet am 26. September, 17 – 20 Uhr, in der Humboldt-Universität zu Berlin statt. Zusätzlich wird sie live im Internet gestreamt.

Fachliche Inputs und Podiumsdiskussion politischer Vertreterinnen mit jungen Erwachsenen

Im Anschluss an die Begrüßung durch Elke Büdenbender, Schirmherrin von UNICEF Deutschland, Richterin sowie Ehefrau des Bundespräsidenten, folgen fachliche Beiträge von Prof. Dr. Sabine Walper, Direktorin des Deutschen Jugendinstituts (DJI), Verena Knaus, Global Chief, Migration and Displacement, von UNICEF sowie Jutta Croll, Vorständin National Coalition Deutschland – Netzwerk zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention und Vorstandsvorsitzende Stiftung Digitale Chancen. Moderiert wird die Veranstaltung von Prof. Dr. Jörg Maywald von National Coalition Deutschland.

Mit Kindern und Jugendlichen diskutieren darauffolgend Ekin Deligöz, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), Sarah Lahrkamp, Vorsitzende der Kinderkommission des Deutschen Bundestags sowie Silvia Breher, Familienpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

AnmeldungProgramm
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news-1174 Fri, 26 Aug 2022 11:10:45 +0200 Beratung stärken für Paare und Trennungseltern https://www.dji.de/veroeffentlichungen/aktuelles/news/article/beratung-fuer-paare-und-trennungseltern-staerken.html Aktuelle Publikationen richten sich an Fachkräfte in der Partnerschafts- und Trennungsberatung Partnerschaftsbeziehungen sind oft herausfordernd und konfliktbelastet. Eine stabile Beziehung ist für Paare und deren Kinder jedoch von großer Bedeutung, da langanhaltende schwere Konflikte nicht nur für die Eltern fast immer starke negative Konsequenzen haben, sondern auch für mitbetroffene Kinder.

Paarberatung unterstützt darin, Beziehungsprobleme zu erkennen sowie konstruktiv zu bearbeiten und trägt dazu bei, die Partnerschaft zu konsolidieren. Wenn es zu einer Trennung kommt, kann Trennungs­beratung Eltern helfen, ihre weitere gemeinsame Verantwortung für Kinder möglichst konstruktiv zu gestalten. Forschende am Deutschen Jugendinstitut (DJI) haben sich nun mit Partnerschafts- und Trennungs­beratung beschäftigt. Sie befragten in den Jahren 2020 und 2021 2.679 Fachkräfte unterschiedlicher Beratungs- und Unterstützungsdienste zu ihrer Arbeit.

Beratende für präventive Ansätze sensibilisieren

Fachkräfte der Paarberatung stellen immer wieder fest, dass belastete Paare lange zögern, bevor sie Hilfe in Anspruch nehmen. Meistens sind die Chancen einer konstruktiven Lösung von Beziehungskonflikten dann bereits gering. Hier stellt sich die Frage, mit welchen Ansätzen frühzeitig unterstützend eingegriffen werden kann. Dabei ist auch von Interesse, inwieweit Partnerschaftsprobleme auch in anderen Beratungsfeldern wie etwa Sucht- oder Erziehungsberatung ein Thema sind und sich hier Chancen einer frühen Ansprache oder Vermittlung belasteter Paare bieten. Dies wirft die Fragen auf, welche Herausforderungen dies für die nicht dafür spezialisierten Fachkräfte darstellt und welche ergänzenden Formate die Beziehungspflege präventiv unterstützen können.

