Jugendlicher Extremismus

DJI-Wissenschaftlerin Michaela Glaser mahnt dazu, in der Präventionsarbeit mit Jugendlichen auf vorschnelle Radikalisierungsvermutungen zu verzichten.

27. August 2018 -

Kinder haben einen Anspruch auf besonderen rechtlichen Schutz und sind vor dem Gesetz stets als Kinder zu behandeln. Das gilt auch, wenn sie in Gewalt- und Terrorhandlungen verstrickt sind oder dessen verdächtigt werden. So lautet die Kernbotschaft der Schlussdeklaration von Paris, die die Ergebnisse des Weltkongresses "Justice for Children" zusammenfasst. Auf Einladung
von sechs internationalen Organisationen diskutierten über 900 Mitglieder aus 95 Nationen, wie die Rechte von Kindern und Jugendlichen weltweit in den verschiedenen Justizsystemen besser verankert werden könnten. Michaela Glaser stellte Ergebnisse der Arbeits- und Forschungsstelle Rechtsextremismus und Radikalisierungsprävention am Deutschen Jugendinstitut vor. Gemeinsam mit Susanne Johansson vom Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik, dem Leiter der Beratungsstelle "Legato" André Taubert und dem Mitbegründer des Vereins "Ufuq" Götz Nordbruch, sprach sich Michaela Glaser dafür aus, insbesondere in der Präventionsarbeit mit muslimischen Jugendlichen sehr zurückhaltend mit Radikalisierungsvermutungen zu sein. Denn auch erlebte Diskriminierung auf Grund von Religion könne die Bereitschaft fördern, sich für extreme Islamauslegungen zu entscheiden.


Kontakt
Michaela Glaser
Arbeits- und Forschungsstelle Rechtsextremismus und Radikalisierungsprävention
0345/6817820
glaser@dji.de

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