Das Thema Partizipation in kommunalen Planungsprozessen der Jugendhilfe

10. Mai 2016 -

Fast drei Viertel der Jugendämter in Nordrhein-Westfalen (NRW) realisieren Elemente einer Planungspraxis, die auf den Dialog mit jungen Menschen ausgerichtet ist. Dies ist ein Ergebnis der Bestandsaufnahme zur Jugendberichterstattung und Jugendhilfeplanung der Jugendämter in NRW, die Reinhard Liebig, Professor an der Hochschule Düsseldorf, erstellt hat. Ausgangsfrage war, inwieweit Partizipation gelebte Praxis oder nur normatives Postulat der Jugendhilfeplanung ist. Mit dem Bericht liegt ein für empirische Vorhaben geeignetes Konzept vor, mit dem die Projekte und Maßnahmen der Jugendämter zur Berücksichtigung von Interessen und Lebenslagen junger Menschen in systematischer Weise erfassbar sind. Anhand von Dokumentenanalysen der NRW-Kommunen Essen, Hagen, Rheine und Witten sowie Böblingen, Dresden, Jena und Trier, die als besonders stimmig bzw. innovativ bewertet wurden, skizziert die Expertise kommunale Konzepte, die Vorbildcharakter haben könnten. Die Expertise entstand im Rahmen des Forschungsschwerpunkts „Lebenslagen Jugendlicher und junger Erwachsener als Ausgangspunkt lokaler Jugendberichterstattung und kommunaler Jugendhilfeplanung“ im Forschungsverbund Deutsches Jugendinstitut/Technische Universität Dortmund.

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