Mutters Partner, Mitbewohner, Vaterersatz?

Die schwierige Rolle von Patchwork-Vätern war Thema einer Diskussion in Augsburg

11. Juli 2017 -

Nach jüngsten Angaben des Statistischen Bundesamtes wird in Deutschland jede dritte Ehe geschieden. Im Durchschnitt hält eine Ehe rund 15 Jahre. Und was kommt danach? Häufig ist es eine Patchwork-Konstellation: Zwei Partner ziehen mit ihren jeweiligen Kindern zusammen und bilden eine neue Familie. Oder ein Kinderloser zieht zu seiner neuen Liebe und ihrem Anhang. Patchwork-Konstellationen gehören heute zum Alltag und bringen gleichzeitig große Herausforderungen mit sich. Vieles muss neu verhandelt werden, es braucht Zeit und Kraft, sich in den neuen Konstellationen zurechtzufinden.

Wie gehen Männer mit ihrer neuen Rolle um? Darüber hat das Notizbuch von Bayern2 im Rahmen der Vätertage in Augsburg mit Experten diskutiert. Im Gespräch mit Jutta Prediger waren Dr. Andreas Eickhorst, Väterforscher am Deutschen Jugendinstitut und selbst Patchwork-Vater, Matthias Reinsch, Vater von vier leiblichen und zwei „hinzugekommenen“ Kindern, sowie Ansgar Röhrbein, systemischer Therapeut, der seit 25 Jahren mit Vätern und Paaren arbeitet.

Die Diskussion als Podcast zum Nachhören

V.l.n.r.: Dr. Andreas Eickhors (DJI), Ansgar Röhrbein, Jutta Prediger (BR), Matthias Reinsch; Foto: BR