Das Konzept der alltäglichen Lebensführung von Familien dient zur Abbildung der notwendigen alltäglichen Abstimmungsleistungen von Familienmitgliedern sowie zur Betrachtung der Verknüpfung von Familie, Erwerbswelt und anderen Lebensbereichen. Es lenkt das Augenmerk auf die Formen und Strategien des Umgangs mit Anforderungen, Chancen, Ressourcen und Restriktionen der AkteurInnen (Mütter, Väter, Kinder, gegebenenfalls Verwandte, Personal).
Die Rolle von Raum für die Alltagsgestaltung und Herstellung von Familie unter Bedingungen von Multilokalität steht im Zentrum des Interesses des Vorhabens. Das Konzept der alltäglichen Lebensführung weist im Hinblick auf dieses Ziel eine entscheidende Schwäche auf, nämlich die randständige und auf wenige Aspekte beschränkte Konzeptualisierung von Raum. Auf der Basis eigener Vorarbeiten wird davon ausgegangen, dass Raum und Räumlichkeiten für die Gestaltung der multilokalen Familie, für den Umgang mit und das Erleben der multilokalen Lebenssituation auf sehr differenzierte Art und Weise und auf unterschiedlichen Maßstabsebenen (Mikro-, Meso- und Makroebene) relevant sind.
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Ergebnisse Das Projekt hat explorativen Charakter: Erstmalig werden sekundäranalytische Auswertungen von Datensätzen zur Frage der Multilokalität von Kernfamilien vorgenommen. Aus der quantitativen Teilstudie werden Informationen über
Gleichzeitig werden zwei vertiefende qualitative Teilstudien zur beruflichen und trennungsbedingten Multilokalität durchgeführt. Diese nehmen Multilokalität als konstituierendes Element familialer Lebensführung in den Blick. Damit wird einerseits das räumliche Handeln innerhalb von Familien ins Zentrum des Interesses gerückt sowie andererseits die raumstrukturelle Relevanz einer neuen Familienform untersucht. Mit den qualitativen Teilstudien werden Erkenntnisse in folgenden Bereichen angestrebt:
Durch den Einbezug der Perspektiven von Erwachsenen und Kindern eröffnet das Projekt auf innovative Weise Einsichten in die translokale Lebenspraxis von Familien. Das Vorhaben erschließt damit empirisch und theoretisch wissenschaftliches Neuland. Die angestrebte Fundierung und Erweiterung des Konzepts familiale Lebensführung bringt zudem einen konzeptionellen Mehrwert für die Erforschung des Alltags von Familien.
Im methodischen Bereich werden Erkenntnisse über die Anwendbarkeit von multimethodischen Herangehensweisen zur Untersuchung des Phänomens Multilokalität von Familie erwartet.
Angestrebt ist zudem der Aufbau eines interdisziplinären Forschungsnetzwerkes „Multilokale Familien in Forschung und Praxis“.
Das Vorhaben wird schließlich für unterschiedliche Bereiche gestaltungsrelevantes Wissen bereitstellen können: So erhalten z.B. Verantwortliche in Stadtplanung, Verkehrsplanung und Wohnungsbau wichtige Einblicke in aktuelle Bedingungen des familialen Wohnens und der familialen Mobilität. Praxisrelevante Hinweise werden sich außerdem bezüglich der spezifischen Unterstützungs- und Beratungsbedarfe von räumlich getrennt lebenden Familien, der Ausgestaltung von Nachscheidungsverhältnissen sowie für die Gestaltung sozialer Infrastrukturen ergeben.
Konzeption - Fortsetzung Von Bedeutung sind beispielsweise die Wohnentfernungen der Haushalte der Familie voneinander und die Möglichkeiten der Überwindung der Distanzen, Fragen der Mobilität von Kindern und Erwachsenen, der Ausgestaltung von Wohnräumen sowie der emotionalen Ortsbindung. Die Dimension Raum wirkt in multilokalen Lebensituationen darüber hinaus als wesentliches, strukturierendes Element der familialen Interaktionsbeziehungen (Stichwort: Handeln in Kopräsenz, Handeln in Situationen der räumlichen Trennung). In multilokalen Lebenszusammenhängen lebende Erwachsene und ihre Kinder spannen zudem durch ihre Lebenspraxis translokale Sozialräume auf und verweben dabei die Gegebenheiten von wenigstens zwei Orten kontinuierlich in ihre eigene Biografie. Dies hat zur Folge, dass Prozesse und Handlungen an den verschiedenen Lebensorten nicht mehr rigide getrennt sind, sondern vielfältig aufeinander bezogen und ineinander verschränkt. Es entstehen eigenständige translokale, sozialräumliche Verflechtungszusammenhänge. Neuere Ansätze der handlungstheoretischen Geographie und der Raumsoziologie, die Raum als soziale Konstruktion auffassen und Wechselwirkungen zwischen dem Sozialen und Physisch-materiellen thematisieren, bieten hier für die Analyse gute Anknüpfungspunkte.
