Armutsrisiko: alleine erziehen

In jeder fünften Familie wachsen Kinder mit nur einem Elternteil auf. Viele Alleinerziehende arbeiten im Niedriglohnsektor, erläutert DJI-Wissenschaftler Franz Neuberger

06. August 2018 -

In Deutschland gibt es immer mehr Alleinerziehende. Nach aktuellen Daten des Statistischen Bundesamts stieg deren Anzahl innerhalb von 20 Jahren um 200.000 auf 1,5 Millionen. Inzwischen wachsen in jeder fünften Familie Kinder mit nur einem Elternteil auf. Die meisten dieser Familien leben in Ostdeutschland oder in einer Großstadt. Wieso gerade Alleinerziehende besonders armutsgefährdet sind, erklärt DJI-Wissenschaftler Franz Neuberger. Die Armut der Alleinerziehenden ist maßgeblich auf die steigende Frauenerwerbstätigkeit zurückzuführen. „Alleinerziehende konkurrieren zunehmend mit Doppelerzieherpaaren – und sind der Konkurrenz einfach nicht gewachsen“, sagt er. Hinzu komme, dass 90 bis 95 Prozent der Alleinerziehenden Frauen seien und diese deutlich häufiger als Männer im Niedriglohnsektor beschäftigt seien, etwa in Service- oder Pflegeberufen.


Kontakt

Dr. Franz Neuberger, Abteilung Kinder und Kinderbetreung
089/62306-356
fneuberger@dji.de

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