Archiv

DJI TOP THEMEN


DJI TOP THEMA Juni 2015
Migrationsspezifika beim Übergang von der Schule in die Ausbildung?

Über 500.000 junge Menschen beginnen in Deutschland jedes Jahr nach der Schule eine duale Ausbildung. Einerseits haben Betriebe zunehmend Schwierigkeiten, ihre Lehrstellen zu besetzen. Andererseits gibt es viele junge Menschen, denen der Einstieg in eine Ausbildung nicht unmittelbar gelingt. Dies trifft überproportional häufig auf Jugendliche mit einer Zuwanderungsgeschichte zu – einer zum Teil sehr hohen Bildungsaspiration zum Trotz. Anhand ausführlicher Interviews hat ein Forscherteam des DJI untersucht, wie Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund ihre Berufsbiografie gestalten, wer sie unterstützt und wie sie das Hilfesystem einschätzen.

weiter


DJI TOP THEMA März 2015 #SeitgesternbinichbeiAlKaida!
Jugendliche, Radikalisierung und Prävention

LogoPolitik und Gesellschaft sehen sich derzeit mit verschiedensten gewaltbereiten Gruppierungen konfrontiert. In jüngster Zeit rücken besonders die demokratie- und menschenfeindlichen Phänomene des gewaltorientierten Salafismus und Dschihadismus in den Fokus. Wie auch im Rechtsextremismus gelten junge Menschen als besonders gefährdet, sich dem gewalttätigen Spektrum dieser Gruppen anzuschließen. Insofern sind neben sicherheitspolitischen Aktivitäten auch pädagogische Strategien gefragt – um mit jungen Menschen vorbeugend zu arbeiten, aber auch, um denjenigen Hilfestellung zu leisten, die in diese Szenen abzugleiten drohen oder Unterstützung beim Wiederaussteig suchen.
weiter


DJI TOP THEMA Dezember 2014
Ist das deutsche Kita-System sozial ausgewogen?

Der Zugang zu Bildung, Erziehung und Betreuung sollte unabhängig vom Erwerbsstatus bzw. den finanziellen Ressourcen der Eltern oder der Zugehörigkeit zu einem regionalen Sozialraum für alle Kinder gewährleistet sein. DJI-Analysen zeigen, dass soziale Selektionsmechanismen oder ungleiche Belastungen auch im Bereich der Kindertagesbetreuung wirksam waren bzw. sind. Die Einführung eines uneingeschränkten Rechtsanspruchs auf einen Betreuungsplatz seit August 2013 ist ein erster Schritt in die richtige Richtung, um dem entgegenzusteuern. Dennoch bleiben Kommunen in der Pflicht, für den weiteren Abbau von Benachteiligungen zu sorgen.

weiter


DJI TOP THEMA September 2014
Armutsrisiko Familie – was ist uns Familie wert?

Logo © JackF - FotoliaKinder sind teuer. An die 120.000 Euro werden im Schnitt in den Nachwuchs investiert, bis er volljährig ist. Besitzt ein Ehepaar ohne Kinder durchschnittlich ein Nettovermögen von 108.000 Euro, so verfügt ein Paar mit zwei Kindern nur über 50.000 Euro. Besonders schlecht stehen Alleinerziehende da: Ein Single mit zwei Kindern verfügt im Mittel nur über 21.000 Euro. Sind Kinder also ein Armutsrisiko? Eine an sozialer Gerechtigkeit ausgerichtete Familienpolitik müsste das verhindern. Aber greifen die rund 150 familienpolitischen Maßnahmen, für die der Staat pro Jahr rund 125 Mrd. Euro ausgibt? Was kann getan werden, um armen Familien dauerhaft aus der Arbeitslosigkeitsspirale zu helfen, aber auch Mittelstands-Familien vor dem Abrutschen in die Armut zu schützen. Ein ökonomischer Blick auf Familien in Not und eine Suche nach Alternativen und Perspektiven.

weiter


DJI TOP THEMA Juni 2014
Das Recht auf den Platz – Tagesbetreuung für
Kinder unter drei Jahren auf dem Prüfstand

LogoSeit gut zehn Monaten haben Eltern in Deutschland ein Anrecht auf einen Platz für ihre Kleinkinder – in einer Kita oder bei einer Tagesmutter. Die befürchtete Klagewelle ist zwar ausgeblieben. Dennoch gibt es einzelne folgenreiche Urteile – besonders mit Blick auf Kostenerstattungen sowie die Vergleichbarkeit von Einrichtungen und Tagespflege. Auf jeden Fall ist aufgrund der veränderten Rechtslage ein „Ruck“ durch die kommunalen Reihen gegangen. Mancherorts wurde fieberhaft gebaut und ausgebaut, in Teilen herrscht aufgrund des demographischen Wandels und der Landflucht heute sogar ein Überangebot. Vielfach stimmen Angebot und Nachfrage hinsichtlich der Betreuungszeiten oder -umfänge nur unzureichend überein. Wie stark die Angebote und die Bedarfslage sowie die Wünsche der Eltern differieren – und zwar auf Landes- wie auf kommunaler Ebene, veranschaulicht der Betreuungsatlas 2013. Und neueste Auswertungen des DJI-Surveys AID:A untersuchen, ob der Rechtsanspruch möglicherweise einen Einstellungswandel zur Folge hat.
weiter


DJI TOP THEMA Mai 2014
Typisch Mann, typisch Frau?! Haben die alten Stereotype ausgedient?

Aus geschlechterwissenschaftlicher Perspektive hat sie schon lange ausgedient: Die Geschlechtsrollentheorie aus den 1940er Jahren wird von den modernen Sozialwissenschaften und der Frauenforschung aus unterschiedlichen Gründen als unzulänglich und überholt kritisiert. Hartnäckig hält sich jedoch die Manifestierung traditioneller familialer Aufgabenteilung mit Blick auf die Ausübung von Erwerbs- und Familienarbeit, was in Ermangelung von Gleichstellungsbeauftragten für innerfamiliäre Aushandlungsprozesse oft genug zu Konflikten führt. Trotz großer Beharrungskräfte sind jedoch Ansätze erkennbar, die auf ein Aufweichen kulturell geprägter Zuschreibungen von Weiblichkeit und Männlichkeit, von Mutterschaft und Vaterschaft hindeuten. Ein Wandel, der von politischer Seite durch das Schaffen entsprechender Rahmenbedingungen unterstützt werden sollte: Frauenquote und Vätermonate sind ein Anfang.
weiter


DJI INTERVIEW März 2014 mit Dr. Christine Feil und Alexander Grobbin
Apps für Kinder: DJI stellt Datenbank mit Empfehlungen bereit

Dr. Christine Feil, DJIAlexander Grobbin, DJIDie Datenbank „Apps für Kinder“ enthält Rezensionen von Applikationen für Tablets und Smartphones mit dem Ziel, Eltern und pädagogisches Fachpersonal über die Vielfalt und Qualität der Angebote zu informieren. Sie wird im DJI-Projekt Digitale Medien in der Lebenswelt von Klein- und Vorschulkindern in Kooperation mit Blickwechsel e.V., klick-tipps.net und der Stiftung Lesen erstellt und kontinuierlich erweitert.
zum Interview


DJI TOP THEMA Januar 2014
Traumziel Deutschland: Kinder auf der Flucht

CoverMit dem TOP THEMA lenkt das DJI das Augenmerk auf die Lebenssituation minderjähriger Flüchtlinge in Deutschland. Das Ziel: den gut 22.000 Kindern und Jugendlichen in Lagern und Übergangsunterkünften im familiären Umfeld mehr und bessere Hilfe zukommen zu lassen.                 
weiter

 


DJI INTERVIEW Januar 2014 mit Bettina Arnoldt, Dr. Christine Steiner und Peter Furthmüller
Ganztagsschule auch für Mittel- und Oberstufe?

Auf die Ganztagsschule richten sich große Hoffnungen. Sie soll es nach Meinung von Teilen der Politik und Fachleuten richten, wenn es um eine verbesserte Bildungschancen und -teilhabe für alle Kinder und Jugendlichen geht. Vielerorts wird der Ausbau von den Kommunen „bedarfsorientiert“ vorangetrieben – allerdings zumeist konzentriert auf die jüngeren Jahrgangsstufen. Ist dies durch den Mangel an Ressourcen begründet? Oder geht die Ganztagsidee am Interesse der Älteren in der Schülerschaft vorbei? Das Team der seit 2004 laufenden Studie zur Entwicklung von Ganztagsschulen (StEG) hat im Auftrag der Geschäftsstelle des Zentrums Eigenständige Jugendpolitik eine Expertise erstellt, die diesen Fragen nachgeht.
zum Interview


August 2013
Die 45-Stunden-Woche für Kita-Kinder? Flexible und intensive Betreuungszeiten in der Diskussion

Für den Umfang der Betreuung ihrer Kleinkinder, auf die Eltern seit 1. August einen Rechtsanspruch haben, gibt es sowohl eine Mindeststundenzahl als auch eine empfohlene Obergrenze. Laut einer DJI-Erhebung wünschen sich zwei Drittel der Eltern in Ostdeutschland für ihre ein- und zweijährigen Kinder einen ganztägigen Betreuungsplatz. Im Westen sind dies weniger als ein Drittel der Eltern, hier wird eher ein Ausbau der erweiterten Halbtagesplätze gewünscht. Bundesweit wird die Betreuung in einer Kita der Kindertagespflege vorgezogen. Nachdenklich stimmen die Befunde, dass jedes vierte Kind besonders lang – in einigen Fällen bis zu 70 Stunden pro Woche – außerhäuslich betreut werden soll.
Zum Online-Thema


26. Juni 2013: 50 Jahre DJI

Das Deutsche Jugendinstitut widmet sich seit mittlerweile fünf Jahrzehnten einer ganzen Reihe von Themen, die für das Zusammenleben der Menschen in Deutschland relevant sind wie ARBEIT, BENACH­TEILI­GUNG, BERICHTERSTATTUNG, BILDUNG, FAMILIE, GENDER, JUGEND, JUGENDHILFE, KINDHEIT, KINDER­BETREUUNG, MEDIEN, MIGRATION oder SURVEYFORSCHUNG.
An der Jubiläumsveranstaltung im Juni 2013 nahmen rund 450 Gäste teil. BR-alpha erstellte aus diesem Anlass in Kooperation mit dem DJI eine Dokumentarfilmreihe „Zwischen Kindheit und Erwachsensein“.
zur Bilderstrecke
Pressemeldung des BMFSFJ
Sonderheft Impulse


Mai 2013
Der DJI-Kinder-Migrationsreport: Kinder mit fremden Wurzeln in Deutschland

Rund ein Drittel der Kinder unter 15 Jahren in Deutschland hat einen Migrationshintergrund. Gleichwohl sind neun von zehn von ihnen in Deutschland geboren, sieben haben die deutsche Staatsbürgerschaft. Die meisten leben in Familien mit hohem sowie mittlerem Berufs- und Bildungsniveau. Und obwohl die Mehrheit der Kinder mit Zuwanderungshintergrund nicht in Armut lebt, verfügen sie deutlich häufiger als Kinder ohne Migrationshintergrund über nur geringe kulturelle, soziale und ökonomische Ressourcen im Elternhaus.
Download Migrationsreport
Zum Online-Thema


März 2013
Wie entwickelt sich die Kindertagespflege in Deutschland

Tagesmütter und -väter sind ein wichtiges Element beim Ausbau des Betreuungsangebots für Kinder unter drei Jahren. Das DJI begleitet die Entwicklung in der Kindertagespflege seit den 1970er Jahren. Aktuell legt es einen Evaluationsbericht vor, der Daten zum quantitativen und qualitativen Ausbau dieser Betreuungsform von 2009 bis 2012 an 160 Modellstandorten in Deutschland ausgewertet hat, mit Erkenntnissen zu regional stark variierenden Formen der Gewinnung, Vermittlung und Qualifizierung von Tagespflegepersonen. Ebenfalls abgeschlossen sind mit dem „Kompetenzprofil Kindertagespflege“ die Vorarbeiten für ein neues Qualifizierungshandbuch, das am DJI erstellt wird.
weiter


Februar 2013
Jugendgewalt – Mythen, Muster, Maßnahmen

Dramatische Einzelfälle prägen heute das mediale Bild einer Jugend, die zunehmend enthemmt und ungebremst gewalttätig ist. DJI Online präsentiert einige Zahlen und Fakten zur Entwicklung von Jugendgewalt in den vergangen Jahren, aufgeschlüsselt nach Altersgruppen, Delikten und Geschlecht sowie einen Blick auf das Zusammenspiel von Polizei, Justiz, Schule, Jugendhilfe und Eltern. Zudem werden mit dem „Blick von außen“ die jüngsten gesetzlichen Änderungen – mit denen versucht wird, die kriminellen „Karrieren“ jugendlicher Intensivtäter zu stoppen – auf den Prüfstand gestellt.
weiter


Februar 2013
Alles unter einen Hut bekommen: Alltägliche Lebensführung vor neuen Herausforderungen

DJI Online Gespräch mit Prof. Dr. Angelika Diezinger (Hochschule Esslingen)
Das in den 1980er Jahren entworfene soziologische Konzept der „Alltäglichen Lebensführung“ gründet darauf, dass Menschen ihr Leben heute weitaus aktiver gestalten müssen als früher. Vor allem Familien stellt dies immer wieder vor die Herausforderung des „Doing Family“, also alle Bedürfnisse und Aktivitäten der einzelnen Mitglieder in den verschiedensten Lebensbereichen konstruktiv aufeinander abzustimmen. Angelika Diezinger hat einen Forschungsaufenthalt als Gastwissenschaftlerin am DJI genutzt, um ihre Arbeiten zum Thema „Alltägliche Lebensführung“ fortzusetzen.

weiter


Dezember 2012
Was und wie suchen Kinder im Internet?

Die Gefahr, dass Kinder, die im Internet mit Suchdiensten für Erwachsene wie etwa Google recherchieren, auf altersunangemessene Inhalte stoßen, ist groß. Einen geschützten Suchraum bieten spezielle Kindersuchmaschinen wie „Blinde Kuh“, „fragFINN“ und „Helles Köpfchen“. Eine DJI-Studie hat untersucht, was Kinder dort suchen, wie sie dabei vorgehen und mit den Rechercheergebnissen umgehen.
weiter


Dezember 2012
Das Problemzentrierte Interview in der Qualitativen Sozialforschung

DJI Online Gespräch mit Dr. Herwig Reiter, Zentrum für Dauerbeobachtung und Methoden (DJI)
Das Problemzentrierte Interview in der Qualitativen Sozialforschung Das in den 1970er Jahren von Andreas Witzel entwickelte Problemzentrierte Interview ist heute ein Standardhandwerkszeug der qualitativen Sozialforschung. Gemeinsam mit Witzel hat Dr. Herwig Reiter (DJI) ein Buch verfasst, das Erfahrungen aus Praxis und Lehre dieser speziellen Interviewführung der letzten drei Jahrzehnte aufnimmt. DJI Online hat mit ihm über Grundlagen, häufige Irrtümer und das Verhältnis von quantitativer und qualitativer Forschung gesprochen.
weiter


November 2012
Wie kommt der Ausbau der U3-Betreuung voran?

DJI Online Gespräch mit Dr. Matthias Schilling, Forschungsverbund DJI/TU Dortmund
Innerhalb der letzten fünf Jahre hat ein erheblicher Ausbau des Platzangebots in der Betreuung unter Dreijähriger stattgefunden. Dennoch fehlen nach den aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes mit Blick auf das gesetzte Ausbauziel für August 2013 weitaus mehr Krippenplätze als angenommen. Bundesweit müssen noch 220.000 Plätze geschaffen werden. DJI Online hat mit Dr. Matthias Schilling über die Ausbaudynamik in Ost und West sowie auf Länderebene und in den Kommunen gesprochen.
weiter


November 2012
DJI-Länderstudie: Große regionale Unterschiede bei Bedarf und Nutzung der U3-Kinderbetreuung

DJI Online Gespräch mit Dr. Christian Alt, DJI
Mit dem 2008 verabschiedeten Kinderförderungsgesetz (KiFöG) wurde ein Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für Kinder unter drei Jahren (U3) ab August 2013 festgeschrieben. Die jährlich im Mai vorgelegten KiFöG-Berichte geben seitdem Auskunft über den Stand des „bedarfsgerechten“ Ausbaus. Schätzungen der soeben mit Bezug auf die aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes vorgelegten DJI-Länderstudie zufolge wird der durchschnittliche Bedarf 2013 bei 39,4 Prozent liegen. Zudem wird deutlich, dass es zwischen den einzelnen Bundesländern hinsichtlich der gewünschten und der tatsächlichen Betreuungssituation große Differenzen gibt. Dr. Christian Alt, stellvertretender Leiter des Zentrums für Dauerbeobachtung am DJI und für die Länderstudie verantwortlich, spricht mit DJI Online über die aktuellen Ergebnisse.
weiter


Oktober 2012
Jugendzentren – ein Angebot mit Zukunft?

