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Evaluierte Kriminalitätsprävention in der Kinder- und Jugendhilfe


Arbeitsstelle Kinder- und Jugendkriminalitätsprävention (Hrsg.) (2003):
Evaluierte Kriminalitätsprävention in der Kinder- und Jugendhilfe. Erfahrungen und Ergebnisse aus fünf Modellprojekten.
München Deutsches Jugendinstitut
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Im Feld Kinder- und Jugendkriminalitätsprävention haben sich in den letzten Jahren zahlreiche Projekte und Programme etabliert. AkteurInnen der Polizei, der Justiz, der Kinder- und Jugendhilfe und andere Institutionen arbeiten (teilweise auch gemeinsam) intensiv daran, der Kinder- und Jugendkriminalität vorzubeugen. Zwar wissen wir mittlerweile einiges über die Existenz verschiedener Arbeitsansätze und Vorgehensweisen im bunten Feld der Kriminalitätsprävention, was aber bis heute weitgehend im Dunkeln bleibt ist, wie und ob bzw. inwiefern sie ihre gesetzten Ziele auch erreichen. Deshalb werden heute allerorten Forderungen nach valuation erhoben.

Bereits Ende der neunziger Jahre hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) Evaluation als eine Herausforderung für die Kinder- und Jugendhilfe im Feld Jugendkriminalitätsprävention gesehen und - neben der Einrichtung der Arbeitsstelle Kinder- und Jugendkriminalitätsprävention am Deutschen Jugendinstitut (DJI) - fünf wissenschaftliche Begleitungen von kriminalpräventiven Modellprojekten als ein Beitrag zur Fortentwicklung der Fachdiskussion gefördert:
- Das "Jugendkriminalitätspräventionsprogramm" des Landes Thüringen legte den Schwerpunkt auf die Kooperation von Jugendhilfe und Polizei sowie auf die Entwicklungen konkreter Hilfeangebote insbesondere für delinquente Kinder an den acht Standorten des Programms.
- Das Modellprojekt "Kiezorientierte Gewalt- und Kriminalitätsprävention" der "Landeskommission Berlin gegen Gewalt" durchgeführt in einem Ost- und einem West-Berliner Stadtteil, kann als sozialräumlich bezogenes Projekt in das Feld kommunaler Kriminalprävention eingeordnet werden.
- Das Modellprojekt "Weiterentwicklung der Prävention delinquenten Verhaltens von Kindern und Jugendlichen" in Mecklenburg-Vorpommern wurde in den Landkreisen Ludwigslust und Ost-vorpommern sowie in der Hansestadt Rostock durchgeführt. Ausgangspunkt waren die kriminalpräventiven Räte und damit die Frage der Kooperation der mittleren Ebene.
- Das "Haus des Jugendrechts" in Stuttgart, ein Modell in dem die Kooperation zwischen Polizei, Staatsanwaltschaft und Jugendgerichtshilfe dadurch gefördert wird, dass die Institutionen gemeinsam unter einem Dach angesiedelt werden.
- Das "Modellprojekt Polizei - Jugendhilfe - Sozialarbeit" in Nürnberg, in dem die Kooperation von Polizei und Jugendhilfe strukturell weiterentwickelt wurde.

In dieser gemeinsamen Publikation werden die Erfahrungen und Ergebnisse der Evaluationen einer breiteren Fachöffentlichkeit zur Verfügung gestellt - gegliedert in eine thematische Einleitung und fünf Einzelbeiträge der jeweiligen wissenschaftlichen Begleitungen. Probleme und Chancen der Evaluation von Kriminalprävention werden sichtbar - auch wenn keine Patentrezepte oder Standardevaluationsanleitungen erwartet werden dürfen.


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