Lebensphase zwischen Jugend und Erwachsensein erforschen

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus fünf Ländern diskutieren in einem Workshop am DJI Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Übergangsprozessen im Jugend- und jungen Erwachsenenalter

11. März 2019 -

Für jeden Menschen ist der Übergang vom Jugend- in das Erwachsenenalter eine anspruchsvolle Entwicklungsaufgabe. Die Menschen zwischen 18 und 25 Jahren bewegen sich in dieser Zeit im Spannungsfeld zwischen vielfältigen Möglichkeiten und Herausforderungen im Bildungssystem, in der beruflichen Ausbildung und im persönlichen Leben. Wie gut Jugendliche diese bedeutsame und kritische Zeit bewältigen, hängt von vielen Faktoren ab. Im „Forschungsschwerpunkt Übergänge im Jugendalter“ am Deutschen Jugendinstitut (DJI) untersuchen Expertinnen und Experten diese komplexen Prozesse und erarbeiten wissenschaftliche Grundlagen für Empfehlungen an die Jugendpolitik, die Sozial- und Arbeitsmarktpolitik, die Bildungsinstitutionen sowie die Jugendhilfe.

Seit dem Jahr 2014 findet zu diesem Forschungsfeld ein regelmäßiger internationaler Austausch statt. Vom 1. bis 4. März 2019 trafen sich die Kooperationspartner am DJI in München zum Workshop „Young people’s transitions to adulthood”. Die Teilnehmenden diskutierten Befunde zu neueren Entwicklungen im Jugendalter in Japan, Großbritannien, Norwegen, Schweiz und Deutschland. An dem Treffen nahmen neben Birgit Reißig, Leiterin des „Forschungsschwerpunkts Übergänge im Jugendalter“, teil: Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Tokyo Metropolitain University, der Hosei University, der Osaka University, der Joetsu University of Eduacation, der University of Bergen, der Queen’s University of Belfast, der Universität Hannover und der Fachhochschule Nordwestschweiz.

Sie besprachen beispielsweise, wie sich die Einflüsse von sozialstaatlichen Leistungen in den jeweiligen Ländern auswirken. Auch das Thema Bildung stand im Fokus des Workshops. „Trotz der Unterschiede in den Bildungs- und Übergangssystemen gibt es länderübergreifend einen Trend zur Höherqualifizierung, das bedeutet, dass mehr junge Menschen Universitäts- und Hochschulabschlüsse anstreben“, bilanziert Birgit Reißig. Diese Tendenz zu höherer Bildung beschreibt für Deutschland der aktuelle Bericht „Bildung in Deutschland 2018“.

Um künftig vergleichende Analysen vornehmen zu können, verständigten sich die Kooperationspartner auch darüber, welche Datengrundlagen den Kooperationspartnern jeweils vorliegen. Für Deutschland steht den Forschenden hierzu der umfassende DJI-Survey „Aufwachsen in Deutschland: Alltagswelten“ (AID:A) zur Verfügung.

Forschungsschwerpunkt Übergänge im Jugendalter

Bildungsbericht 2018

DJI-Survey „Aufwachsen in Deutschland: Alltagswelten“ (AID:A)

 

Kontakt

Prof. Dr. Birgit Reißig
Leiterin des „Forschungsschwerpunkts Übergänge im Jugendalter“ und der Außenstelle des DJI in Halle
Tel.: 0345 68178-33
reissig@dji.de

Marion Horn
Abteilung Medien und Kommunikation
Tel.: 089/62306-311
horn@dji.de

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