Gewalttaten Jugendlicher und Alkoholkonsum

Workshop der Arbeitsstelle Kinder- und Jugendkriminalitätsprävention am DJI

V.l.n.r.: Karin Enzenhöfer, Steffen Siegel, Daniela Kundt, Sebastian Engelhardt, Achim Wallner, Bernd Holthusen, Michael Kragler, Thomas A. Fischer, Lena Weihmayer, Carina Seidl; Foto: Susanne John/DJI

27. November 2017 -

Welche Bedeutung hat Alkohol für Gewaltdelinquenz im Jugendalter und was sind Erfolg versprechende Präventionsansätze an der Schnittstelle von Jugendhilfe und Suchthilfe? Dies waren in den letzten zwei Jahren die zentralen Forschungsfragen des Projekts „Gewaltdelinquenz und Alkohol im Jugendalter – Herausforderungen für die Jugendhilfe“, angedockt an die Arbeitsstelle Kinder- und Jugendkriminalitätsprävention.

Im Rahmen eines Validierungsworkshops mit Expertinnen und Experten der Kinder- und Jugendhilfe sowie der Suchthilfe wurden die empirischen Ergebnisse am 20. November 2017 im DJI diskutiert und mit der Fachpraxis rückgekoppelt.

Die Projektergebnisse bestätigten u.a. einen zentralen Befund: Die institutionelle Praxis reagiert auf alkoholbedingte Jugendgewalt häufig, indem sie den Fokus auf nur einen Aspekt legt und entweder das Thema Gewalt bearbeitet oder nur das Thema Alkohol. Daher wurde in dem Workshop gefordert, dass sowohl die Angebotsstruktur als auch das Passungsverhältnis von Angeboten und Bedarfen der Jugendlichen verbessert werden – zum Beispiel durch die Weiterentwicklung der Institutionen übergreifenden Kooperation zwischen Jugendhilfe und Suchthilfe.

Die Diskussionsergebnisse fließen ein in den abschließenden Forschungsbericht, der im ersten Halbjahr 2018 erscheinen wird.