DJI-Experte Kalicki fordert stärkeres Engagement des Bundes bei den Kitas

Vereinbarungen des Koalitionsvertrages seien ein erster Schritt, so Kalicki im SWR

Prof. Dr. Bernhard Kalicki, Leiter der Abt. Kinder und Kinderbetreuung am DJI; Foto: David Ausserhofer

08. März 2018 -

Der Kita-Ausbau geht voran, krankt aber mittlerweile daran, dass es zu wenig qualifizierte Fachkräfte gibt. Das liege u.a. daran, dass die Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern sehr lang dauere und das Arbeitsfeld nicht attraktiv genug sei. Mehr Wertschätzung, bessere Karrierechancen und eine höhere Vergütung täten dringend not, um den Beruf, der nach wie vor ein klassischer Frauenberuf ist, aufzuwerten und attraktiver zu machen. Nach Ansicht von Prof. Dr. Bernhard Kalicki ist die frühe Bildung eine gesellschaftliche Aufgabe. Deswegen sei der Bund in der Pflicht, sich stärker als bisher an den Ausgaben für Krippen und Kindergärten zu beteiligen und dies nicht den Ländern und Kommunen zu überlassen, fordert Kalicki im Gespräch mit dem SWR. Der Psychologe und Bildungsexperte leitet am Deutschen Jugendinstitut die Abteilung Kinder und Kinderbetreuung und berät die AG Frühe Bildung, die im Jahr 2017 ein Eckpunktepapier zur Weiterentwicklung und nachhaltigen finanziellen Sicherung der frühen Bildung erarbeitete. Dieses ist Grundlage für die Vorbereitung eines neuen Bundesgesetzes, das – so hofft Kalicki – bald durch die neue Bundesregierung verabschiedet wird.

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