Das Aufwachsen von Kindern wird heute als gesamtgesellschaftliche Gestaltungsaufgabe verstanden. Die Fachgruppe "Bildungsorte und sozialstaatliche Leistungen für Kinder" rückt die Akteure, Maßnahmen und Institutionen in den Blick, die das Aufwachsen von Kindern begleiten.

Die Institutionalisierung von Kindheit bildet einen wichtigen Fokus der Arbeiten der Fachgruppe. Aktuelle Projekte setzen sich mit dem U3-Ausbau und seinen Folgeproblemen sowie der strukturellen und konzeptionellen Entwicklung von Ganztagsschulen auseinander. Sie beobachten die sich neu etablierenden Arrangements öffentlicher und privater Verantwortungsteilung sowie die Auswirkungen auf die Alltagserfahrungen und Teilhabechancen von Kindern. Zugleich setzt die Fachgruppe Impulse für die qualitative Weiterentwicklung dieser Angebote. Hierbei beteiligt sie sich auch an internationalen Debatten zu Fragen des Qualitätsmonitoring und der Qualitätssteuerung.

Einen weiteren Schwerpunkt der Forschungsarbeiten bildet der sozialpolitische Umgang mit Fragen sozialer Ungleichheit von Kindern. Entwicklungen im System familien- und sozialpolitischer Maßnahmen werden beobachtet und ihre Auswirkungen auf Kinder beleuchtet. Darüber hinaus geht die Fachgruppe der Frage nach, welchen Beitrag Bildungs- und Betreuungsangebote sowie unterschiedliche Bildungsorte zum Abbau, aber auch zur Reproduktion und Verstärkung ungleicher Teilhabechancen leisten. Dazu werden milieuspezifische und regional unterschiedliche Betreuungskulturen und Bildungszugänge analysiert.

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