„Das Kindeswohl muss in den Mittelpunkt gestellt werden“

Karin Jurczyk fordert im Video-Interview, dass soziale Eltern stärker anerkannt werden

20. November 2017 -

Lange Zeit war Elternschaft ein überwiegend biologisch geprägter Ausdruck: Eltern eines Kindes waren stets der leibliche Vater und die leibliche Mutter. Doch familiale Lebensformen sind heute weniger einheitlich und weniger stabil. Die soziale Elternschaft gewinnt an Bedeutung. Darauf müssen politische und rechtliche Reformen folgen, sagt Karin Jurczyk, Leiterin der Abteilung „Familie und Familienpolitik“, im Video. Elternschaft sei nicht einfach ein von der Natur gegebenes Abstammungsverhältnis, sondern eine verantwortliche Beziehung der älteren Generation gegenüber der jüngeren, die sehr unterschiedlich ausgestaltet und gelebt werden kann. „Politik muss die gelebte Alltagspraxis von Familien unterstützen und nicht bestimmte Familienformen“, fordert die Soziologin. Beim Ausgleich der Rechte und Pflichten der Eltern müsse stets das Kindeswohl im Mittelpunkt stehen.

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