Um lebensweltliche Praktiken und Bewertungen multilokaler Familienarrangements zu erfassen, verspricht es einen erheblichen Erkenntnisgewinn, wenn deren spezifische räumliche Gestalt sowie ihre Zeitlichkeit konzeptionell und methodisch berücksichtigt werden. Der Anthropologe George Marcus (1995) plädiert in diesem Sinne für eine multi-sited ethnography und meint damit, bei der Untersuchung von vielörtigen und sich in Bewegung befindenden Phänomenen, Feldforschung und teilnehmende Beobachtung auf viele Orte auszudehnen, den Subjekten über Raum und Zeit zu folgen und den Verbindungen zwischen Orten nachzugehen. Wichtig ist demnach nicht nur der Blick auf die Knotenpunkte eines Netzwerkes, sondern auch auf die Linien, auf die raum-zeitlichen Verbindungen und auf die Bewegungen dazwischen. Ausgehend von eigenen Vorarbeiten und in Orientierung an dem Konzept der „multi-sited ethnography“ lassen sich drei typische „raum-zeitliche Momente“ unterscheiden, die den Alltag von multilokalen Familien kennzeichnen. In jedem dieser Momente manifestieren sich – so die Annahme - spezifische der oben angesprochenen räumlichen Dimensionen (siehe auch Methode).
In einem ersten Schritt wird mittels einer Sekundäranalyse vorliegender Datensätze der quantitativen Verbreitung des Phänomens der Multilokalität von Familie und deren „Geographie“ nachgegangen.
Im Zentrum des Forschungsvorhabens stehen zwei qualitative Teilstudien. Beide Teilstudien fokussieren auf Individuen und ihr konkretes Handeln im multilokalen Familienzusammenhang. Gleichzeitig geht es darum, wie strukturelle Rahmenbedingungen und das Leben an unterschiedlichen Orten subjektiv wahrgenommen und interpretiert werden. Darüber hinaus interessieren die konkreten Praktiken der Herstellung von Familie aus der Entfernung sowie die Verschränkung der alltäglichen Lebensführungen der Mitglieder einer Familie zu einer familialen Lebensführung. Berücksichtigt werden sowohl die Perspektiven der Kinder als auch der Erwachsenen in multilokalen Familien, denn nur so kann das Zusammenspiel der alltäglichen Lebensführungen von einzelnen Familienmitgliedern in ihrer Verschränkung zur familialen Lebensführung valide erfasst werden.
Die "Mehr-Örtigkeit" des Alltags von multilokalen Familien stellt diese vor besondere Herausforderungen. Gerade Unterstützungsangebote für diese neuen Herausforderungen können nicht vom grünen Tisch aus entworfen werden, sondern müssen von den Bedarfen der Betroffenen selbst ausgehen. Daher kommt der Rekonstruktion der Perspektiven der Betroffenen auf das multilokale Leben große Bedeutung zu.
Zielsetzung Im Zentrum des Forschungsvorhabens steht die Frage, welche Bedeutung der Multilokalität für die Gestaltung und Herstellung von Familie zukommt.
Ziel des Projektes ist es,
Hier interessiert, wie die Wechsel der An- und Abwesenheiten von Familienmitgliedern bewältigt werden sowie die konkrete Alltagsgestaltung an den verschiedenen Lebensorten der Familienmitglieder in Zeiten der räumlichen Kopräsenz sowie in Zeiten des Getrennt seins. Relevant ist die Bedeutung der Ausgestaltung des Wohnraums sowie der raum-strukturellen Rahmenbedingungen für die Alltagsgestaltung. Nachgegangen wird dem Umgang mit Mehrörtigkeit, der Bedeutung der jeweiligen Orte sowie den Praktiken des „making home“ an mehreren Wohnstandorten. Von Bedeutung für die Frage nach der Herstellung von Familie ist insbesondere die Art und Weise der Nutzung der körperlich-kopräsenten Zeiten.
Kennzeichnend für die multilokale Lebensführung sind Momente der Mobilität. Zum einen „pendelt“ das „mobile“ Familienmitglied - mit Unterschieden in der Frequenz (häufig/selten) und dem Rhythmus (regelmäßig/unregelmäßig) - zwischen den Haushalten hin und her. Zum anderen sind manchmal auch die „ortsfesten“ Familienmitglieder unterwegs, z.B. wenn sie zu dem „mobilen“ Mitglied auf Besuch kommen. Neben praktisch organisatorischen Fragen, z.B. welches Verkehrsmittel genutzt wird, wie die Mobilität, v.a. der Kinder, organisiert wird, in welchem Rhythmus die Reisen bzw. Fahrten zwischen den „Familienorten“ stattfinden, interessiert wie das Mobil sein jeweils empfunden wird.
Doch Mobilität bedeutet nicht einfach nur die Überwindung des Weges zwischen zwei Orten, sondern vor und auf dem Wege passiert etwas (Rolshoven 2006). Es sind Reisevorbereitungen zu treffen, man ist aufgeregt oder gestresst, freut sich auf das Wiedersehen oder ist sich unsicher, was da kommt. Wird der Weg zwischen den Familienorten regelmäßig bewältigt, dann entstehen Routinen. Immer ist es ein Wechsel von einer „Welt“ in die andere, ein Übergang der gestaltet werden muss. Von besonderem Interesse ist deshalb, was vor und auf dem Weg von einem Ort zum anderen geschieht sowie die Gestaltung des Wiedersehens mit bzw. des Abschieds von der (einen) Familie.
Als dritter typischer Moment für multilokale Familienarrangements gilt die Zeit des Getrennt seins. Es interessiert, welche Rolle der Alltag am fernen Familienort für den Alltag vor Ort spielt. Inwiefern entstehen hier translokale Verflechtungszusammenhänge? Gefragt wird nach den Praktiken der Aufrechterhaltung und Herstellung von Familie über räumliche Distanz. Von Interesse ist insbesondere welche Rolle Kommunikationstechnologien bei der Gestaltung des „virtuellen“ Familienlebens spielen und wo die Grenzen der Herstellung von Familie auf Distanz liegen.
