Mit dem bewährten und bereits vom DJI evaluierten Konzept des präventiven Spiel- und Förderprogramms Opstapje wurden sehr positive Erfahrungen im (groß-)städtischen Raum gemacht. Der niedersächsische Landesverband des Deutschen Roten Kreuzes hat  gemeinsam mit den Programmexpertinnen des DJI eine Anpassung dieses Konzepts für den ländlichen bzw. strukturschwachen Raum vorgenommen. Auf diese Weise sollten auch in diesen sozialräumlichen Kontexten bildungsferne, benachteiligte Familien mit und ohne Migrationshintergrund präventiv unterstützt und die Entwicklung ihrer Kinder gefördert werden. Das weiter entwickelte Konzept wurde mit Begleitung und Beratung durch die ExpertInnen in der Praxis eingesetzt und erprobt. 

Die Ergebnisse dieses gemeinsamen Prozesses sind dokumentiert und als Handreichung "Niedrigschwellige Familienbildung und frühkindliche Förderung im ländlichen und strukturschwachen Raum" für die Praxis der aufsuchenden Familienbildung im ländlichen Raum veröffentlicht.

 

 


Ausgangssituation

Das präventive Spiel- und Förderprogramm Opstapje - Schritt für Schritt wurde im Jahr 2001 aus den Niederlanden übernommen. Im Rahmen eines Modellprojekts wurde es zunächst an den Standorten Nürnberg und Bremen durchgeführt, evaluiert und angepasst, in der Folge in weiteren Städten in Deutschland erfolgreich eingesetzt. Der steigende Bekanntheitsgrad führte zu einer Nachfrage bei Trägern der Jugendhilfe aus dem ländlichen und strukturschwachen Raumj. Das ursprüngliche Programm war jedoch auf abgegrenzte Sozialräume mit städtischer Infrastruktur zugeschnitten. Die Übertragung auf den ländlichen Raum erforderte konzeptionelle Anpassungen, z.B. im Zugang zu den Familien, in der Oragnisation der Hausbesuche und Gruppentreffen sowie im Personalschlüssel. 


Zielsetzung

In einem erste