Evaluationskonzept

Die durch das BMFSFJ geförderte wissenschaftliche Begleitung des Bundesmodellprogramms "Interkulturelles Netzwerk der Jugendsozialarbeit im Sozialraum" umfaßt die formative und summative Programmevaluation von Modellprojekten an 11 Standorten im Bundesgebiet sowie ein Projekt gefördert aus Mitteln des Bundesinnenministeriums über das Bundesverwaltungsamt und die Stadt Erfurt.


   

Die durch das BMFSFJ geförderte wissenschaftliche Begleitung des Bundesmodellprogramms "Interkulturelles Netzwerk der Jugendsozialarbeit im Sozialraum" umfaßt die formative und summative Programmevaluation von Modellprojekten an 11 Standorten im Bundesgebiet sowie ein Projekt gefördert aus Mitteln des Bundesinnenministeriums über das Bundesverwaltungsamt und die Stadt Erfurt. Ziel der Programmevaluation ist, die erprobten Strategien und erzielten Erträge des Modellprogramms auf der Ebene des Gesamtprogramms zu beschreiben und zu bewerten. Hierzu sollen trotz der Heterogenität der Projekte hinsichtlich regionaler Rahmenbedingungen und verwendeten Umsetzungsstrategien die Erfahrungen aus den einzelnen Modellprojekten gebündelt und eine zusammenfassende fachliche Bilanz des Modellprogramms als Ganzes erarbeitet werden. Die einzelnen Modellprojekte werden dabei als exemplarische Erprobungsformen der Programmkonzeption verstanden. Als Verfahren hierfür wird auf den Ansatz der Cluster-Evaluation zurückgegriffen, der vor allem für Programme entwickelt wurde, die sich aus mehreren heterogenen Projekten zusammensetzen. Mit diesem in den USA entwickelte Evaluationsansatz können innerhalb eines vorgegebenen Programmrahmens inhaltlich unterschiedliche Umsetzungen aufeinander bezogen werden. Inhaltlich konzentriert sich die wissenschaftliche Begleitung auf die Evaluation der zentralen und innovativen Aspekte des Modellprogramms. Im Zentrum der Studie steht die Frage, mit Hilfe welcher Konzepte und Strategien und unter welchen Rahmenbedingungen den Modellprojekten eine Öffnung und Vernetzung der eigenen Einrichtung und eine Verbesserung der regionalen Angebotsstruktur für alle jugendlichen MigrantInnen in den ausgewählten Stadtteilen und ländlichen Regionen gelingt. Ziel der Programmbegleitung nach dem Konzept der Cluster-Evaluation ist, die relative Wirkung von verschiedenen Implementationen einer Programmidee zu analysieren, um Erfolge und Mißerfolge identifizieren zu können, so daß die Projekte während der Laufzeit voneinander lernen können und die gesammelten Erfahrungen für die zukünftige Initiierung von Projekten und für gesetzliche Initiativen wertvolle Informationen bieten. Das Erhebungs- und Auswertungsverfahren erfolgt in Form reflexiver Schleifen. Die Erhebungen an den Projektstandorten (Fallstudien) werden im Hinblick auf die Evaluationsfragestellung ausgewertet. Auf der Grundlage der Verdichtung des Materials zu Themenblöcken, der Suche nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden in den Erfahrungen der Projekte unter der Berücksichtigung der jeweiligen Rahmenbedingungen entstehen programmbezogene Hypothesen. Die so gewonnenen Ergebnisse werden unter Einbezug aller relevanten zugänglichen Datenquellen reflektiert und in Rückkopplungsschleifen mit den Projekten überprüft. Über weitere Erhebungen, Auswertungen und Ergebnisrückkopplung werden Hypothesen weiterentwickelt, neue generiert und fehlende Informationen ergänzt. Neben der Programmevaluation beinhaltet die wissenschaftliche Begleitung auch eine (kapazitätsbedingt) beschränkte Form der progammbezogenen Projektbegleitung. Dazu gehört die fachliche Unterstützung der Projektarbeit durch die Organisation des Erfahrungsaustausches zwischen den Projekten und der allgemeinen Fachdiskussion im Rahmen regelmäßiger Gesamtmodelltagungen und im programmbezogenen Diskussionsforum. Laufzeit: April 2000 bis März 2003

Das Evaluationskonzept (im PDF-Format)
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