Prävention von Partnerschaftsproblemen

Im Bericht „Ehe und Partnerschaft in verschiedenen Beratungskontexten“ bieten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler einen Einblick in die Alltagspraxis der Beratenden und geben Auskunft über die Fortbildungs­bedarfe der Fachkräfte sowie ihre Einstellungen hinsichtlich verschiedener Strategien zur Verbesserung der Beratungsstrukturen. „Eine zentrale Frage ist, inwiefern auch in anderen Beratungskontexten Anzeichen von Partnerschaftsproblemen sichtbar werden und wie diese zur Vermittlung an spezialisierte Einrichtungen genutzt werden. Ziel ist es, die Beratungs­praxis zu verbessern und den präventiven Ansatz der Paarberatung stärken“, erläutert DJI-Wissenschaftlerin Dr. Laura Castiglioni. Da früh­zeitige Interventionen wesentlich bessere Erfolgschancen haben als Beratungen in Krisensituationen, ist ein präventiver Ansatz sinnvoll. Paare sollen ermutigt werden, in die Beratung zu kommen, bevor ernste Probleme entstehen.

Herausforderungen der Beratung von Trennungsfamilien

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des DJI befragten im parallelen Projekt „Trennungsberatung im Wandel“ Fachkräfte aus der Trennungs- und Scheidungsberatung und nutzten die Ergebnisse für die Broschüre „Beratung hilft! Ein Leitfaden für Fachkräfte, die Eltern zu Trennung und Scheidung beraten“. Vier Themen beschäftigen die Fachkräfte in der Trennungs- und Scheidungsberatung besonders: der schwierige Umgang mit Hochkonflikthaftigkeit, die Vor- und Nachteile verschiedener Betreuungsmodelle, der Einbezug von Kindern in die Trennungs- und Scheidungsberatung sowie Fragen der Vernetzung. Zu diesen vier Themen bietet die Broschüre daher einen aktuellen Forschungsüberblick und Empfehlungen.

Ergebnisse und Empfehlungen für die Praxis

Für Hochkonflikthaftigkeit präsentieren die Forschenden etwa ein Modell verschiedener Entstehungswege und beschreiben unterschiedliche Bewältigungsstrategien von Kindern, die für die Psychoedukation von Eltern genutzt werden können. Weitere Ansatzpunkte für die Beratung leiten sie aus den Konfliktmustern und der psychischen Verfassung der Eltern ab. Zudem wird mit „Kinder im Blick“ ein Gruppenprogramm mit belegten positiven Wirkungen dargestellt.  Zu verschiedenen Modellen der Betreuung nach einer Elterntrennung wird erläutert, dass kein Modell als generell besonders kindeswohldienlich gelten kann. Die wichtigsten Kriterien für die Wahl einer im Einzelfall passenden Regelung werden erklärt. Empfohlen wird ein stärkerer Einbezug von Kindern in die Trennungs- und Scheidungsberatung. Solange sie nicht zu Positionsnahmen im Elternstreit gedrängt werden, wollen Kinder mehrheitlich gehört werden und elterliche Vereinbarungen profitieren davon.

Ein Ausbau der Kooperation von Familiengerichten und Trennungs­beratungsstellen ist für die Arbeit mit hochkonflikthaften Eltern sehr wichtig. Da Elterntrennungen aber in vielen Beratungsbereichen eine Rolle spielen (zum Beispiel in der Schuldenberatung), wünschen sich viele Beratungsfachkräfte, die nicht auf Trennungs- und Scheidungsberatung spezialisiert sind, mehr Möglichkeiten einer Co-Beratung, mehr Vernetzung mit spezialisierten Beratungsstellen und mehr Grundinformation zu Trennung und Scheidung. Hier will die Broschüre zur Trennungsberatung Fachkräften Möglichkeiten aufzeigen, um sie in schwierigen Situationen zu unterstützen.  

Rechtsvorstellungen in der Elternberatung

Ein weiterer Forschungsbericht des DJI und der Universität Hildesheim geht auf die Rechtsvorstellungen von Beratungsfachkräften ein. Die Forschenden stellten unter anderem die Thesen auf, dass es nicht möglich sein wird, finanzielle Fragen in der Beratung zu Umgangs-, Betreuungs- und Sorgerechtsfragen auszuklammern, wenn die Bedeutung der geteilten Betreuung weiter zunimmt. Weiterhin sind sie der Auffassung, dass rechtliches Hintergrundwissen der Beratenden stärker in der Aus- und Weiterbildung verankert werden sollte und dass ein höherer Personal­einsatz und stärker spezifisch qualifiziertes Personal erforderlich ist, um qualitativ hochwertige Beratung gewährleisten zu können.


