Methodisches Vorgehen

In dem empirischen Forschungsvorhaben „Gewaltdelinquenz und Alkohol im Jugendalter – Herausforderungen für die Jugendhilfe“ wurden ein mehrstufiger methodischer Zugang gewählt (Flick 2015):

Aufbauend auf einer Sekundäranalyse des Datenmaterials des Forschungsprojekts „Jugendliche Gewalttäter zwischen Jugendhilfe- und krimineller Karriere“ (Meier 2015) sowie auf einer Recherche zur Präventionslandschaft und einem Expertenhearing wurden zunächst Erhebungsinstrumente entwickelt.

Anschließend wurden leitfadengestützte Interviews mit Jugendlichen und Fachkräften durchgeführt. Insgesamt wurden in dem Forschungsvorhaben 25 Mädchen und Jungen, die bereits durch (Gewalt-)Straftaten unter Alkoholeinfluss aufgefallen waren, zu ihren lebensweltlichen Erfahrungen mit Gewaltdelinquenz, Alkoholkonsum und damit verbundenen Gruppenprozessen sowie ihren Kontakten zu Fachkräften der Kinder- und Jugendhilfe befragt, um den Adressatenbedarf zu umschreiben. In 18 Interviews mit 25 Fachkräften wurde der Status quo im institutionellen Umgang mit gewalt- und alkoholbelasteten Jugendlichen erhoben.

Erkenntnisse, die sich aus der Auswertung der Jugendlichen- und Fachkräfteinterviews ergaben, mündeten in Gruppendiskussionen mit Fachkräften aus verschiedenen Institutionen, mit dem Ziel, Chancen und Grenzen von Ansätzen der Jugendhilfe aufzuzeigen und zur Weiterentwicklung des Passungsverhältnisses von Angebotsstruktur und Adressatenbedarf beizutragen.

Abschließend wurden die verschiedenen Erkenntnisse in einer Gesamtauswertung zusammengeführt und im Rahmen eines Validierungsworkshops mit Vertreterinnen und Vertretern der Fachpraxis diskutiert und validiert.

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