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„Freiwilligkeit muss man ja erst herstellen“

Hohnstein, Sally/Greuel, Frank (2017):
„Freiwilligkeit muss man ja erst herstellen“. Distanzierungsarbeit im Spannungsfeld zwischen Freiwilligkeit und Zwang.
In: ZJJ - Zeitschrift für Jugendkriminalrecht und Jugendhilfe, 28. Jg., H. 2/2017, S. 158-164

Angebote zur Initiierung und Unterstützung von Distanzierungsprozessen arbeiten mit jungen Menschen, die rechtsextreme Orientierungen und Gruppenzugehörigkeiten ausgeprägt haben. Deren Veränderungsmotivation bzw. Motivation, sich bei der Distanzierung professionell unterstützen zu lassen, ist jedoch häufi g (noch) nicht oder nicht hinreichend stark ausgeprägt, um die teils intensiven und langwierigen Distanzierungsprozesse zu tragen. Auf der Grundlage einer empirischen Studie wird im Beitrag beleuchtet, inwiefern Zwang bzw. unfreiwillige Teilnahme in der Arbeit eine Rolle spielen und in welchen Konstellationen diese sichtbar werden. In einem zweiten Schritt wird dargestellt, wie es den Fachkräften trotz der mitunter zunächst von Zwang getragenen Zusammenarbeit gelingt, bei den Zielgruppen hinreichende Motivation zu schaffen. Abschließend wird darauf eingegangen, wie die Fachkräfte vor dem Hintergrund einer am Prinzip der Freiwilligkeit orientierten Professionsethik damit umgehen, dass in der Arbeit zum eil Zwang gegenüber den Zielgruppen ausgeübt wird.

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