Ehe und Partnerschaft in verschiedenen Beratungskontexten, Laura Castiglioni, Eva Esteban, 55 Seiten, 978-3-86379-433-0 (PDF)Beratung hilft! Ein Leitfaden für Fachkräfte, die Eltern zu Trennung und Scheidung beraten, Sabeth Eppinger, Heinz Kindler, 50 Seiten, 978-3-86379-435-4 (PDF)Projekt Beratung im Elternkonflikt (BiK) des DJI und der Universität Hildesheim mit Download des AbschlussberichtsDJI-Projekt Partnerschafts- und Trennungsberatung im Wandel

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Dr. Laura Castiglioni
Tel.: 089/62306-423
castiglioni@dji.de

Prof. Dr. Heinz Kindler
Tel.: 089/62306-245
kindler@dji.de

Sonja Waldschuk
Abteilung Medien und Kommunikation
Tel.: 089/62306-173
waldschuk@dji.de

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news-1161 Tue, 09 Aug 2022 11:42:13 +0200 Zugang zu früher Bildung und Hürden im internationalen Vergleich https://www.dji.de/veroeffentlichungen/aktuelles/news/article/zugang-zu-frueher-bildung-und-huerden-im-internationalen-vergleich.html Neuerscheinung: Wie beeinflussen strukturelle Rahmenbedingungen den Zugang zu frühkindlichen Bildungs- und Betreuungsangeboten? Wenn es um Chancengleichheit für Kinder unter­schiedlicher sozialer und kultureller Herkunft geht, kommt der früh­kindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung (FBBE) eine Schlüsselrolle zu. Für Kinder aus weniger privilegierten Familien ist der Zugang zu Kindertagesbetreuung und die Teilhabe an bedarfsgerechten Angeboten häufig erschwert.

Auswertung der Ergebnisse der Equal-Access-Studie

Die aktuelle Publikation von Britta Menzel und Dr. Antonia Scholz, Wissenschaftlerinnen am Deutschen Jugendinstitut (DJI), präsentiert empirische Ergebnisse zu (potenziellen) Zugangshürden im lokalen Kontext. Dafür wurden in Deutschland, Kanada und Schweden Fallstudien auf der kommunalen Ebene durchgeführt. Ziel war es, die Handlungs­spielräume und Ansätze lokaler Akteure in der Gestaltung von Zugängen zu untersuchen.

Dazu wurden Daten der Equal-Access-Studie ausgewertet, die von 2017 bis 2021 im Internationalen Zentrum Frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung (ICEC) am DJI durchgeführt wurde. Das Forschungsprojekt nahm eine besondere Perspektive ein, indem es den Fokus auf die noch wenig beachtete kommunale Steuerungsebene legte und herausarbeitete, wie diese die lokale Umsetzung von Zugang zu FBBE für benachteiligte Gruppen erleichtert oder erschwert.

Für die Equal-Access-Studie wurden zunächst Expertisen zu den FBBE-Systemen der untersuchten Länder erstellt, um die spezifischen Rahmen- und Zugangsbedingungen zu verstehen. Die zentralen Fragestellungen lauteten, wie die jeweiligen Länder (ungleiche) Zugangsbedingungen adressieren und wie die Ansätze der Zugangssteuerung anhand der jeweiligen wohlfahrtsstaatlichen Traditionen eingeordnet werden können.