Die "Mehr-Örtigkeit" des Alltags von multilokalen Familien stellt diese deshalb vor besondere Herausforderungen: Trotz des getrennten Wohnens und der unter Umständen langen Zeiträume, in denen man sich nicht sieht, müssen sie die emotionale und soziale Verbundenheit innerhalb der Familie aufrechterhalten, mit den permanenten Wechseln der An- und Abwesenheit von Familienmitgliedern umgehen und Praktiken entwickeln, damit der mehrörtige Familienalltag funktioniert. Das Gelingen dieser Praktiken entscheidet darüber mit, ob Familie auch in Zukunft lebbar bleibt. Gerade Unterstützungsangebote für diese neuen Herausforderungen können nicht vom grünen Tisch aus entworfen werden, sondern müssen von den Bedarfen der Betroffenen selbst ausgehen. Die Schumpeter-Nachwuchsgruppe hat sich daher zum Ziel gesetzt, den vielfältigen Anforderungen, die eine multilokale Lebensführung an Familien stellt, umfassend nachzugehen.
Assoziierte Nachwuchswissenschaftler/-innen
Maya Halatcheva-Trapp, Dipl. Soz., Psych. M.A.
Dipl. Geogr. Giulia Montanari
Dipl. Soz. Diane Nimmo
Dipl. Soz. Anna Proske
Raphaela Reindl
Dipl. Soz. Tino Schlinzig![]() |
Kontaktdaten: WDR5, Leonardo, 04.04.2012: Trennungskinder - wie und wo sie am besten leben.
SonntagsZeitung, 05.02.2012: Eine Woche Mami, eine Woche Papi. Wie Trennungskinder es schaffen, zwischen zwei Welten zu pendeln. Teil 1 und Teil 2
RBB KULTURRADIO AM VORMITTAG, Wissen, 3.1.2012, 9:10 Uhr: Zuhause bei Mama, Zuhause bei Papa: Dr. Michaela Schier, Leiterin der Schumpeter-Nachwuchsgruppe "Multilokalität von Familie" am Deutschen Jugendinstitut berichtet von Ergebnissen einer neuen Studie
Dein SPIEGEL 6/2011 sowie Spiegel-Online, 29.06.2011: Im Scheidungsflieger. Nächster Halt: Papa
Resonanzen, WDR 3, 25.05.2011: Zwischen hier und dort - über Formen und Folgen der Multilokalität von Familie: ein Interview mit Dr. Michaela Schier, Leiterin der Schumpeter-Nachwuchsgruppe "Multilokalität von Familie" am Deutschen Jugendinstitut. ARD Themenwoche "Der mobile Mensch"
Spielen und Lernen 4/2010: Ständig hin und her
Spiegel-Online, 15.3.2010: Pendelnde Scheidungskinder
Sueddeutsche Zeitung, 25.10.2009: Nach Familienphase motiviert zur Arbeit
Sueddeutsche Zeitung, 24.10.2009: Entlastete Eltern sind bessere Mitarbeiter
Dipl. Soz. Diane Nimmo Stipendiatin des evangelischen Studienwerk e.V. Villigst; assoziiertes Mitglied der Schumpeter-Nachwuchsgruppe „Multilokalität von Familie“
Kontaktdaten:
nimmo@dji.de
Promotionsthema:
Die Praxis des Pendelns zwischen familialen Welten. Anforderungen an Kinder und ihre Lösung im multilokalen Familienalltag nach Trennung und Scheidung
Kurzfassung des Promotionsthemas:
Im Falle einer Trennung oder Scheidung differenziert sich ein binukleares, multilokales Familiensystem aus, innerhalb dessen die Kinder mehr oder weniger regelmäßig zwischen dem Zuhause bei Mutter und Vater pendeln. Das Projekt nimmt den Vollzug des Pendelns zwischen diesen beiden familialen Welten in den Blick und fokussiert dabei die Herstellungsleistungen der Kinder. Diese Herstellungsleistungen liegen in den Individualisierungsprozessen der beiden Elternteile nach einer Trennung oder Scheidung begründet, die zur Folge haben, dass die Alltage an den beiden familialen Lebensorten der Kinder jeweils durch unterschiedliche Erwartungen, Regeln, Anforderungen, Abläufe und Verflechtungen gekennzeichnet sind. Dies bedeutet, dass jeder Übergang zwischen den Lebenswelten ebenso wie das Zurechtfinden in der jeweils präsenten Lebenswelt einer gewissen Gestaltung, also einer Herstellungsleistung durch die Kinder bedarf. Besonders in den Blick genommen wird dabei die soziale Praxis in den Momenten des Verlassens einer familialen Lebenswelt, des physischen Übergangs sowie der Ankunft und des sich Einfindens in der anderen familialen Welt.
Vita:
Diplom-Soziologin, geb. 1979; Studium der Soziologie, Markt- und Werbepsychologie und Interkulturellen Kommunikation an der Ludwig-Maximilians-Universität München.
2007 Stipendiatin der Abteilung Familie und Familienpolitik des Deutschen Jugendinstituts e.V.; 2007 bis 2009 diverse Tätigkeiten in der Markt- und Sozialforschung, unter anderem im Bereich Kinder und Jugendliche, sowie im Personalbereich. Seit 07/2009 Stipendiatin des evangelischen Studienwerk e.V. Villigst.
Arbeitsschwerpunkte:
Familiensoziologie, Systemtheorie, Multilokalität und Mobilität von Familie, Lebenswelten, Kindheit, Übergangsforschung, Qualitative Methoden der empirischen Sozialforschung.
