Ausgangssituation

Interkulturelle Kompetenz gilt heute als eine zentrale Schlüsselqualifikation für die zukunfts-fähige Gestaltung unserer multi-ethnischen Gesellschaft. Vor diesem Hintergrund werden in Teilbereichen der Privatwirtschaft Konzepte des Managing Diversity und im öffentlichen Be-reich Konzepte der Interkulturellen Öffnung – z.B. in der Jugend(verbands)arbeit – eingeführt und erprobt. Diese Konzepte richten sich vorrangig an Erwachsene oder Jugendliche, wäh-rend die Zielgruppe der Kinder bisher nur selten (z.B. in einigen wenigen Kindertagesstätten) in den Blick genommen wird. Die Vermittlung interkultureller Kompetenz erscheint jedoch unter entwicklungspsychologischen Aspekten gerade auch für die bisher wenig beachtete Altersgruppe der 8- bis 12/13-Jährigen sinnvoll, da in diesem Alter entsprechende kognitive Kompetenzen, Moral- und Wertvorstellungen aufgebaut werden. Bei diesen „Übergangskids“ handelt es sich um eine Altersgruppe von Kindern, die sich nicht mehr im Kindergartenalter befinden, die aber als junge Schülerinnen und Schüler auch noch nicht zur Kerngruppe der Jugendlichen gehören.

Die Chance von „Übergangskids“, sich interkulturelle Kompetenz anzueignen, ist regional unterschiedlich ausgeprägt. Während in westdeutschen, vor allem in großstädtischen Le-bensräumen mit einem hohen Anteil an Zugewanderten die alltäglichen interkulturellen Lern-chancen höher sind, ist dies in ostdeutschen Regionen mit einem niedrigen Anteil an Zuge-wanderten kaum gegeben. Erfahrungen mit internationaler Jugendbegegnung zeigen dar-über hinaus deutliche herkunftskulturelle, bildungs- und schichtspezifische Unterschiede in der Nutzung dieser Angebote.

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