Chatrooms für Kinder – Recherche und Analyse der Angebote

   
   
Christoph Gieger 

 2000

 
Inhalt

Chatangebote im Internet: Fragestellung

Chat: Begriff, Funktionsweise, Typen 

Kommunikationskultur: Nickname, Emoticons, Akronyme, Netiquette

Verfahren bei der Chatrecherche

Deutschsprachige Chats für Kinder und Jugendliche

Ausgewählte Chaträume im Überblick

Die Motive der Anbieter

Chatnutzung durch Kinder und Jugendliche

Chats – ein sinnvolles Angebot für Kinder?

Sicherheitsrisiken und wie man sie vermeidet

Literatur
   

Chatangebote im Internet: Fragestellung

   
   
Die wenigen Untersuchungen zur Nutzung des Internet durch Kinder weisen darauf hin, daß das Chatten verglichen mit dem Surfen, E-Mailen und Spielen online eine eher untergeordnete Rolle spielt. Die Attraktivität des Chatten ist – folgt man den Studien – nicht nur alters-, sondern auch geschlechtsabhängig. Ältere Kinder, etwa ab 12 Jahre, und Mädchen präferieren häufiger die kommunikativen Dienste im Netz (vgl. zusammenfassend: Feil 2000). Es kann jedoch vermutet werden, daß mit dem Bekanntheitsgrad des Internet, dem allgemeinen Anstieg der Nutzerquote und der allgemein zunehmenden Interneterfahrung auch das Interesse der Kinder am Chatten steigen wird. Obwohl der Chat bislang kein relevanter Nutzungsschwerpunkt im kindlichen Umgang mit dem Internet ist, rüsten die Anbieter von Websites für Kinder ihren Internetauftritt mit Kommunikationsmöglichkeiten auf, um zumindest formal den Minimalansprüchen an "Interaktivität" zu genügen. Allerdings wird oft der Aufwand unterschätzt, einen Chat für Kinder am Funktionieren zu halten. Chatangebote für Kinder erfordern nicht zuletzt einen medienpädagogisch geschulten Operator bzw. Moderator, der gegebenenfalls die Kommunikation zwischen den Kindern unterstützt und Kinder vor verbalen Angriffen anderer und vor eigenem leichtsinnigen Verhalten hinsichtlich des Daten- und Persönlichkeitsschutzes im Netz bewahrt.

Welche Chats werden im Internet für Kinder und Jugendliche angeboten und von ihnen angenommen? Welche Themen spielen in der Kommunikation zwischen Kindern eine Rolle? Welche Chats sind eine geeignete Plattform für die Kommunikation zwischen Kindern und unter medienpädagogischen Gesichtspunkten empfehlenswert? Diese Fragen wurden im Zusammenhang mit der Recherche von Chatangeboten im Rahmen des Projekts "Internet – außerschulische Lernangebote für Kinder und Jugendliche bis zum 14. Lebensjahr" gestellt. Die Recherche wurde in den Zeiträumen März / April 1999 und Juli / August / September 1999 durchgeführt.
 

 

   
   
Chat: Begriff, Funktionsweise und Typen
   
   
Begriff: Das englische Verb "to chat" steht für "plaudern", "schwatzen". Ein Chat kann am besten als "Konferenz am Bildschirm" beschrieben werden. Die Kommunikation läuft annähernd in Echtzeit ab. Der Text wird über die Tastatur eingegeben und erscheint nach Bestätigung mit der Enter-Taste auf den Bildschirmen der Chatpartner. Die Chatter treffen sich in virtuellen Räumen, den sogenannten Chatrooms oder Channels. Je nach Typus sind die Chatrooms entweder textbasiert oder verfügen über eine graphische Oberfläche, z.B. ein Wohnzimmer, ein Straßenzug oder eine Landschaft.
   
Funktionsweise: Im Chat sind die Kommunikationsmöglichkeiten nach folgenden Grundprinzipien vorstrukturiert: Ein Chat gliedert sich in der Regel in mehrere themenspezifische Räume zwischen denen der Chatter wechseln kann. Feste Themenvorgaben sind allerdings selten, der Reiz des Zugriffs auf unterschiedliche Chaträume besteht darin, dort jeweils neue Chatter anzutreffen. Die Attraktivität eines Chat hängt auch mit den vorhandenen Chatfunktionen zusammen, wobei Standardfunktionen wie das Ändern der Textfarbe oder das Flüstern (private, für die anderen Teilnehmer nicht sichtbare Unterhaltung zwischen zwei Chattern) von den Sonderfunktionen (Einsatz von Tonsignalen, Erstellen einer digitalen Visitenkarte u.a.) zu unterscheiden sind. Jeder Chat sollte über einen Operator verfügen. Seine Aufgabe ist es, die Kommunikation im Chat zu kontrollieren und bei Verstößen gegen die "Netiquette" einzugreifen. Über Sonderrechte bzw. Sonderbefehle ("ban" / "kick") kann er Teilnehmer aus dem Chat ausschließen. Während der Operator i.d.R. die Kommunikation nur überwacht, greift ein Moderator auch inhaltlich ein: Er gibt Themen vor oder greift ein laufendes Thema auf, versucht alle Teilnehmer mit in die Unterhaltung einzubeziehen und erhält den Diskussionsfluß. Gerade aus diesen Gründen sind für Kinder und Jugendliche v.a. Chatangebote zu empfehlen, die von einem Moderator begleitet werden.
   