Das Jugendzentrum als Raum der freien Entfaltung gerät heute zunehmend unter den Erwartungsdruck der Bildungs- und Sozialpolitik. Enorme Konkurrenz ist zudem durch die neuen Medien mit ihren Kommunikations- und Spielangeboten entstanden. Eine klare Positionierung der Jugendzentren für die zukünftige Entwicklung scheint geboten. Detaillierten Aufschluss über den Status Quo geben die Daten zu Einrichtungszahl und Personalausstattung sowie die Angaben von 1.700 Jugendzentren zu deren Angeboten, zur Struktur der Besucher/innen sowie den Themen Inklusion und Partizipation, die das DJI in einer erstmalig bundesweit durchgeführten Erhebung ausgewertet hat.
weiter


Oktober 2012
Qualitätssicherung im Kinderschutz verbessern

DJI Online Gespräch mit Christiane Gerber, DJI
Trotz umfangreicher vorliegender empirischer Befunde krankt die öffentliche und fachliche Debatte zur Qualitätsentwicklung des Kinderschutzes bisweilen immer noch am schlechten, bisweilen gänzlich fehlenden Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis in der Kinder- und Jugendhilfe. Um diesen Dialog zu fördern, hat das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) zu einem Workshop eingeladen. Ziel war es, aktuelle Befunde und Erkenntnisse aus der Forschung vorzustellen und gemeinsam mit der Praxis und der Politik ihre Bedeutung für die Qualitätsentwicklung zu diskutieren. In November erscheint eine Dokumentation des Workshops. DJI Online hat vorab mit Christiane Gerber (DJI) über die zentralen Ergebnisse gesprochen.
weiter


September 2012
Facebook, Flöte, Fußball: Bilanz der MediKuS-Studie

DJI Online Gespräch mit Mariana Grgic und Prof. Dr. Thomas Rauschenbach (beide DJI)
Medien, Kultur und Sport sind bedeutsame Lernfelder für junge Menschen – unabhängig davon, wo und wie sie damit in Kontakt kommen. Das Projekt „Medien, Kultur und Sport bei jungen Menschen“ (MediKuS) hat kulturelle, mediale und sportive Aktivitäten von Kindern und Jugendlichen in Deutschland untersucht. Bei dieser Zusatzerhebung der DJI-Studie „Aufwachsen in Deutschland: Alltagswelten“ (AID:A) wurden knapp 5.000 junge Menschen im Alter zwischen 9 und 24 Jahren telefonisch befragt. Kooperationspartner war das Deutsche Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF). Über die Ergebnisse, die Ende September in München präsentiert wurden, hat DJI Online mit dem DJI-Direktor Prof. Dr. Thomas Rauschenbach und der Projekt-Koordinatorin Mariana Grgic (DJI) gesprochen.
weiter


August 2012
AID:A-Befunde zur Lebenssituation allein­erziehender Mütter

In den vergangenen 25 Jahren ist der Anteil der Ein-Eltern-Familien von 14 auf 19 Prozent gestiegen. Bei Alleinerziehenden handelt es sich überwiegend um Frauen. Obwohl das Armutsrisiko für Alleinerziehende besonders groß ist, besteht nach Analysen des DJI-Surveys „Aufwachsen in Deutschland: Alltagswelten – AID:A“ kein Anlass zu Dramatisierungen. Alleinerziehende, die gut vernetzt sind, leben ähnlich wie Mütter in Partnerschaften. Belastungen entstehen eher dann, wenn für Mütter – unabhängig davon, ob sie mit einem Partner zusammenleben oder nicht – Berufstätigkeit und Familie zu vereinbaren sind.
weiter


Juli 2012
Der 4. Nationale Bildungsbericht

DJI Online Gespräch mit DJI-Direktor Prof. Dr. Thomas Rauschenbach
Prof. Dr. Thomas Rauschenbach, Direktor des Deutschen Jugendinstituts und Professor an der Universität Dortmund, ist Mitautor des vierten nationalen Bildungsberichts, der gerade von der Kultusministerkonferenz und dem Bundesbildungsministerium vorgestellt wurde. Im Gespräch mit DJI Online nimmt er Stellung zu den Ergebnissen des Berichts und erläutert die Hintergründe.
weiter


Juni 2012
Erwerbsarrangements und das Wohlbefinden von Eltern in Ost- und Westdeutschland

Bei Eltern in Ostdeutschland ist es deutlich häufiger der Fall, dass Mutter und Vater beide Vollzeit arbeiten – auch über die unterschiedlichen Familienphasen hinweg. In Westdeutschland sind das traditionelle Modell mit dem Vater als Alleinernährer und das semi-traditionelle mit einer in Teilzeit arbeitenden Mutter die am häufigsten praktizierten Varianten der Vereinbarkeit. Obwohl in Ostdeutschland das egalitäre Erwerbsmodell mindestens von jedem zweiten Elternpaar praktiziert wird, scheint dies nicht als besondere Belastung gesehen zu werden. Vielmehr seien ostdeutsche Eltern in ihrer Freizeit familienzentrierter und haben mehr Freude an ihrer Familie, so das überraschende Ergebnis einer Auswertung des DJI-Surveys „Aufwachsen in Deutschland: Alltagswelten“, AID:A.
weiter


Juni 2012
Gleiche Chancen für alle? Der erste Jugendmigrationsreport des DJI

DJI Online Gespräch mit Kirsten Bruhns (DJI)
Zum ersten Mal hat das DJI verstreut vorliegende Daten zur Bildungssituation von Jugendlichen mit Migrationshintergrund zusammengestellt und ausgewertet. Der Gesamtreport steht im Internet als PDF-Version zur Verfügung. Das aktuelle DJI Impulse Heft präsentiert eine Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse. DJI Online hat mit Kirsten Bruhns über Kriterien, Einflussfaktoren und die mögliche Gefahr einer Kulturalisierung gesprochen.
weiter


Mai 2012
Qualität der Kindertagesbetreuung muss weiter verbessert werden

DJI Online Gespräch mit Prof. Dr. Bernhard Kalicki (DJI)
Mit der Nationalen Untersuchung zur Bildung, Betreuung und Erziehung in der frühen Kindheit (NUBBEK), wurde in Deutschland der Versuch unternommen, in einer multizentrischen Studie die Qualität des Früherziehungssystems zu untersuchen. Die Ergebnisse, die kürzlich in Berlin präsentiert wurden, geben Aufschluss über die pädagogische Qualität in verschiedenen Formen außerfamiliärer Betreuung sowie in den Familien, ergänzt um einen speziellen Blick auf Kinder mit russischem und türkischem Migrationshintergrund. Einbezogen in die 2010 und 2011 durchgeführten Erhebungen wurden rund 2.000 Kinder im Alter von zwei und vier Jahren mit ihren Familien. Das DJI ist einer von sieben Kooperationspartnern. DJI Online hat mit Prof. Dr. Bernhard Kalicki über die teils alarmierenden Ergebnisse gesprochen.
mehr Informationen


März 2012
Wege in die Selbstständigkeit im Geschlechtervergleich

Junge Frauen ziehen früher von zuhause aus, gehen früher feste Partnerschaften ein und bleiben emotional der Herkunftsfamilie stärker verbunden. Dies ist das Fazit einer DJI-Studie, in der die Verselbstständigungsprozesse von jungen Menschen im Alter von 13 bis 32 Jahren untersucht wurden. Auswertungsbasis waren vornehmlich Daten des im Jahr 2009 erhobenen DJI-Surveys AID:A „Aufwachsen in Deutschland: Alltagswelten“. Der Geschlechtervergleich bezieht sich insbesondere auf die Prozesse der Verselbstständigung von jungen Frauen und jungen Männern unter Berücksichtigung ihrer Bildungsressourcen und ihrer beruflichen Etablierung. Weitere Ergebnisse legt die Studie zu Entwicklung der sozialen Beziehungen und dem Bedeutungswandel der Herkunftsfamilie beim Schritt ins Erwachsenenleben vor.
weiter


März 2012
Anlagenelektronikerin statt Kosmetikerin? Wie man Hauptschülerinnen hilft, ihr Berufsauswahlspektrum zu erweitern

DJI Online Gespräch mit Irene Hofmann-Lun (DJI)
Wegen des demographischen Wandels droht der deutschen Wirtschaft ein Fachkräftemangel – vor allem in den technischen Berufen, aber auch im Handwerk. Um dem entgegen zu wirken und die Chancen von jungen Frauen auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt zu verbessern, möchte man ihr Interesse an Berufen im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich wecken. Während das bei Abiturientinnen schon ganz gut funktioniert, lässt sich diese Entwicklung bei den Hauptschülerinnen noch nicht feststellen, wie ein Forschungsprojekt des DJI und der Universität Hamburg belegt. Irene Hofmann-Lun erläutert die Hintergründe im DJI Online Gespräch.
weiter


Februar 2012
Qualifizierung frühpädagogischer Fachkräfte im Wandel – Positionen, Produkte, Perspektiven

Mit dem gestiegenen gesellschaftspolitischen Stellenwert frühkindlicher Bildung gehen wachsende Anforderungen an das institutionelle System der Bildung, Betreuung und Erziehung einher. Den frühpädagogischen Fachkräften kommt dabei eine Schlüsselfunktion zu. Ihre Qualifikation ist mitentscheidend für das Gelingen institutioneller frühkindlicher Bildungsprozesse. Die Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WiFF) hat 2009 damit begonnen, die äußerst heterogene und weitgehend intransparente Landschaft der fachlichen Aus- und Weiterbildung im Bereich der Frühpädagogik empirisch zu vermessen. Die Ergebnisse sind eine wichtige Grundlage, um der durch rechtliche Neuerungen stark gestiegenen Nachfrage nach gut qualifizierten Fachkräften in ausreichendem Umfang Rechnung zu tragen. DJI Online stellt zentrale Ergebnisse aus Befragungen der Weiterbildungsanbieter, Erzieher/innen sowie Lehrenden und Lernenden an Fach- und Hochschulen vor.
weiter


Februar 2012
Regionale Unterschiede bei der Fremdunterbringung von Kindern und Jugendlichen in Heimen und Pflegefamilien

DJI Online Gespräch mit Dr. Jens Pothmann (Forschungsverbund DJI – TU Dortmund, AKJStat)
Die Hilfen zur Erziehung (HzE) gehören zu den zentralen Aufgaben der Kinder- und Jugendhilfe. Dazu zählen Beratung, kurzzeitige Unterstützung für Familien wie längerfristige Unterbringung von Kindern außerhalb der Familie. Nicht zuletzt wegen der rasant steigenden Fallzahlen und Ausgaben gerieten die HzE zuletzt in die Schlagzeilen. Eine Untersuchung der Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik (AKJStat) zeigt eklatante regionale Unterschiede bei den Fremdunterbringungsquoten. Dazu hat DJI Online Dr. Jens Pothmann von der Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik einige Fragen gestellt.
weiter


Dezember 2011
Wenn Eltern sich trennen: Familienleben an mehreren Orten

Die konstant hohe Zahl von Trennungen und Scheidungen in Deutschland führt dazu, dass sich der familiäre Alltag in vielen Nachtrennungsfamilien verteilt über mehrere Haushalte abspielt. Kinder, Väter und Mütter sind zwischen den verschiedenen Wohnorten der Familie unterwegs, um in Kontakt miteinander zu bleiben – eine große Herausforderung für alle Beteiligten. Ergebnisse der Schumpeter-Nachwuchsgruppe „Multilokalität von Familie“ am DJI, gefördert durch die VolkswagenStiftung, geben nicht nur näheren Aufschluss darüber, in welch unterschiedlichen Familien- und Wohnarrangements Kinder nach einer Trennung der Eltern aufwachsen, wie häufig sie Mutter und Vater sehen, welchen Einfluss Wohnentfernungen und Sorgerecht darauf haben. Sie zeigen auch deutlich, vor welche emotionalen, organisatorischen und kommunikativen Herausforderungen das „Doing Family“ an mehreren Orten Kinder wie Eltern stellt und welche Umgangspraktiken Familien für den mehrörtigen Alltag entwickeln.
weiter


Dezember 2011
Sprachliche Förderung in der Elementarpädagogik

DJI Online Gespräch mit Prof. Dr. Bernhard Kalicki, Leiter der Abt. Kinder und Kinderbetreuung am DJI
Die sprachliche Förderung von Kindern ist mittlerweile eines der zentralen Handlungsfelder der Frühpädagogik. Da diese Thematik bislang kein fester Bestandteil der erzieherischen Ausbildung war, besteht ein großer Bedarf an berufsbegleitender Fortbildung. Das DJI entwickelt hierzu seit einigen Jahren Handlungskonzepte für die Praxis. DJI Online hat mit Prof. Dr. Bernhard Kalicki, der seit Mai 2011 die Abteilung Kinder und Kinderbetreuung am DJI leitet, über den Stellenwert der Sprachförderung in den Kitas gesprochen.
weiter

 


November 2011
Ganztagsschule: Entwicklung, Qualität, Wirkungen

DJI Online Gespräch mit Bettina Arnoldt, Peter Furthmüller und Dr. Christine Steiner (alle DJI)
Der Ausbau der Ganztagsschullandschaft bedeutet einen Paradigmenwechsel im deutschen Schulsystem. Die Studie zur Entwicklung von Ganztagsschulen (StEG), die unter Mitwirkung des DJI entstand, begleitet diesen Prozess unter Einbeziehung der Perspektiven aller Beteiligten. Die Längsschnittstudie bildet ein breite empirische Grundlage für Erkenntnisse über individuelle und institutionelle Entwicklungen, Qualitätsmerkmale und Wirkungen von Ganztagsschulen. Neben der Publikation im Juventa-Verlag sind verschiedene Beiträge von DJI-Mitarbeiter/inne/n zum Thema in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift für Erziehungswissenschaft (ZfE) erschienen. DJI Online hat mit den Projekt-Verantwortlichen im DJI, Bettina Arnoldt, Peter Furthmüller und Dr. Christine Steiner, gesprochen.
weiter


Oktober 2011
Ein guter Start ins Erwerbsleben für alle? Ausbildungsbiographien junger Menschen im Wandel

Junge Menschen stehen am Ende der Schulzeit vor entscheidenden Fragen. Der Weg, den sie danach einschlagen, wird ihr weiteres Leben nachhaltig prägen. Die 15- bis 18-Jährigen entwerfen Perspektiven für ein eigenständiges Leben und versuchen, diese nach und nach zu verwirklichen. Wie aber sind die Chancen für junge Menschen in Deutschland verteilt? Wer bekommt einen Ausbildungsplatz? Wer macht Abitur und beginnt ein Studium? Und wie prägend sind Erfolgs- und Misserfolgserlebnisse für den weiteren Lebensverlauf? Welche Perspektiven bieten sich denen, die ohne Anschluss bleiben? Auswertungen des DJI-Surveys „AID:A-Aufwachsen in Deutschland: Alltagswelten“ geben Aufschluss über Statusübergänge zwischen Schule, Ausbildung und Erwerbsarbeit.
weiter


September 2011
Die Jugendfreiwilligendienste: Chancen und Herausforderungen

Am 1. Juli 2011 ist das Bundesfreiwilligendienstgesetz (BFDG) in Kraft getreten. Mit der Aussetzung der Wehrpflicht ist auch der sogenannte Wehrersatzdienst, besser bekannt als Zivildienst, entfallen. Mit dem neu eingeführten Bundesfreiwilligendienst (BFD) möchte die Bundesregierung möglichst viele Menschen zu einem sozialen Engagement führen und als Ersatz für die wegfallenden Zivildienstleistenden als ehrenamtlich Tätige gewinnen. Einsatzbereiche sind vorrangig die bisher von den Zivildienstleistenden besetzten Plätze. Sie sollen jedoch auch auf die Felder Sport, Integration, Kultur und Bildung ausgedehnt werden und zugleich auch Menschen jenseits des Zivildienstalters ansprechen. Der BFD steht nun gleichwertig neben den bisherigen Freiwilligendiensten – dem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) und dem Freiwilligen Ökologischen Jahr (FÖJ) –, die zum Teil ebenfalls mit Fördermitteln des Bundes unterstützt werden. Eine Konstellation, die bereits im Vorfeld und besonders während der Einführungs- und Umstellungsphase für erhebliche Diskussionen gesorgt hat.
weiter


September 2011
Gesellschaftliche Beteiligung und Engagement von Jugendlichen in Zeiten des Web 2.0

DJI Online Gespräch mit Erich Sass, Manfred Bröring und Dr. Maik-Carsten Begemann (Forschungsverbund DJI/TU Dortmund)
In welchem Verhältnis stehen Freizeitverhalten, Mediennutzung und freiwilliges Engagement Jugendlicher zueinander? Ein Projektteam des Forschungsverbundes DJI/TU Dortmund hat im Kontext des DJI-Surveys AID:A (Aufwachsen in Deutschland: Alltagswelten) mögliche Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Engagementformen untersucht.
Ihr Fazit: Freiwillig engagierte Jugendliche nutzen das Netz im gleichen Maße wie ihre nicht engagierten Altersgenossen.
Computer und Internet sind integraler Bestandteil jugendlicher Freizeitgestaltung und alltägliches Hilfsmittel – auch im traditionellen Ehrenamt. Negative Einflüsse einer verstärkten Mediennutzung auf die Engagementbereitschaft Jugendlicher lassen sich nicht erkennen.
weiter


August 2011
Jugend interessierter und engagierter als ihr Ruf: DJI-Survey AID:A untersucht Formen und Potenziale politischer und sozialer Partizipation junger Menschen