Bisherige Veröffentlichungen:
Nimmo, Diane (2011): “Living in two worlds: a German case study on children in post-separation families”, Vortrag gehalten auf dem internationalen Workshop “The Everyday Life of Multi-local Families: Concepts, Methods and the Example of Post-Separation Families” am Deutschen Jugendinstitute.V. in München, 21.10.2011
Röhrner, Diane (2008): Die Kritik der Krankenpflegekräfte: Eine soziologische Perspektive. Saarbrücken
Röhrner, Diane (2007): Doing boundary-crossovers: Familie und andere Kinderwelten. Eine explorative Betrachtung der Herstellung von Übergängen zwischen kindlichen Lebenswelten. (Internes Arbeitspapier des Deutschen Jugendinstituts e.V.)
Vorträge:
"Living in two worlds: a German case study on children in post-seperation families", gehalten auf dem internationalen workshop "The Everyday Life of Multi-local Families: Concepts, Methods and the Example of Post-Separation Families" am Deutschen Jugendinstitut e.V. in München, 21.10.2011
Dipl. Soz. Anna Proske DJI München; Wissen. Mitarbeiterin der Schumpeter-Nachwuchsgruppe „Multilokalität von Familie“
Kontaktdaten:
proske@dji.de
Promotionsthema:
Erwerbsbedingt multilokaler Familienalltag – die Herstellung von Familie unter den Bedingungen der Normalisierung von betrieblichen Mobilitätsanforderungen
Kurzfassung des Promotionsthemas:
Das Promotionsprojekt nimmt die Auswirkungen unterschiedlicher betrieblicher Mobilitätsanforderungen auf die Herstellung von Familie mit minderjährigen Kindern in den Blick. Dabei stehen die Schnittstelle zwischen Arbeit und Familie sowie die Widersprüche arbeits- und lebensweltlicher Anforderungen an Familie im Zentrum. Es wird der Frage nachgegangen, wie Mobilitätsanforderungen in Form von häufigen Dienstreisen in verschiedenen Unternehmen vermittelt werden und ob es dadurch zu einem verstärkten Zugriff der Arbeits- auf die Lebenswelt kommt. Gefragt wird daher nach den sozialen Risiken sowie den Chancen, die sich durch die Normalisierung von Mobilitätsanforderung für die Herstellung von Familie ergeben und welche Praktiken die Familien vor diesem Hintergrund entwickeln. Im Fokus steht dabei die Frage, wie Familien die Vereinbarkeit von Beruf und Familie herstellen sowie nach den Auswirkungen beruflicher Mobilität auf die Geschlechterarrangements.
Vita:
Diplom Soziologin, geboren 1979; Studium der Soziologie, Sozialpsychologie und Kommunikationswissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität München; seit 2009 wissenschaftliche Referentin in der selbstständigen Schumpeter-Nachwuchsgruppe „Multilokalität von Familie“ am Deutschen Jugendinstitut München (DJI), Abteilung Familie und Familienpolitik; zuvor seit 2006 als studentische Hilfskraft am Institut für sozialwissenschaftliche Forschung München (ISF).
Arbeitsschwerpunkte:
Arbeits-und Industriesoziologie, Familiensoziologie, Gender Studies, Mobilitätsforschung, Qualitative Sozialforschung
Bisherige Veröffentlichungen:
Schier, Michaela/Proske, Anna (2010): Ein Kind, zwei Zuhause. In: DJI-Bulletin, Nr. 89, S. 12-14
DJI-Homepage von Anna Proske
Aktuell
Raphaela Reindl, M.A. Uni Augsburg, assoziiertes studentisches Mitglied der Schumpeter-Nachwuchsgruppe „Multilokalität von Familie“
Kontaktdaten:
raphaela-reindl@gmx.de
Titel der Magisterarbeit:
Geschwisterbeziehungen in multilokalen Familien mit Patchworkkonstellationen
Kurzfassung der Magisterarbeit:
Das Projekt (Magisterarbeit) untersucht die Konstruktion und Gestaltung von Geschwisterbeziehungen in multilokalen Patchwork-Familien. Das Forschungsvorhaben besteht darin herauszufinden wie und auf welche Weise minderjährige Kinder Beziehungen zu ihren Halb- bzw. Stiefgeschwistern herstellen, wenn nicht die ganze Familie dauerhaft gemeinsam unter einem Dach lebt, sondern ein Kind aufgrund seiner multilokalen Lebensweise nur phasenweise Anteil am Alltag der Familie nimmt. Es wird der Frage nachgegangen, wie es den Kindern in den meist relativ kurzen Phasen des gemeinsamen Zusammenlebens gelingt, eine Geschwisterbeziehung zueinander aufzubauen. Besonderes Augenmerk wird auf die Praktiken gelegt mit denen die Geschwister nach Phasen des Getrenntseins wieder zu einem gemeinsamen Alltag finden. Ferner wird in den Blick genommen, inwieweit es zu Konkurrenzsituationen zwischen den Geschwistern kommt, sobald sie die Aufmerksamkeit der erwachsenen Familienmitglieder oder aber materielle Dinge wie z.B. Spielsachen, Kinderzimmer etc. miteinander teilen müssen.
Vita:
Geb. 1985; ab Oktober 2005 Studium der Soziolgie, Europäischen Ethnologie/Volksunde und Neueren und Neuesten Geschichte an der Universität Augsburg; Mai 2009 bis August 2009 stud. Hilfskraft am Deutschen Jungendinstitut in München in der Forschungsgruppe Gender; September 2009 bis August 2010 stud. Hilfskraft an der Universität Augsburg am Lehrstuhl für Sozioökonomie der Arbeits- und Berufswelt in dem Forschungsprojekt „Servcare_ALS - Gestaltung »Kooperativer Dienstleistungssysteme« für personenbezogene Dienstleistungen am Beispiel seltener Erkrankungen (ALS)“; seit August 2011 Research Consultant bei SCHLAGHECK RADTKE OLDIGES executive consultants in München.
