Obwohl es eine Vielzahl an Angeboten zur Verbesserung des psychischen Wohlbefindens sowie zur Prävention psychischer Belastungen für Jugendliche und junge Erwachsene gibt, ist wenig bekannt über Wirkmechanismen von Resilienzfaktoren. Dieses Wissen ist notwendig um Interventionen für die breite Bevölkerung effektiver zu gestalten.

Um dies näher zu beleuchten verfolgt das Kooperationsprojekt mit der Universität Exeter (UK), der Ludwig-Maximilians-Universität (Deutschland), der Universität Gent (Belgien), der Audeering UG (Deutschland), der Universität Jaume i de Castellon (Spanien), dem Institut für Communication and Computer Systems (Griechenland), Monsenso ApS (Dänemark), der Universität of Oxford (UK), der Vysoke Uceni Technicke v Brne (Tschechien), der Fraunhofer Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung (Deutschland), der Universität Genf (Schweiz) sowie der Universität Kopenhagen drei multidisziplinäre Ansätze: (a) Erstmals soll anhand eines etablierten theoretischen Modells des normal emotional functioning (Emotional Competence Process) systematisch untersucht werden, welche Mechanismen zum Wohlbefinden und psychischen Erleben Jugendlicher greifen. (b) Ein personalisierter medizinischer Ansatz: systematische Erhebung individueller Emotional Competence (EC) Profile um entsprechende Interventionen zur Verbesserung des Well-Being anzubieten (c) Entwicklung einer mobilen App zur Messbarmachung, Erreichbarkeit und Akzeptanz junger Menschen. Ziel des Projekts ist es die psychische Gesundheit Jugendlicher und junger Erwachsener anhand der Entwicklung, Evaluation und Dissemination einer mobilen App, welche Defizite in den emotionalen Kompetenzen auf drei Ebenen (Produktion, Regulation und Wissen) anspricht, zu verbessern. Es wird davon ausgegangen, dass diese Intervention die Resilienz verbessert, psychisches Wohlbefinden fördert und als Primärprävention für psychische Erkrankungen wirkt. Die Emotional Competence Intervention soll in einer randomisierten Kohorte Jugendlicher in unterschiedlichen europäischen Ländern mit einer Kontrollgruppe erprobt werden.

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