Eine funktionierende Demokratie setzt die aktive Teilnahme möglichst vieler Bürger/innen voraus. Die Bereitschaft dazu ist bei der jungen Generation durchaus vorhanden, wie Ergebnisse des DJI-Surveys AID:A (Aufwachsen in Deutschland: Alltagswelten) belegen: Seit 1990 liegen die Werte für die soziale Partizipation junger Menschen stabil auf einem hohen Niveau, während politisches Interesse wie Engagement sogar zunehmen. Trotz der insgesamt guten Werte gilt es weiterhin, noch unausgeschöpfte Engagementpotenziale vor allem bei benachteiligten Jugendlichen zu aktivieren.
weiter


Juli 2011
Schulen, Internate, Heime: Konfrontiert mit sexueller Gewalt und sexuellen Übergriffen

In den letzten Jahren haben Fälle sexuellen Missbrauchs an Kindern und Jugendlichen durch Personal in Institutionen, aber auch durch Jugendliche selbst viel Aufsehen erregt. Die aufgedeckten Fälle teils systematischer sexueller Gewalt gegen Jungen und Mädchen in Institutionen haben viele Menschen erschüttert, denen das Ausmaß dieser Form von Gewalt zuvor nicht bewusst war. Im Verlauf der öffentlichen Debatten wurde zugleich erkennbar, dass es nur wenig systematisches Wissen zu sexueller Gewalt gegen Kinder, insbesondere in Institutionen, gibt. Aus diesem Grund hat die Unabhängige Beauftragte zur Aufarbeitung des sexuellen Kindesmissbrauchs, Dr. Christine Bergmann, Bundesministerin a. D., das Deutsche Jugendinstitut beauftragt, ein Forschungsprojekt zum Umgang von Institutionen mit sexueller Gewalt gegen Kinder durchzuführen. Ergebnisse des Forschungsprojekts sind in den abschließenden Bericht der Unabhängigen Beauftragten vom Mai 2011 mit eingeflossen.
weiter


Juli 2011
Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Gewalt – ein Kernthema des IzKK

DJI Online Gespräch mit Regine Derr und Helga Menne (Informationszentrum Kindesmisshandlung/ Kindesvernachlässigung IzKK)
Seit über zehn Jahren bietet das am DJI angesiedelte Informationszentrum Kindesmisshandlung/ Kindesvernachlässigung (IzKK) bundesweit und interdisziplinär Unterstützung bei der Prävention. Als Schnittstelle zwischen Forschung, Praxis und Politik dient das IzKK zudem der Vernetzung und dem Austausch auf nationaler wie internationaler Basis. Die Aufarbeitung von sexueller Gewalt gegen Kinder in Institutionen ist für das IzKK schon länger ein Thema. DJI Online hat mit Regine Derr und Helga Menne über die aktuelle Arbeit des IzKK gesprochen.
weiter


Juni 2011
Betreuungsatlas 2010: Mehr Plätze für kleine Kinder

In Deutschland bestehen erhebliche regionale Disparitäten im Angebot und Niveau der Kindertagesbetreuung. Sie schaffen für Kinder nicht nur unterschiedliche Zugänge zu frühkindlicher Bildung, sondern für deren Eltern auch günstigere oder ungünstigere Voraussetzungen, um Familie und Erwerbstätigkeit zu vereinbaren. Nicht zuletzt im Zuge des gegenwärtigen Ausbauprozesses der Kindertagesbetreuung für unter Dreijährige erhalten diese Unterschiede verstärkte Beachtung. Der vom DJI erstellte Betreuungsatlas 2010, der Anfang Juni der Öffentlichkeit präsentiert wird, zeigt auf Basis der amtlichen Statistik – wie schon der Betreuungsatlas 2008 – die aktuelle Inanspruchnahme von Kindertageseinrichtungen sowie relevante Qualitätsmerkmale in einer hoch auflösenden regionalen Perspektive. Das umfangreiche Kartenmaterial ermöglicht einen differenzierten und anschaulichen Blick auf die Kindertagesbetreuung "vor Ort".
weiter


Juni 2011
Eigenständige Jugendpolitik – geht das?

DJI Online Gespräch mit Lutz Stroppe, Leiter der Abteilung 5 „Kinder und Jugend“ im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)
Auf dem 14. Deutschen Jugendhilfetag in Stuttgart wird Lutz Stroppe ein Papier vor- und zur Diskussion stellen, das die Eckpunkte der zukünftigen jugendpolitischen Strategie des Bundes enthält. Angesichts eines Arbeitsfeldes mit großen Herausforderungen, sehr vielen Akteuren, wenig klar umrissenen Zuständigkeiten und vielen strittigen Themen ist es ein mit Spannung erwarteter Vortrag. DJI Online hat vorab mit Lutz Stroppe über die Jugendlichen gesprochen, über freie Zeit und freien Raum, Benachteiligung und Teilhabe, Partizipation und Anerkennung.
weiter


Mai 2011
Gleiches Recht für Väter ohne Trauschein – Das Sorgerecht auf dem Prüfstand

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat von Deutschland eine Änderung des Sorgerechts verlangt. Er sah unverheiratete Väter diskriminiert. Auch das deutsche Bundesverfassungsgericht hat im Sommer 2010 das Sorgerecht unverheirateter Paare als zu mütterzentriert beanstandet. Die Bundesregierung ließ daraufhin sowohl die aktuelle Gesetzeslage als auch die Alltagspraxis der „elterlichen Sorge“ nicht miteinander verheirateter Paare überprüfen – in einem gemeinsamen Projekt zwischen dem Deutschen Jugendinstitut, der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) und dem Deutschen Institut für Jugendhilfe und Familienrecht (DIJuF). Vor dem Hintergrund der Ergebnisse dieser interdisziplinären Untersuchung, die soziologische, psychologische und juristische Expertise miteinander verbindet, unterbreitete das Justizministerium einen neuen Kompromiss-Vorschlag zur Sorgerechtsregelung und lieferte damit Stoff für weitere Diskussionen.
weiter


Mai 2011
Handbuch „Pflegekinderhilfe in Deutschland“ erschienen

DJI Online Gespräch mit Elisabeth Helming (DJI) und Dr. Heinz Kindler (DJI)
In Deutschland leben gegenwärtig etwa 50.000 Kinder in Pflegefamilien – manche nur einige Zeit, andere mehrere Jahre lang, mitunter bis zur Volljährigkeit oder darüber hinaus. Das komplexe Geflecht von Kind, Herkunftseltern und Pflegefamilie und die zum Teil traumatisierenden Erfahrungen, die viele Kinder vor ihrer Unterbringung machen mussten, stellen große Anforderungen an alle Beteiligten des Hilfesystems. Unterstützung bei dieser sehr anspruchsvollen und wichtigen Aufgabe finden Fachkräfte der Jugendhilfe sowie der rechtlichen Institutionen im neuen Handbuch zur Pflegekinderhilfe, das in Kooperation des Deutschen Jugendinstituts (DJI) und des Deutschen Instituts für Jugendhilfe und Familienrecht (DIJuF) entstanden ist.
weiter


April 2011
Ein Zukunftstag ist nicht genug

DJI Online Gespräch mit PD Dr. Waltraud Cornelißen (DJI)
Wie kann bei Jungen das Interesse für eher frauendominierte Berufe geweckt werden? Das Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit hat es mit der Veranstaltung eines Jungen-Zukunfts-Tages versucht. Analog zum etablierten Girls' Day bot sich in diesem Jahre erstmalig 35.000 jungen Teilnehmern beim Boys' Day die Gelegenheit, Berufe ohne die Scheuklappen der Einteilung in Männer- und Frauenberufe kennenzulernen. DJI Online hat mit der Gender-Expertin Dr. Waltraud Cornelißen über die Hintergründe gesprochen.
weiter


März 2011
Förderschulen: Sprungbrett oder Sackgasse?

Rund eine halbe Million deutsche Schülerinnen und Schüler haben einen sonderpädagogischen Förderbedarf. Trotz der seit 2009 auch in Deutschland geltenden UN-Behindertenrechtskonvention, die allen Kindern mit einem Handicap oder einer Behinderung das Recht gibt, gemeinsam mit Gleichaltrigen unterrichtet zu werden (Inklusion), besuchen immer noch gut 80 Prozent von ihnen eine der 3.200 Sonder- oder Förderschulen. Bei der Hälfte dieser Jugendlichen lautet die Diagnose "Lernschwäche". Warum 77 Prozent aller Förderschulabsolventinnen und -absolventen am Ende ihrer Schulzeit keinen Hauptschulabschluss haben, und wie ihr Einstieg ins Berufsleben besser geebnet werden kann, hat das DJI genauer untersucht.
weiter


Januar 2011
Perspektiven für ein kindergerechtes Deutschland

In Umsetzung der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vor fünf Jahren den Nationalen Aktionsplan „Für ein kindergerechtes Deutschland 2005-2010“ (NAP) ins Leben gerufen. Damit wurde ein breiter Prozess angestoßen, um optimale Bedingungen für das Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen zu schaffen und sie angemessen zu schützen, zu fördern und zu beteiligen. Alle politischen Ebenen und eine Vielzahl gesellschaftlicher Akteure sowie das Deutsche Jugendinstitut haben am NAP mitgewirkt, Instrumente wie Maßnahmen entwickelt und erfolgreiche Beispiele der Umsetzung aufgezeigt. DJI Online berichtet über Entstehung, Ergebnisse und Empfehlungen des NAP.
weiter


Dezember 2010
Karriere im Doppelpack

Trotz des Bildungsvorsprungs und der steigenden Erwerbsbeteiligung von Frauen sind diese in Führungspositionen nach wie vor stark unterrepräsentiert. Die Ursachen hierfür sind vielfältig. Ein DJI-Projekt hat untersucht, wie und unter welchen Bedingungen es Frauen in Partnerschaften gelingt, ihre eigene Karriere zu verfolgen. Will ein Paar nicht nur eine, sondern zwei Karrieren realisieren und Beruf und Familie vereinbaren, stellt dies eine besondere Herausforderung dar, denn in Deutschland existieren kaum Vorbilder noch gibt es passgenaue Unterstützung durch Arbeitgeber oder durch moderne Betreuungsstrukturen.
weiter


November 2010
Schule der Zukunft: ein ganzer Tag mit guten Angeboten

Die Ganztagsschule hält Einzug in das deutsche Schulsystem – in unterschiedlichem Tempo und verschiedensten Ausprägungen. Befürworter und Gegner tauschen noch fleißig Argumente aus, während an vielen Schulen schon eifrig an der Umsetzung innovativer Ganztagsschulkonzepte gefeilt wird. Das DJI hat untersucht, wie sich die Kooperation von Schulen mit außerschulischen Partnern entwickelt und wie sich der Ganztag auf Schulleistungen und Sozialverhalten der Kinder sowie auf das gesamte Familiensystem auswirkt.
weiter


Oktober 2010
Aufwertung von Familienarbeit - FamCompass macht informell erworbene Kompetenzen sichtbar

Mit Blick auf die Verschiebungen im Altersgefüge der Gesellschaft und dem damit verbundenen Fachkräftemangel in Europa ist es eine Herausforderung, vorhandene Humanressourcen zu nutzen und weiter zu entwickeln. Insbesondere für soziale Berufe kommt den Kompetenzen, die in der Familienarbeit erworben werden, eine besondere Bedeutung zu. Aufbauend auf dem am DJI entwickelten Instrument der Kompetenzbilanz wurde in einem internationalen Kooperationsprojekt der FamCompass entwickelt. Das Portfolio-Verfahren gibt Frauen und Männern einen Nachweis über Fähigkeiten an die Hand, die sie in der familialen Erziehung, Pflege und/oder Betreuung erworben haben. Damit soll ihnen der Zugang zum Berufsleben erleichtert werden. Der FamCompass ist seit Ende 2009 online auf Deutsch und in sieben weiteren Sprachen verfügbar.
weiter


August 2010
Aufwachsen in Deutschland mit fremden Wurzeln – Alltagswelten von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund

Ausgewählte Analysen des DJI-Survey 2009, Aufwachsen in Deutschland: Alltagswelten, kurz AID:A, zu Bildungsaspirationen und sozialer Einbindung 9- bis 12-jähriger Kinder in der ersten, zweiten und dritten Einwanderergeneration belegen: Schulkinder mit Migrationshintergrund fühlen sich nach eigenen Aussagen insgesamt gut integriert. Eine Angleichung an die Lebensverhältnisse von Kindern in Familien ohne Migrationshintergrund zeigt sich in der Regel in der dritten Generation nach der Einwanderung: diese Kinder sind sehr ehrgeizig und haben sogar minimal bessere Noten in Deutsch als Kinder ohne Migrationshintergrund.
weiter


Juli 2010
Ein Fazit zu Befunden des aktuellen Bildungsberichts

Mitte Juni ist der dritte nationale Bildungsbericht „Bildung in Deutschland 2010“ in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt worden. Er wurde von einer unabhängigen Gruppe von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern im Auftrag der Kultusministerkonferenz (KMK) und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) erstellt. Das Deutsche Jugendinstitut gehört dem Konsortium Bildungsberichterstattung an und ist damit maßgeblich an der Erstellung des Berichts beteiligt. Anlässlich dieser aktuellen Bestandsaufnahme des deutschen Bildungswesens beleuchtet DJI Online, wie den zentralen Herausforderungen begegnet werden kann.
weiter


Juli 2010
10 Jahre IzKK

mit Dr. Claudia Bundschuh (Mitarbeiterin des Kinderschutzbundes NRW), Dr. Thomas Meysen (Fachlicher Leiter des Deutschen Instituts für Jugendhilfe und Familienrecht) und Prof. Dr. Reinhold Schone (Professor für Organisation und Management in der Sozialen Arbeit an der Fachhochschule Münster)
weiter

 


Juli 2010
Wie viel Personal braucht das Bildungssystem in den nächsten Jahren?

DJI Online Gespräch mit Dr. Matthias Schilling, Forschungsverbund DJI/TU Dortmund
Neben den Herausforderungen, die sich für die Schulen aus dem sich weiter verschärfenden Problem des Lehrkräftemangels ergeben, hat vor allem der Ausbau der Tageseinrichtungen für Unter Dreijährige laut Bildungsbericht 2010 große Auswirkungen auf den Personalbedarf im Bildungssystem. Ob und ggf. wie die benötigten 40.000 zusätzlichen Fachkräfte angeworben werde können, hat eine Expertise des Forschungsverbundes DJI/TU Dortmund u.a. anhand von differenzierten Personalbedarfsszenarien für die Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WiFF) aktuell ermittelt. WiFF ist ein Programm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und der Robert Bosch Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Jugendinstitut.
zur Expertise
WiFF
mehr Informationen


Juni 2010
Stark und stabil – Familie als Solidargemeinschaft

Familie hat sich in ihren Konstellationen verändert. Sie existiert heute als generationenübergreifende Solidargemeinschaft, die auch über Haushaltsgrenzen hinweg wichtige Unterstützungsleistungen bietet, die die Angebote des Sozialstaates ergänzen. Dies belegen erste ausgewählte Analysen des neuen DJI-Survey AID:A (Aufwachsen in Deutschland: Alltagswelten), der im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) vom Deutschen Jugendinstitut in regelmäßigen Abständen durchgeführt wird.
weiter


Juni 2010
Kinder in der Krise

DJI Online Gespräch mit Glen H. Elder
Wie wirkt sich die Wirtschafts- und Finanzkrise auf junge Menschen in Großbritannien, USA und Deutschland aus? Zu diesem Thema fand auf Einladung der DJI-Fachabteilung Jugend und Jugendhilfe Ende Juni ein internationaler Workshop am DJI statt. Ziel ist, die Folgen der Krise und die Bewältigungsstrategien der Jugendlichen längerfristig im Rahmen einer internationalen Forschungskooperation zu untersuchen. Zu Gast war neben europäischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern auch Prof. Glen H. Elder von der University of North Carolina, Chapel Hill. Seine Studie “Children of the Great Depression” (1974/1999) zählt zu den bedeutenden Werken der Armutsforschung. DJI Online sprach mit Glen Elder.
weiter

 


Mai 2010
Kindesvernachlässigung – ein unterschätztes Risiko?

Die medialen Schlaglichter richten sich bei Fragen des Kindeswohls in erster Linie auf spektakuläre Fälle von Kindesmisshandlung oder sexueller Gewalt. Stark unterschätzt wird hingegen, welche auch langfristigen Folgen die kontinuierliche physische, emotionale und erzieherische Vernachlässigung von Kindern haben kann. Was geschieht, wenn kindliche Bedürfnisse missachtet werden? Und wie gehen soziale Fachkräfte und Familienrichter mit den oft hochbelasteten Familien um? DJI Online nimmt sich aus Anlass des neuen DJI-Buches „Kindesvernachlässigung“ dieser Themen an.
weiter


Mai 2010
Aus Fehlern im Kinderschutz lernen

DJI Online Gespräch mit Christine Gerber (DJI)
Um aus problematischen Kinderschutzfällen zu lernen und Defizite im Kinderschutz zu identifizieren, wurde das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) beauftragt, ein Qualitätsentwicklungsprojekt durchzuführen und eine Plattform für einen regelhaften Erfahrungsaustausch einzurichten. Christine Gerber berichtet im DJI Online Gespräch von ersten Ergebnissen auf dem Weg zu einer Annäherung an allgemeingültige Qualitätsstandards für den Kinderschutz in Deutschland.
weiter


April 2010
Jugend(verbands)arbeit – zwischen Tradition und Veränderung

Insgesamt leidet die Kinder- und Jugendarbeit vielerorts sowohl unter mangelnder Wertschätzung als auch unter Mittelkürzungen, obwohl sie als ergänzendes Setting des Aufwachsens neben Elternhaus und Schule verstärkt gebraucht würde. Insbesondere die Jugendverbände gelten in vielen Diskussionen zur Jugendarbeit als Auslaufmodell. Die Auswertungen der DJI-Jugendverbandserhebung zeigen jedoch ein anderes Bild: Die Gesamtzahl der Mitglieder in den befragten Jugendverbänden ist relativ konstant geblieben.
weiter


April 2010
Wie effektiv ist Jugendarbeit und wie messe ich das?

