Ausgangssituation

Familien, die unter belastenden Lebensumständen - bspw. Langzeitarbeitslosigkeit, Armut, mangelnde soziale Integration, geringe familiäre Ressourcen - Kinder großziehen, haben einen besonderen Unterstützungsbedarf. Dieser richtet sich insbesondere darauf, dass auch diese Kinder eine Chance auf Teilhabe und Erfolg im Bildungssystem als zentralem Schlüssel für gesellschaftliche Teilhabe haben. Doch jenseits der Vielfalt der Angebote für Familien zur Unterstützung ihrer Erziehungsleistung ist klar: gerade diejenigen Familien, die einen besonderen Unterstützungsbedarf haben, nutzen vorhandene Angebote wie Beratungsstellen oder Familienbildungsstätten kaum oder gar nicht.

Ursachen für dieses „Präventionsdilemma“ liegen zum einen in den mangelnden Ressourcen der Familien, so dass aktive Suche nach Beratung und Unterstützung erschwert ist. Auf der anderen Seite fühlen sich sozial benachteiligte Familien durch die Art der Angebote und die Zusammensetzung des mittelschichtorientierten Klientels nicht in ihrer Lebenswirklichkeit angesprochen.
Die Studie „Niederschwellige Angebote zur Elternbildung“ (Haug-Schnabel/Bensel 2003) machte deutlich, dass es notwendig ist, zielgruppenspezifische und insbesondere niederschwellige Angebotsformen zu entwickeln, um auch die Gruppe der sozial benachteiligten und vor allem bildungsfernen Familien zu erreichen und besser in die Gesellschaft zu integrieren. Als besonders erfolgversprechend werden dabei, auch aufgrund internationaler Erfahrungen beispielsweise mit den Headstart-Programmen in den USA (vgl. Pettinger/Süßmuth 1983), Hausbesuchsprogramme eingeschätzt.

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