Chat-Typen: Unterschieden werden können Internet Relay Chat (IRC), Webpage-Chat und Visual Virtual World Chat.
     
Der IRC ist der am häufigsten verwendete Chattyp. Er ist textbasiert und aufgrund fehlender multimedialer Elemente (Ton, Bild) sehr schnell. Für die Teilnahme benötigt man ein spezielles IRC-Programm, z.B. mIRC für Windows. Diese Software verfügt über eine Fülle an Funktionen, wie z.B. Suche nach Chatkanälen, Protokollierung der Kommunikation, Versenden von Dateien. Kinder unter 14 Jahren sind nur vereinzelt in den IRC-Chats anzutreffen. Dies liegt einerseits an deren thematischen Orientierung und andererseits an den notwendigen Fertigkeiten sowohl bezüglich des Umgangs mit den englischsprachigen Optionen des Programms als auch in Hinsicht auf das Lesen und Schreiben.   Session Start: Mon Apr 12 17:32:00 1999
[17:32] *** Now talking in #flirt.de
[17:32] *** Topic is 'geschmissen? nennt man das heutzutage so?
*rumwobwobwob* :) '
[17:32] *** St3rNchEn sets mode: +l 328
[17:32] *** Darkman_ has quit IRC (Leaving )
[17:32] *** NakedMan has joined #flirt.de
[17:32] *** lenni has joined #flirt.de
[17:32] <gauloises> nessie : hihihi
[17:32] <|CooLiX|> franzose bienvennu à la chaine #flirt.de .)
t'es la première fois ici ?
[17:32] *** elch_ has quit IRC (Connection reset by peer )
[17:32] *** CraCKaeL is now known as A
[17:32] <NakedMan> Welche Frau will meine Nackfotos haben???
[17:32] *** Boxershor has quit IRC (Leaving )
[17:32] *** Roxy has joined #flirt.de
[17:32] *** chico has quit IRC (Ping timeout )
[17:32] <dominique> und was heißt das auf deutsch coolix???
     
     
     
Der Webpage-Chat ist in der Regel Teil einer Homepage im World Wide Web. Zur Teilnahme wird lediglich ein Java-fähiger Browser benötigt, d.h. es ist keine spezielle Software erforderlich. Dies schränkt allerdings die Funktionen des Chats ein (z.B. ist kein Austausch von Dateien möglich). Das Laden und Aktualisieren dauert mitunter recht lange, da diese Chats auf Java-Applets basieren. Das sind Programme, die innerhalb des Browsers am heimischen Computer ausgeführt werden.  
     
     
     
Der Visual Virtual World Chat zeichnet sich durch eine graphische Chat-Umgebung aus, die teilweise von den Teilnehmern mitgestaltet werden kann. Er enthält vielfältige Funktionen. Die notwendige Software (z.B. The Palace) kann aus dem Internet heruntergeladen werden. Jeder Chatter erscheint auf dem Bildschirm als gestaltbare Figur ("Avatar"), die über die Maus bzw. Tastatur gesteuert wird. Die Gespräche werden in Sprechblasen, Stimmungen über Sound-Files übermittelt.  
   

   
   
Kommunikationskultur: Nickname, Emoticons, Akronyme, Netiquette
   
   
Im Internet haben sich eigenständige Formen und Regeln der Kommunikation herausgebildet. Diese können zwar zwischen den verschiedenen Kommunikationsdiensten (Chat, E-Mail, Newsgroup) und dort wiederum unter den verschiedenen Anwendern differieren, dennoch sind gemeinsame Elemente auszumachen, die das Grundgerüst der Internet-Kommunikation bilden.
   
Nicknames: In fast jedem Chat benötigen die Teilnehmer eine bestimmte Kennung, einen Spitznamen ("Nickname"; Kurzform: "Nick"). Über diesen selbstgewählten Namen bleibt der Nutzer anonym; der Nick kann in IRC-Chats mit einem einzigen Befehl gewechselt werden. Die Stammnutzer eines Chats behalten ihren Namen jedoch längerfristig bei, um die Wiedererkennung durch andere zu gewährleisten. In jedem Chat kann ein Nick nur von einem User belegt werden. Der Wahl des Nick wird von sozialwissenschaftlicher Seite große Bedeutung zugesprochen, da er es dem User ermöglicht, eine andere Identität anzunehmen (z.B. ein anderes Geschlecht, Alter). Das Spiel mit Identitäten, mit Rollenerwartungen und Rollenvorstellungen anderer wird im Kontext der Internetnutzung zunehmend ein relevanter Forschungsgegenstand (vgl. Husmann 1998, Orthmann 2000). Sehr oft verwenden die Chatter als persönlichen Nick eine Modifikation ihres wirklichen Namens, kombiniert mit Altershinweisen. Ein Nick darf aus höchstens neun Zeichen (Buchstaben und Zahlen) bestehen.
   
