Nationaler Bildungsbericht
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Gegenstand der Bildungsberichtserstattung sind einerseits die Institutionen des Bildungswesens und ihre Leistungen. Andererseits sollen auch informelle Bildungsprozesse im Schul- und Erwachsenenalter berücksichtigt werden. Über das Spektrum der Bildungsstufen hinweg - von der Kinderkrippe bis zur Erwachsenenbildung - werden Umfang und Qualität der institutionellen Angebote, aber auch deren Nutzung dargestellt.
Kern der Bildungsberichtserstattung ist ein systematischer und regelmäßig aktualisierbarer Satz von Indikatoren, die aus amtlichen Daten und sozialwissenschaftlichen Erhebungen in Zeitreihe ermittelt und dargestellt werden, wenn möglich im internationalen Vergleich und auch aufgeschlüsselt nach Bundesländern.
Thematisch sind die Indikatoren auf vier Ebenen angesiedelt. Demografische Entwicklungen bilden die Kontextebene. Auf der Wirkungsebene werden Informationen zu Kompetenzen, Abschlüssen und Bildungserträgen zusammengestellt. Die Inputebene umfasst Angaben zu den Bildungsausgaben, zu Personalressourcen, zu Bildungsangeboten und zur Bildungsbeteiligung. Auf der Prozessebene werden der Umgang mit Bildungszeit, Übergänge zwischen den Bildungsstufen und die Qualitätssicherung / Evaluierung thematisiert.
Konzept und Ziele der Bildungsberichterstattung
Bildungsprozesse und Bildungssysteme werden daraufhin analysiert, inwieweit es gelingt, (a) Individuen zu befähigen, die eigene Biografie, das Verhältnis zur Umwelt und das Leben in der Gemeinschaft selbständig zu gestalten (individuelle Regulationsfähigkeit), (b) die auf dem Arbeitsmarkt benötigten Kompetenzen bereit zu stellen und somit das Arbeitskräftevolumen zu sichern, das für Wohlstand und gesellschaftliche Entwicklung erforderlich ist (Humanressourcen) sowie (c) gesellschaftliche Teilhabe, auch unter dem Gesichtspunkt sozialer Kohäsion, zu gewährleisten und systematischer Benachteiligung nach Geschlecht, Region, sozialer Herkunft, nationaler oder ethnischer Zugehörigkeit entgegenzuwirken (Chancengleichheit.
Verantwortlich für die Durchführung des Ersten Nationalen Bildungsberichts ist ein Konsortium, dem das Deutsche Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF), das Hochschul-Informations-System GmbH (HIS), das Deutsche Jugendinstitut (DJI), das Soziologische Forschungsinstitut an der Georg-August-Universität Göttingen (SOFI), das Statistische Bundesamt und die Statistischen Landesämter angehören.