Interessensgebiete:
Geschlechtersoziologie, Lebensstil- und Milieuforschung, Multilokalität von Familie, Mobilitätsforschung, Geschwisterbeziehungen
Sueddeutsche Zeitung, 24.10.2009: Entlastete Eltern sind bessere Mitarbeiter
Sueddeutsche Zeitung, 25.10.2009: Nach Familienphase motiviert zur Arbeit
Spielen und Lernen, 4/2010: Ständig hin und her
Spiegel-Online, 15.3.2010: Pendelnde Scheidungskinder
Dipl. Soz. Tino Schlinzig TU Dresden; assoziiertes Mitglied der Schumpeter-Nachwuchsgruppe „Multilokalität von Familie“

Kontakt:
tino.schlinzig@tu-dresden.de
Promotionstitel:
We are family?! Herstellung und Aushandlung familialer Wirklichkeit(en) durch Akteure in multilokalen Fortsetzungsfamilien
Kurzfassung des Promotionsthemas:
Das klassische Modell der bürgerlichen Kernfamilie hat seine dominante Stellung im gesellschaftlichen Gefüge familialer Arrangements eingebüßt. Alternative Formen familialen Zusammenlebens erleben neben ihrer quantitativen Zunahme eine Aufwertung. Tortzdem stellt das im öffentlichen Diskurs weiterhin dominante Bild der modernen Kleinfamilie, insbesondere Akteure vor besondere Herausforderungen, die in erweiterten und dynamischen Familiennetzwerken leben. Für sie ist es im besonderen Maße notwendig, innovative Deutungsmuster vorzuhalten, um den vorhandenen Mangel gesellschaftlich geformter Begrifflichkeiten und Verhaltenscodizes auszugleichen, sich nach innen als Familie zu begreifen und nach außen als solche darzustellen. Das Promotionsprojekt nimmt deshalb insbesondere die kollektiv geformten Identitäten multilokal situierter, binuklearer Fortsetzungsfamilien und die denen zugrunde liegenden täglichen Aushandlungs-, Konstruktions- und Darstellungsprozesse in den Blick. Darüber hinaus werden kulturelle Leitbilder und sozialen Normen berücksichtigt, welche die Kommunikation und Interaktionen innerhalb dieser Familien und mit ihrer sozialen Umwelt anleiten. Der empirische Zugang umfasst ein mehrere Methoden und Ebenen umfassendes, qualitatives Untersuchungsdesign. Besonderes Augenmerk wird den zwischen beiden Familienkernen pendelnden, das Familiensystem vermittelnden Kindern zuteil.
Vita:
Diplom-Soziologe, geb. 1979; Studium der Soziologie, Rechts- und Kommunikationswissen-schaften an der Technischen Universität Dresden und Victoria University of Wellington. 2006-2008 wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl für Methoden der empirischen Sozialforschung der TU Dresden und im DFG-Projekt ‚Sozialwissenschaftliche Telefonbefragungen in der Allgemeinbevölkerung über das Mobilfunknetz’. Seit 2008 wiss. Mitarbeiter am Lehrstuhl für Mikrosoziologie und seit 07/2009 im Sonderforschungsbereich 804, Teilprojekt ‚Transzendenz und Gemeinsinn in privaten Lebensformen’ der TU Dresden.
Arbeitsschwerpunkte:
Familiensoziologie, Wissenssoziologie, Raumsoziologie, Qualitative und Quantitative Methoden der empirischen Sozialforschung
Bisherige Veröffentlichungen:
Schneiderat, Götz; Schlinzig, Tino (2012): Mobile- and Landline-Onlys in Dual-Frame-Approaches: Effects on Sample Quality. In: Häder, Michael; Häder, Sabine; Kühne, Mike (Hrsg.): Telephone Surveys in Europe: Research and Practice. Springer, S. 121-145.
