Konzeption und Methode

Im Projekt werden die Voraussetzungen und Konsequenzen der Platzierung im Übergangssystem für den weiteren Bildungs- und Ausbildungsverlauf von Jugendlichen mit Hauptschulbildung untersucht. Die Datenbasis bilden die 10 Erhebungswellen des DJI-Übergangspanels. Diese umfassen den Zeitraum vom März 2004 bis zum November 2009.

Analytisch wird der gesamte Übergangsprozess in zwei Teilprozesse aufgeteilt: Im ersten Teilprozess wird die Einmündung Jugendlicher in das Übergangssystem als Produkt der individuellen und kontextuellen Bedingungen in der Phase der Beendigung des Pflichtschulbesuches betrachtet. Hier werden Pläne für Anschlüsse nach der Schule entwickelt oder modifiziert, Handlungssituationen definiert, wird die Einmündung ins Übergangssystem gegenüber anderen möglichen Alternativen gewichtet und werden Entscheidungen über Alternativen unter den gegebenen Restriktionen getroffen.

Im zweiten Teilprozess sind der Aufenthalt im Übergangssystem, der Austritt aus dem Übergangssystem und die Einmündung in darauf folgende Anschlüsse Gegenstand der Analyse. Entsprechend der weiteren Pläne, der wahrgenommenen Handlungsalternativen und der Wahl einer Alternative unter den gegebenen institutionellen und strukturellen Restriktionen des Ausbildung- und Arbeitsmarktes erfolgen Übergänge zwischen Bildungs- und Qualifizierungsangeboten des Übergangssystems oder wird das Übergangssystem verlassen.

Da es zentral um die Analyse von Verläufen und Verlaufsprozessen in Kontexten geht, werden Verfahren der Ereignisanalyse/Verlaufsanalyse eingesetzt. Für die verfolgten Fragestellungen eignet sich außerdem insbesondere eine Mehrebenen¬ereignisanalyse, da sie einer hierarchischen, im Längsschnitt erfassten Datenstruktur angemessen ist. Ziel wird es u. a. sein, Mehrebenenmodelle mit einer Dreiebenenstruktur zu bilden – so z.B. eines, bei dem Personen in Schulen und Schulen in Regionen, oder eines, bei dem Personen in Maßnahmen des Übergangssystems und Maßnahmen des Übergangssystems in Regionen eingebettet sind. Durch die Kontrolle der Kontext-, Schul- und Maßnahmeeffekte lässt sich die Mehrebenenstruktur der Daten adäquat berücksichtigen.
Zur Vorbereitung der Verlaufsmodellierung werden weiterhin typologisierende Sequenzanalysen durchgeführt. Ziel dieses Schrittes ist es, Verlaufsmuster zu identifizieren. Zudem kann in diesem Schritt beleuchtet werden, wie differenziert die Übergangsmuster in der Stichprobe sind und welche Verlaufsformen empirisch vorkommen.

Contact

+49 89 62306-144
Deutsches Jugendinstitut
Nockherstr. 2
81541 Munich

Additional Information

Diese Seite verwendet Cookies um die Funktionalität sicherzustellen, Zugriffe zu analysieren und die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern.
Durch die weitere Verwendung stimmen Sie der Verarbeitung von Cookies zu. Weitere Informationen und Hinweise zum Widerspruch finden Sie in der Datenschutzerklärung.