Schulkinder ohne Schutz?

DJI-Studie zeigt, wie es an deutschen Schulen um den Schutz vor sexuellem Missbrauch steht

DJI-Studie zeigt, wie es an deutschen Schulen um den Schutz vor sexuellem Missbrauch steht; Foto: Fotolia

22. Februar 2018 -

Vor acht Jahren erschütterten bekannt gewordene Missbrauchsskandale in der Odenwaldschule und am Berliner Canisius-Kolleg die Öffentlichkeit. 2010 haben die Kultusminister daraufhin klare Empfehlungen zur Vorbeugung und Aufarbeitung von Missbrauchsfällen an Schulen ausgegeben und entsprechende Schutzkonzepte eingefordert. Was ist seitdem geschehen, um solche Vergehen zu verhindern?

Nur 13 Prozent von 1.500 befragten Schulen haben bisher ein umfassendes Schutzkonzept entwickelt. Weitere drei Prozent kündigten an, sich im laufenden Schuljahr damit befassen zu wollen. Etwa 90 Prozent der Schulen haben bislang keine Risikoanalyse vorgenommen. Und nur etwas mehr als ein Viertel der Schulen arbeitet mit Fachleuten für Präventionsarbeit zusammen. Zu diesen Ergebnissen kommt eine aktuelle Studie des Deutschen Jugendinstituts, die vom Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs in Auftrag gegeben wurde.

Wo bleibt der Aufschrei für die, die Schutz am nötigsten hätten? Dies fragt DIE ZEIT in ihrer aktuellen Ausgabe (9/2018) mit Blick auf diese neuen Erkenntnisse des Deutschen Jugendinstituts, die als „Datenreport des Monitorings zum Stand der Prävention sexualisierter Gewalt an Kindern und Jugendlichen in Deutschland (2015-2018) zu den Handlungsfeldern Schulen und Internate“ veröffentlicht werden.

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