Fragestellung und Konzeption

Mit dem abgeschlossenen Forschungsprojekt „Gewaltdelinquenz und Alkohol im Jugendalter – Herausforderungen für die Jugendhilfe“ hat die Arbeitsstelle Kinder- und Jugendkriminalitätsprävention den Umgang der Jugendhilfe mit gewalt- und alkoholbelasteten Jugendlichen in den Blick genommen, um Wissen für die Weiterentwicklung der Fachpraxis zu generieren. Dazu sollte sowohl eine Übersicht und Charakterisierung der Präventionslandschaft mit bereits bestehenden Schnittstellen zwischen Gewalt- und Suchtprävention vorgenommen werden, als auch die Adressaten- und Fachkräfteperspektive empirisch erhoben werden. So konnten Chancen und Grenzen der bisherigen Handlungsstrategien identifiziert und diese praxisorientiert weiterentwickelt werden.

Über die Perspektive der Jugendlichen sollten ihre lebensweltlichen Erfahrungen mit Gewaltdelinquenz, Alkoholkonsum und oftmals verbundenen Gruppenprozessen sowie ihre subjektiven Wahrnehmungen des Umgangs der Institutionen mit ihrem Gewalthandeln und Alkoholkonsum erhoben und damit eine empirische Grundlage für das Herausarbeiten des Adressatenbedarfs geschaffen werden. Die Institutionenperspektive ermöglichte die praxisnahe Beschreibung des Status quo im Umgang mit gewalt- und alkoholbelasteten Jugendlichen. Die Zusammenführung beider Perspektiven bildete die Grundlage zur Verbesserung des Passungsverhältnisses von Angebotsstruktur und Adressatenbedarf durch die Weiterentwicklung von Handlungsstrategien in diesem Feld. Diese Entwicklung wurde gemeinsam mit Fachkräften diskutiert und validiert. Die Ergebnisse des Vorhabens wurden anschließend in vielfältiger Form in die Fachpraxis und -politik disseminiert.

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