OECD-Studie „Dare to Share“

Echte Partnerschaftlichkeit – Dilemma und Dauerthema für Familien und Politik

20. Februar 2017 -

Eine gezielte Weiterentwicklung bestehender Instrumente sowie Anpassungen im Steuer- und Transfersystem könnten dazu beitragen, dass es mehr Müttern und Vätern gelingt, umfänglich erwerbstätig zu sein und Zeit für Kinder und Partnerschaft zu haben. Zu diesem Schluss kommt die OECD-Studie „Dare to Share“ zur Partnerschaftlichkeit in Familie und Beruf in Deutschland, die am Montag veröffentlicht wurde. Die Studie wird am Mittwoch im Rahmen eines Zukunftsgesprächs des Familienministeriums in Berlin diskutiert. Mit dabei ist die stellvertretende DJI-Direktorin Prof. Dr. Sabine Walper.

Die OECD-Studie offenbart ähnlich wie der DJI-Väterreport eine klare Diskrepanz zwischen Wunsch und Wirklichkeit beim Thema Vereinbarkeit Familie und Beruf. In der Regel sind es die Mütter, die nach der Geburt eines Kindes beruflich kürzer treten, obwohl sich auch viele Väter stärker in der Familie engagieren möchten. Die Leiterin der DJI-Abteilung Familie und Familienpolitik, Dr. Karin Jurczyk, moniert in diesem Zusammenhang gegenüber SWR2 die Anreize, durch die der Wohlfahrtsstaat dieses klassische Ungleichgewicht zusätzlich befördert. Dazu gehörten die beitragsfreie Mitversicherung von Familienangehörigen in der Krankenkasse und das steuerliche Ehegatten-Splitting. So bedienten auch gut ausgebildete Paare ab Familiengründung oft wieder traditionelle Elternmuster.

Zur OECD-Studie Dare to Share

Zur SWR2-Sendung „Die neuen Väter – eine Illusion”

Weitere Informationen finden Sie auf der DJI-Themenseite VÄTER unter:

www.dji.de/thema/vaeter