Emoticons: Mit diesem Kunstwort aus "Emotion" und "Icons" werden bestimmte Zeichenfolgen aus dem ASCII-Zeichensatz benannt, die der visuellen Untermalung des Geschriebenen dienen. Die meisten Emoticons sind bei einer Drehung um 90 Grad nach rechts, gut zu erkennen. Da beim Chatten nonverbale Signale gänzlich fehlen und somit Gefühle und Stimmungsschwankungen des Gegenübers nicht wahrgenommen werden können, benutzen Chatter die Emoticons (auch: "Smileys"), um Gefühlszustände oder Gegenstände zu visualisieren. Einige Beispiele:
   
   

Emoticons

 

:-) Lachen vorangegangener Text ist spaßhaft zu verstehen
:-)) Glücklich-Sein bin sehr glücklich
;-) Zwinkern  Text ist ironisch gemeint
:-( Ärgern  bin sauer / verärgert
:-|| Wut  bin wütend
@-->-->-->-   Rose
Y   Glas Sekt
%-( mir ist schlecht

   
   

Akronyme: Diese Abkürzungen und Wortkürzel stehen meist für "Alltagsfloskeln", die dem Englischen entnommen sind. Zunehmend werden im Chat auch deutschsprachige Abkürzungen verwendet. Gesprächsbegleitende Anmerkungen werden beim Chatten häufig in Asterisken *...* gesetzt. Einige Beispiele:
   

Englische Akronyme Deutsche Akronyme
   
btw by the way *g* ich grinse
imo  in my opinion *haha*   ich lache
ic  i see *rotwerd*  ich erröte
thxs  thank you bibabu bis bald Bussi
cul8er  see you later bs bis später

   
   
   
Netiquette bzw. Chatiquette: Mit diesem Begriff, der aus der Kombination der Wörter "Network" bzw. "Chat" und "Etiquette" entstand, werden die Verhaltensregeln im Internet bezeichnet, die von den Usern selbst entwickelt wurden. Die Verletzung der "Netiquette" kann Sanktionen unterschiedlichen Ausmaßes nach sich ziehen. Sanktioniert werden z.B. Belästigung anderer Teilnehmer durch vulgäre oder haßerfüllte Sprache, Dialogstörung durch Überflutung des Channels mit wirren Inhalten, Verbreitung von Grafiken, Bildern oder Texten mit pornographischen, rassistischen oder nationalsozialistischen Inhalten. Die Sanktionen erfolgen v.a. durch die anderen Chatteilnehmer. So werden Mitteilungen von Chattern, die die Netiquette wiederholt verletzen, einfach ignoriert. Eine technische Sanktionsmöglichkeit stellen die schon erwähnten Befehle "kick" oder "ban" dar. Diese werden vom Operator bzw. Moderator ausgeführt und ermöglichen es, einen Chatter zumindest zeitweise von der Diskussion auszuschließen.
   
Weitgehend Einigkeit herrscht unter den Chattern über folgende ungeschriebenen Gesetze:
  • Respektiere den Menschen am anderen Ende der Leitung.
  • Bevor Du an einem Gespräch teilnimmst, verfolge einige Zeit die Diskussion, um die Zusammenhänge des Gesagten zu verstehen.
  • Wenn Du mitreden willst, dann richte Deine Beiträge direkt an einen anderen Chatter, damit Du auch eine Antwort erhältst.
  • Vermeide sehr kurzfristige Aufenthalte in einem Channel (channel-hopping), da dies eine kontinuierliche Kommunikation erschwert.
  • Habe Verständnis dafür, wenn ein anderer seine E-Mail-Adresse nicht an Dich weitergeben will.
 



Verfahren bei der Chatrecherche
   
   
Die IRC-Chatangebote können relativ einfach über die vom angewählten IRC-Server angebotenen Channels recherchiert werden. Mit dem Befehl "/list" können alle auf einem Server befindlichen Chatrooms aufgelistet werden. Anhand der Namen der Channels kann man nun diejenigen Chats auswählen, die einen Bezug zu Kindern und Jugendlichen vermuten lassen (z.B. "#irc4kids"). Außerdem können unter dem Menüpunkt "List channels" alle Kanäle, die Begriffe wie Kinder, Kids, Teens, Teenager, Jugendliche u.ä. enthalten, aufgelistet werden. Hier deutet sich jedoch bereits eines der größten Probleme des Internet an: die weite Verbreitung pornographischer Inhalte. Ausschlußkriterien, wie die Begriffe sex, gay, lesbian, porno, pics u.ä., sollten unbedingt eingegeben werden, um von unliebsamen Inhalten verschont zu bleiben und die relevanten Angebote zu finden. Webpage-Chats für Kinder lassen sich in der Regel auf den großen zielgruppenspezifischen Websites finden, die über die üblichen Suchmaschinen und Verzeichnisse recherchiert werden können. Schwieriger ist es, Erkenntnisse über die Nutzung, die Nutzergruppe und die thematischen Schwerpunkte der Chats zu gewinnen. Die folgenden Ausführungen stützen sich auf Recherchen und Beobachtungen; letztere wurden in aktiver und passiver Teilnehmerrolle in Chats durchgeführt. Insgesamt wurden knapp 50 Chatangebote recherchiert und nach ihrer Eignung für Kinder ausgewertet.
 