Schlinzig, Tino; Schneiderat, Götz (2009): Möglichkeiten zur Erhöhung der Teilnahmebereitschaft bei Telefonumfragen über Festnetz und Mobilfunk. Zum Potenzial von Warmkontakt und randomisierter Geburtstagsauswahl. In: Weichbold, Martin; Wolf, Christof; Bacher, Johann (Hrsg.): Umfrageforschung. Grenzen und Herausforderung. Sonderheft der Österreichischen Zeitschrift für Soziologie, Band 9, Wiesbaden, S. 21-43
Häder, Michael; Kühne, Mike; Schlinzig, Tino (2009): Mode-Effekte bei telefonischen Befragungen über das Festnetz und den Mobilfunk: Auswirkungen auf die Datenqualität. In: Weichbold, Martin; Wolf, Christof; Bacher, Johann (Hrsg.): Umfrageforschung. Grenzen und Herausforderung. Sonderheft der Österreichischen Zeitschrift für Soziologie, Band 9, Wiesbaden, S. 45-62
Schneiderat, Götz; Schlinzig, Tino (2009): Teilnahmebereitschaft an Mobilfunkbefragungen, Design der Studie und Befunde. In: Häder, Michael; Häder, Sabine (Hrsg.): Telefonbefragungen über das Mobilfunknetz. Konzept, Design und Umsetzung einer Strategie zur Datenerhebung. Wiesbaden, S. 83-164
Schlinzig, Tino (2008): Standortreflexionen - Thinking about view points. In: Schiewe, Christine (Hrsg.): Surfaces. Verlag für moderne Kunst. Nürnberg, S. 10-17
Schlinzig, Tino (2007): Arbeit und Strafvollzug. In: Weinert, Karen (Hrsg.): Büroklammern biegen. Ein fotografisches Katalog- und Ausstellungsprojekt. Potsdam, S. 13-21
Projektinformationsflyer deutsch/english
Projektflyer als pdf-Datei downloaden
Information in English
Schier, Michaela Methodische Annäherungen an das Alltagsleben von multilokalen Familien 2012-00-00 Impulsreferat in der Session Methodologie/Methodik/Empirie beim internationalen Workshop Special Issue “Multilocality Studies” an der ETH Zürich, Schweiz
Schier, Michaela Mehrfach Zuhause und vielfach unterwegs… Multilokalität von Familien nach Trennung und Scheidung neue Herausforderungen für die Herstellung von Familie und für räumliche Planung 2012-00-00 Vortrag beim Symposium „Heute hier, morgen dort – Ursachen und Folgen multilokalen Wohnens“ an der ETH Zürich, Schweiz
Bryceson, Deborah; Vuorela, Ulla The Transnational Family. New European Frontiers and Global Networks. 2002-00-00 Oxford, New York
Hondagneu-Sotelo, Pierette; Avila, Ernestine I‘m here, but I‘m there. The Meanings of Latina Transnational Motherhood. 2000-00-00 Gender and Migration. S.331-354 Cambridge Willis, Katie; Yeoh, Brenda
Jensen, An-Magritt Mobile and Uprooted? Children and the Changing Family. Flexible Childhood? Exploring Children’s Welfare in Time and Space 2007-00-00 S. 121-141 Odense Zeiher, Helga; et al.
Parreñas, Rhacel Salazar Children of Global Migration. Transnational Families and Gendered Woes. 2005-00-00 Stanford
Parreñas, Rhacel Salazar Long Distance Intimacy: Class, Gender and Intergenerational Relations between Mothers and Children in Filipino Transnational Families. 2005-00-00 Global Networks 5 4 317-336
Schneider, Norbert; Limmer, Ruth; Ruckdeschel, Kerstin Berufsmobilität und Lebensform. Sind berufliche Mobilitätserfordernisse in Zeiten der Globalisierung noch mit Familie vereinbar? 2002-00-00 Stuttgart u.a.
Widmer, Eric; Schneider, Norbert State-of-the-Art of Mobility Research. A Literature Analysis for Eight Countries. www.jobmob-and-families.eu 2006-00-00 o.O.
Wilding, Raelene Virtual' Intimacies? Families Communicating Across Transnational Contexts. 2006-00-00 Global Networks: A Journal of Transnational Affairs 6 2 125-142
Schneider, Norbert; Limmer, Ruth; Ruckdeschel, Kerstin Schneider, Norbert; Limmer, Ruth; Ruckdeschel, Kerstin Mobil, flexibel, gebunden. Familie und Beruf in der mobilen Gesellschaft 2002-00-00 Campus Frankfurt/Main
Proske, Anna; Schier, Michaela DGB Erwerbsbedingte Multilokalität von Familie 2010-00-00 Vortragsinput zum Workshop 'Feste Bindungen trotz räumlicher Trennung: Multilokalität von Familien' bei der Tagung des DGB 'Familiengerechte Jobs statt jobgerechte Familien! Vereinbarkeit von Familie und Beruf gestalten', Berlin
Schneider, Norbert; Collet, Beate Mobile Living Across Europe II Causes and Consequences of Job-Related Spatial Mobility in Cross-National Perspective 2009-00-00 Barbara Budrich Opladen
Schier, Michaela VolkswagenStiftung Multilokalität von Familie: Präsentation eines Forschungsvorhabens 2009-00-00 Treffen der Schumpeter-Fellows, VolkswagenStiftung, Hannover
Multilokales Wohnen. Themenheft 2009-00-00 Informationen zur Raumentwicklung 1/2
Rolshoven, Johanna Multilokalität als Lebensweise in der Spätmoderne 2007-00-00 Schweizerisches Archiv für Volkskunde 103 157-179
Hilti, Nicola Nicht daheim und doch zuhause? Über das Phänomen der Multilokalität 2007-00-00 Schweizerisches Archiv für Volkskunde 103 181-199
Schneider, Norbert; Meil, Gerardo Mobile Living Across Europe I Relevance and Diversity of Job-related Spatial Mobility in Six European Countries 2008-00-00 Barbara Budrich Opladen
Sieder, Reinhard Patchworks - das Familienleben getrennter Eltern und ihrer Kinder 2008-00-00 Klett-Cotta Stuttgart
Baldassar, Loretta; Baldock, Cora Vellekoop; Wilding, Raelene Families Caring Across Borders Migration, Ageing and Transnational Caregiving 2007-00-00 Palgrave Macmillan New York
Schier, Michaela Universität Innsbruck; Geographische Institut Raum-Ort-Geschlecht. Geographische Geschlechterforschung 2009-00-00 2 Innsbruck
Schier, Michaela DJI Konzeptionelle und methodische Überlegungen zur Untersuchung der Multilokalität von Familien 2009-00-00 Multilokalität. Ein begriff rüttelt an traditionellen sozialwissenschaftlichen Konstrukten Wissenschaftliches Colloquium, DJI, München