„Wir stellten fest, dass die wohlfahrtsstaatlichen Ausrichtungen der drei Länder maßgeblich zur jeweiligen strukturellen Ausgangslage für die unterschiedlichen Zugangsbedingungen beitragen. Gleichzeitig lassen sich sowohl auf nationaler wie auch lokaler Ebene Abweichungen erkennen, die Zugangshürden abbauen oder auch verfestigen können“, erläutert Dr. Antonia Scholz.

Das Konzept der Governance als theoretischer Rahmen

Im Mittelpunkt der Dreiländerstudie stehen sechs Fallanalysen. Für deren Einordnung wählten die Autorinnen eine Analyse lokaler Akteurskonstel­lationen. Durch die Darstellung der lokalen Governance-Strukturen konnten sie zeigen, welche Akteure in Deutschland, Kanada und Schweden für die Gestaltung frühkindlicher Bildungs- und Betreuungsangebote wie verantwortlich sind und wie die verschiedenen Seiten interagieren.

Zentrale Stellschrauben, um Zugangsbedingungen zu gestalten

Um die lokalen Zugangsbedingungen empirisch zu untersuchen, wurden in je zwei ausgewählten Kommunen qualitative Interviews mit unterschied­lichen Entscheidungsträgerinnen und -trägern lokaler Kita-Steuerung geführt. Die Forscherinnen identifizierten dabei zentrale Stellschrauben der Zugangsgestaltung, die sie entlang der vier Dimensionen Verfügbarkeit, Bezahlbarkeit, Zugänglichkeit und Bedarfsgerechtigkeit beschreiben. Dabei werden in den drei untersuchten Ländern Gemeinsamkeiten und auch Unterschiede sichtbar. Kommunales Steuerungshandeln ist in allen Fällen geprägt vom Abwägen zwischen Quantität und Qualität, mit unterschied­lichen Schwerpunkten. Zugangshürden können nicht nur durch lokalen Platzmangel und Betreuungskosten entstehen, sondern auch im Rahmen der Aufnahmeverfahren. Bedarfsgerechtigkeit wird zwar in allen sechs Kommunen durch verschiedene Ansätze verfolgt, kommt jedoch im regulären Angebot oft noch zu kurz. Bei der Mehrsprachigkeit von Informationen, aber auch bei der Bedarfsplanung gibt es beispielsweise Verbesserungspotenzial.

Kommunale Verwaltungen sind im Feld der Kindertagesbetreuung wichtige Akteure mit Handlungsspielräumen, auch international. In allen Kommu­nen stellt es sich als große Herausforderung dar, die unterschiedlichen Lebenslagen von Familien umfassend zu berücksichtigen. Hier gilt es, neben zielgruppenspezifischen und sozialraumorientierten Überlegungen, Familien aus benachteiligten Verhältnissen stärker in den regulären Strukturen mitzudenken, um den Zugang zur FBBE für alle gleichermaßen gewährleisten zu können. Durch eine gezielte Zusammenarbeit von Verwaltungen und Trägern, unter anderem zu einem aktiv gesteuerten Aufnahmeverfahren, kann die Zugänglichkeit verbessert werden.


Frühkindliche Bildung und soziale Ungleichheit. Die lokale Steuerung von Zugang im internationalen Vergleich, Britta Menzel, Antonia Scholz, 279 Seiten, 978-3-7799-6946-4 (Buch, broschiert)Frühkindliche Bildung und soziale Ungleichheit. Die lokale Steuerung von Zugang im internationalen Vergleich, Britta Menzel, Antonia Scholz, 279 Seiten, 978-3-7799-6947-1 (E-Book/Open Access)Internationales Zentrum Frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung (ICEC)


Kontakt

Dr. Antonia Scholz
Internationales Zentrum Frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung (ICEC)
Tel.: 089/62306-370
ascholz@dji.de

Britta Menzel
Internationales Zentrum Frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung (ICEC)
Tel.: 089/62306-128
menzel@dji.de

Sonja Waldschuk
Abteilung Medien und Kommunikation
Tel.: 089/62306-173
waldschuk@dji.de

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news-1160 Mon, 08 Aug 2022 15:40:50 +0200 Staatssekretärin Margit Gottstein besucht das DJI https://www.dji.de/veroeffentlichungen/aktuelles/news/article/staatssekretaerin-margit-gottstein-besucht-das-dji.html Themen sind aktuelle Forschungsfragen und die strategische Ausrichtung des Instituts Am Freitag, den 5. August 2022, erhielt das Deutsche Jugendinstitut (DJI) in München Besuch aus dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ).