DJI Online Gespräch mit Dr. Reinhard Liebig und Wiebken Düx (Forschungsverbund DJI/TU Dortmund)
Aktuell wächst der Druck auf die Jugendarbeit, ihre Leistungen und Wirkungen nachzuweisen. In einem durch Informalität und Freiwilligkeit geprägten gesellschaftlichen Bereich wie der Jugendarbeit ist es allerdings sehr schwierig, Effekte der Arbeit wissenschaftlich fundiert zu belegen.
Einige Vorüberlegungen und Vorarbeiten zu diesem komplexen und komplizierten Thema sind in den letzten Jahren im Forschungsverbund DJI/TU Dortmund geleistet worden.
weiter


März 2010
Der Alltag von Mehrkinderfamilien – Ressourcen und Bedarfe

Mehrkinderfamilien – Familien mit drei oder mehr Kindern – kommt demografisch gesehen eine wichtige Funktion zu, denn der Geburtenrückgang ist vor allem auch eine Folge des Rückgangs großer Familien. Doch was hält Paare von der Mehrkinderfamilie ab? Zur Lebenssituation von Mehrkinderfamilien, damit zusammenhängenden Belastungen, aber auch zu den Bereicherungen des Familienlebens existiert bisher jedoch nur bruchstückhaftes Wissen. Deshalb hat eine DJI-Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) den Alltag von Mehrkinderfamilien untersucht, um Ressourcen und Bedarfe zu ermitteln.
weiter


März 2010
Potenziale beim Ausbau der Tagesbetreuung unter Dreijähriger noch nicht ausgeschöpft

DJI Online Gespräch mit Birgit Riedel, Grundsatzreferentin für Einrichtungen, Entwicklungen und Governance der Kindertagesbetreuung (DJI)
Der Ausbau von Angeboten der Bildung, Betreuung und Erziehung für Kinder unter drei Jahren und die Frage, wie dieser Ausbau vor Ort initiiert und gestaltet werden kann, stellt aktuell für Kommunen und Landkreise eine komplexe Herausforderung dar. Als örtliche Jugendhilfeträger sind sie dafür verantwortlich, ein bedarfsgerechtes Betreuungsangebot bereitzustellen. Eine DJI-Studie hat mit Unterstützung der Robert Bosch Stiftung untersucht, welche Faktoren dazu beitragen, eine hohe Entwicklungsdynamik anzustoßen und Empfehlungen daraus abgeleitet.
weiter


Februar 2010
Digital kompetent oder abgehängt? Wege von Kindern und Jugendlichen ins Netz

Arbeitswelt und Privatleben sind zunehmend von digitalen Medien durchdrungen. Medienkompetenz wird bei Erwachsenen heutzutage vorausgesetzt; wie aber wird sie im Kindes- und Jugendalter erworben? Eine DJI-Studie hat untersucht, unter welchen Voraussetzungen Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 10 und 14 Jahren den Umgang mit PC, Internet, Handy und Spielkonsole erlernen, welche Interessen sie dabei leiten und ob unterschiedliche Nutzungsstile eine Bildungsbenachteiligung verstärken.
weiter


Februar 2010
Fallstricke im Netz erkennen

 

DJI Online Gespräch mit Sabine Herzig und Regine Derr (Informationszentrum Kindesmisshandlung/ Kindesvernachlässigung – IzKK)
Regine Derr und Sabine Herzig vom Informationszentrum Kindesmisshandlung/ Kindesvernachlässigung (IzKK) am DJI weisen darauf hin, dass Internet, Computer und Handy nicht nur als Wissensquelle oder Unterhaltungsmedium genutzt werden können, sondern auch Gefahren bergen. Cyberbullying (medienvermittelte Demütigungen) oder Grooming (die Kontaktanbahnung mit dem Ziel sexueller Belästigung und Ausbeutung) sind Beispiele dafür. Auch wenn es keinen hundertprozentigen Schutz, etwa vor Belästigungen, geben kann, müssten Eltern ihren Kindern unbedingt Regeln an die Hand geben, damit sie sich im Internet kompetent und möglichst gefahrlos bewegen, so Derr und Herzig im Gespräch mit DJI Online.
weiter


Januar 2010
Wissenschaft ohne Elfenbeinturm: DJI-Längsschnittstudien liefern Kommunen empirische Grundlagen für effektive Übergangssteuerung an der Schwelle Schule-Beruf

Das neue Forschungsprofil der Außenstelle des Deutschen Jugendinstituts in Halle rückt die Bereitstellung wissenschaftlicher Grundlagen für eine nachhaltige Kinder- und Jugendsozialpolitik in den Mittelpunkt seiner Arbeit – insbesondere im Hinblick auf die berufliche und soziale Integration von benachteiligten Jugendlichen. Die auf drei Jahre angelegten Längsschnittstudien Schule–Beruf für regionales Übergangsmanagement, die das DJI derzeit in einzelnen Kommunen durchführt, sind erfolgreiche und erprobte Beispiele für diesen Ansatz. Sie machen auf eindrucksvolle Weise deutlich, wie das DJI an der Schnittstelle von Forschung, Politik und Praxis hilft, durch maßgeschneiderte Diagnosetools in kurzer Zeit, aber nachhaltig die Lage für benachteiligte Jugendliche auf ihrem Weg in das Berufsleben zu verbessern.
weiter


Januar 2010
Ausbildung für alle

DJI Online Gespräch mit Dr. Frank Braun, ehemaliger Leiter des Forschungsschwerpunkts Übergänge in Arbeit (DJI)
Dr. Frank Braun, der scheidende Leiter des „Forschungsschwerpunktes Übergänge in Arbeit“ am DJI, sieht auch in Zukunft noch umfangreiche Aufgaben für die Jugendpolitik, deren zentrale Forderung, nämlich Ausbildung für alle, noch nicht eingelöst ist. Mit den lokalen Übergangsstudien des DJI werde den Kommunen ein Instrument für eine empiriegestützte Politik an die Hand gegeben, um junge Menschen bei den Übergängen im Jugendalter effektiv zu unterstützen.
weiter


Dezember 2009
Doing Family – den Alltag von Familien ernst nehmen

Der aktuelle Diskurs um ein Betreuungsgeld für Familien, die ihre Kinder zu Hause aufziehen, ist auch Ausdruck eines gesellschaftlichen Verständigungs- und Orientierungsbedarfs. Veränderte Arbeitswelten, ein aktivierender Sozialstaat, beschleunigte Informations-, Kommunikations- und Transporttechnologien sowie veränderte Geschlechterverhältnisse haben bestehende Gesellschaftsbezüge aufgebrochen. Aufgrund dieser veränderten Rahmenbedingungen stellen sich für Familien, aber auch für Akteure aus Wirtschaft und Politik, neue Herausforderungen an die Gestaltung des Familienalltags. DJI Online widmet sich im Schwerpunktthema dem Familienalltag aus wissenschaftlicher Sicht mit zentralen Thesen, einschlägigen Forschungsprojekten und -ergebnissen sowie Publikationen des Deutschen Jugendinstituts.
weiter


November 2009
20 Jahre UN-Kinderrechtskonvention - mangelhafte Umsetzung in Deutschland

Vor 20 Jahren haben die Vereinten Nationen die UN-Kinderrechtskonvention verabschiedet. Deutschland hat sie 1992 ratifiziert. Die UN-Konvention fordert einen kindeswohlorientierten Umbau bzw. eine kindeswohlorientierte Anwendung des nationalen Rechts. Dies sei in der Bundesrepublik Deutschland bis heute nur teilweise geschehen, kritisiert Dr. Susanne Nothhafft vom Informationszentrum Kindesmisshandlung/ Kindesvernachlässigung (IzKK), das am Deutschen Jugendinstitut angesiedelt ist.
weiter


Oktober 2009
Hilflos und überfordert? Wenn Erziehung scheitert und Kinder ins Heim kommen

Entgegen anderslautender Meldungen ist die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die im Rahmen der Hilfen zur Erziehung in einem Heim oder einer betreuten Wohnform untergebracht werden, in den letzten Jahrzehnten insgesamt nicht dramatisch gestiegen. Allerdings zeigen sich beachtliche regionale Unterschiede und ein verdichtetes „Heimrisiko“ für Kinder aus alleinerziehenden Familien, die Transfergeld beziehen. Dies belegen aktuelle Berechnungen des Forschungsverbundes Deutsches Jugendinstitut – TU Dortmund. Präventiv könnten mehr Angebote der Familienbildung helfen, die Inanspruchnahme von Hilfen zur Erziehung sowie die Zahl der Inobhutnahmen zu senken.
weiter


Oktober 2009
Nachhaltigkeit und Konsum bei Jugendlichen

DJI Online Gespräch mit mit Prof. Dr. Claus Tully, DJI
Was unter Konsum zu verstehen ist, ist den meisten Menschen klar. Was aber ist Nachhaltigkeit und was nachhaltiger Konsum? Wie gehen junge Menschen mit dem Thema um? Und welchen Einfluss können oder sollen Bildungsinstitutionen auf die Einstellungen der Jugendlichen haben? Ein Gespräch mit dem Jugendforscher Prof. Dr. Claus Tully (DJI), der sich im Rahmen der Forschungskooperation „Bildungsinstitutionen und nachhaltiger Konsum (BINK) mit diesen Fragen auseinander setzt.
weiter

 


September 2009
Was kommt nach dem Streik? Lage und Zukunft der ErzieherInnen weiter in der Diskussion

Hinter dem lange währenden Streik der ErzieherInnen für bessere Arbeitsbedingungen in den Kitas stand letztendlich auch die Frage nach der Anerkennung ihrer Arbeit – sowohl immateriell als auch finanziell. Neben der Beseitigung gesundheitlicher Belastungen führt daher kein Weg daran vorbei, durch eine verbesserte Qualifizierung sowie eine sachgerechte Entlohnung die Attraktivität des erzieherischen Berufes so zu erhöhen, dass sich eine ausreichende Zahl an BewerberInnen für die in den nächsten Jahren zahlreich zu besetzenden Stellen findet. Im Vorfeld des diesjährigen Bundeskongresses für Soziale Arbeit hat das DJI im Rahmen seines Forschungsverbundes mit der TU Dortmund die Beschäftigungsverhältnisse und sozialen Lebenslagen der Fachkräfte in Krippen, Kindergärten und Horten genauer unter die Lupe genommen.
weiter


September 2009
Ausbildung von ErzieherInnen auf Hochschulniveau?

DJI Online Gespräch mit Tina Friederich, DJI
Im Vergleich zum europäischen Ausland ist der AkademikerInnenanteil von Fachkräften in deutschen Kindertageseinrichtungen deutlich geringer. Folglich wird im Zuge des Ausbaus der Kinderbetreuung nicht nur der quantitative Bedarf, sondern auch die Qualifizierung des Fachpersonals intensiv diskutiert. Tina Friederich (DJI) hat die Ausbildung der frühpädagogischen Fachkräfte in anderen europäischen Ländern untersucht, um daraus mögliche Denkanstöße für die Debatte in Deutschland abzuleiten.
weiter

 


August 2009
Sozialpolitik des Kindes- und Jugendalters

Mit dem Antritt des neuen Leiters Dr. Jan Skrobanek steht die Außenstelle des Deutschen Jugendinstituts in Halle organisatorisch und inhaltlich vor einer Neuausrichtung. Im Zentrum der Forschungsarbeiten werden verstärkt die Übergänge von Jugendlichen zwischen Schule und Arbeit, die Förderung sozial benachteiligter junger Menschen sowie die Integration von Jugendlichen mit Migrationshintergrund stehen. Auf dieser wissenschaftlichen Grundlage können Jugendsozialpolitik und Jugendsozialarbeit den Herausforderungen besser begegnen.
weiter


August 2009
Den Wandel als Chance begreifen

DJI Online Gespräch mit Walter Riester, MdB
Die junge Generation ist einem immer stärkeren wirtschaftlichen, technischen und gesellschaftlichen Wandel ausgesetzt. Der ehemalige Arbeits- und Sozialminister Walter Riester (MdB) plädiert dafür, die Jugendlichen darin zu unterstützen, diese Veränderungen nicht als Bedrohung zu sehen, sondern als Chance zu nutzen.
weiter

 


Juli 2009
13. Kinder- und Jugendbericht: Chancen für gesundes Aufwachsen

Die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland steht häufig in engem Zusammenhang mit dem Bildungs- und Einkommensstand ihrer Familien. Der unter der Geschäftsführung des DJI erstellte 13. Kinder- und Jugendbericht stellt aktuelle Konzepte der Gesundheitsförderung vor, die in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe eingesetzt werden, um gesundheitliche Chancengerechtigkeit für möglichst alle Jugendlichen herzustellen. Auf der Grundlage von 12 Leitlinien werden Empfehlungen für ein besseres Ineinandergreifen von Kinder- und Jugendhilfe, Behindertenhilfe und Gesundheitssystem formuliert.
weiter


Juli 2009
Fördernetzwerke für Jugendliche mit Behinderungen besser verknüpfen

DJI Online Gespräch mit Christiane Bopp, Deutscher Caritasverband
Konzepte zur Gesundheitsförderung, wie sie im 13. Kinder- und Jugendbericht vorgestellt werden, sind im Idealfall auch für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen uneingeschränkt anwendbar. Christiane Bopp bemängelt im DJI-Gespräch, dass diese Jugendlichen mit ihren Familien noch zu wenig als Adressaten der Kinder- und Jugendhilfe gesehen werden. Sie fordert eine konsequentere Umsetzung bestehender gesetzlicher Regelungen wie den barrierefreien Zugang zu Bildung und Frühförderung.
weiter


Juni 2009
Miteinander oder Gegeneinander: Generationen heute

Die Beziehungen der Generationen zu einander sind nicht nur gesamtgesellschaftlich, sondern auch innerhalb der Familie bedeutsam. Generationen können sich (unter-)stützen, im Dialog miteinander stehen und sich solidarisch zu einander verhalten. Auf ein weniger harmonisches Verhältnis verweisen moderne Schlagworte wie „Krieg der Generationen“ oder Buchtitel wie „Das Methusalem-Komplott“. Im Rahmen seiner Familienforschung hat das DJI ausgewählte Aspekte der Ausgestaltung von Generationenverhältnissen (Drei-Generationen-Netzwerke; Mehrgenerationenhäuser) untersucht. Die Generationen-Thematik findet auch Eingang in den Fragenkatalog des neuen Integrierten Survey des DJI.
weiter


Juni 2009
"Reifer Reis neigt den Kopf" – Ältere Menschen in Japan

DJI Online Gespräch mit  Donata Elschenbroich, DJI
Haikus schreiben, Origamis falten und sich in der hohen Kunst des Ikebana zu üben – das sind einige der bislang üblichen Beschäftigungen der für ihre Weisheit geschätzten Alten in Japan. Auch in Japan, der Gesellschaft mit der höchsten Lebenserwartung und dem höchsten Anteil alter Menschen, ergeben sich heute in den Stadtvierteln und Dörfern die Kontakte zwischen alten Menschen und Kindern nicht mehr von selbst. Wie versucht man in Japan, dieser „Entmischung der Generationen“ entgegen zu wirken? Otto Schweitzer und Donata Elschenbroich haben mit der Kamera beobachtet, was Kinder und alte Menschen für einander tun können – in Pflegeheimen, in der Familie mit Großeltern und Urgroßeltern, in Kooperatven und in Demenzzentren. Im Pflegezentrum Showa haben sie die „Child-Assisted Therapy“ entdeckt, ein auch in Japan noch einzigartiges Projekt.
weiter

 


Mai 2009
Pflegekinder und ihre Familien: Chancen, Risiken, Nebenwirkungen

Im Zusammenhang mit eklatanten Fällen von Kindes­vernachlässigung wird zunehmend auch die zeitweise Unterbringung von Kindern in Pflegefamilien thematisiert. Das DJI hat 1987 ein Handbuch „Beratung im Pflegekinderbereich" veröffentlicht, das zum Standardwerk der Pflegekinderhilfe wurde. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse, eine gewandelte Landschaft der Pflegekinderdienste sowie eine geänderte Rechtslage waren Anlass für ein neues „Handbuch Pflegekinderhilfe“ des DJI, das Mitte 2009 erscheinen wird. Grundlage für das Handbuch sind Erkenntnisse aus dem seit August 2005 laufenden, gemeinsam mit dem Deutschen Institut für Jugendhilfe und Familienrecht (DIJuF) durchgeführten und vom Bund geförderten DJI-Forschungsprojekt, das nun abgeschlossen ist.
weiter