   

Deutschsprachige Chats für Kinder und Jugendliche
   
   
Das Spektrum der deutschsprachigen Chatangebote für Kinder und Jugendliche umfaßt Beratung, Information und Unterhaltung. Die einzelnen Chatangebote sind meist nicht eindeutig an einer dieser Kategorien ausgerichtet, da sie unterschiedlichen Bedürfnissen entgegenkommen (Informationssuche und "belanglose" Unterhaltung sind mitunter im gleichen Chat anzutreffen). Im IRCnet konnten lediglich sechs deutschsprachige Channels für Kinder / Teens gefunden werden. Die Kanäle #smof, der "1. deutsche SailorMoon-Online-Fanclub-Chat", und #teenspirit, mit den Themenschwerpunkten Musik, Schulalltag und Freundschaften, haben die höchsten Teilnehmerzahlen zu verzeichnen. Ungleich größer ist das englischsprachige Chatangebot. Channels wie #teen oder #teenirc sind zeitweise gut besucht, in den "Kidschannels" herrscht dagegen gähnende Leere. Jedoch sind Kinder und Jugendliche auch in Chaträumen anzutreffen, die sich an ein allgemeines Publikum wenden, wie z.B. in #flirt.de und #newbies. Überwiegend sind die Chats für Kinder dem Typus Webpage-Chat zuzurechnen. Im Folgenden werden ausgewählte Chats aufgelistet, wobei für Chatrooms die gleichen Einschränkungen gelten wie für das Internet insgesamt: Das Angebot ist in ständiger Bewegung, was heute im Netz steht, kann morgen schon verschwunden sein, die Adressen ändern sich und selbstverständlich kommen ständig neue zielgruppenspezifische Chats hinzu. Zum Zeitpunkt der Recherche, dies kann zusammenfassend festgehalten werden, richteten sich die Chatangebote überwiegend an Jugendliche. Die angegebenen Adressen wurden Anfang 2000 überprüft und ggf. aktualisiert. 
 

   

 Ausgewählte Chaträume im Überblick

   
   
http://www.kindersache.de/
"Schwatzraum" – Chat der Infostelle Kinderpolitik des Deutschen Kinderhilfswerk e.V., Berlin. Information über Kinderrechte, Möglichkeiten der Partizipation, Spiele etc. Chatzeit: jeden Donnerstag, 15.00 bis 16.30 Uhr.
http://www.majo.de/
Der Chat der "Mannheimer Jugend Online" wurde vom Jugendamt Mannheim ins Leben gerufen. V.a. Kindern und Jugendlichen ohne Internetzugang soll eine "medienkritische Annäherung an das Medium Computer und Internet vermittelt werden". Schwerpunkt: Mädchenarbeit. Ein spezieller Kinderchat ist in Planung. (Zur Zeit im Umbau)
http://www.drogenberatung-jj.de/
Der Verein "Jugendberatung und Jugendhilfe e.V., Frankfurt" bietet im Café Chat JJ eine Online-Drogenberatung an. Der Chat findet montags bis donnerstags zwischen 15.00 und 18.00 Uhr statt. Er wird von einem Drogenberater moderiert. Die meisten Besucher nutzen diesen Chat zum Erfahrungsaustausch bzw. zur kritischen Auseinandersetzung mit dem Drogenkonsum und seinen Folgen.
http://ffm.junetz.de
Initiative der Jugendämter Frankfurt und Offenbach, des Landesfilmdienstes und des Jugendclubs Praunheim. Das Angebot soll benachteiligten Jugendlichen den Zugang zu neuen Technologien ermöglichen. Der Chat zielt auf die "Förderung einer neuen Kommunikationskultur". Außerdem: Hausaufgabenhilfe, Referate, Homepageerstellung.
http://www.funonline.de/
Produktinformationen des Ehapa-Verlags zu Comics, Büchern, CD-ROMs etc. Die hochfrequentierten Themen-Chats sind in das Medienverbundsystem eingebettet (z.B. SailorMoon-Chat, Manga-Chat, Wendy-Chat), die zu bestimmten Uhrzeiten stattfinden.
http://chat.schulweb.de/
Angebot der Abteilung Pädagogik und Informatik der Humboldt-Universität, Berlin. Teil des Deutschen Bildungsserver. Sehr gut besuchter Schülerchat: Aufbau als virtuelle Schule, mit Schulhof, Lehrerzimmer, Schulklo etc. Die Seite enthält zudem ein Verzeichnis aller deutschsprachigen Schulen im Internet.
http://www.sailormoon.de/
Chat der "German SailorMoon Domain", einer privaten Initiative von SailorMoon-Fans. Moonie-Themen und japanische Comics stehen im Mittelpunkt, daneben werden aber auch Computerfragen diskutiert.
http://www.giga.de/
Chat im Rahmen der Sendung GIGA TV, die auf NBC Europe täglich von 15.00 bis 20.00 Uhr ausgestrahlt wird. Angeboten werden Chats mit verschiedenen Schwerpunkten: Im "Game-Chat" wird über Computerspiele diskutiert, im "Netbeat-Chat" über technische Entwicklungen des Internet und im "Help-Chat" wird Hilfe bei Computerproblemen geleistet. Während der Sendezeit sind die Chats moderiert. Der GIGA Chat ist einer der meistgenutzten Chats für Jugendliche im Internet.
http://www.webchat.de/
Service der 21TORR GmbH. Allgemeines Verzeichnis deutschsprachiger Chats. Für den informierenden Überblick geeignet. Chaträume zu verschiedenen Themen (u.a. Computerspiele, Musik, TV, aber auch Sex).