Margit Gottstein, seit 1. Dezember 2021 Staatssekretärin im BMFSFJ, informierte sich unter anderem über aktuelle Forschungsschwerpunkte des DJI. Sie führte Gespräche mit dem Direktorium und den Leitungen der Forschungsabteilungen des DJI.

Kontakt

Svendy Wittmann
Geschäftsführung der Institusleitung / des Direktoriums,
institutionelle Kontakte, Forschungsvorhaben
Tel.: 089 62306-214
wittmann@dji.de

 

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news-1158 Tue, 02 Aug 2022 14:48:34 +0200 Erste Langzeitstudie: Übergang zwischen Jugendhilfe und Erwachsenenleben https://www.dji.de/veroeffentlichungen/aktuelles/news/article/erste-langzeitstudie-uebergang-zwischen-jugendhilfe-und-erwachsenenleben.html Wie ergeht es jungen Menschen, die Pflegefamilien oder stationäre Einrichtungen der Jugendhilfe verlassen? Bisher ist zu wenig über die Lebensverläufe von Jugendlichen und jungen Erwachsenen bekannt, die die Jugendhilfe verlassen. Die bundesweite Studie „Care Leaver Statistics –  Soziale Teilhabe im Lebensverlauf junger Erwachsener.  Eine Langzeitstudie“ (CLS-Studie) ist die erste Langzeituntersuchung über diese Lebensphase, dem „Leaving Care“.

In der Studie befragen Forschende 2000 16- bis 19-jährige, die einen Teil ihres Lebens in einer Pflegefamilie, Wohngruppe oder anderen Wohnformen der Jugendhilfe gelebt haben, vor, während und nach dem Auszug.

Lebensverläufe und Teilhabemöglichkeiten stehen im Mittelpunkt der CLS-Studie

„Bei der Entwicklung der Fragebögen für die jungen Menschen haben wir berücksichtigt, dass ihre Lebensverläufe und ihre Erfahrungen vielfältig sind. Uns interessiert auch, was sie als hilfreich wahrnehmen, um ihr zukünftiges Leben zu gestalten,“ sagt Martina Pokoj, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Deutschen Jugendinstitut (DJI).

Die quantitative Panelstudie wird über den Zeitraum von sieben Jahren jährlich in Zusammenarbeit mit dem infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft durchgeführt. Start ist noch im Jahr 2022.

Im CLS-Forschungsverbund arbeiten Forschende vom Institut für Sozial- und Organisationspädagogik der Universität Hildesheim, der Gesellschaft für innovative Sozialforschung und Sozialplanung (GISS), der Internationalen Gesellschaft für erzieherische Hilfen (IGfH) und des DJI zusammen. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, fördert die Studie.

 

„Care Leaver Statistics –  Soziale Teilhabe im Lebensverlauf junger Erwachsener.  Eine Langzeitstudie“ (CLS-Studie)

 

Kontakt

Martina Pokoj, Sibel Dönmez
Fachgruppe J2 „Strukturen der Kinder- und Jugendhilfe“
Abteilung „Jugend und Jugendhilfe“
Tel.: 089 62306-434, -432
cls@dji.de

Marion Horn
Abteilung Medien und Kommunikation
Tel.: 089 62306-311
horn@dji.de

 

