Ehe für alle

Adoption durch Paare in eingetragenen Lebenspartnerschaften

Zeitgleiche gemeinschaftliche Adoption eines Kindes durch ein gleichgeschlechtliches Paar in eingetragener Lebenspartnerschaft ist heute noch nicht möglich; Foto: Fotolia

28. Juni 2017 -

Internationale und nationale Studien stützen eine ungleiche Behandlung von heterosexuellen und homosexuellen Paaren nicht und kommen übereinstimmend zum Schluss: Kinder, die bei gleichgeschlechtlichen Paaren aufwachsen, entwickeln sich ebenso gut wie Kinder gemischtgeschlechtlicher Paare, und gleichgeschlechtliche Eltern unterscheiden sich in ihrem Elternverhalten nicht bedeutsam von gemischtgeschlechtlichen Eltern.

Darauf hat die Leiterin des Expertise- und Forschungszentrums Adoption (EFZA) am DJI, Dr. Ina Bovenschen in den ARD-Tagesthemen vom 28. Juni im Zusammenhang mit der Diskussion um die „Ehe für alle“ hingewiesen.

Nach der aktuellen Rechtslage ist in Deutschland die zeitgleiche gemeinschaftliche Adoption eines Kindes durch ein gleichgeschlechtliches Paar in eingetragener Lebenspartnerschaft – im Gegensatz zu einigen anderen europäischen und außereuropäischen Ländern – nicht möglich. Derzeit können in Deutschland Personen in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft leibliche und auch adoptierte Kinder ihrer Partnerinnen oder Partner lediglich in Form einer Stiefkindadoption oder Sukzessivadoption (Zweitadoption) adoptieren.

Weitere Informationen und Publikationen zum Thema Adoption finden Sie unter:

www.dji.de/efza