Aufgrund der mittlerweile hohen Verfügbarkeit von Daten in der empirischen Bildungsforschung, besteht dementsprechend auch erhöhter Bedarf nach gutem Forschungsdatenmanagement sowie möglichst einheitlichen Qualitätsstandards bei der Übergabe der Daten an ein Forschungsdatenzentrum oder Datenarchiv, um die Nachnutzung der Daten sicherzustellen.

Zu diesem Zweck werden in dem Projekt "Entwicklung und Erprobung von Kurationskriterien und Qualitätsstandards von Forschungsdaten im Zuge des digitalen Wandels im deutschen Wissenschaftssystem" Domain – Data – Protokolle (DDPs) entwickelt, um den Umgang mit Forschungsdaten in der empirischen Bildungsforschung zu verbessern und weiter zu professionalisieren. Bei DDPs handelt es sich um öffentliche und referenzierbare Muster – Standardprotokolle für das Datenmanagement (Science Europe 2018), die eine Vorlage darstellen, auf die Forschende bei der Erstellung ihres Datenmanagementplans zurückgreifen können. Konkret sollen die DDPs den Forschenden in der empirischen Bildungsforschung dabei unterstützen, qualitätsgesicherte und nachnutzbare Daten zu produzieren, die den aktuellen Anforderungen an Forschungsdaten im Hinblick auf Reproduzierbarkeit, FAIRness und Open Science entsprechen. Die DDPs Des Weiteren sollen durch die Protokolle der Datenschutz und die ethischen Grundsätze von vorne herein gewahrt werden. Damit erhalten die Forschenden mit den DDPs ein Werkzeug, welches bei der Erstellung von Datenmanagementplänen immens behilflich sein wird.

Ein Hauptziel der DDPs ist die bereits erwähnte Herstellung der möglichst breiten Nachnutzbarkeit der erhobenen Forschungsdaten. Um das zu gewährleisten werden alle wichtigen Aspekte bei der Erhebung, Aufbereitung und Dokumentation sowie dem Management der Daten miteinbezogen. Dies betrifft insbesondere den Aufbau und Organisation von Datensätzen, Benennung von Variablen, Erstellung von Dokumentation, Verwendung geeigneter Datenformate oder den Einsatz informierter Einwilligungserklärungen, die in den Protokollen beschrieben werden. Daten, die gemäß den zu entwickelnden Protokollen erhoben und verarbeitet wurden, sind am Projektende optimal für die Übergabe an ein Forschungsdatenzentrum, Repositorium oder Datenarchiv vorbereitet, damit sie dort nachhaltig archiviert und zur Nachnutzung durch Dritte bereitgestellt werden können. 

Ein weiteres Ziel, welches mit der Entwicklung der DDPs angestrebt wird, wird die effizientere Gestaltung der Beantragung von Fördermittel und die damit verbundenen Begutachtungs- und Monitoringprozesse hinsichtlich der Kosten des Datenmanagements betreffen. Mit den Protokollen soll es möglich werden, die für das Forschungsdatenmanagement notwendigen Ressourcen und Kosten für das jeweilige Projekt besser abschätzen und einplanen zu können.  

Die Entwicklung der DDPs ist ein Verbundsprojekt bestehend aus zwölf Instituten, welche in verschiedenen Arbeitspaketen involviert sind. Das DJI wird bei den Studien mit mehreren Befragtengruppen (Multi – Actor Perspektive) und Studien mit Daten aus Fremdbericht/Fremdbeobachtung sowie bei Studien welche die Datenerhebung an Dritte auslagern zuständig sein.

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