Zielsetzung

Ziel des Projektes ist es, die Gruppe der Jugendlichen aus Aussiedlerfamilien zu untersuchen und zu erhellen, wie sich deren Verlaufsmuster von der Hauptschule in Ausbildung und Erwerbsarbeit vollziehen. In der Bundesrepublik Deutschland gehören (Spät-)Aussiedler/innen zu der größten Gruppe an Zugewanderten. Im Vergleich zu anderen Bevölkerungsgruppen mit Migrationshintergrund erhalten sie aufgrund gesetzlicher Regelungen bereits bei ihrer Einreise die deutsche Staatsbürgerschaft. Vorliegende Untersuchungen belegen, dass sich daraus keine begünstigenden Effekte für die Einmündung von Aussiedlerjugendlichen in berufliche Ausbildung ableiten lassen. Eine am Deutschen Jugendinstitut durchgeführte Längsschnittuntersuchung zu den Übergängen von Hauptschulabsolvent/innen in weiterführende Schulen, in Ausbildung und Erwerbsarbeit deutet insbesondere für die Gruppe der nicht in Deutschland geborenen Aussiedler auf eine paradoxe Situation: Einerseits zeigen sie eine hohe Wertschätzung für Bildung, Berufsausbildung und stabile Erwerbsarbeit, andererseits sind sie aber auch die Gruppe, der der unmittelbare Einstieg in eine Berufsausbildung am seltensten gelingt (Reißig/Gaupp/Lex 2004). Insofern ist für sie das Risiko besonders hoch, dass ihnen der Einstieg in die Berufsausbildung und stabile Erwerbsarbeit – ohne riskante Warteschleifen und Umwege – nicht gelingt. Vor diesem Hintergrund besteht das Ziel der Untersuchung darin aufzuklären, unter welchen subjektiven und objektiven Bedingungen der Übergang gelingt, welche Faktoren sich hinderlich bzw. förderlich auswirken und wie Aussiedlerjugendliche bestehende Schwierigkeiten zu bewältigen suchen.

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