Ergebnisse

Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen, dass Kinder zwischen acht und zwölf Jahren in internationalen Begegnungen vielfältige Erfahrungen machen und auf unterschiedlichen Ebenen lernen. Die Bandbreite der Lernerfahrungen reicht von Informationen über das Leben und die Sitten in anderen Ländern, die Denk- und Sichtweisen der Kinder aus dem Ausland, verbale und nonverbale Kommunikationsmethoden bis hin zum Umgang mit unterschiedlichen kulturellen Denk- und Verhaltensweisen.
In angeleiteten Gruppenangeboten, im Spiel oder bei anderen Freizeitaktivitäten bekommen Kinder aus unterschiedlichen Ländern die Chance, Ähnlichkeiten aneinander und gemeinsame Interessen zu entdecken. Rücken diese in den Vordergrund, so verlieren die nationale Herkunft sowie sprachliche Unterschiede an Bedeutung. Gleichzeitig können sie lernen, Differenzen zu erkennen und sie zu akzeptieren.
Im Kontakt zueinander haben die Teilnehmenden die Chance, verschiedene Kommunikationsstrategien einzuüben und die jeweiligen Herkunftskulturen kennenzulernen. Hierfür bringen viele Kinder wertvolle Ressourcen mit, welche durch vielfältige Kontakt- und Kommunikationsgelegenheiten im Begegnungsalltag genutzt und gefördert werden können.
Die Untersuchungsbefunde zeigen, dass das Alter der Kinder, ihre Persönlichkeit, ihre Erfahrungen und ihre Herkunft sowie Haltungen und Erwartungen einen Einfluss darauf haben, ob sie Kontakte zu Kindern aus einem anderen Land knüpfen, mit ihnen kommunizieren sowie mit und von ihnen lernen. Durch geeignete Programmformate und eine den interkulturellen Kontakt fördernde Durchführung können aber auch Kinder mit einer geringeren Ressourcenausstattung ihre Stärken erfahren und im interkulturellen Lernen unterstützt werden, so dass sie von den Begegnungen profitieren.
Lernerfolge, die über den Begegnungsalltag hinaus bestehen bleiben und den Kindern im Alltag nützen, haben sich insbesondere im Bereich der kommunikativen Fähigkeiten und Fertigkeiten gezeigt, die die Kinder sich in der Begegnung angeeignet haben. Dass dies nicht bei allen Lernerfahrungen der Fall ist, bestätigt zum einen, dass interkulturelles Lernen ein langwieriger Prozess ist, und weist zum anderen darauf hin, dass nachhaltige Lernerfolge zusätzliche interkulturelle Anreize im alltäglichen Lebensumfeld der Kinder erfordern.

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