April 2009
Genau hinschauen! Chancen und Grenzen der Prävention von Jugendgewalt

Das DJI befasst sich seit Jahren in unterschiedlichen Kontexten mit dem Thema Jugendgewalt, deren Ursachen und Folgen sowie möglicher Prävention. Insbesondere die Arbeitsstelle Kinder- und Jugendkriminalitätsprävention am DJI trägt dazu bei, die in der Bundesrepublik vorhandenen kriminalpräventiven Ansätze und Projekte im Bereich von Schule, Kinder- und Jugendhilfe, Polizei und Justiz stärker aufeinander zu beziehen.
weiter


April 2009
Sogenannte Amokläufe

mit Prof. Dr. Britta Bannenberg, Professorin für Kriminologie an der Justus-Liebig-Universität Giessen
Prof. Dr. Britta Bannenberg, Professorin für Kriminologie an der Justus-Liebig-Universität Giessen, nennt im DJI Online Gespräch Parallelen in den Persönlichkeitsprofilen der von ihr untersuchten Fälle. Auffälligkeiten Einzelner im Vorfeld frühzeitig zu erkennen, sei u.a. durch kleinere Klassen mit positiven Bindungen zwischen Schülerschaft und Lehrkräften und ein verbessertes Schulklima zu verbessern. Kritisch sieht sie die gewaltige Medienresonanz, die zu Nachahmertaten anrege.
weiter

 


März 2009
Gutes Team: Quantitative und qualitative Sozialforschung am DJI

Politik und Fachpraxis haben einen großen Bedarf an empirischen Daten, die sowohl in der Breite als auch in der Tiefe Aufschluss geben über Lebenslagen, Einstellungen und Verhaltensweisen von Kindern, Jugendlichen und Familien in dieser Gesellschaft. Am DJI gibt es zahlreiche empirische Forschungsprojekte. Zur Erhebung von Informationen werden unterschiedliche Verfahren eingesetzt. Ob eher quantitative oder qualitative Methoden zum Einsatz kommen oder ob beide Verfahren einander ergänzend verwendet werden, hängt in erster Linie vom Untersuchungsgegenstand, vom Erkenntnisinteresse bzw. der wissenschaftlichen Fragestellung ab.
weiter


März 2009
Amokläufe und Jugendgewalt: Unterschiede und Gemeinsamkeiten

DJI Online Gespräch mit Prof. Dr. Klaus Wahl, DJI
Wer Amokläufen und anderen Formen von Jugendgewalt wirksam vorbeugen will, muss sich mit den Ursachen für ihr Entstehen auseinandersetzen. Der Aggressionsforscher Klaus Wahl (DJI) hat die Lebensläufe zahlreicher jugendlicher Gewalttäter untersucht – nachzulesen im gerade erschienenen Buch Täter oder Opfer? Jugendgewalt – Ursachen und Prävention, das er zusammen mit Katja Hees verfasst hat. Ein Gespräch über jüngste Erkenntnisse interdisziplinärer Forschung zur Entstehung von Aggression und Gewalt sowie Folgerungen für sinnvolle Präventionsansätze.
weiter


Februar 2009
Kinderbetreuung zwischen Familie, Kindertagespflege und Kita: neue Zahlen und Entwicklungen

Bundesweit stehen der Ausbau und die Weiterentwicklung institutioneller Bildung, Betreuung und Erziehung von Kindern auf der politischen Agenda. Aktuelle DJI-Analysen belegen für den Zeitraum 2006 bis 2008 klar erkennbare Anstrengungen beim Ausbau der Plätze in Kindertageseinrichtungen, eine überproportional gestiegene Inanspruchnahme von Tagespflegeangeboten bei den unter Dreijährigen in Westdeutschland (um 72%), beim Kindergartenbesuch der Dreijährigen in Westdeutschland (um 7%) sowie von Kita- und Tagespflegeangeboten für Einjährige in Ostdeutschland (um 6,7%). Deutlich wird aber auch, dass die durch das Kinderförderungsgesetz bis 2013 festgelegten Ausbauziele noch eine erheblich höhere Entwicklungsdynamik erfordern.
weiter


Februar 2009
Sprachliche Förderung in der Kita

DJI Online Gespräch mit Petra Best, DJI
„Überall steckt Sprache drin“ lautet ein Motto des langjährigen DJI-Projekts, zu dessen Abschluss gerade umfangreiche Praxismaterialien erschienen sind. Petra Best erklärt, warum Sprache darin nicht als eigenständiges Bildungsthema verstanden wird. Die DJI-Publikation soll ErzieherInnen vielmehr dazu motivieren, Sprachförderung als querliegendes Thema und kontinuierliche Aufgabe in den Bildungsalltag der Kita zu integrieren.
weiter


Januar 2009
Gut integriert? Fakten und Emotionen

Als Voraussetzung für ein friedliches und produktives interethnisches Zusammenleben in Deutschland ist die Integration von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund eine zentrale Herausforderung für die formalen und non-formalen Bildungsorte. Der Anteil von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund unter 25 Jahren liegt bei rund 27 Prozent; bei den Kindern unter sechs Jahren hat bereits ein Drittel einen Migrationshintergrund. Das DJI liefert wertvolle Forschungsergebnisse zur Integration in Krippe, Kindertageseinrichtungen, Schule, Ausbildung und Alltag.
weiter


Dezember 2008
Heimliche Helfer in Haushalt und Pflege

DJI Online Gespräch  mit Dr. Barbara Thiessen, DJI
Ein dunkles Kapitel der Migration ist die illegale Migration vor allem von Frauen aus ärmeren Regionen in Länder, in denen veränderte Familien- und Erwerbsarbeitsverhältnisse einen großen Bedarf an Unterstützungsleistungen in den Bereichen Haushalt und Pflege nach sich ziehen. Dr. Barbara Thiessen (DJI), die im November an einer Tagung an der York University of Toronto (Kanada) zu Haushalts- und Pflegearbeit im internationalen Vergleich teilgenommen hat, erläutert im DJI-Gespräch die Zusammenhänge von Migration und Beschäftigung in Privathaushalten.
weiter


November 2008
Vater werden – zwischen Wunsch und Wirklichkeit

Trotz steigender Inanspruchnahme der sogenannten „Vätermonate“ gilt die Vereinbarkeit von Familie und Beruf noch immer als klassisches Frauenthema. Angesichts fehlender attraktiver, lebbarer Rollenbilder für „neue, aktive Väter“ hat die DJI-Studie „Wege in die Vaterschaft“ untersucht, welche Vorstellungen junge Männer vom Vatersein haben und warum sich viele dagegen entscheiden, überhaupt Vater zu werden. Die Auswertung der Antworten liefert u.a. wichtige Erkenntnisse für die zukünftige Gestaltung von gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen.
weiter


November 2008
Familie: Väterglück und Karriereknick?

DJI Online Gespräch mit Dagmar Müller, DJI
Für die meisten Frauen stellt die Geburt eines Kindes einen mehr oder weniger starken Einschnitt in ihrer Berufsbiografie dar. Ähnlich wie ihre Partner haben viele hochqualifizierte Frauen die Absicht, auch mit Kind ihren eingeschlagenen beruflichen Weg weiter zu gehen, finden sich aber wenige Jahre später häufig in Teilzeitjobs mit deutlich geringerem Einkommen wieder. Welche Faktoren inner- und außerhalb der Paarbeziehung für diese Entwicklung verantwortlich sind, untersucht derzeit ein Projekt der Forschungsgruppe Gender und Lebensplanung am DJI. DJI Online sprach mit der Projektverantwortlichen Dagmar Müller.
weiter


Oktober 2008
Alles im Blick – Integrierte Surveyforschung am DJI

Weitsichtige und nachhaltige Politik ist auf fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse angewiesen. Um die dafür notwendigen Zahlen, Daten und Fakten zum Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen sowie über das Leben von Familien effizienter zu sammeln und zu analysieren, laufen im DJI derzeit Planungen hinsichtlich einer Zusammenführung der bestehenden großen Einzelsurveys (DJI-Kinderpanel, DJI-Kinderbetreuungsstudie, DJI-Jugendsurvey und DJI-Familiensurvey) zu einer Integrierten Surveyforschung.
weiter


Oktober 2008
Kinder in Deutschland

DJI Online Gespräch mit Dr. Christian Alt, Leiter des DJI-Kinderpanel
Die Themen Kinder und Kindheit sind zu einem zentralen Gegenstand in den Sozialwissenschaften avanciert. Einen wichtigen Beitrag zum aktuellen Diskurs haben auch das DJI-Kinderpanel und die DJI-Kinderbetreuungsstudie geleistet. Die Befunde werden im Kontext weiterer empirischer Studien auf einer wissenschaftlichen Fachtagung des DJI am 15. und 16. Oktober 2008 präsentiert und u.a. als Herausforderung für Politik, Fachpraxis und Wirtschaft sowie für die Wissenschaft selbst diskutiert. Dr. Christian Alt verantwortet das DJI-Kinderpanel seit seinen Anfängen im Jahr 2002. DJI-Online hat mit ihm im Vorfeld der Fachtagung gesprochen.
weiter


September 2008
Gemeinsam stärker – multiprofessionelle Kooperation im Bereich Frühe Hilfen

Zu viele traurige Kinderschicksale rücken immer wieder unser aller Verantwortung in das öffentliche Bewusstsein, Kinder effektiver vor Kindesvernachlässigung und -misshandlung zu schützen als bisher. Ein verbesserter Schutz vor Gefährdung soll u.a. durch eine stärkere Verzahnung von Hilfen des Gesundheitswesens mit der Kinder- und Jugendhilfe erreicht werden. Vor dem Hintergrund dieses multiprofessionellen Ansatzes richtete der Bund im Jahr 2007 zur Entwicklung und Implementierung effektiverer Hilfesysteme das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) ein – in gemeinsamer Trägerschaft des Deutschen Jugendinstituts (DJI) und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).
weiter


September 2008
Gemeinsam zum Erfolg: Die Rolle des Gesundheitswesens im Bereich Frühe Hilfen

DJI Online Gespräch mit Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
Seit über 40 Jahren setzt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) auf Information, Prävention und zeitgemäße Kommunikation. Sie ist mit zahlreichen Informationsplattformen zu Themen wie Aids, Drogen und Sucht, Kindergesundheit, gesunder Ernährung oder Organspende im Internet präsent. Im 2007 gegründeten Nationalen Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) setzt sie sich gemeinsam mit dem Deutschen Jugendinstitut (DJI) für den verbesserten Schutz von Kleinkindern und Säuglingen vor Vernachlässigung und Misshandlung ein. Entscheidender Hebel ist hierfür die Verzahnung von Gesundheitseinrichtungen mit der Kinder- und Jugendhilfe. Ein Gespräch mit der Direktorin der BzgA Prof. Dr. Elisabeth Pott.
weiter


August 2008
Fürs Leben lernen: Nachhaltige Kompetenzen durch informelle Bildung

Nicht nur in der Schule wird gelernt. Wer sich freiwillig engagiert, bei der Freiwilligen Feuerwehr, bei Greenpeace oder im Altenheim übernimmt Verantwortung für andere Menschen und das Gelingen von Projekten. Dass gerade auch junge Menschen im Ehrenamt wertvolle Kompetenzen für ihren weiteren Lebensverlauf erwerben, zeigt eine aktuelle Studie des Forschungsverbunds Deutsches Jugendinstitut und Technische Universität Dortmund.
weiter


August 2008
Sichtbar kompetent durch Praktika

DJI Online Gespräch mit Ulrike Richter, DJI Außenstelle Halle
Was lernen Jugendliche in Bereichen, in denen das Lernen nicht angeordnet ist? Wie können diese Kompetenzen sichtbar gemacht werden? Im Projekt „Informal Competencies and their Validation (ICOVET)“ wurde ein Interviewverfahren zur Erfassung dieser informell erworbenen Fähigkeiten entwickelt. Interview- und Fortbildungskonzept werden im Anschlussprojekt ICONET weiterentwickelt und in die Praxis transferiert. Wie das im Rahmen von Schülerpraktika konkret aussehen kann, beschreibt Ulrike Richter (DJI) im Gespräch.
weiter


Juli 2008
Bildungsrepublik Deutschland: die Ergebnisse des zweiten nationalen Bildungsberichts

Bildungspolitik entwickelt sich zunehmend zur Sozial- und Wirtschaftspolitik des 21. Jahrhunderts, denn Bildung ist zum wichtigsten Schlüssel für den sozialen Aufstieg und damit für die Teilhabe an gesellschaftlichem Wohlstand geworden – so der politische Konsens. Für die Diskussion um die genaue Ausgestaltung einer Reform der Bildungssysteme in Deutschland bietet der im Auftrag von Bund und Ländern erstellte zweite nationale Bildungsbericht die empirische Grundlage. Das DJI hat daran maßgeblich mitgewirkt.
weiter


Juli 2008
Evaluation und dann ...?

DJI Online Gespräch  mit Prof. Dr. Hans Döbert, DIPF
Der zweite nationale Bildungsbericht ist unter Federführung des Deutschen Instituts für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) entstanden. Prof. Dr. Hans Döbert war als Leiter der Projektgruppe Bildungsberichterstattung am DIPF als verantwortlicher Koordinator und als Mitglied der Autorengruppe maßgeblich an der Erstellung des Berichts beteiligt. Wir haben ihm einige Fragen zum kürzlich präsentierten Bericht gestellt.
weiter


Juni 2008
Bildung, Integration, Teilhabe: Gerechtes Aufwachsen ermöglichen!

Bildung ist die beste Voraussetzung für Selbstbestimmung und Erfüllung im Beruf und im privaten Leben. Wer den Mitgliedern dieser Gesellschaft ein gerechtes Aufwachsen ermöglichen will, muss für „Bildungsgerechtigkeit“ sorgen und ihnen entsprechend ihren Voraussetzungen die gleichen Chancen beim Zugang zu Bildung bieten – unabhängig von Merkmalen wie Geschlecht, Schicht oder Herkunft. Dabei geht es um Bildungschancen und nicht um „Gleichheit“ von Bildung.
weiter


Juni 2008
Früh fördern statt überfordern

DJI Online Gespräch mit Dr. Hans Rudolf Leu, Leiter der Abt. Kinder und Kinderbetreuung (DJI)
Die Diskussion um die möglichst frühe Förderung des Nachwuchses führt mancherorts zu übereifrigen Versuchen, schon Einjährige als sogenannte „Fast Track Kids“ auf die pädagogische Überholspur zu setzen. Dr. Hans Rudolf Leu, Leiter der Abteilung Kinder und Kinderbetreuung im DJI warnt vor einer Durchrationalisierung und Beschleunigungsgeboten in der Erziehung. Kleinkinder brauchten ganz besondere, ihrem Alter angemessene Rahmenbedingungen und vor allem viel Zeit und Aufmerksamkeit der Erwachsenen für ein sinnvolles Lernen, betont Leu im DJI-Gespräch.
weiter


Mai 2008
Miteinander voneinander lernen: Internationale Begegnungsprogramme für Kinder

In einer globalisierten Welt und unserer aus vielen Kulturen zusammengesetzten Gesellschaft gilt interkulturelle Kompetenz im Umgang miteinander als eine wichtige Fähigkeit, die Kindern schon früh vermittelt werden sollte. Bislang richten sich Angebote des internationalen Austauschs jedoch eher an ältere Jugendliche. Eine explorative DJI-Studie hat nun untersucht, welche Angebote im Bereich des internationalen Austauschs für Kinder im Alter von 8-12 Jahren vorhanden sind, welche Erfahrungen speziell mit dieser Altersgruppe vorliegen und welchen Stellenwert interkulturelle Lernprozesse in den Begegnungsprojekten haben. Der Fokus dieser Vorstudie lag auf Gruppenbegegnungsprojekten.
weiter


Mai 2008
Interkulturelle Kompetenz im Kindergarten

 

DJI Online Gespräch mit Dr. Andrea Müller und Ulrike Berg-Lupper, DJI Abt. Kinder und Kinderbetreuung
Eine Studie des DJI untersucht gerade internationale Kinderbegegnungen mit Blick auf den Erwerb interkultureller Kompetenz für die Altersgruppe der 8- bis 12-Jährigen. Kinder vor dem Eintritt in die Pubertät seien noch neugieriger, offener, weniger gehemmt oder mit vorgefassten Urteilen belastet und daher für das interkulturelle Lernen prädestiniert, heißt es.
Ulrike Berg-Lupper (DJI) und Dr. Andrea Müller (DJI) erläutern im Gespräch, welchen Stellenwert das interkulturelle Lernen für die Arbeit mit jüngeren Kindern hat - zum Beispiel in Kindertagesstätten, die häufig eine große Bandbreite an Kindern unterschiedlicher Herkunftskulturen aufweisen.
weiter


April 2008
Alles aus einer Hand: Familie im Zentrum

Die Anforderungen an Eltern, an Familien wachsen. Wie bekommen Eltern Beruf und Familie unter einen Hut? Wohin wende sie sich, wenn Erziehungsprobleme entstehen? Beratungs- und Unterstützungsangebote gibt es viele, aber wo und wann? Eine Hilfe kann es für Familien sein, sie dort zu finden, wo viele von ihnen ohnehin jeden Tag einmal sind: Denn 90 Prozent der Kinder zwischen drei und sechs Jahren besuchen einen Kindergarten. Deswegen weist der Trend, Kindertageseinrichtungen zu Familienzentren auszubauen, die Betreuung, Bildung UND Beratung unter einem Dach anbieten bzw. mit anderen familienbezogenen Dienstleistungsanbietern eng zusammenarbeiten, in die richtige Richtung, wenn es um die Förderung der Kinder und maßgeschneiderte Unterstützungsangebote für Familien geht.
weiter


April 2008
Unterstützung für Familien: Wie machen es die anderen?

