Schule in sozialen Brennpunkten
Fachforum E & C am 5./6. 12. 2001
Hotel "Holiday Inn", Dortmund
Auf dem Fachforum "Schule in sozialen Brennpunkten" sollen Möglichkeiten, Erfahrungen und Beispiele aus Schulen und Einrichtungen der Jugendhilfe vorgestellt und diskutiert werden, wie Jugendlichen auch in schwierigen Lebenslagen neue Wege von der Schule in den Beruf ermöglichen. Insbesondere in sozialen Brennpunkten haben Jugendliche viele Hürden und Probleme auf dem Weg der sozialen und beruflichen Integration zu bewältigen. Dies wird insbesondere angesichts des Problems von Schulmüdigkeit und Schulverweigerung besonders deutlich sichtbar.
Jugendliche in benachteiligten Lebenslagen sind auf die Unterstützung der Jugendhilfe und der Schule angewiesen. Die Schule kann durch gezielte Bildungs- und Qualifikationsmaßnahmen auch benachteiligten Jugendlichen Chancen geben, den Einstieg in eine Ausbildung und bezahlte Erwerbsarbeit zu finden. Die Jugendhilfe kann die Jugendlichen in sozialen Brennpunkten durch die Schaffung von stützenden und kompensatorischen Rahmenbedingungen unterstützen und beraten. Beide Institutionen, Schule und Jugendhilfe können durch die Zusammenarbeit gegenseitig ergänzen und unterstützen und geeignete Angebote für schulmüde Jugendliche entwickeln. Auf der Tagung werden Beispiele aus der Praxis von Schulen und Einrichtungen der Jugendhilfe und Perspektiven für eine gelingende Zusammenarbeit von Jugendhilfe und Schule im Stadtteil vorgestellt und diskutiert.
Eingeladen sind Schulleiterinnen und Schulleiter, Lehrerinnen und Lehrer, Vertreter der kommunalen und staatlichen Schulverwaltung und der Jugend- und Jugendberufshilfe.
Ansprechpartner: Dr. Wolfgang Mack, Deutsches Jugendinstitut, Nockherstraße 2, 81541 München, Tel. 089/62306-108, Email: mack@dji.de
Programm
Mittwoch, 05.12.01
12:30 Uhr;Eröffnung des Tagungsbüros
13.30 Uhr Grußwort
E & C ist Jugendpolitik als Koproduktion nur gemeinsam lösen wir die Probleme in sozialen Brennpunkten
Dr. Peter Fricke, Abteilungsleiter im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Bonn/Berlin14.00 Uhr Jugendhilfe und Schule Zukunftschancen für Kinder und Jugendliche
Birgit Fischer, Ministerin für Frauen, Jugend, Familie und Gesundheit, Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf14.45 Uhr Wenn Kinder nicht zur Schule gehen Schulverweigerung als Herausforderung für Jugendhilfe und Schule
Dr. Frank Braun, Deutsches Jugendinstitut, MünchenDiskussion
15.45 Uhr Pause
Projekte stellen sich vor
16.30 Uhr Es geht auch anders ... Gespräch mit den Vertreterinnen und Vertretern der Projekte
Moderation: Dr. Wolfgang Mack, Deutsches Jugendinstitut, München
Theodor-Haubach-Schule Hamburg-Altona Uta Böttger und Karin Bühring Clauberg-Gymnasium Duisburg-Hamborn Dr. Dierk Freytag Rathener Modell für Schulverweigerer in Düsseldorf Dr. Karlheinz Saueressig
Ulrich SchroeterFLEX-Fernschule, Christophorus-Jugendwerk Breisach Thomas Heckner Lindenschule Memmingen Franz Michael Schneider Grünbau GmbH, Dortmund Ute Lohde und Andreas Koch Dobeq GmbH, Dortmund Rainer Goepfert 17.30 Uhr Lernangebote für Schulabbrecher und Schulverweigerer.
Erfahrungen aus dem Bundesmodellprogramm "Arbeitsweltbezogene Jugendsozialarbeit.
Haike Schröpfer, Deutsches Jugendinstitut, Leipzig
Diskussion
18.30 Uhr Abendessen
Donnerstag, 06.12.01
9.00 Uhr Soziale Integration durch Bildung Schule in sozialen Brennpunkten
Ministerialdirektor Josef Erhard, Bayrisches Staatministerium für Unterricht und Kultus, München9.45 Uhr Alle Jugendlichen erreichen!