Schier, Michaela DJI; Hans-Böckler-Stiftung Doppelte Entgrenzung: neue Herausforderungen an die Herstellung von Familie 2009-00-00 Fachtagung "Wenn nichts mehr zusammenpasst - Entgrenzung von Erwerbsarbeit und Familie. Folgen für Betriebe, Kommunen und Gesellschaft Schier, Michaela; Jurczyk, Karin; Lange, Andreas
Schier, Michaela Moderation des Workshops "Planschmiede Multilokalität" Treffen des internationalen, interdisziplinären Netzwerks von MultilokalitätsforscherInnen 2009-00-00 DJI, München Schier, Michaela
Schier, Michaela Familienleben auf Distanz 2009-00-00 DJI-Bulletin 87 22-23
Schier, Michaela Multilokaler Alltag erwerbstätiger Eltern Erweiterte Optionen oder erhöhte Probleme für die Lebensführung? 2010-00-00 Unsichere Zeiten. Herausforderungen gesellschaftlicher Transformationen VS Verlag Wiesbaden Soeffner, Hans-Georg
0000-00-00
Schier, Michaela DJI Gute Arbeit, gutes Leben? Folgen der Entgrenzung von Erwerbsarbeit für Geschlechterarrangements 0000-00-00 Wissenschaftliche Fachtagung des DJI, Tagungszentrum Katholische Akademie, Berlin
Schier, Michaela Netzwerk RaumZeit-Strukturen multilokaler Wohnpraktiken Moderation des Workshops "Planschmiede Multilokalität V" 2009-00-00 Wien
Schier, Michaela Wissenschaftliche Fachtagung des DJI Doing Family - warum Familienleben heute nicht mehr selbstverständlich ist Moderation des Forum IV 2009-00-00 Tagungszentrum Katholische Akademie, Berlin
Schier, Michaela IHK für München und Oberbavern Entgrenzte Arbeit - entgrenzte Familie Vortrag auf der Veranstaltung " Zukunft Arbeitswelt - Frauen, Familien und Gesundheit im Fokus der Unternehmen" 0000-00-00 IHK-Akademie München
Schier, Michaela DJI Gute Arbeit, gutes Leben? Folgen der Entgrenzung von Erwerbsarbeit für Geschlechterarrangements 2009-00-00 Wissenschaftliche Fachtagung des DJI, Tagungszentrum Katholische Akademie, Berlin
Schier, Michaela IHK für München und Oberbavern Entgrenzte Arbeit - entgrenzte Familie Vortrag auf der Veranstaltung Zukunft Arbeitswelt - Frauen, Familien und Gesundheit im Fokus der Unternehmen 2009-00-00 IHK-Akademie München
Schier, Michaela Geographisches Institut, Universität Innsbruck, Österreich Mobilität und Multilokalität als Herausforderungen für die Planung Vorlesung und Übung 0000-00-00 3 Innsbruck
Schier, Michaela Friedrich-Ebert-Stiftung, Forum Politik und Gesellschaft Folgen der Entgrenzung von Erwerbsarbeit für Familienleben und Geschlechterarrangements Vortrag 2010-00-00 Immer flexibler, mobiler, vielfältiger? Arbeit und Familie im Wandel Berlin
Schier, Michaela Entgrenzte Arbeit - entgrenzte Familie Vorstellung der Ergebnisse eines empirischen Forschungsprojektes 2010-00-00 Vortrag im Rahmen des politischen Frauentreffs des ver.di-Bezirksfrauenrats und der Fachbereiche Handel und Connexx.AV, München
Proske, Anna Multilokale Lebensführung in Familien nach Trennung oder Scheidung: neue Herausforderungen für Erwachsene und Kinder 2010-00-00 Vortrag im Rahmen des Workshops "Vielfältigkeit der Familienformen - das Zusammenleben mit Kindern rechtlich neu gestalten" bei der Bundesfrauenkonferenz von Bündnis 90/Die Grünen in Bonn
Schier, Michaela Mobilität und Multilokalität aus Sicht der Geschlechterforschung Michaela Schier beschäftigt sich in ihrem Beitrag mit dem wechselseitigen Verhältnis von Mobilität bzw. Multilokalität und Geschlecht. Zunächst zeichnet sie an einer Auswahl von Diskursfeldern den Stand der feministischen Mobilitätsforschung nach. Anhand eigener empirischer Ergebnisse zu beruflich bedingtem Wohnen an mehreren Orten‚ macht sie sichtbar, wie multilokal lebende Männer und Frauen sowie deren PartnerInnen durch vergeschlechtlichte Alltagspraktiken hierarchische Geschlechterordnungen selbst aufrechterhalten, aber diese teilweise auch verändern. Als Grund für die Beharrungstendenzen identifiziert sie in Geschlechterleitbilder eingeschriebene räumliche Konstruktionen sowie die fortwährende vergeschlechtlichte Codierung von Mobilität und Multilokalität. 2010-00-00 Geschlechterverhältnisse, Raumstrukturen, Ortsbeziehungen. Forum Frauen- und Geschlechterforschung, Bd. 27 122-145 Westfälisches Dampfboot Münster Schier, Michaela; Bauriedl, Sybille; Strüver, Anke
Schier, Michaela; Bauriedl, Sybille; Strüver, Anke Räume sind nicht geschlechtsneutral. Perspektiven der geographischen Geschlechterforschung 2010-00-00 Geschlechterverhältnisse, Raumstrukturen, Ortsbeziehungen Westfälisches Dampfboot Münster Schier, Michaela; Bauriedl, Sybille; Strüver, Anke
Wade, Amanda; Smart, Carol Facing Family Change Children´s circumstances, strategies and resources 2002-00-00 Joseph Rowentree Foundation York
Schier, Michaela Heute hier, morgen dort Herausforderungen des multilokalen familialen Alltags nach Trennung und Scheidung für Mütter, Väter und ihre Kinder 2012-00-00 Gastvortrag an der TU Dresden
Schier, Michaela; Proske, Anna Ein Kind, zwei Zuhause 2010-00-00 DJI-Bulletin 89 12-14
0000-00-00
Schier, Michaela; Bauriedl, Sybille; Strüver, Anke Geschlechterverhältnisse, Raumstrukturen, Ortsbeziehungen: Erkundungen von Vielfalt und Differenz im spatial turn Zwischen Raumstrukturen und Geschlechterverhältnissen bestehen
enge Wechselbeziehungen, die in Aneignungs- und Ausschlussprozessen
sichtbar werden. Als verräumlichte Geschlechterverhältnisse
treten diese in der Arbeitsteilung, in Mobilitätsmustern,
in Migrations- und Siedlungsformen u.v.m. zu Tage.
