Die Familienforscherin Dr. Angelika Tölke verabschiedet sich in den Ruhestand

29. April 2016 -

Nach fast 30 Jahren am Deutschen Jugendinstitut geht Angelika Tölke in Rente. Sie studierte in den 1970er Jahren Soziologie an der Universität Frankfurt. Anschließend arbeitete sie an der Universität Mannheim als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt „Lebensverläufe und Wohlfahrtsentwicklung“, bevor sie nach Berlin an das Max-Planck-Institut für Bildungsforschung wechselte. Nach der Erlangung der Doktorwürde mit einer Arbeit überLebensverläufe von Frauen“ kam die Soziologin 1987 an das Deutsche Jugendinstitut. Von 2000 bis 2003 ließ sie sich beurlauben, um am Max-Planck-Institut für demografische Forschung in Rostock zu arbeiten. Angelika Tölke untersuchte insbesondere das Zusammenwirken von Erwerbspartizipation, Berufskarriere und privater Lebensform – zunächst für Frauen, später verstärkt in männlichen Biografien. Mit ihrer Längsschnittperspektive auf die Entwicklung im Leben von Frauen sowie mit dem Blick auf die Rolle der Väter in der Familie gehörte sie zu den Vorreiterinnen für diese Themen. Im Rahmen des DJI-Surveys AID:A untersuchte sie die Erwerbsarrangements von Eltern und deren Auswirkungen auf das Wohlbefinden. Angelika Tölke hat ihre wissenschaftlichen Arbeiten und die Familienstudien des DJI auch auf internationalen Kongressen vertreten. Als Mitglied des Sprechergremiums der Familiensoziologie (DGS), dem sie mehrere Amtsperioden angehörte, brachte sie nicht nur Studien des DJIs in die Forschungslandschaft ein, sondern hat auch Themen in das Institut rückvermittelt. Im DJI hat sie sich aktiv in die Gremienarbeit eingebracht, z.B. für mehrere Jahre als Mitarbeitervertreterin im DJI-Kuratorium.