Landesjugendämter

Im Zentrum der Erhebung bei den Landesjugendämtern standen ihre Aufgaben, Jugendämter, freie Träger und auch andere Organisationen, die mit Minderjährigen arbeiten, zu beraten, Empfehlungen für einen verbesserten Kinderschutz zu entwickeln und Aufgaben zum Schutz von Kindern und Jugendlichen in Einrichtungen wahrzunehmen. Infolge der Diskussionen der Runden Tische „Sexueller Kindesmissbrauch“ und „Heimerziehung in den 50er und 60er Jahren“ wurden mit dem Bundeskinderschutzgesetz die Sicherung der Rechte von Kindern und Jugendlichen in Einrichtungen durch Maßnahmen zur Beteiligung und Beschwerde und zum Schutz vor Gewalt in verschiedenen Regelungen verankert. Sie betreffen die Beratung von Einrichtungen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten (§ 8b Abs. 2 SGB VIII), die Betriebserlaubnis (§§ 45 – 48a SGB VIII), die Personalauswahl (§ 72a SGB VIII) sowie die Qualitätsentwicklung in der Kinder- und Jugendhilfe (§ 79a SGB VIII). Das Forschungsprojekt untersuchte über einen primär qualitativen Zugang, wie die Landesjugendämter ihren Auftrag in diesen Bereichen verstehen, welche Aktivitäten zur Umsetzung sie unternehmen und welche Erfahrungen sie dabei machen. Dabei ging es sowohl um positive Erfahrungen als auch um mögliche Hürden. Die Ergebnisse gaben zudem Aufschluss darüber, ob und inwiefern die Neuregelungen die Arbeit und Rolle der Landesjugendämter veränderten. Es wurden zwei Fokusgruppen mit Vertreterinnen und Vertretern von Landesjugendämtern durchgeführt. Darüber hinaus wurde mittels einer quantitativen Befragung ein Überblick über die Aktivitäten der Landesjugendämter im Kontext des BKiSchG in Form von Arbeitshilfen, Empfehlungen, Fachveranstaltungen etc. generiert.

 

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