Publikationen

Häuser für Kinder und Familien


Peucker, Christian/Riedel, Birgit
In: Deutsches Jugendinstitut (Hrsg.) (2004):
Häuser für Kinder und Familien. Recherchebericht.
München Deutsches Jugendinstitut
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Der gesamte Bericht (168 Seiten, 592 KB) besteht aus einer Darstellung der Ergebnisse der Recherche (Teil A) und einer Auflistung und Beschreibung von Standorten (Teil B). Einrichtungen und Standorte, die auf diesem Weg schon recht weit sind, werden ausführlicher beschrieben. Dabei steht im Mittelpunkt, welche familienorientierten Angebote sie machen, wie sie organisiert und finanziert werden und welche Erfahrungen an den Standorten gemacht wurden. Nach einem Abschnitt zur Vorgehensweise bei der Recherche (Kapitel 1) befasst sich der Bericht in Teil A mit

- familienorientierten Angeboten und Organisationsformen (Kapitel 2)

Neben der Kinderbetreuung bieten diese Einrichtungen Treffpunkte und Freizeitangebote für Familien, es finden Beratung und Bildungsangebote statt. Nicht alles machen die Kindertageseinrichtungen alleine oder ausschließlich mit eigenem Personal. Es gibt unterschiedliche Arten, diese Vielzahl an Angebote zu organisieren, wobei wir das integrierte Modell (familienorientierte Angebote und die Zuständigkeit liegen bei der Einrichtung), das Kooperationsmodell (Zusammenarbeit mit Familienberatung und Familienbildung in der Einrichtung), das Zentrumsmodell (Kooperation mit anderen Diensten unter dem Dach eines Zentrums) und ein Mischmodell unterschieden haben.

- der Entwicklung familienorientierter Angebote und Einrichtung (Kapitel 3)

Die Einrichtungen, die heute ein breites Spektrum an zusätzlichen Angeboten für die Familien vorhalten, haben sich äußerst unterschiedlich entwickelt. Nur einige von ihnen sind von vorneherein mit diesem Anspruch (des Trägers) gegründet worden. Viele andere hingegen haben sich erst nach und nach aus "normalen" Kindertageseinrichtungen zu Häusern für Kinder und Familien entwickelt. Die Motivation, solche Angebote aufzubauen, kam aus der Orientierung am Bedarf der Eltern, aus der Einsicht, dass sie "anders gar nicht sinnvoll mit den Kindern arbeiten könnten", aus der Haltung heraus, den Eltern auf gleicher Augenhöhe zu begegnen, oder begründete sich durch das Konzept einer Öffnung der Tagesstätte zu ihrem Umfeld.

- den Bedingungen, die die Weiterentwicklung zu Häusern für Kinder und Familien begünstigt haben (Kapitel 4)

Als Schlüsselmomente für die Weiterentwicklung von Kindertagesstätten zu Häusern für Kinder und Familien haben sich folgende herauskristallisiert: Eine offene Grundhaltung bei Leiterinnen, Erziehe-rinnen und Trägern, geeignete Räumlichkeiten, zeitliche und personelle Ressourcen. Wichtig ist auch, dass jemand da ist, der sich dafür zuständig fühlt (Koordination).Weitere Punkte sind die Qualifikation und Qualifizierung von Erzieherinnen und Leiterinnen und die Finanzierung der familienorientierten Angebote.

- der Frage, ob Häuser für Kinder und Familien eher auf soziale Brennpunkte bzw. sozial benachteiligte Familien ausgerichtet sind bzw. ob sie hierfür besonders geeignet sind (Kapitel 5)

Besondere familienorientierte Angebote entstehen nicht nur in "sozialen Brennpunkten" und haben auch nicht nur dort ihre Berechtigung. Auch bei Mittelschichtsfamilien sehen viele Leiterinnen Bedarf; Erziehungsunsicherheiten und das Fehlen von Austausch- und Kontaktmöglichkeiten beschränken sich nicht auf eine kleine Minderheit von Familien in schwierigen sozialen Verhältnissen. Deutlich macht die Recherche aber auch, dass jeweils unterschiedliche Ansätze notwendig sind, um ein unterschiedliches Klientel zu erreichen.



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