 

 
 
Die Motive der Anbieter
 
 
Das Spektrum der Chatanbieter ist breit: Privatpersonen und Firmen sind ebenso darunter wie öffentliche Institutionen, Vereine, Fernsehsender oder Projekte mit medien- und sozialpädagogischen Anliegen. Die Anbieter verfolgen mit ihren Chaträumen unterschiedlichste Interessen: In den medienpädagogischen Projekten geht es in erster Linie um die Vermittlung von Medienkompetenz. Kinder und Jugendliche sollen aktiv und gestaltend an die Kommunikationstechnologie heranführt und zum kritischen und reflektierten Umgang mit ihr befähigt werden. Gemeinnützige Vereine und freie Träger der Jugendhilfe betreiben Chats zu speziellen Themen – wie beispielsweise die Infostelle Kinderpolitik des Deutschen Kinderhilfswerkes e.V. Berlin zu den Kinderrechten – oder zur gezielten Information und Beratung – wie beispielsweise die Fachhochschule Emden die Online-Beratung "KiJu-Chat" oder der Verein Jugendberatung und Jugendhilfe in Frankfurt die Drogenberatung im "Café Chat JJ". Derartige Chats werden von Erwachsenen moderiert und haben "feste Öffnungszeiten", die auf der jeweiligen Homepage veröffentlicht sind. Die kommerziellen Anbieter, darunter auch Radio- und Fernsehsender, nutzen ihre Chats vielfach zur Produktwerbung sowie zur Käufer- und Zielgruppenbindung. Diese Chatangebote sind meist in eine Homepage mit Werbebannern, Links zu Produktpaletten oder Bestellformularen integriert (vgl. Fun Online). Teilweise werden auch Themenchats zu einzelnen Produkten oder Fernsehserien veranstaltet (z.B. NBC GIGA Chat). In Fan-Chats geht es primär um Informationen zu Idolen, Musik, Sport oder Comics. Auch sie weisen oft eine beträchtliche Nähe zum Kommerz auf. So enthält die Homepage des rap.de-Livechat, der sich an Rap- und HipHop-Fans wendet, einen "Store", in dem Tonträger und szenetypische Klamotten bestellt werden können. Daneben gibt es viele Chatangebote, die kein inhaltliches Motiv erkennen lassen und lediglich darauf zielen, die gesamte Bandbreite der interaktiven Möglichkeiten in die eigene Website zu integrieren.

 
 
Chatnutzung durch Kinder und Jugendliche
 
 
Die Motive Unterhaltung und Spaß stehen bei der Nutzung des Chat durch Kinder und Jugendliche an erster Stelle. Sie chatten, um sich locker und ungezwungen zu unterhalten und um andere bzw. neue Leute kennenzulernen. Vereinzelt werden auch die Suche nach Informationen oder Beratung oder der Austausch von Erfahrungen als Gründe für den Chataufenthalt angeführt. Die soziale Funktion des Chat steht demnach klar im Vordergrund. Die unterschiedlichen Chattypen sind jedoch aufgrund ihrer Anforderungen an die Nutzer nicht gleichermaßen für Kinder und Jugendliche geeignet. Dies drückt sich sowohl im Angebot als auch im Zuspruch der Kinder und Jugendlichen aus.

