Sexuelle Gewalt in der Schule

Ergebnisse einer DJI-Befragung von 4.300 Jugendlichen

Was wissen Schüler/innen über sexuelle Gewalt? Eine DJI-Studie gibt Antworten. Foto: Fotolia

08. September 2017 -

Die meisten Jugendlichen fühlen sich nach eigenen Angaben zwar ausreichend über die Themen der Sexualpädagogik informiert, allerdings sieht knapp die Hälfte der Befragten ein persönliches Wissensdefizit beim Thema sexuelle Gewalt; mehr als ein Drittel wünscht sich explizit, mehr darüber zu erfahren.

Das ist ein Ergebnis einer DJI-Studie, die das Bundesministerium für Bildung und Forschung mit dem Ziel finanziert hat, Schulen zu einem sicheren Ort zu machen.

Der DJI-Studie zufolge sind 60% der befragten Jugendlichen schon einmal Opfer einer verbalen sexuellen Belästigung geworden. Rund 40% gaben an, dass in den vergangenen drei Jahren Witze über ihren Körper gemachte wurden; ebenso viele sagten, über sie seien üble Gerüchte verbreitet worden. Insgesamt sind Mädchen laut der Studie häufiger Opfer von sexuellen Belästigungen als Jungen. Die meisten Betroffenen (61%) erzählen Gleichaltrigen vom Erlebten, nur wenige (15%) wenden sich bei Problemen an das Schulpersonal.

Für das DJI-Projekt „Wissen von Schülerinnen und Schülern über sexuelle Gewalt in pädagogischen Kontexten“ wurden mehr als 4.300 Schüler/innen der 9. Jahrgangsstufe sowie Leitungen von knapp 130 Schulen in den Bundesländern Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Thüringen befragt.

zur Publikation

Beitrag zur Studie in der Süddeutschen Zeitung vom 11.9.2017: Angemacht, bedrängt, gezwungen

Weitere Informationen

DJI-Projekt: Wissen von Schülerinnen und Schülern über sexuelle Gewalt in pädagogischen Kontexten

DJI Impulse: Schluss mit Schweigen

DJI Themenseite: KINDERSCHUTZ