Adoptionswesen braucht eine Modernisierung

DJI-Publikationen des Expertise- und Forschungszentrums Adoption sind die Basis für Kernpunktepapier des Bundesfamilienministeriums

24. Oktober 2017 -

Mit den vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) geförderten Studien des Expertise- und Forschungszentrums Adoption (EFZA) liegen aktuell die größten Untersuchungen zum Adoptionswesen und zur Adoptionspraxis in Deutschland vor. Die Befunde liefern Informationen zu Basisdaten und Struktur der Adoptionsvermittlung sowie zur Situation von Adoptivfamilien und abgebenden Eltern. Vertiefend wurden Befunde zur Eignungsprüfung, Vorbereitung und Nachbetreuung sowie zur Offenheit von Adoptionen, zur Ersetzung der elterlichen Einwilligung in eine Adoption, zur Situation von Stief-und Pflegekindern sowie zu Adoptionen von Kindern durch gleichgeschlechtliche Paare und unbegleiteten Adoptionen aus dem Ausland ausgewertet.

Auf deren Grundlage hat das BMFSFJ nun Vorschläge für eine Reform des Adoptionswesens vorgelegt.

Ina Bovenschen/Paul Bränzel/Christian Erzberger/Sabine Heene/Fabienne Hornfeck/Selina Kappler/Heinz Kindler/Maria Ruhfaß (2017): Studienbefunde Kompakt. Ergebnisse der empirischen Befragung des Expertise- und Forschungszentrums Adoption. München
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Ina Bovenschen/Paul Bränzel/Sabine Heene/Fabienne Hornfeck/Selina Kappler/Heinz Kindler/Maria Ruhfaß (2017): Empfehlungen des Expertise- und Forschungszentrums Adoption zur Weiterentwicklung des deutschen Adoptionswesens und zu Reformen des deutschen Adoptionsrechts. München
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Am 19. Oktober hat das EFZA seine Befunde im Rahmen eines internationalen Workshops mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Deutschland, Italien, Kanada, den Niederlanden, der Schweiz und den USA  diskutiert.

v.l.n.r.: Prof. Dr. Sabine Walper (DJI), Jana Voigt (BMFSFJ), Prof. Harold Grotevant, Ph.D. (University of Massachusetts Amherst, USA), Fabienne Hornfeck (DJI), Prof. Geneviève Pagé, Ph.D. (Université du Québec en Outaouais, Kanada), Dr. Ina Bovenschen (DJI), Prof. Dr. Katja Nowacki (Fachhochschule Dortmund), Selina Kappler (DJI), Prof. Dr. Gottfried Spangler (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg), Prof. Dr. Rosa Rosnati (Università Cattolica del Sacro Cuore, Mailand, Italien), Prof. Dr. Thomas Gabriel (Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Schweiz), Prof. Dr. Stefanie Sauer (Evangelische Hochschule Berlin), Gera ter Meulen (KennisBureau ter Meulen, Niederlande), Sabine Heene (DJI); Foto: Nadine Roithmaier/DJI

Weitere Informationen unter www.dji.de/efza