Deutschsprachige Visual Virtual World Chats sind äußerst rar. Am bekanntesten ist der "Cyberland-Chat", ein von Jugendlichen mit Hilfe der Software Palace entwickeltes Angebot, das auch im Rahmen von medienpädagogischen Projekten genutzt wird (vgl. z.B. http://www.konnektivity.de). Die wenigen kinder- und jugendspezifischen Chats, die im IRC zu finden sind, werden nur selten von Kindern aufgesucht. Dies ist vermutlich darauf zurückzuführen, daß sie nicht im populären WWW zu finden und nicht ganz einfach zu bedienen sind. Ein recht uneinheitliches Bild von Angebot und Nachfrage zeichnet sich bei den Webpage-Chats ab. Die Mehrheit der Web-Chats befindet sich auf den Websites von kommerziellen Anbietern. Sie sind in der Regel sehr professionell gestaltet, werden regelmäßig gewartet und technisch weiterentwickelt. Sie verfügen über die höchsten Besucherzahlen, was ziemlich sicher auf Werbung und "Mund-zu-Mund-Propaganda" zurückzuführen ist. In den "importierten" Chatboxen auf privaten Homepages ist nur mit großem Glück ein Chatter anzutreffen, da sie weder feste Chatzeiten, noch einen Moderator haben, d.h. in der Pflege vernachlässigt werden. Medienpädagogische Projekte sind noch selten mit eigenen Chats im Internet vertreten, obwohl sie auf diesem Weg die Kinder, wenn auch nicht immer ihrer eigenen Zielsetzung entsprechend, erreichen könnten. Anspruchsvolle Themen sind nicht einfach einzubringen, das Interesse am freien Gespräch mit jugendkulturellen Schwerpunkten wie Film, Stars, Schule, Liebe, Flirt, Musik, Sport, Mode oder Computer überwiegt.

Festgehalten werden kann, daß nur eine sehr kleine Gruppe von Kindern und Jugendlichen im Alter bis zu 14 Jahren die Chaträume im Internet nutzt. Hauptgrund für das geringe Interesse ist sicherlich, daß Kinder das schnelle, flüssige und gleichzeitige Lesen und Schreiben von Texten, wie es in Chatrooms notwendig ist, noch nicht beherrschen. Dies ist jedoch entscheidende Voraussetzung, um sich aktiv an einer Diskussion beteiligen zu können. Zusätzlich scheint die rein textbasierte Kommunikation im IRC Kinder eher zu langweilen. Es gibt nichts zu sehen, statt dessen wartet man auf Reaktionen und Antworten der Mitchatter, die zum Teil zeitlich und optisch versetzt erscheinen oder auch ganz ausbleiben. Häufig ist man mit Listen von An- und Abmeldungen der User des Chat konfrontiert. Erschwerend kommt die eigenständige Kommunikationskultur hinzu, die durch zahlreiche englischsprachige Akronyme geprägt ist. Zu deren Verständnis sind Grundkenntnisse der englischen Sprache unverzichtbar. Kinder, die gerade erste Erfahrungen mit dieser Fremdsprache sammeln, können sich solche Akronyme nur schwer erschließen. Die Teilnahme am Chat erfordert weiterhin Computerkenntnisse. Zur Teilnahme am IRC oder an Visual Virtuell World Chats muß zunächst die entsprechende Software aus dem Internet heruntergeladen und installiert werden. Kenntnisse über Downloads und Installation von Programmen, und damit über die Dateistruktur eines PC, sind also nahezu unverzichtbar. Die geringe Beteiligung von Kindern an Chats ist auch auf die derzeit noch eingeschränkten Zugangsmöglichkeiten zum Internet zurückzuführen. Schließlich muß die Frage aufgeworfen werden, ob Chats überhaupt für Kinder geeignet sind. Ein kurzer Blick in die Chatwelt reicht aus, um festzustellen, daß sich nicht alle Chatter an der Netiquette orientieren. In vielen Chatrooms sind verbale Ausfälligkeiten und anstößige Bemerkungen keine Seltenheit. Die Gefahr, daß Kinder den verbalen Schlammschlachten pubertierender Jugendlicher ausgesetzt werden, ist nicht von der Hand zu weisen. Aus diesem Grund sind moderierte Chats für Kinder und auch für Jugendliche besser geeignet, denn Moderatoren können Personen, die sich nicht an die Chatiquette halten, nicht nur aus dem Chat verbannen, sondern auch in Gesprächsverläufe "zügelnd" eingreifen.

 
 
Chats ein sinnvolles Angebot für Kinder?
 
 
Das wichtigste Kriterium, das ein Kinder- bzw. Jugendchat zu erfüllen hat, ist die Benutzerfreundlichkeit. Hierzu zählen vor allem eine verständliche Einweisung in die Handhabung des Chats, eine einfache Bedienung, eine Hilfefunktion und die Möglichkeit, einen Operator, der den Chat leitet und für die Einhaltung der Kommunikationsregeln sorgt, direkt zu kontaktieren. Des weiteren sind ein ansprechendes Layout, ein Überblick zu den Themen, Räumen und Chatzeiten sowie eine für Kinder interessante Thematik und eine verständliche und "saubere Sprache" entscheidend. Schließlich kann die Bereitstellung allgemeiner Informationen zum Thema Chat (Was ist ein Chat?, Chatiquette, Smileys und Akronyme, Technik) den Einstieg in die Nutzung des Mediums erleichtern. Nach inhaltlichen Kriterien können Kinder- und Jugendchats nur unzureichend bewertet werden, da der Kommunikationsverlauf von vielen Zufällen abhängig ist (z.B. von den Teilnehmern und ihren Motiven, der Teilnehmerzahl, dem Verhältnis von Newbies und alten Bekannten, den Reaktionen des Operators bzw. Moderators). Es zeichnet sich jedoch ab, daß im moderierten Chat, der sich um ein Thema dreht, eher ein roter Gesprächsfaden verfolgt wird als im "freien": die Beiträge sind aufeinander bezogen und die Kommunikation läßt sich deshalb ohne größere Anstrengung verfolgen.