DJI Online Gespräch  mit Anna Lödermann, DJI
Als Forschungspraktikantin am DJI ist Anna Lödermann der Frage nachgegangen, welche integrierten familienunterstützenden Einrichtungen und Programme es aktuell in anderen Ländern gibt. Im Mittelpunkt stand die Suche nach Angeboten und Konzepten, die über die deutsche Einrichtungspraxis der Eltern-Kind, bzw. Familienzentren hinausgehen. Ihr „Blick über den Tellerrand“ kann gezielte Anregungen für die deutsche Entwicklung im Bereich familienunterstützender Einrichtungen geben.
weiter


März 2008
Forschen und Beraten: Kinder- und Jugendpolitik im Fokus

Ein gutes Beispiel dafür, wie Forschungsergebnisse für den politischen Diskurs fruchtbar gemacht und gleichzeitig politisch intendierte Veränderungsprozesse in Forschungsfragen umgesetzt werden, ist die im Jahr 2007 am Deutschen Jugendinstitut eingerichtete „Arbeitsstelle Kinder- und Jugendpolitik“. Neben der Durchführung eigener Forschungsaufgaben unterstützt die Arbeitsstelle das mit ExpertInnen aus Verbänden, Kommunen und Kirchen sowie WissenschaftlerInnen besetzte Bundesjugendkuratorium, das die Bundesregierung in jugendpolitischen Fragen berät.
weiter


Februar 2008
Kein Anschluss nach dem Abschluss? Lokales Übergangsmanagement erleichtert Berufseinstieg für Jugendliche

Nur 26% der Hauptschüler und Hauptschülerinnen gelingt nach dem Abschluss der Schule der direkte Einstieg in die Berufsausbildung. Je größer aber der zeitliche Abstand zwischen Schulabschluss und Ausbildungsbeginn bei Jugendlichen ist, desto größer ist die Gefahr, dass sie als Ungelernte ganz aus dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt herausgedrängt werden. Neben der beruflichen droht dann auch die soziale Integration fehlzuschlagen. Die Folgen sind bekannt. Deswegen müssen besonders auf kommunaler Ebene die zahlreichen beteiligten Akteure ihre Anstrengungen und Angebote besser koordinieren, damit die Übergänge von der Schule ins Arbeitsleben möglichst vielen Jugendlichen gelingen. Das DJI bietet den Kommunen dabei effektive Unterstützung.
weiter


Februar 2008
Service für Unternehmen: „Betriebsklima-Analyse“ Online

DJI Online Gespräch mit Xandra Wildung, DJI
Ein Viertel der Jugendlichen in Deutschland hat heute einen Migrationshintergrund. Das führt dazu, dass auch in Betrieben Auszubildende aus den unterschiedlichsten Kulturkreisen zusammenkommen. Es ist im Interesse aller Beteiligten, dass diese interkulturellen Beziehungen möglichst reibungslos funktionieren. Unterstützung für entsprechende (Betriebs)analysen bietet das DJI. Ein Gespräch mit Projektleiterin Xandra Wildung, Forschungsgruppe Migration, Integration und interethnisches Zusammenleben (DJI).
weiter


Januar 2008
Kompetenzen entwickeln: Familienhilfe als Familienbildung

Familien in gravierenden Unterversorgungslagen bedürfen besonderer Unterstützung, nicht nur um ein sicheres Aufwachsen kleiner Kinder zu gewährleisten, sondern auch um die heranwachsenden in Krisensituationen pädagogisch zu begleiten. Eine ambulante Form der Unterstützung ist die Sozialpädagogische Familienhilfe, die nach dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ funktioniert und mit einer jährlichen Zuwachsrate von zehn Prozent zu den schnell wachsenden Feldern der Jugendhilfe in Deutschland zählt.
weiter


Dezember 2007
Wenn zwei sich streiten – Risiko für Trennungskinder

In manchen Trennungsfamilien finden heillos zerstrittene Eltern trotz professioneller Hilfe von außen einfach keine Lösung in Fragen des Sorgerechts oder der Besuchsregelung. Leidtragende dieser Konflikte sind Zehntausende von Kindern. Aber auch von Seiten der Familiengerichte, Beratungsstellen und Jugendämter wird diese Situation als zunehmend problematisch erlebt. Denn diese in der Relation zwar kleine, in der Summe jedoch sehr dominierende Gruppe bindet erhebliche personelle Kräfte und Ressourcen, und dennoch führen die derzeitigen Mittel in vielen Fällen nicht zu befriedigenden Lösungen. Ziel eines DJI-Projekts ist es, hier wirksame Formen der Intervention und Unterstützung zu entwickeln und zu verbreiten, um vor allem auch einen verbesserten Schutz der betroffenen Kinder zu erreichen.
weiter


November 2007
Kinderarmut: einmal arm – immer arm?

Ein Aufwachsen in Armut hat gravierende Folgen für die Entwicklung von Kindern. Dies lässt sich anhand der Daten des DJI, die im Rahmen einer Langzeitstudie seit dem Jahr 2002 erhoben wurden, differenziert für folgende Bereiche nachweisen: soziale Teilhabe, Persönlichkeit, Schulleistungen und kindliches Wohlbefinden. Um der Gefahr entgegen zu wirken, dass Kinder aufgrund der ökonomischen Lage der Eltern sozial ausgeschlossen werden, bedarf es einer möglichst frühen und nachhaltigen Unterstützung – insbesondere durch die Kommunen.
weiter


November 2007
Kinderrechte feiern 18. Geburtstag

DJI Online Gespräch mit Dr. Andrea G. Müller, DJI
Die Kinderrechte werden „volljährig“. Vor 18 Jahren verabschiedeten die Vereinten Nationen am 20. November die UN-Konvention über die Rechte des Kindes. Alle Kinder auf der Welt erhielten damit verbriefte Rechte auf Überleben, Entwicklung, Schutz und Beteiligung. Außerdem wird darin eine neue Sicht auf Kinder als eigenständige Persönlichkeiten gefordert. Alle Staaten mit Ausnahme der USA und Somalias haben die Konvention ratifiziert. Ein Gespräch mit Dr. Andrea G. Müller, Grundsatzreferentin am DJI für Bildung und Lebenslagen von Kindern.
weiter


Oktober 2007
Integration – diskriminiert oder selbst ausgegrenzt?

Viele Jugendliche mit Migrationshintergrund gehören zu den Verlierern in unserer Gesellschaft. Einige reagieren darauf mit einer kulturellen Abgrenzung, einer Betonung kultureller Unterschiede zwischen ihrer Gruppe und der Mehrheit. Ein DJI-Projekt stellt nun fest, dass diese kulturelle Distinktion nicht automatisch ein Zeichen von Integrationsunwilligkeit oder Desintegration sein muss. Entscheidend für eine gelingende Integration ist vielmehr der möglichst zeitnahe und reibungslose Übergang von der Schule in eine Ausbildung oder einen Beruf. Und dafür braucht es in erster Linie gute strukturelle Rahmenbedingungen.
weiter


Oktober 2007 mit Sonya Saroyan, Stipendiatin am DJI

„Das Kopftuch, die Kontexte und die Identität: Zur Selbstwahrnehmung muslimischer Frauen“
In Deutschland ist das Kopftuch immer wieder ein „rotes“ Tuch, das heftige Debatten auslöst. Welche Bedeutung aber hat es für die muslimischen Frauen selbst? Sonya Saroyan hat diese Frage im Rahmen eines DJI-Stipendiums untersucht.

mehr Informationen


September 2007
Familie heute — zwischen Erwerbs- und Familienarbeit

Anders als noch vor 30 Jahren sind Familien heute äußerst dynamische und fragile Netzwerke mit zum Teil wechselnden und Haushaltsübergreifenden Akteuren, deren unterschiedlichste Bedürfnisse in einem permanenten Aushandlungsprozess auf einander abgestimmt werden müssen, häufig erschwert durch die räumlich und zeitlich entgrenzten Strukturen moderner Erwerbsarbeit.
weiter


September 2007 mit Dr. Karin Jurczyk, DJI Leiterin der Abteilung Familie und Familienpolitik

„Doing Family – Familie als Herstellungsleistung“
Familie ist im Wandel begriffen, aber die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen verändern sich nicht im erforderlichen Maß und Tempo. Es mangelt an einem gelingendem Zusammenspiel der Institutionen im Interesse des privaten Lebens. Dies zu verbessern, ist eines der Anliegen zahlreicher Forschungsprojekte am DJI, wie die Leiterin der Abteilung Familie und Familienpolitik, Dr. Karin Jurczyk im Gespräch erklärt.

mehr Informationen


August 2008
Tatort Internet – Sexuelle Gewalt in den neuen Medien

Die neuen Medien sind aus dem Alltag von Kindern und Jugendlichen nicht mehr wegzudenken. Neben den damit verbundenen Chancen birgt die Nutzung von Internet und Handy für sie jedoch auch die Gefahr, Opfer sexueller Gewalt zu werden. Kinder werden heimlich gefilmt und ihre Bilder ins Netz gestellt. Pädokriminelle nutzen Chatrooms zur Kontaktanbahnung mit Minderjährigen und das Handy für verbale sexuelle Belästigungen oder zur Verbreitung pornographischer Inhalte. Das am DJI angesiedelte Informationszentrum Kindesmisshandlung/Kindesvernachlässigung (IzKK) hat gemeinsam mit Fachleuten verschiedener Bereiche erarbeitet, wie dieser neuen Herausforderung zu begegnen ist.
weiter


August 2007
Müttermythen und Väterlücken

DJI Online Gespräch mit Dr. Barbara Thiessen, DJI
Mütter als Actionheldinnen und Kinderwagen schiebende Väter? Eine gemeinsam Veranstaltung von DJI und er Universität Hannover widmet sich der Darstellung von Müttern und Vätern in den Medien und fragt, welche Wechselwirkungen es zwischen medialer Präsentation und sozialer Praxis gibt. Die international hochkarätig besetzte Treffen bringt Sozial- und MedienwissenschaftlerInnen zum interdisziplinären Austausch zusammen.
weiter


Juli 2007
Hauptschulen in Deutschland: Ein Auslaufmodell oder besser als ihr Ruf?

Die Hauptschulen in Deutschland sind im Begriff, ihren ehemaligen „Volksschul“-Charakter zu verlieren und zur „Restschule“ zu werden. Die HauptschülerInnen leiden unter dem Stigma der Abwertung und Ausgrenzung. Lösungswege, um dieser problematischen Entwicklung entgegenzuwirken, sehen aufgrund der föderalen Struktur des deutschen Bildungswesens sehr unterschiedlich aus. Einige Länder haben die Hauptschule ganz abgeschafft, andere entwickeln innovative Konzepte für deren Verbesserung – beispielsweise wie in Bayern durch eine flächendeckende Umwandlung in Ganztagsschulen.
weiter


Juli 2007
Quo Vadis Hauptschule?

DJI Online Gespräch mit Prof. Klaus Klemm, Leiter der AG Bildungspolitik an der Universität Duisburg-Essen
Bei der Entwicklung der Hauptschulen führt die föderale Struktur des deutschen Bildungswesens derzeit zur Ausprägung ganz unterschiedlicher Modelle, die eng mit der jeweiligen Haltung zum dreigliedrigen Schulsystem zusammenhängen. Wir haben mit dem Bildungsforscher Professor Klaus Klemm über den aktuellen Stand in der Hauptschuldebatte und die Folgen für das deutsche Bildungssystem gesprochen.
weiter


Juni 2007
Gut genug ausgebildet für unsere Kleinsten? Betreuungsqualität in Kinderkrippen und Tagespflege

750 000 Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren sollen bis 2013 bereitgestellt werden – so ist der Plan. Aber Zahlenspiele allein genügen nicht.
Kindertagesstätten und Tagespflegeplätze sind keine „Parkplätze“ für den Nachwuchs, sondern wichtige Stationen sozial-emotionaler Entwicklung sowie frühkindlicher Bildungsprozesse. Wenn diese wertvolle Zeit im Sinne der Kinder gut genutzt sein soll, müssen nicht nur die Rahmenbedingungen stimmen, sondern es müssen auch die Menschen, die sich um die Kleinsten kümmern, für diese verantwortungsvolle Aufgabe ausreichend vorbereitet sein. Häufig gilt jedoch: Je jünger die Kinder, desto geringer die Qualifikation des Personals.
weiter


Juni 2007
Bewältigungsstrategien von Jugendlichen in sozialen Brennpunkten

DJI Online Gespräch mit Barbara Rink, DJI
Wenn von benachteiligten Stadtvierteln die Rede ist, richtet sich der Blick häufig auf die Mängel, die es zu beheben gilt, und in dem Zusammenhang vorrangig auf die strukturellen und sozialen Rahmenbedingungen. Die Jugendlichen selbst, und vor allem ihre Stärken und Kompetenzen, stehen seltener im Mittelpunkt von Untersuchungen. Anders bei Barbara Rink. Sie war in Paris und Mainz vor Ort, hat die Jugendlichen beobachtet und befragt. Im Rahmen eines DJI-Stipendiums wertet sie derzeit ihre erhobenen Daten aus.
weiter


Mai 2007
Kinderschutz verbessern: frühzeitige Hilfe durch effektive Netzwerke

Misshandelte, verhungerte und getötete Kinder – mitten in Deutschland. Schreckensmeldungen wie diese lassen schnell Forderungen nach einem vehementeren und vor allem früheren Eingreifen der zuständigen Stellen laut werden. Wie aber kann ein verbesserter Kinderschutz auf dem schmalen Grat zwischen zu viel Kontrolle und zu wenig Unterstützung gewährleistet werden? Das DJI hat in einer Kurzevaluation unterschiedliche Präventionsprogramme unter die Lupe genommen und auf ihre Wirksamkeit hin untersucht.
weiter


Mai 2007
Allheilmittel Netzwerk?

DJI Online Gespräch Mai 2007 mit Angelika Diller, DJI
Wenn es um die Verbesserung der Lebenssituation von Familien und Kindern geht, tauchen immer häufiger die Zauberwörter Vernetzung und Kooperation auf. Beides wird aller Orten gefordert, aber selten wird thematisiert, wie Netzwerke tatsächlich funktionieren. Angelika Diller (DJI) hat institutionsübergreifende Kooperationsprozesse am Beispiel der Eltern- Kind-Zentren untersucht.
weiter


April 2007
Kinder, Krippen, Kosten: Fakten zur Kinderbetreuungsdebatte

In der Diskussion um die beste Betreuung von Kleinkindern liegen die Meinungen mitunter recht weit auseinander. Ein Blick auf die Fakten kann zur Klärung beitragen und für die derzeitig geführte Debatte hilfreich sein. Mit dem Zahlenspiegel, der auf der Grundlage der amtlichen Kinder- und Jugendhilfestatistik erstellt wird, informiert das DJI regelmäßig sowohl über die aktuellen Strukturen als auch über die Inanspruchnahme der öffentlichen Kindertagesbetreuung in Deutschland.
weiter


April 2007
Der Kompetenznachweis Kultur (KNK)

DJI Online Gespräch mit Ulrike Richter, DJI Halle
Wenn Jugendliche in Kunst und Kultur aktiv sind, dann lernen sie nicht nur Theater zu spielen, ein Instrument zu beherrschen oder den technischen Umgang mit Medien. Sie entwickeln gleichzeitig soziale Kompetenzen, die in Alltag und Beruf sehr gefragt sind. Der Kompetenznachweis Kultur macht diese Stärken sichtbar. Im vergangenen Jahr wurde der KNK einer kritischen Prüfung unterzogen. Ulrike Richter berichtet über die Ergebnisse der Evaluation.
weiter


März 2007
Gleichstellungspolitik beginnt im Kindergarten

Die Jugendpolitik in Deutschland ist am Grundsatz der Gleichstellung orientiert. Dennoch sind vielerorts noch geschlechtsspezifische Benachteiligungen oder Gefährdungen auszumachen. So lautet das Ergebnis eines aktuellen Reports, den das DJI mit Förderung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) erstellt hat. Er gliedert sich in einen Mädchen- und einen Jungenbericht und stellt geschlechtervergleichend die besonderen Lebenssituationen von jungen Frauen und Männern gegenüber, nennt erprobte Maßnahmen zum Abbau von Diskriminierung und zeigt auf, wo noch dringender Handlungsbedarf besteht.
weiter