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news-1157 Fri, 29 Jul 2022 10:24:04 +0200 Qualifizierungshandbuch Kindertagespflege kombiniert Präsenz- und E-Learning https://www.dji.de/veroeffentlichungen/aktuelles/news/article/qualifizierungshandbuch-kindertagespflege-kombiniert-praesenz-und-e-learning.html Neue Module des Handbuchs im Blended-Learning-Format bieten vielfältige didaktische Möglichkeiten Auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse und praktischer Erfahrungen zum digital unterstützten Lehren und Lernen haben Forschende des Deutschen Jugendinstituts (DJI) zum „Qualifizierungshandbuch Kindertagespflege (QHB)“ im Projekt QHB 3.0 insgesamt acht Module exemplarisch für die Grundqualifizierung von Kindertagespflegepersonen nach dem QHB in einem Blended-Learning-Format weiterentwickelt. Präsentiert werden die Inhalte auf der digitalen Plattform „QHB-Fachwelt“ unter www.qhb-kindertagespflege.de.

Das Beste aus beiden Welten

Blended Learning ist die systematische Kombination von Präsenz- und computerunterstützten Lernangeboten. Neben der Darstellung von neuen digitalen Lehr- und Lernmaterialien und der theoretischen Hintergründe zum Blended Learning, bietet das Portal „QHB-Fachwelt“ umfassende Informationen zum „Qualifizierungshandbuch Kindertagespflege“. Zur Durchführung der Kurseinheiten werden klassische analoge Methoden wie die Visualisierung am Flipchart und digitale Werkzeuge wie Folienpräsentation oder digitale Umfragen sowie Videokonferenzformate miteinander verschränkt. Das bedeutet auch, dass das QHB-Blended-Learning keine statische Aufteilung zwischen analogen und digitalen Anteilen vorgibt, sondern fließende Übergänge zwischen Präsenzformaten mit Anwendung digitaler Medien bis hin zu Onlineformaten ermöglicht.

Das kompetenzorientierte QHB wurde vor dem Hintergrund der dynamischen Entwicklung im Arbeitsfeld der Frühpädagogik und des Ausbaus der Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren erarbeitet mit dem Ziel, das bestehende Curriculum zur Ausbildung von Kindertagespflegepersonen zu verbessern. Das QHB erschien zuerst 2015 als Loseblattwerk und 2019 in einer aktualisierten Auflage unter dem neuen Titel „Qualität in der Kindertagespflege – Qualifizierungshandbuch (QHB) für die Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern unter drei“. Das abgeschlossene Projekt QHB 3.0 wurde vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert und in Zusammenarbeit mit der Friedrich Verlag GmbH umgesetzt.

QHB-FachweltProjekt QHB 3.0 - Blended Learning
Kontakt

Bärbel Barbarino
Wissenschaftliche Referentin
Abt. Kinder und Kinderbetreuung
Tel.: 089 62306-106
barbarino@dji.de

Marion Horn
Abteilung Medien und Kommunikation
Tel.: 089 62306-311
horn@dji.de

 

 

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news-1156 Thu, 28 Jul 2022 14:11:16 +0200 Wie sich die Pandemie auf die psychische Gesundheit von Kindern auswirkt https://www.dji.de/veroeffentlichungen/aktuelles/news/article/wie-sich-die-pandemie-auf-die-psychische-gesundheit-von-kindern-auswirkt.html Publikation des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) und DJI zu pandemiebedingten Belastungen auf die Gesundheit von Kindern veröffentlicht Wie haben sich pandemiebedingte Belastungen wie Homeschooling, Quarantäne, eingeschränkte Freizeitmöglichkeiten und Kontakte auf die Gesundheit von Kindern ausgewirkt? Dieser Frage geht der aktuelle WIdOmonitor des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) nach, der in Kooperation mit dem Deutschen Jugendinstitut (DJI) durchgeführt wurde.