Erfahrungen des Landes Nordrhein-Westfalen mit Projekten gegen Schulverweigerung
Klaus Schäfer, Ministerium für Frauen, Jugend, Familie und Gesundheit, Düsseldorf.
10.30 Uhr Pause
11.15 Uhr Workshops
Vorstellung von Projekten und Diskussion mit Expertinnen und Experten zu folgenden Themen:
A: Schule im Stadtteil Stadtteilorientierte Zusammenarbeit von Jugendhilfe
und Schule
B.: Bildungsangebote für benachteiligte Jugendliche im Übergang
von der Schule in den Beruf
Theodor-Haubach-Schule Hamburg-Altona
Uta Böttger und Karin Bühring
Eduard-Spranger-Schule und Förderverein "Freundeskreis der E-S-S" Reutlingen
Peter Kick
Petra Heberle
Marlies Breitlinger
C.: Neue Formen der Qualifikation und Arbeit für benachteiligte Jugendliche
in sozialen Brennpunkten: das Freiwillige Soziale Trainingsjahr (FSTJ)
Produktionsschule BuntStift, Kassel
Martin Mertens
Jugendberufshilfebetrieb ComeOn, Dortmund-Hörde/Clarenberg
Andreas Koch
D.: Schulverweigerung außerschulische Angebote
Deutsches Jugendinstitut, Leipzig
Birigt Reißig, Ralf Kuhnke, Heike Förster
FSTJ Stralsund
Axel W. Markmann
Qualifizierungsbüro startClar, Dortmund-Hörde/Clarenberg
Achim Thiele
Qualifizierungsbüro JobTrain, Dortmund-Nord, Planerladen e.V.
Anne Tillmann
E.: Schulverweigerung schulbezogene Angebote
FLEX-Fernschule, Christophorus-Jugendwerk Breisach
Thomas Heckner
Projekt: "Die Kinder des Tantalus"
Integrative Angebote für schulmüde Jugendliche, OberurselUlrike Leonhard
Rathener Modell "Hilfen für Schulverweigerer" in Düsseldorf
Dr. Karlheinz Saueressig
Ulrich Schroeter
F. Beratung, Streitschlichtung, Schulsozialarbeit
Deutsches Jugendinstitut
Haike Schröpfer
Dobeq GmbH, Dortmund
Rainer Goepfert
Dortmunder Kontakt- und Beratungs-verbund "Kein Bock auf Lernen??!"
Ute Lohde, Christel Dahmen,
Bodo Weirauch
G.: Elternarbeit in sozialen Brennpunkten
Hauptschule an der Cincinnatistr., München
Peter Vahlensieck
Mediation an Berliner Schulen
Walter Taglieber
H.: Schule zwischen den Kulturen Mehrsprachige Erziehung
Gesamtschule Duisburg-Marxloh
Friedrich Marona
Vorstand des Bundeselternrats
Renate Hendricks
I.: Lernen in der Praxis Neue Modelle zum Übergang von der Schule
in den Beruf
Clauberg-Gymnasium Duisburg- Hamborn
Dr. Dierk Freytag, Ahmet Özcan
Betrieb und Schule (BUS) Förderpraktika für lernschwache Jugendliche
Sabine Brinkmann
Sabine Schulz
Christof Godde
Hauptschule Hummelsteiner Weg, Nürnberg
Alfons Voit,
Günter Ebert
Lindenschule Memmingen
Franz Michael Schneider
13.15 Uhr Mittagessen
14.30 Uhr Podiumsdiskussion: Perspektiven für die Zusammenarbeit von Schule und Jugendhilfe
Peter HauptStaatssekretär, Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Berlin
Heidrun NedomaLeiterin des Amtes für Jugend, Familie und Soziales, Stralsund
Konrad KochLeiter des Arbeitsstabs des "Forum Bildung", Bonn
Susanne NowakIN VIA, Katholische Mädchensozialarbeit Deutscher Verband e.V. Freiburg
Friedrich MaronaLeiter der Gesamtschule Duisburg-Marxloh
Christiane SchönefeldVizepräsidentin des Landesarbeitsamtes Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf 16.00 Uhr Ende der Tagung