Arbeitsstelle Kinder- und Jugendkriminalitätsprävention
Die Arbeitsstelle Kinder- und Jugendkriminalitätsprävention wurde 1997 gegründet und bietet Fachpraxis, Politik, Medien und Forschung wissenschaftsbasierte Informationen. Zentrale Aufgabe ist das Monitoring und die Bewertung von aktuellen Entwicklungen im Bereich der Delinquenz und Viktimisierung von jungen Menschen sowie von Konzepten der Kriminalitätsprävention der Kinder und Jugendhilfe, Schule, Polizei und Justiz. Dazu stellt sie Erkenntnisse aus wissenschaftlichen Studien und Statistiken zusammen und ordnet diese in die Diskurse von Fachpraxis und Politik ein. Die Arbeitsstelle führt darüber hinaus eigene wissenschaftliche Erhebungen durch, die z. B. Herausforderungen in der Fachpraxis adressieren oder Wirkungen von Maßnahmen untersuchen.
Aktuelle Forschungsthemen der Arbeitsstelle
Aktuelle Meldungen
Die Arbeitsstelle auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft
Sabrina Hoops wird auf dem diesjährigen DGfE-Kongress (22.–25.03.2026) zum Thema „Brüche“ mit einer Posterpräsentation vertreten sein. Das Poster beschäftigt sich mit der Partizipation junger Menschen in Freiheitsentziehender Unterbringung. Grundlage ist eine Längsschnittstudie der Arbeitsstelle, die Wirkfaktoren und Entwicklungsverläufe in der Freiheitsentziehenden Unterbringung untersucht. Das Poster trägt den Titel: „Es wird halt immer alles über einen hinweg entschieden.“
Die Arbeitsstelle auf dem Deutschen Präventionstag
Die Arbeitsstelle wird auf dem diesjährigen Präventionstag (13.–14.04.2026) mit dem Thema „Künstliche Intelligenz in der Prävention“ mit zwei Vorträgen vertreten sein. Diana Willems wird am 14.04.2026 einen Kurzvortrag zum Thema „Strategien im Umgang mit gewaltauffälligen Kindern“ halten (09:20 Uhr, Raum 27/28). Bernd Holthusen wird am selben Tag zum Thema „Wie blicken junge Menschen auf die Häuser des Jugendrechts“ referieren (12:00 Uhr, Neuer Saal). Darüber hinaus ist das Deutsche Jugendinstitut mit einem Messestand auf dem Kongress vertreten.
Neuigkeiten der Arbeitsstelle aus dem Themenschwerpunkt Freiheitsentziehende Unterbringung
Mit der fünften Befragungswelle konnten wir kürzlich die Erhebungsphase unserer Längsschnittstudie zur Freiheitsentziehenden Unterbringung in der Kinder- und Jugendhilfe abschließen. Die aktuelle Erhebung lief seit dem Frühjahr dieses Jahres, insgesamt haben sich 12 Jugendliche beteiligt. Bereits im Sommer 2022 startete die erste Welle mit 18 jungen Menschen. Hervorzuheben ist die erfreulich hohe Teilnahmestabilität. Ein großer Teil der Jugendlichen hat über alle fünf Erhebungszeitpunkten an den Interviews teilgenommen – ein zentraler Aspekt für die Qualität der Ergebnisse.
Mit dem Abschluss der Erhebungsphase setzen wir nun die bereits begonnen Datenauswertungen fort und bereiten die Dissemination der Ergebnisse vor.
Zudem haben wir im August die aktuelle Fassung der Übersicht der Einrichtungen veröffentlicht, die nach §1631b BGB freiheitsentziehend unterbringen können. Diese Liste wird jährlich aktualisiert und kann über unseren E-Mail-Verteiler automatisch bezogen werden.
„Aktuelles Thema“ der Arbeitsstelle neu erschienen: Junge Menschen und Gewaltdelikte mit Messern
In den Medien gibt es aktuell immer wieder Berichte von jungen Menschen, die andere junge Menschen mit Messern angreifen. Die Arbeitsstelle hat dies zum Anlass genommen, Studien zum Thema „Waffengewalt“ zu recherchieren und auszuwerten. Lilli Geber, Praktikantin der Arbeitsstelle vom 01. April bis 30. Juni, hat die Auswertung und Recherche übernommen. Sabrina Hoops von der Arbeitsstelle fragt Lilli Geber in einem Interview nach den Ergebnissen.