Die Befragung von Müttern drei- bis zwölfjähriger Kinder im Februar und März 2022 hatte zum Ziel, pandemiebedingte Belastungen der Kinder zu erfassen, Subgruppen mit erhöhter Vulnerabilität zu identifizieren und Versorgungsbedarfe zu erheben. Nach Einschätzung der Mütter ist die Mehrheit der Kinder gesundheitlich relativ gut durch die Pandemie gekommen. Eine Verschlechterung der körperlichen Gesundheit ihrer Kinder geben 16 Prozent der Befragten an, Einbußen bei der seelischen Gesundheit 35 Prozent. Überdurchschnittlich häufig betrifft dies Familien mit niedrigem Haushaltseinkommen. Bis zu einem Fünftel der befragten Mütter berichtet von während der Pandemie erstmals aufgetretenen Verhaltensauffälligkeiten ihrer Kinder.

Hilfe bei der Bewältigung der pandemiebedingten Belastungen erhoffen sich Mütter mit hoher Bildung und hohem Einkommen insbesondere von Sportvereinen, Alleinerziehende vor allem von Schulpsychologen, Schulsozialarbeitern und Erziehungsberatungsstellen.

„Dass Kinder und Jugendliche gravierend von den langfristigen Folgen der Coronapandemie betroffen sind, aber bislang in den diesbezüglichen politischen Entscheidungsprozessen nicht ausreichend gut Berücksichtigung fanden, wurde vielfach angemahnt. Die hier berichteten Ergebnisse unterstreichen, wie groß der Anteil Betroffener ist und wie schwerwiegend die Probleme sind“, erläutert Dr. Susanne Kuger, Abteilungsleiterin des Zentrums für Dauerbeobachtung und Methoden am DJI. Der Fragebogen für die Studie des WIdO ist unter Mithilfe des DJI-Teams „Aufwachsen in Deutschland: Alltagswelten (AID:A)“ entstanden. Viele Konstrukte wurden in beiden Studien vergleichend erhoben.


Pressemitteilung des WIdOWIdOmonitor Ausgabe 1/2022 mit Zahlen und Fakten (PDF)DJI-Abteilung Zentrum für Dauerbeobachtung und Methoden


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Dr. Susanne Kuger
Leitung der Abteilung
Zentrum für Dauerbeobachtung und Methoden
Tel.: 089/62306-322
kuger@dji.de

Sonja Waldschuk
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Tel.: 089/62306-173
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news-1155 Wed, 27 Jul 2022 13:46:55 +0200 Corona-Notbetreuung verhindert negatives Erziehungsverhalten https://www.dji.de/veroeffentlichungen/aktuelles/news/article/notbetreuung-verhindert-negatives-erziehungsverhalten-in-der-pandemie.html DJI-Wissenschaftlerinnen untersuchten Auswirkung der Notbetreuung auf elterlichen Stress und Erziehungsverhalten in der Pandemie Welche Auswirkungen hatten Kita- und Schulschließungen während der COVID-19-Pandemie auf elterliches Wohlbefinden und Erziehungsverhalten? Wie wirksam war eine Notbetreuung gegen elterlichen Stress und negatives Erziehungsverhalten? Diesen Fragen widmet sich eine aktuelle Studie von Dr. Simone Schüller und Hannah S. Steinberg. Die Wissenschaftlerinnen des Deutschen Jugendinstituts (DJI) untersuchten die Auswirkung der Notbetreuungsmaßnahmen der Bundes­länder zu Beginn des ersten COVID-19 Lockdowns im März/April 2020.

Auswertung der DJI-Daten

Um den Zusammenhang zwischen Notbetreuung und elterlichem Stress­erleben zu analysieren, haben die Autorinnen Daten des DJI-Surveys „Aufwachsen in Deutschland: Alltagswelten (AID:A) 2019“ und der AID:A 2020 Corona Add-on Studie herangezogen. Über 600 Familien mit Kindern unter zwölf Jahren, die eine Kita oder Schule besuchen, wurden vor und während der Corona-Pandemie unter anderem zu ihrem Erziehungs­verhalten und Wohlbefinden befragt.