Von den knapp 50 untersuchten Chats konnten während des Untersuchungszeitraums anhand der genannten formalen Kriterien nur einige als "sehr empfehlenswert" für Kinder und Jugendliche eingestuft werden. Hierzu gehören die Chats: "Schwatzraum", "KiJu-Chat" und "Cyberland". Es handelt sich dabei um Angebote, die sich speziell an Kinder und Jugendliche richten, zeitweise moderiert, optisch ansprechend gestaltet und hinsichtlich ihrer Sprache weitgehend "sauber" sind. Angebote wie "Schulweb-Chat", "Fun Online", "SailorMoon-Chat", "GIGA-Chat" oder auch "Rap.de" können zwar empfohlen werden, jedoch muß damit gerechnet werden, daß ein derber Sprachgebrauch üblich ist. Als nicht empfehlenswert wurden Chats eingestuft, die ein reines "Anhängsel" der Website sind und weitgehend sich selbst überlassen bleiben.


Auch wenn es Erwachsenen wünschenswert erscheinen mag, daß Kinder und Jugendliche Chats mit informativen Themen aufsuchen, muß darauf hingewiesen werden: Je mehr Kinder einen Chat besuchen, desto unübersichtlicher wird der Kommunikationsverlauf, da sämtliche Aktivitäten der Chatter auf dem Bildschirm verzeichnet werden und eine große Anzahl von Beiträgen paradoxerweise für den Diskussionsfluß hinderlich ist. Eine Diskussion wie unter Face-to-Face-Bedingungen kommt zumindest im öffentlichen Teil der Chats (bislang) nicht zustande."Quasselchats" zeichnen sich durch sprunghafte Diskussionen und viele An- und Abmeldungen im jeweiligen Chatraum aus. Chaträume sind ein "bequemes" Unterhaltungsangebot, das man zu jeder Zeit und von zu Hause aus nutzen kann. Sie sind ein virtuelles Experimentierfeld, aber kein Ersatz für Freundschaften. Für Kinder und Jugendliche, die auf der Suche nach Kontakten sind, ist der Chat zwar ein Ort, an dem man Freunde finden kann, aber einfacher als im "wirklichen Leben" ist die Kontaktaufnahme nicht: "Wer will mit mir chatten?", "Ist da jemand?" sind häufig gestellte Fragen im Netz.

Festzuhalten bleibt, daß zur Zeit noch sehr wenige thematisch interessante Chats für Kinder und Jugendliche angeboten werden und nur wenige der Kinder und Jugendlichen bis zum 14. Lebensjahr Chats besuchen. Wenn, dann nutzen sie primär Webpage-Chats, hinter denen kommerzielle Interessen stehen. Dies verdeutlicht einmal mehr die Notwendigkeit der Erziehung zur Medienkompetenz. Kinder und Jugendliche sollten die Motive und Interessen der Chatanbieter kritisch hinterfragen lernen, um die hinter den Angeboten stehenden Absichten, wie Produktwerbung und Käuferbindung, zu erkennen.

Was haben die Kinder selbst vom Chatten? Spaß, Unterhaltung, weltweiten Kontakt zu anderen, Austausch von Information, Erwerb von "Internetkompetenz" sowie von Lese- und Schreibfertigkeiten – all dies ist möglich, aber nicht notwendige Folge des Chatten.Auch wenn es Erwachsenen wünschenswert erscheinen mag, daß Kinder und Jugendliche Chats mit informativen Themen aufsuchen, muß darauf hingewiesen werden: Je mehr Kinder einen Chat besuchen, desto unübersichtlicher wird der Kommunikationsverlauf, da sämtliche Aktivitäten der Chatter auf dem Bildschirm verzeichnet werden und eine große Anzahl von Beiträgen paradoxerweise für den Diskussionsfluß hinderlich ist. Eine Diskussion wie unter Face-to-Face-Bedingungen kommt zumindest im öffentlichen Teil der Chats (bislang) nicht zustande."Quasselchats" zeichnen sich durch sprunghafte Diskussionen und viele An- und Abmeldungen im jeweiligen Chatraum aus. Chaträume sind ein "bequemes" Unterhaltungsangebot, das man zu jeder Zeit und von zu Hause aus nutzen kann. Sie sind ein virtuelles Experimentierfeld, aber kein Ersatz für Freundschaften. Für Kinder und Jugendliche, die auf der Suche nach Kontakten sind, ist der Chat zwar ein Ort, an dem man Freunde finden kann, aber einfacher als im "wirklichen Leben" ist die Kontaktaufnahme nicht: "Wer will mit mir chatten?", "Ist da jemand?" sind häufig gestellte Fragen im Netz.

