Programmkonzept

Das Programm "Interkulturelles Netzwerk der Jugendsozialarbeit im Sozialraum" ist als ein Programmschwerpunkt in das Bundesprogramm "Entwicklung und Chancen junger Menschen in sozialen Brennpunkten" (E&C, wissenschaftlich begleitet durch das DJI-Projekt: "Netzwerke im Stadtteil") eingebunden.

     

Das Programm "Interkulturelles Netzwerk der Jugendsozialarbeit im Sozialraum" ist als ein Programmschwerpunkt in das Bundesprogramm "Entwicklung und Chancen junger Menschen in sozialen Brennpunkten" (E&C, wissenschaftlich begleitet durch das DJI-Projekt: "Netzwerke im Stadtteil") eingebunden.

Ziel des Programms ist es, zum einen über die im Rahmen des Kinder- und Jugendplanes des Bundes geförderte Infrastruktur der Kinder und Jugendhilfe Ressourcen und Maßnahmen für diese Sozialräume zu mobilisieren, die Arbeit im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe in diesen Sozialräumen qualifizieren und weiterentwickeln zu helfen sowie den Blick in der Kinder- und Jugendhilfe stärker als bisher auf die Probleme und Schwierigkeiten junger Menschen in diesen Sozialräumen zu richten. Zum anderen sollen neue Maßnahmen entwickelt und erprobt werden, die die soziale, berufliche und gesellschaftliche Integration junger Menschen aus diesen Sozialräumen fördern.
Das Programm "Interkulturelles Netzwerk der Jugendsozialarbeit im Sozialraum" konzentriert sich in diesem Rahmen auf die Zielgruppe der jungen Zugewanderten. Gerade in den städtischen sozialen Brennpunkten ist der Anteil der BewohnerInnen nicht-deutscher Herkunft besonders hoch. Aufgrund dieses hohen prozentualen Anteils an den EinwohnerInnen und ihrer mehrfachen gesellschaftlichen Benachteiligung ist ihre Berücksichtigung bei Unterstützungsangeboten im sozialen, schulischen und beruflichen Bereich in besonderem Maße notwendig.

Vor diesem Hintergrund sollen modellhaft Einrichtungen der Jugendsozialarbeit, überwiegend Jugendgemeinschaftswerke, als zentrale Ansprechpartner für alle MigrantInnen (Migrationsfachstellen) - also sowohl für junge AussiedlerInnen als auch für alle nicht-deutschen Jugendlichen, die auf entsprechende Integrationshilfen angewiesen sind, - weiterentwickelt werden. Dabei wird weniger die Initiierung neuer Projekte als vielmehr die Einbeziehung der jungen MigrantInnen in die bereits bestehende regionale Angebotsstruktur angestrebt. Die Öffnung der im jeweiligen Sozialraum bestehenden Angebote sozialer Dienste und Einrichtungen für junge MigrantInnen ist daher vorrangiges Programmziel.

Als wesentliche Voraussetzung zur Umsetzung dieses Programmschwerpunktes sollen interkulturelle Netzwerke in den jeweilgen Sozialräumen etabliert und weiterentwickelt werden. Gleichzeitig wird eine stärkere Berücksichtigung der Belange junger MigrantInnen in der Stadtentwicklungs- und Jugendhilfeplanung bis hin zur Erarbeitung eines umfassenden Integrationskonzeptes als Grundlage kommunaler Entscheidungsprozesse angestrebt.
In den Standorten, an denen im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative "Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf - die soziale Stadt" des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Wohnungswesen lokale Koordinierungsgremien (Stadtteilmanagmentstrukturen) gebildet werden, ist hierzu eine enge Zusammenarbeit der Migrationsfachstellen des Modellprogramms mit den StadtteilmanagerInnen vorgesehen.
Die Arbeit der Modellprojekte beinhaltet vor diesem Programmhintergrund die modellhafte Erprobung von Konzepten und Strategien zur sozialräumlichen Vernetzung und Öffnung der sozialen Dienste und Einrichtungen unter migrationsspezifischen Gesichtspunkten. Hierzu wird eine enge Kooperation mit den am Ort vorhandenen Angeboten der Jugendsozialarbeit, Migrationssozialarbeit, anderer Fach- und Regeldienste sowie mit den Akteuren des Übergangssystems Schule-Beruf angestrebt. Zudem ist die Öffnung der eigenen Einrichtung (Jugendgemeinschaftswerke) für die Beratung und Betreuung aller jungen ZuwanderInnen notwendig und geplant.

Rahmenkonzept des BMFSFJ
(im PDF-Format)
Vortrag auf der Auftaktveranstaltung von Frau von Heinz (BMFSFJ)
(im PDF-Format)


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