Februar 2007
Lehren und Lernen mit dem Internet

Das Internet gehört im Klassenzimmer zum Standard - so lautet die Bilanz des Bundesprogramms „Schulen ans Netz“ nach zehn Jahren Laufzeit. Ob und wie dieses Infrastrukturpotenzial von Lehrenden und Lernenden in den Grundschulen tatsächlich genutzt wird, hat eine DJI-Studie erforscht. Aufschluss darüber geben die Ergebnisse der bundesweiten quantitativen Befragung von über 800 Grundschullehrkräften, die das Internet im Unterricht einsetzen. Der zweite Teil der Untersuchung, eine qualitative Beobachtungsstudie, dokumentiert den schulischen Internetumgang der Kinder anhand von zehn Fallbeispielen und zeigt auf, welche Bedeutung und welchen Nutzen das Internet für das Lehren und Lernen sowie für die Kompetenzentwicklung der Kinder haben kann.
weiter


Februar 2007
Kompetent erziehen

DJI Online Gespräch mit Boris Geier, DJI
Wir wissen heute, wie entscheidend die ersten Lebensjahre für die gesamte spätere Entwicklung eines Menschen sind. Nachgewiesen ist auch der deutliche Einfluss der Eltern auf den schulischen Erfolg oder Misserfolg ihrer Kinder. Gute Gründe, um herauszufinden, wie kompetent Eltern heute in Erziehungsfragen sind. Ein Gespräch mit Boris Geier vom DJI über „förderliche“ und „nicht förderliche“ Erziehungsstile.
weiter


Januar 2007
Jugendpolitik in Europa

Deutschland übernimmt im ersten Halbjahr 2007 turnusgemäß die EU-Ratspräsidentschaft und will diese Chance nutzen, um als Impulsgeber gerade die jungen Menschen mehr für die europäische Idee zu begeistern. Voraussetzung für eine stärkere gesellschaftliche Beteiligung der 75 Millionen EuropäerInnen zwischen 15 und 25 Jahren aber sind eine gute Bildung und gleiche Chancen für alle von ihnen - seit Jahren erklärte Ziele der länderübergreifenden Jugendpolitik Europas.
weiter


Dezember 2006
Neue kommunale Konzepte für soziale Brennpunkte im Test

Armut, Arbeitslosigkeit, Gewalt - das sind die Kennzeichen von sozialen Brennpunkten. Junge Menschen, die in diesen Vierteln unter schwierigsten Bedingungen aufwachsen, müssen eine faire Chance für den Start in ein besseres Leben bekommen. Alle Akteure vor Ort - wie Schulen, Jugendhilfe, Sozialämter und Polizei sind deshalb gefordert, noch besser zu kooperieren, um die Probleme in den Griff zu bekommen. Einige Kommunen sind darin erfolgreicher als andere. Warum - das hat ein Projektteam des DJI untersucht.
weiter


Dezember 2006
Kooperation von Schule mit außerschulischen Akteuren

DJI Online Gespräch mit Jens Lipski und Nadine Pautz, DJI
Welche Bedingungen müssen vorliegen, damit Kooperationen zwischen Schulen und außerschulischen Institutionen wie Musikschulen, Sportvereinen, Kunstprojekten oder betriebsnahen Projekten gut funktionieren? Wo liegen die größten Stolpersteine? Wie können bildungspolitische Ziele wie individuelle Förderung, veränderte Lernkultur, soziales Lernen, Kreativität und Partizipation durch ein strategisches Zusammenwirken aller Beteiligten am ehesten erreicht werden? Diese Fragen hat ein DJI Forschungsprojekt untersucht.
weiter

November 2006
Keiner mehr da? Jugendhilfe und demografischer Wandel

Die Klage ist bekannt: zu wenig Kinder werden in Deutschland geboren. Einige Regionen leiden besonders unter Bevölkerungsschwund und Abwanderung. Schulen und Kindergärten müssen schließen. Gleichzeitig beklagen Eltern in Ballungsgebieten einen eklatanten Mangel an Krippen- und Hortplätzen für ihren Nachwuchs. Für die Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe stellt der demografische Wandel eine große Herausforderung dar, die nicht nur mit Zahlenspielen, sondern vor allem auch qualitativ beantwortet sein will.
weiter


Oktober 2006
Veränderung und Kontinuität im Lebenslauf

Der Innovationsschub in den Biowissenschaften hat zu einem neuen Diskurs zwischen Gehirnforschung und Humanwissenschaften geführt. Im Bereich der Biografie- und Lebenslaufforschung stellt sich die Frage, ob Neurobiologie und Soziologie in einen fruchtbaren Dialog oder in Konkurrenz zueinander treten.
weiter


Oktober 2006 On the Road again – Mobil im Alltag

DJI Online Gespräch  mit Prof. a.V. Dr. Claus Tully, DJI
Ist ein 18-Jähriger, der kein eigenes Auto hat, schon out? Fest steht: die Jugend ist so mobil, wie nie zuvor. Wir haben mit Prof. Dr. Tully über sein neues Buch gesprochen, in dem er das Mobilitätsverhalten der Jugendlichen zwischen Option und Zwang untersucht.
weiter


September 2006
Ganztagsschule: ein Ziel – viele Wege

Der Auf- und Ausbau schulischer Ganztagsangebote spielt in der aktuellen Bildungsreformdebatte eine bedeutende Rolle. Bund und Länder investieren in eine erweiterte Infrastruktur. Und gemeinsam machen sich vielerorts PädagogInnen, außerschulische Kooperationspartner, Eltern und SchülerInnen auf den Weg zu einer neuen Art von Schule. Das DJI begleitet gemeinsam mit zwei weiteren Partnern (DIPF/IFS) in einer länderübergreifenden Studie die Entwicklung und Erprobung der unterschiedlichen Konzepte.
weiter


September 2006
Herausforderung Ganztagsschule

DJI Online Gespräch  mit MinDirig. Hans Konrad Koch, Bundesministerium für Bildung und Forschung
Der Bund unterstützt die Einrichtung und den Ausbau von Ganztagsschulen in Deutschland mit einem Investitionsprogramm von vier Milliarden Euro. Wir haben mit Ministerialdirigent Hans Konrad Koch vom Bundesministerium für Forschung und Bildung über Nutzen und Nutzung der Ganztagsschule, über Pläne, Widerstände und die zukünftige Entwicklung gesprochen.
weiter


August 2006
ICOVET – validating informal competences

Das europäische Gemeinschaftsprojekt ICOVET hat in seiner zweijährigen Arbeit ein Instrument für den Nachweis von Fähigkeiten entwickelt, die benachteiligte junge Menschen im außerschulischen Bereich, also zum Beispiel in der Familie, im Freundeskreis, in der Freizeit oder während des Ferienjobs erworben haben. Dieses Instrument soll helfen, informell erworbene Kompetenzen zu erkennen und damit sichtbar zu machen sowie gesellschaftlich anzuerkennen auch und vor allem durch Unternehmen bei ihrer Personalauswahl.
weiter


Juli 2006
Herausforderung Integration

Die Integration von ZuwanderInnen gehört zu den wichtigsten aktuellen Gestaltungsaufgaben in Deutschland. Bildung und Arbeit sind entscheidende Voraussetzungen für das Gelingen gesellschaftlicher Integration. Aber gerade die Kinder und Jugendlichen mit Migrationshintergrund haben in unserem Bildungssystem besonders schlechte Karten. Dies bestätigt der aktuelle Bildungsbericht "Bildung in Deutschland". Aus tatsächlicher und subjektiv empfundener Diskriminierung und Selbstausgrenzung der Migrantenjugendlichen kann ein fataler Teufelskreis entstehen.
weiter


Juli 2006
Sprachförderung für alle Kindergartenkinder

DJI Online Gespräch mit Dr. Karin Jampert, DJI
Sprachförderung ist in den letzten Jahren zu einem der wichtigsten bildungspolitischen Themen geworden. Alle Bundesländer haben für den Elementarbereich Bildungs- und Erziehungspläne aufgestellt und in allen spielen Sprache und Sprachförderung eine zentrale Rolle. Ein Gespräch mit Dr. Karin Jampert vom DJI, die mit einem interdisziplinären Team ein Sprachförderkonzept für Kitas entwickelt hat.
weiter


Juni 2006
Rote Karte: Gewalt und Fremdenfeindlichkeit im Sport

Sport setzt Emotionen frei – ganz besonders beim Fußball. Aber leider gibt es neben jubelnden Spielern und Fans auch gewalttätige Ausschreitungen auf dem Rasen, auf der Tribüne und vor den Stadien. Sport kann verbinden - über Grenzen hinweg. Dennoch haben rassistische und antisemitische Parolen auch Einzug in die Stadien gehalten. Integration statt Aggression lautet deshalb die Devise der vielen präventiven Programme, die sich mit der – vornehmlich männlichen – Gewalt rund um den Sport auseinander setzen.
weiter


DJI Online Gespräch Juni 2006 mit Dr. Stefan Borrmann, DJI

Soziale Arbeit mit rechten Jugendcliquen
Das Thema, das Dr. Stefan Borrmann (DJI) in seinem jüngsten Buch behandelt, ist hochaktuell. Wir haben mit ihm über Kennzeichen rechter Gruppen, Ursachen für die Entstehung, die Rolle von Eltern und Schule sowie die Herausforderung für die JugendarbeiterInnen und deren notwendige Unterstützung gesprochen.


Mai 2006
Gleichstellung auf dem Prüfstand

Auf dem Papier macht die Gleichberechtigung kontinuierlich Fortschritte. Die Wirklichkeit sieht anders aus: Von einer Gleichstellung im Arbeitsleben kann keine Rede sein. In den Führungsetagen sind Frauen eine Rarität. Für gleiche Arbeit bekommen sie häufig weniger Geld - trotz besserer Bildungsabschlüsse. Und das Risiko, mit dem ersten Kind als bislang erfolgreiche Frau ins berufliche Abseits zu geraten, ist in Deutschland besonders hoch.
weiter


DJI Online Gespräch Mai 2006 mit Prof. Dr. Thomas Rauschenbach, Direktor des DJI

Reform oder Ende der Erzieherinnenausbildung?
Der von Angelika Diller und Thomas Rauschenbach herausgegebene gleichnamige Band ist im DJI Verlag erschienen und versammelt Beiträge zu einer kontroversen Fachdebatte. Es gibt zwar einen breiten Konsens, dass das Qualifikationsprofil der ErzieherInnen dringend verbessert werden muss. Um die unterschiedlichen Konzepte und Ausbildungsgänge von Fachschulen, Fachhochschulen und Universitäten aber wird gestritten. Im DJI Online Gespräch plädiert DJI Direktor Prof. Dr. Thomas Rauschenbach im Sinne einer Professionalisierung für eine Ausbildung auf Hochschulniveau.
weiter


April 2006
Familie als Standortfaktor für Kommunen

Dass sich Familienfreundlichkeit für große wie mittelständische und kleine Unternehmen rechnet, haben mittlerweile zahlreiche Studien belegt. Aber auch immer mehr Kommunen entdecken die Familie als produktiven Wachstumsfaktor. Sie verstehen Familien nicht mehr nur als belastende Größe und Leistungsempfänger, sondern im Gegenteil als Investoren. Nur Kommunen, die es nicht versäumen, günstige Voraussetzungen für Eltern und deren Kinder zu schaffen, haben eine Zukunft.
weiter


April 2006
Die Hauptschule: Sackgasse für Benachteiligte?

DJI Online Gespräch  mit Dr. Frank Braun, ehemaliger Leiter des Forschungsschwerpunkts "Übergänge in Arbeit"
Gewalttätige Ausschreitungen an einer Berliner Hauptschule haben eine Debatte ausgelöst, sowohl über zu verstärkende Integrationsbemühungen als auch über die Hauptschule als Schulform. Dr. Frank Braun hält eine übertriebene Dramatisierung für unangebracht, fordert aber einen anderen Umgang mit den betroffenen Jugendlichen.
weiter

 


März 2006
Kindesvernachlässigung: früh erkennen - früh helfen!

Obwohl Vernachlässigung in Deutschland die Mehrzahl aller Gefährdungsfälle von Kindern darstellt, hat diese Form der Gewalt niemals eine ähnlich hohe öffentliche Aufmerksamkeit auf sich ziehen können wie etwa Kindesmisshandlung oder sexueller Missbrauch. Aufgeschreckt durch tragische Todesfälle als Folge von Vernachlässigung plädiert nach Wissenschaft und Praxis nun auch die Politik für die Etablierung von Frühwarnsystemen, bzw. präventiven Maßnahmen und für frühe Hilfen, um schwerwiegende Beeinträchtigungen und Todesfälle gefährdeter Kinder zu vermeiden.
weiter


März 2006
Projekt Eltern-Kind-Zentren: Potenzial und Zukunft der Eltern-Kind-Zentren

DJI Online Gespräch  mit Angelika Diller, DJI
Sie bieten Kindertagesbetreuung, Familienbildung und -förderung unter einem Dach: integrativ, niederschwellig und im sozialen Nahraum verankert. Ein Gespräch mit Angelika Diller über Entstehung, Potenzial und Zukunft der Eltern-Kind-Zentren.
weiter


Februar 2006
Informelle Bildung am Beispiel des freiwilligen Engagements

Nicht nur in der Schule wird gelernt. Wer sich freiwillig engagiert, beim Technischen Hilfswerk, bei Greenpeace oder im politischen Jugendverband, übernimmt Verantwortung für andere Menschen, das Gelingen von Projekten und gewinnt dadurch an Kompetenz. Interessantes Ergebnis einer neuen Kooperationsstudie der Uni Dortmund und dem DJI: als Lernen werden diese Prozesse von den engagierten Jugendlichen häufig gar nicht bewusst wahrgenommen.
weiter


Februar 2006
Unterstützung für Alleinerziehende

DJI Online Gespräch  Februar 2006 mit Dorit Sterzing, DJI
Alleinerziehende brauchen besondere Unterstützung, um auf dem Arbeitsmarkt erstmals oder wieder Fuß zu fassen. Ein DJI-Projekt hat dazu Handlungsempfehlungen für Kommunen entwickelt. Dorit Sterzing stellt im Gespräch die wichtigsten Eckpfeiler des Konzepts vor.
weiter

 


Januar 2006
12. Kinder- und Jugendbericht

Der Bericht analysiert die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen im Bereich Bildung, Betreuung und Erziehung und betrachtet vor diesem Hintergrund alle daran beteiligten Instanzen. Er betont, dass es eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung für das Aufwachsen von Kindern gibt. Diese muss gemeinsam von Eltern, von der Politik und den Handelnden in den Institutionen der Betreuung, Erziehung und Bildung wahrgenommen werden.
weiter


Dezember 2005
Zeit und Familie

Der deutsche Durchschnittsbürger verbringt im Laufe seines Lebens ganze neun Monate mit seinen Kindern. Genauso viel Zeit kostet ihn sein Weg zur Arbeit. Eine traurige Gleichung? Besonders zum Jahreswechsel wird das familiäre Beisammensein verstärkt in den Blick genommen. Wie viel Zeit verbringen Familien miteinander? Und wie verbringen sie diese? Könnte das neue Feld der Zeitpolitik das Spannungsverhältnis zwischen Familie und Beruf auflockern? DJI Online hat auf diese und andere Fragen Antworten gesucht.
weiter


Dezember 2005
Familienrichter und das Kindeswohl

DJI Online Gespräch mit der DJI-Stipendiatin Esther Rosenboom aus Hamburg
Mit Gefährdungen des Kindeswohls durch Gewalt und Vernachlässigung gehen Familienrichter in der Praxis sehr unterschiedlich um. Wegen der richterlichen Unabhängigkeit ist Abhilfe durch Standardisierungsvorschriften nicht möglich. Esther Rosenboom, die im Rahmen ihrer Dissertation ein DJI-Forschungsstipendium erhielt, plädiert für eine frühzeitige interdisziplinäre Kooperation vor allem zwischen Jugendamt und Familiengericht.
weiter


November 2005
Jugendliche in der Einwanderungsgesellschaft

Deutschland ist seit Jahrzehnten ein Einwanderungsland. Interkulturelle Kompetenz und die Integration von Jugendlichen mit Migrationshintergrund in den Arbeitsmarkt sind wichtige Ressourcen, die für Deutschlands weitere Entwicklung noch stärker genutzt werden sollten.
weiter


Oktober 2005
Chancen für Schulmüde

Der allmähliche "Abschied" von der Schule beginnt bei manchen Kindern bereits am Ende der Grundschulzeit. Vorbeugung, vor allem in den Hauptschulen, ist dringend geboten. Ein DJI-Netzwerk versammelt erfolgreiche Strategien zur Prävention von Schulmüdigkeit und Schulverweigerung sowie geeignete Maßnahmen für abschlussgefährdete und schulferne Jugendliche.
weiter


September 2005
Jugend heute: Der DJI-Jugendsurvey

Die jungen Menschen stehen im Zentrum von Bildungs- und Rentendebatten, sind "Gegenstand" zahlreicher Reformen und Programme. Was aber denken die Jugendlichen selbst? Wie zufrieden sind sie mit ihrer Lebenssituation? Wie wollen sie gern leben? Welche Werte sind ihnen wichtig? Aufschluss darüber geben die Antworten von rund 9.100 Jugendlichen, die 2003 vom DJI befragt wurden. Wir berichten über erste Ergebnisse der dritten Erhebungswelle des DJI-Jugendsurvey.
weiter


September 2005
Familien sind keine Inseln

DJI Online Gespräch mit Sibylle Friedrich, DJI Stipendiatin aus Hamburg
Sibylle Friedrich ist Diplom-Psychologin. Seit April 2005 ist sie Gastwissenschaftlerin am DJI. Sie hat untersucht, wie die informellen Netzwerke von Familien, die Familienhilfe in Anspruch nehmen, besser genutzt werden können. Wir haben mit ihr über die Ergebnisse gesprochen.
weiter


August 2005
Political Participation of Young People in Europe: the EUYOUPART project (English Edition)

Das länderübergreifende Projekt EUYOUPART hat ein Indikatorensystem zur Erforschung politischer Partizipation junger Menschen (15-25 Jahre) in Europa entwickelt. Neben dem DJI für die Bundesrepublik Deutschland waren Frankreich, Großbritannien, Österreich, die Slowakei, Estland, Finnland und Italien an der Entwicklung beteiligt. Beim Abschlusstreffen am 14. Juli in Brüssel wurden das neue Messverfahren sowie erste Teilergebnisse aus den Erhebungen in den einzelnen Ländern vorgestellt.
weiter


August 2005
Was heißt hier fremd?

