Konzeption und Methode

 

 

Theoretisch wurde auf den Capabilities Approach Bezug genommen. Dieser auf Amartya Sen und Martha Nussbaum zurückgehende gerechtigkeitsphilosophische Ansatz formuliert, dass jede/r in der Lage sein bzw. in die Lage versetzt werden sollte, ein nach eigenem Maßstab „gutes Leben“ zu führen. Bisher wurde der Ansatz vor allem wohlfahrtsstaatlich und weniger auf die (in Kinderdörfern stattfindenden) Sozialisationsprozesse von Jugendlichen gerichtet operationalisiert. Konzeptionell und methodisch zu leisten waren

 

  • die Operationalisierung des Capabilities Approach und seine Verknüpfung mit anderen theoretischen Ansätzen;
  • die Entwicklung eines empirischen ethnographischen Designs, das sich zu in quantitativen und anderen qualitativen Erhebungen (durch den Kooperationspartner IPP) gewonnenen Erkenntnissen in Beziehung setzen lässt sowie
  • die damit einhergehende Interpretation der Ergebnisse auf einer soziologischen und zugleich sozialpsychologischen Ebene.


Die methodische Umsetzung des DJI-Teilprojektes erfolgte in einer mehrphasigen Ethnographie der 15 SOS-Kinderdörfer in Deutschland. Zunächst wurden Leiter/innen und pädagogische Mitarbeiter/innen mittels ethnographischer Interviews zu Jugend im Kinderdorf und deren struktureller Rahmung im Kinderdorf befragt. In dorfübergreifenden Validierungsworkshops wurden Zwischenergebnisse mit dem Forschungsfeld reflektiert sowie die weiteren Schwerpunkte in der letzten Erhebungsphase abgestimmt. In dieser wurden in ausgewählten Kinderdörfern institutionalisierte Angebote zur „Verselbstständigung“ von Jugendlichen beobachtet.

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Deutsches Jugendinstitut
Nockherstr. 2
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