Erzieher/innen dringend gesucht

WiFF-Leiterin Anke König plädiert für Reform der Ausbildung

Prof. Dr. Anke König, Leiterin der am DJI angesiedelten Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WiFF) plädiert im Spiegel für eine Reform der Erzieher/innenausbildung; Foto: Sabine Münch

23. November 2017 -

Warum nur dauert die Erzieher/innen-Ausbildung so lange und ist so schlecht bezahlt? Das fragt DER SPIEGEL in seiner Ausgabe vom 17. November 2017. Eine Antwort gibt die Leiterin der am DJI angesiedelten Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WiFF), Prof. Dr. Anke König. Die Erzieherausbildung sei ein Überbleibsel der klassischen Frauenbildung, die nicht als Vorbereitung auf ein Berufsleben vorgesehen war, sondern nur als Beschäftigung gedacht – bis zur Heirat. Sie würde die Ausbildung reformieren und die schulische Ausbildung mit der Praxis verweben sowie mehr Möglichkeiten zur Spezialisierung zu schaffen, etwa in Richtung Sprachförderung, Inklusion, Leitung und Fachberatung: „Das würde den Beruf insgesamt aufwerten, inhaltlich und auch finanziell“, so König. Denn obwohl die Erzieher/innen-Ausbildung formal einer Meister- oder Technikerschule gleichgestellt ist, werden die Absolventinnen und Absolventen nicht entsprechend bezahlt.

DER SPIEGEL bezieht sich in dem Beitrag u.a. auf eine Studie des Forschungsverbundes DJI/TU Dortmund, die prognostiziert, dass bis zum Jahr 2025 mehr als 300 000 pädagogische Fachkräfte fehlen werden.