DJI Online Gespräch mit Hans Lösch, DJI
Fragen nationaler Identität und ethnischer Differenz sind ein Lieblingsthema von Hans Lösch, dem langjährigen Redakteur der DJI-Zeitschrift DISKURS. Nach über 30 Jahren verlässt der 1943 geborene Hans Lösch das Institut. Wir haben mit ihm über Herkunft, Heimat und Zugehörigkeit gesprochen.
weiter

 


Juli 2005
Eltern: zwischen Ratlosigkeit und "Super-Nannys"

Die hohen Einschaltquoten bei Sendungen wie "Die Super-Nannys" dokumentieren nicht nur voyeuristisches Interesse, sondern spiegeln auch die Ratlosigkeit vieler Eltern: Was können und sollen sie ihren Kindern heute wie vermitteln?
weiter


DJI Online Gespräch Juli 2005 mit mit Beate Pedrals, Stipendiatin am DJI

Was heißt "erwachsen"?

Das StipendiatInnen-Programm des DJI bietet jüngeren WissenschaftlerInnen aus dem In- und Ausland Gelegenheit zur wissenschaftlichen Forschung in München. Wir haben mit der Stipendiatin Beate Pedrals (31) aus Valparaiso/Chile gesprochen, die gerade ihre Forschungsarbeiten in München beendet hat.

mehr Informationen


Juni 2005
Kinder im Blickpunkt: Lerngeschichten im Vorschulalter

Lebenslange Lernfähigkeit wird zukünftig eine der wichtigsten Kompetenzen in unserer Gesellschaft sein. Die Freude am Entdecken, das Forschen und Lernen in der frühen Kindheit liefern die entscheidende Grundlage dafür. Die Bildungsinteressen und -wege von Kindern genau zu beobachten und in Wort (und Bild) festzuhalten, um angemessene Unterstützung für weitere Entwicklungsschritte bieten zu können, ist eine Methode, von der ErzieherInnen, die sie ausprobiert haben, begeistert sind.
weiter


Juni 2005
Kinder als Naturforscher

DJI Online Gespräch Juni 2005 mit Dr. Donata Elschenbroich, DJI, Expertin für Bildung in frühen Jahren und Autorin des Bestsellers "Weltwissen der Siebenjährigen"
In den Jahren vor der Schule werden Kinder in Deutschland oft unterschätzt. Ihre Wissbegier, ihr natürlicher Forscher- und Erfindungsdrang laufen ins Leere, finden keinen Widerhall, werden sogar gebremst. Donata Elschenbroich vom DJI setzt sich seit vielen Jahren ein für die kindgerechte Vermittlung naturwissenschaftlichen Wissens in den Kindergärten und Grundschulen.
weiter


Mai 2005
Ganztagsschule - Chance für eine neue Lernkultur?

Mit der politischen Entscheidung für den Ausbau der Ganztagsschule wird eine Vielzahl von Zielen verfolgt: z.B. dass der Schulerfolg weniger stark durch die soziale Herkunft bestimmt wird oder die verbesserte Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Einigkeit besteht darüber, dass bei der Ausdehnung der Schule auf den ganzen Tag außerschulische Akteure und Schule kooperieren sollen. Wie dieses Zusammenwirken genau aussehen kann und soll - darüber gibt es unterschiedliche Auffassungen.
weiter


April 2005
Rechtsextremismus bei Jugendlichen

Woran liegt es, wenn Jugendliche sich in fremdenfeindlichen und rechtsextremen Gruppierungen „stark“ machen? Genaue Ursachenforschung ist entscheidend für den Erfolg von Projekten und Programmen, die sich die Prävention solcher Tendenzen auf die Fahnen schreiben. Ebenso wichtig ist es zu prüfen, welchen Effekt die Maßnahmen haben, die die Bundesregierung unterstützt. Diese Aufgabe hat u.a. ein DJI-Projekt übernommen, in dem die diversen Ansätze dokumentiert und evaluiert werden.
weiter


April 2005
Mädchen und Technik: Girls' Day am 28. April

DJI Online Gespräch April mit Dr. Waltraud Cornelißen, DJI
2005 jährt sich zum 5. Mal der "Mädchen-Schnuppertag" für technische Berufe. Der Girls' Day soll Mädchen und jungen Frauen Einblick in naturwissenschaftliche und technische Berufe geben. Obwohl sich ein deutlicher Mangel an qualifizierten Fachkräften gerade im technischen Bereich abzeichnet, gehen die meisten Schulabgängerinnen immer noch in andere Ausbildungsberufe wie Bürokauffrau oder Krankenschwester. Wir haben mit Waltraud Cornelißen über die Hintergründe gesprochen. Sie leitet die Abteilung Geschlechterforschung und Frauenpolitik am DJI.
weiter


März 2005
Ein heikles Geschäft: Sozialwissenschaften zwischen Forschung und Politik

Gute Politik ist auf wissenschaftliche Analysen, auf Anregungen und Zuarbeit auf höchstem Niveau angewiesen, das sagt zum Beispiel Familienministerin Renate Schmidt. Politik braucht Kompetenz. Wissen schafft Kompetenz. Und Wissen schafft Macht. Wie sich die Sozialwissenschaften heute im Zusammenspiel von Forschung, Politik, Fachpraxis und Medien positionieren können und wollen, darüber haben namhafte Wissenschaftler in einer gemeinsamen Vorlesungsreihe von DJI und LMU München nachgedacht.
weiter


Februar 2005
Sprachliche Bildung in der Kita

Sprachförderprogramme sollten so früh wie möglich ansetzen. Nicht erst kurz vor Schuleintritt, sondern schon in den Kindertagesstätten. Ideen und Konzepte dazu gibt es in Hülle und Fülle. Ein DJI-Projekt liefert nun einen systematischen Überblick und informiert über die wichtigsten Trends in der Sprachförderung im Elementarbereich.
weiter


Januar 2005
Aufwachsen mit dem Internet

Pädagogen und Politiker waren anfangs optimistisch. Das Internet versprach den Zugang zu Informationen für alle und damit eine größere Chancengleichheit. Heute sehen wir auch die Schwierigkeiten - vor allem, wenn Kinder und Jugendliche online gehen. Die Zauberformel „Internetkompetenz“ macht die Runde. Aber was heißt das genau? Und wer soll sie wem vermitteln? Christine Feil und Claus Tully vom deutschen Jugendinstitut stellen ihre Forschungsergebnisse vor.
weiter


DJI Online Gespräch Dezember 2004 mit Dr. Karin Jurczyk, DJI

Leiterin der Abteilung Familie und Familienpolitik
Mitautorin des Buches "Von der Tagespflege zur Familientagesbetreuung"

Ausbau der Kinderbetreuung durch qualifizierte Tagespflege
Die Betreuungssituation für unter Dreijährige ist insbesondere im Westen Deutschlands sehr unzureichend. Der vorangetriebene Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen wird aber stufenweise vorgenommen und kann deshalb erst 2010 richtig greifen. Eine wichtige Ergänzung ist deshalb die Tagespflege: die familiennahe Unterbringung der Kleinen bei Tagesmüttern oder Tagesvätern.
Wir haben mit Dr. Karin Jurczyk über Vor- und Nachteile dieser familiennahen Betreuungsform und die Notwendigkeit ihrer Weiterentwicklung gesprochen.

mehr Informationen


November 2004
Familie: heile Welt oder prekäre Lage?

Viele Familien befinden sich heute an der Schwelle zur Armut. Diese prekäre Lebenslage nimmt eine neue Studie des DJI in den Blick. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen helfen, Unterstützung für die betroffenen Familien zu entwickeln. Damit diese es aus eigener Kraft schaffen, nicht vollends in die Armut abzurutschen.
weiter


Oktober 2004
Schule - und dann?

Jugendliche, die die Hauptschule besuchen, haben es heute besonders schwer, im Anschluss eine Lehrstelle oder Arbeit zu finden. Eine neue Längsschnittstudie des DJI untersucht gerade, was getan werden kann und muss, um gerade diese jungen Menschen auf ihrem Weg von der Schule in die Ausbildung oder den Beruf zu unterstützen. Erste Ergebnisse liegen nun vor.
weiter


Oktober 2004
Späte Väter? Männer und Familie

DJI-Online Gespräch mit Dr. Angelika Tölke, DJI
Nachdem die Analysen zum Wandel im Partnerschafts- und Fertilitätsverhalten bislang fast ausschließlich aus der Perspektive der Frau vorgenommen wurden, rücken die Männer zunehmend in den Blickpunkt. Angelika Tölke erforscht am DJI seit vielen Jahren das Zusammenwirken von Erwerbspartizipation, Berufskarriere und privater Lebensform - in den letzten Jahren vor allem in männlichen Biografien. Wir haben mit ihr über den Zusammenhang von beruflicher Laufbahn und Familiengründung gesprochen. 
weiter


September 2004
Opstapje - Präventivförderung für Zweijährige

Kinder aus sozial benachteiligten Familien sind besonders auf Unterstützung angewiesen, um auch ihnen einen guten Start in Kindergarten und Schule zu ermöglichen. Aber gerade diese Familien nutzen nur sehr selten die bestehenden Angebote. Das Opstapje-Programm setzt auf geschulte Laienhelferinnen und regelmäßige Hausbesuche. Wie wirksam dieses Angebot ist, hat das DJI in einem Modellprojekt untersucht.
weiter


August 2004
Freiheitsentziehende Maßnahmen bei Kindern und Jugendlichen

Was tun, wenn schwierige Kinder und Jugendliche sich der erzieherischen Einflussnahme von Familie, Schule und Jugendhilfe komplett verweigern? In Deutschland gibt es immer noch die Möglichkeit, diese "Fälle", meist Kinder mit problematischen Biografien, zeitweise in geschlossenen Heimen unterzubringen. Ein Zeichen der Kapitulation oder letztes Hilfsmittel beim Erziehungsversuch? Ein DJI-Projekt untersucht derzeit die "Freiheitsentziehenden Maßnahmen" - hier erste Ergebnisse.
weiter


August 2004
Föderalismusdebatte

Bund- oder Ländersache? Auch die Kinder- und Jugendhilfe ist betroffen, wenn es um die Neuordnung der Zuständigkeiten geht. Die Föderalismus-Kommission plädiert in einem noch unveröffentlichten Papier für die Verlagerung auf Landesebene. Wird eine stärkere Kommunalisierung regionale Ungleichheiten noch verstärken? Führt der Verlust der Bundeszuständigkeit zu einer Schwächung der Jugend- und Familienpolitik? Das DJI nimmt Stellung.
weiter


Juli 2004
Jugendgewalt und Prävention

Schlagzeilen prägen unser Bild von der Jugendgewalt. Experten aber warnen vor einer Skandalisierung durch die Medien. Denn die Zahlen vieler Studien widersprechen dem behaupteten und befürchteten Anstieg des jugendlichen Gewaltpotenzials. Vorbeugende Maßnahmen gibt es viele: "Gewalt? Ich bin doch nicht blöd" steht zum Beispiel auf den T-Shirts, die die Polizei in Traunstein an Schulprojekttagen verteilt. Modellversuche wie diese werden in der Arbeitsstelle Kinder- und Jugendkriminalitätsprävention des DJI begutachtet, bewertet und gegebenenfalls unterstützt.
weiter


Juli 2004
Als Stipendiatin am DJI

DJI-Online Gespräch mit Peggy Szymenderski
Das Stipendien-Programm des DJI bietet WissenschaftlerInnen aus dem In- und Ausland Gelegenheit zur wissenschaftlichen Forschung in München.
Wir haben mit der ehemaligen Stipendiatin Peggy Szymenderski aus Chemnitz gesprochen 
weiter


Juni 2004
Entgrenzungen - Abschied von der Norm?

Was ist Kindheit? Was ist Jugend? Was ist Familie? Was ist weiblich und männlich? Wo fängt Arbeit an, wo und wann hört sie auf? Welche Vorbilder haben wir als Orientierungshilfe? Eindeutige Antworten auf diese Fragen sind kaum möglich. Von einander abgegrenzte Lebensphasen und werden zunehmend unüberschaubar, vermengen sich. Eine große Herausforderung, die Chancen eröffnet, aber auch Risiken in sich birgt.
weiter


Mai 2004
Kinder- und Jugendhilfe - von der Fürsorge zur Förderung

Viele haben nur ungenaue oder sehr einseitige Vorstellungen von dem, was Kinder- und Jugendhilfe heute umfasst. Dabei sind die meisten von uns schon in irgendeiner Form mit ihr in Berührung gekommen, zum Beispiel im Kindergarten oder in Jugendmusikschulen. Mehr Informationen dazu liefert unser Thema anlässlich des 12. Deutschen Jugendhilfetags.
weiter


April 2004
Für das Leben lernen - Bildung vor und neben der Schule

Bildung ist längst viel mehr, als heute in der Schule vermittelt wird. Aber wo lernt man so etwas wie emotionale Intelligenz oder soziale Kompetenzen? Wie wichtig sind mittlerweile die anderen Lernorte neben und vor der Schule - Kindergärten, Familie, Freunde, Vereine oder Medien? Fragen, auf die die DJI-Konzeption für einen nationalen Bildungsbericht Antworten gibt.
weiter


März 2004
Gender Mainstreaming in der Kinder- und Jugendhilfe

Gender Mainstreaming in der Kinder- und Jugendhilfe
Eine Methode für die tatsächliche Umsetzung von mehr Geschlechtergerechtigkeit ist das seit 1999 gesetzlich vorgeschriebene Gender Mainstreaming. Leider ist es noch weitgehend unbekannt.In einem Pilotprojekt wird diese Strategie auch in der Kinder- und Jugendhilfe eingesetzt - wissenschaftlich begleitet vom DJI.
weiter


Februar 2004
Messverfahren in der sozialen Arbeit am Beispiel der Kindeswohlgefährdung

"Dreijähriger an den Folgen schwerer Misshandlung gestorben." Häufig lautet die Frage dann: Wenn das Jugendamt davon wusste, warum hat es nicht früh genug eingegriffen?
Gute Frage - das Problem heißt: Richtige Risikoeinschätzung. Genauer: Auf welcher Grundlage können Sozialarbeiter möglichst sicher entscheiden, wann sie eingreifen?
Standardisierte Verfahren sollen dabei helfen. Ob und wie das funktioniert, kann nur durch eine konstruktive Diskussion in Theorie und Praxis geklärt werden.
weiter


Januar 2004
Jugend- und Familienforschung in Europa

Europa wächst weiter. Im Mai 2004 werden zehn neue Mitgliedsstaaten hinzu kommen. Das Interesse an länderübergreifenden Fragestellungen nimmt zu. Um die Situation der Jugendlichen und Familien in Europa vergleichen zu können, entstehen immer mehr Forschungskooperationen und politikbezogene Netzwerke, an denen das DJI aktiv beteiligt ist.
weiter


Dezember 2003
Wie wachsen Kinder heute auf

Eine der drei großen Längsschnittuntersuchungen des DJI ist das Kinderpanel. Seit 2001 werden über einen Zeitraum von drei Jahren die Lebenslagen von Kindern im Sinne einer Sozialberichterstattung differenziert beschrieben und die Einflüsse auf die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern nachgezeichnet.
weiter


November 2003
Sozial-Raum und regionale Disparitäten

In vielen Projekten widmet sich das DJI der Frage regionaler Ungleichheiten. Ob es um die berufliche Integration von Jugendlichen, die bundesweite Versorgung mit Krippenplätzen oder die Situation der Jugendhilfeeinrichtungen geht - das DJI bietet eine Fülle an ausgewertetem Datenmaterial.
weiter


Oktober 2003
40 Jahre Deutsches Jugendinstitut 1963-2003

Das DJI hat Grund zum Feiern. Es kann mit Stolz auf 40 zum Teil stürmische Jahre zurückblicken. Viel wurde geforscht, gekämpft und gestritten. Mit Erfolg. Schlaglichter auf die bewegten Zeiten.
weiter


Juni 2003
Jugendforschung zwischen Tradition und Innovation

Bilanz und Ausblick nach vier Jahrzehnten.
weiter