Festzuhalten bleibt, daß zur Zeit noch sehr wenige thematisch interessante Chats für Kinder und Jugendliche angeboten werden und nur wenige der Kinder und Jugendlichen bis zum 14. Lebensjahr Chats besuchen. Wenn, dann nutzen sie primär Webpage-Chats, hinter denen kommerzielle Interessen stehen. Dies verdeutlicht einmal mehr die Notwendigkeit der Erziehung zur Medienkompetenz. Kinder und Jugendliche sollten die Motive und Interessen der Chatanbieter kritisch hinterfragen lernen, um die hinter den Angeboten stehenden Absichten, wie Produktwerbung und Käuferbindung, zu erkennen.

Was haben die Kinder selbst vom Chatten? Spaß, Unterhaltung, weltweiten Kontakt zu anderen, Austausch von Information, Erwerb von "Internetkompetenz" sowie von Lese- und Schreibfertigkeiten – all dies ist möglich, aber nicht notwendige Folge des Chatten.

 
 
Sicherheitsrisiken und wie man sie vermeidet
 
 

Mit der Beteiligung an Chats sind Sicherheitsrisiken verbunden. Im Kontext der Chatnutzung durch Kinder ist dabei nicht nur auf die bekannten Risiken für den Computer hinzuweisen (vgl. Kristian und Marit Köhntopp 1996), sondern vor allem auf den Schutz der Person. Die Gefahr sexueller Belästigung von Kindern wird immer wieder betont. Beim Umgang mit den persönlichen Daten ist deshalb nicht nur wegen der Gefahr der Bombardierung mit E-Mails größte Vorsicht geboten, sondern vor allem beim Übergang vom virtuellen zum wirklichen Kontakt zwischen Chattern. Um sich vor Risiken zu schützen, sollten folgende Vorsichtsmaßnahmen in jedem Fall eingehalten werden:

  • Die Herausgabe von persönlichen Daten wie Name, Telefonnummer oder Adresse ist prinzipiell zu vermeiden.
  • Bei der Registrierung für ein Chatprogramm sollte niemals die richtige E-Mail-Adresse angegeben werden: Man sollte sich entweder mit einer falschen Adresse einloggen oder die Option "Not available" (nicht verfügbar) wählen.
  • Im Setup von Chatprogrammen sind z.T. Angaben zur Person zu machen. Auch hier sollten niemals zutreffende Angaben gemacht werden. Mit einem einfachen /whois-Befehl sind diese Informationen für jeden User im Chat einzusehen.
  • Bei Belästigung durch einen anderen Chatter kann der Befehl /ignore (username) angewendet werden. Nachrichten des Belästigers werden dann nicht mehr angezeigt.
  • Die Annahme von Dateien unbekannter Personen ist immer zu verweigern (Dateien können Viren importieren oder unerwünschte Inhalte enthalten).
  • Niemals der Aufforderung eines Chatters folgen, etwas zu tun, was einem verdächtig erscheint. Versierte User können über bestimmte Befehle die Kontrolle über einen Rechner erlangen oder persönliche Daten abrufen.
  • Der Nickname sollte neutral gewählt werden, d.h. keinen Rückschluß auf das Geschlecht zulassen, um sich vor Anzüglichkeiten zu schützen.
 
Werden diese Regeln befolgt, kann bereits ein ganzes Spektrum an Risiken beim Chatten ausgeschlossen werden. Es gibt zwar Schutzprogramme (z.B. "Anonymizer" oder "Lucent Personalized Web Assistant"), welche die Sicherheit zusätzlich optimieren, jedoch sollten Kinder prinzipiell nur Chats besuchen, in welchen der Operator seine Aufgabe wahrnimmt, d.h. die Einhaltung der Kommunikationsregeln kontrolliert. Schließlich stellt sich die Frage, ob Kinder in der Lage sind, die Risiken beim Chatten abzuschätzen. Nach den bisherigen Erfahrungen ist eine begleitende Einführung durch Erwachsene unentbehrlich, bevor man Kinder in die freie Kommunikation in Chaträumen entläßt.

 
 
Literatur
 
 
Fasching, Thomas: Internet und Pädagogik. Kommunikation, Bildung und Lernen im Netz. München 1997
Feil, Christine: Kinder im Internet: Angebote, Nutzung und medienpädagogische Perspektiven. In: Diskurs 1/2000; siehe auch: http://www.dji.de/www-kinderseiten
Husmann, Heike: Chatten im Internet Relay Chat (IRC). Einführung und erste Analyse. München 1998
Köhntopp, Kristian und Marit: FirstSurf – Computer & Net. Risiken die im Netz lauern.>
Netzkids – Kinder im virutellen Raum. Schwerpunktthema. Diskurs 1/2000
New IRC Users.com. An Introduction to Internet Relay Chat (IRC). http://www.newircusers.com (Stand: 25.03.99)
Orthmann, Claudia: Kommunikation von Kindern im Netz. In: Diskurs 1/2000
WEB.DE – Willkommen bei ChatSet. http://chatset.web.de/Hilfe/?id=V00-000522-27684-00

 

 

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