„Wir stellten fest, dass die Notbetreuungsmaßnahmen deutliche Effekte hatten, die auch Monate nach dem ersten Lockdown noch statistisch signi­fikant messbar waren. Unserer Analyse zufolge konnte der Zugang zu Not­betreuung den Pandemie-Druck auf das elterliche Wohlbefinden zwar nicht merklich mindern, wohl aber konnte der Anstieg schädlichen Erziehungs­verhaltens wie häufiges „Wütend werden“ effektiv verhindert werden“, betont Dr. Simone Schüller.

Im Umkehrschluss zeigen diese Befunde, dass der beobachtete Anstieg von schädlichem Erziehungsverhalten, dem sogenannten „harsh parenting“, in Deutschland zwischen den Jahren 2019 und Spätsommer 2020 konkret auf die KiTa- und Schulschließungen zurückzuführen sind. Die ebenfalls be­obachtete deutliche Verminderung elterlichen Wohlbefindens, insbeson­dere der allgemeinen Lebenszufriedenheit, scheinen ein allgemeinerer Pandemie-Effekt zu sein, der nicht allein mit den Schließungen im Zu­sammenhang steht.

Auswirkung auch auf positives Erziehungsverhalten

Die Haupteffekte der Notbetreuung auf das negative Erziehungsverhalten sind gleichermaßen für Mütter und Väter offensichtlich. Sie finden sowohl bei Eltern statt, die vor der Pandemie „selten“ oder „nie“ von diesem Er­ziehungsverhalten berichten, als auch bei denjenigen Eltern, bei denen dies häufiger der Fall ist. Interessant ist zudem, dass sich die Notbetreuung auch auf positives Erziehungsverhalten auszuwirken scheint und beispielsweise verhindert, dass die kindzentrierte Kommunikation, insbesondere bei Vätern, pandemiebedingt abnimmt.

Methodisch basieren die Analysen auf einem quasi-experimentellen „Drei­fach-Differenzen“-Ansatz. Dabei nutzen die Forscherinnen den Umstand, dass es während des ersten Lockdowns im Frühjahr 2020 in den einzelnen Bundesländern Unterschiede in den Regelungen des Zugangs zur Not­betreuung gab. Dieser Zugang wurde abhängig von der beruflichen System­relevanz der Eltern gewährt, allerdings in unterschiedlicher Weise. So galt beispielsweise in einigen Bundesländern die „Ein-Eltern-Regel“, nach der ein systemrelevantes Elternteil ausreichte, um Zugang zur Notbetreuung zu erlangen, während in anderen Bundesländern nach der „Zwei-Eltern-Regel“ beide Eltern systemrelevant sein mussten. Dieser Umstand ermög­licht den Forscherinnen den Vergleich von Elternpaaren mit gleichen beruflichen Konstellationen, deren Zugang zur Notbetreuung jedoch davon abhängt, in welchem Bundesland sie wohnen. Über diesen Vergleich kann sichergestellt werden, dass die untersuchten Veränderungen auf die Not­betreuung zurückzuführen sind und nicht mit speziellen pandemischen Belastungen systemrelevanter Berufe im Zu­sammenhang stehen.

Ein weiterer Vergleich mit Elternpaaren, die aufgrund ihrer beruflichen Konstellation in keinem Bundesland Zugang zur Notbetreuung haben, dient dazu, zusätzlich auch Bundesland-spezifische Veränderungen über die Zeit herauszurechnen, die nicht mit der Notbetreuung im Zusammenhang stehen, sondern beispielsweise mit unterschiedlich starker Betroffenheit durch Inzidenzen oder unterschiedlich rigiden Maßnahmen. 


Parents under stress: Evaluating emergency childcare policies during the first COVID-19 lockdown in Germany (peer-reviewed), Simone Schüller, Hannah S. SteinbergAufwachsen in Deutschland: Kinder, Jugendliche und Familien vor und während Corona


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Dr. Simone Schüller
Tel.: 089/62306-242
schueller@dji.de

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