Bildungssysteme zählen heute zu den zentralen gesellschaftlichen Institutionen, von denen die ökonomische Wettbewerbsfähigkeit, aber auch die individuellen Entfaltungschancen und der soziale Zusammenhalt eines Landes abhängen. Eine zuverlässige Bildungsberichterstattung wird damit zu einer wichtigen Grundlage politischen Handelns.

Kern der Bildungsberichterstattung ist ein systematischer und regelmäßig aktualisierbarer Satz von Indikatoren, die aus amtlichen Daten und sozialwissenschaftlichen Erhebungen in Zeitreihe ermittelt und dargestellt werden, wenn möglich im internationalen Vergleich und auch aufgeschlüsselt nach Bundesländern. Thematisch sind die Indikatoren auf vier Ebenen angesiedelt. Demografische Entwicklungen bilden die Kontextebene. Auf der Wirkungsebene werden Informationen zu Kompetenzen, Abschlüssen und Bildungserträgen zusammengestellt. Die Inputebene umfasst Angaben zu den Bildungsaufgaben, zu Personalressourcen, zu Bildungsangeboten und zur Bildungsbeteiligung. Auf der Prozessebene werden der Umgang mit Bildungszeit, Übergänge zwischen den Bildungs-stufen und die Qualitätssicherung/Evaluierung thematisiert.

2006 wurde erstmals ein von Bund und Ländern in Auftrag gegebener Bericht „Bildung in Deutschland“ veröffentlicht, erarbeitet von einer unabhängigen Gruppe an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die dem Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF), dem Deutschen Institut für Erwachsenenbildung (DIE), dem Deutschen Jugendinstitut (DJI), dem Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW), dem Lebniz-Institut für Bildungsverläufe e.V. (LIfBi), dem Soziologischen Forschungsinstitut an der Georg-August-Universität Göttingen (SOFI), dem Statistischen Bundesamt und den Statistischen Landesämter angehören. Das DJI arbeitet im Rahmen des Projektes zudem mit dem Forschungsverbund DJI/TU Dortmund zusammen.

Wurden im Schwerpunktkapitel des ersten Bandes Fragen der Beteiligung von Personen mit Migrationshintergrund am Bildungssystem analysiert, so thematisierte der zweite Band vor allem die Übergänge vom allgemeinbildenden Schulwesen in Berufsausbildung, Arbeitsmarkt, Übergangssystem bzw. in die Hochschulen. Im Bildungsbericht 2010 stand im Rahmen des Schwerpunktkapitels die allgemeine und demografisch bedingte Zukunft des Bildungswesens im Mittelpunkt, während im Bildungsbericht 2012 die kulturelle Bildung im Lebenslauf untersucht wurde. Der fünfte Band "Bildung in Deutschland 2014" befasst sich in einem Schwerpunkt mit der Bildung von Menschen mit Behinderungen.

Im Bildungsbericht 2016 wurde das Schwerpunktthema des ersten Bildungsberichts erneut aufgegriffen. Im Zentrum stehen Fragen der Bildung von Menschen mit Migrationshintergrund sowie Schutz- und Asylsuchenden. 2018 widmete sich der Bildungsbericht dem Schwerpunkt "Wirkungen und Erträge von Bildung". 

Weitere Informationen erhalten Sie auch unter www.bildungsbericht.de


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