Der Band vermittelt die Vielfalt an Perspektiven in der Geschlechterforschung
zu Fragen der Raumkonstitution durch
Gesellschaftsstrukturen. Die Beiträge geben anhand sozialgeographischer
und soziologischer Fragestellungen einen aktuellen
Überblick über die zentralen Fragstellungen der raumwissenschaftlichen
Geschlechterforschung, die sich zunehmend auf
den spatial turn der Kultur- und Sozialwissenschaften bezieht. 2010-00-00 300 Westfälisches Dampfboot Münster Forum Frauen- und Geschlechterforschung 27
Schier, Michaela Institut für Land- und Seeverkehr, TU Berlin Multilokalität von Familie - Translokale familiale Verflechtungsbeziehungen nach Scheidung oder Trennung Vortrag 2010-00-00 Workshop "Raumwiderstände" des DFG-Netzwerks "Räumliche Mobilität in der Zweiten Moderne", TU Berlin
Schier, Michaela Multilokaler Alltag beruflich mobiler Eltern (K)ein Handlungsfeld für die betriebliche Gestaltung? 2010-00-00 Reader "Mobile Arbeit - Gute Arbeit?" Arbeitsqualität und Gestaltungsansätze bei mobiler Arbeit 101-115 Berlin Brandt, Cornelia
Schier, Michaela Familienleben auf Distanz 2010-00-00 efi, die evangelische Frauenzeitung für Bayern 3 12-13
Schier, Michaela Ver.di Entgrenzte Arbeit - entgrenzte Familie. Herausforderungen für eine familien- und gendergerechte Arbeitswelt 2011-00-00 Vortrag und Leitung des Forum 1 (mit Almut Büttner-Warga) auf der 3. Ver.di Landesbezirksfrauenkonferenz Bayern, Fürth
Schier, Michaela Centre for Research on Families and Relationships (CRFR), University of Edinburgh Multilocal Families: the accomplishment of daily life in the case of multilocality Vortrag 2010-00-00 International Conference 2010 "Changing Families in a Changing World"
Proske, Anna Folgen entgrenzter Arbeit für das Familienleben und die Geschlechterarrangements Vortrag
2010-00-00 Transfer-Workshop des LANCEO-Projektes "BaLanceorientierte Leistungspolitik. Grenzprobleme im Verhältnis von „Arbeit & Leben“ – Interpretationen, Leitbilder, Perspektiven", DGB Bildungswerk München
Schier, Michaela Hans-Böckler-Stiftung; mobil.TUM, IGBCE; ver.di Erwerbsbedingte Mobilität und Multilokalität von Familie Vortrag 2010-00-00 Tagung "Betriebliche Mobilitätsregime - die Auswirkungen von Dienstreisen auf Arbeit und Leben", München
Schier, Michaela; Proske, Anna Multilocality: a new perspective on family lives in a mobile world Vortrag 2010-00-00 Interim Meeting of the ESA Research Network 13 "Geographical Mobility and Family Life.", Wiesbaden
Schier, Michaela Multilocal families due to divorce and separation Vortrag 2010-00-00 5th ESFR Congress "Family transitions and Familes in transition", Catholic University of Milan, Italy
Schier, Michaela Multilocality: a new perspective on family transitions due to separation and divorce Vortrag 2010-00-00 8th Conference of the European Network for the sociological and demographic study of Divorce, university of Valencia, Spanien
Schier, Michaela; Proske, Anna One Child, Two Homes How families succeed in reorganizing daily life after a separation Life with separated parents not only makes new demands on children, but also takes up a lot of their time. A DJI study investigates, for the first time ever, how families in Germany succeed in mastering daily life after a separation or divorce. 2010-00-00 DJI-Bulletin, Special English edition 16-18
Schier, Michaela Die Herstellung von Familie unter Bedingungen von Multilokalität: das Beispiel Nachtrennungsfamilien Präsentation des Stands der Forschungen der Schumpeter-Nachwuchsgruppe "Multilokalität von Familie" 2010-00-00 Treffen des internationalen und interdisziplinären Netzwerks "Multilokalität von Familie"
Schier, Michaela Die Herstellung von Familie unter Bedingungen von Multilokalität: das Beispiel Nachtrennungsfamilien Präsentation des Stands der Forschungen der Schumpeter-Nachwuchsgruppe "Multilokalität von Familie" 2010-00-00 Treffen der Schumpeter-Fellows der VolkswagenStiftung, Berlin
Schier, Michaela Entgrenzte Arbeit - entgrenzte Familie Herausforderungen für eine familien- und gendergerechte Arbeitswelt 2011-00-00 Vortrag im Rahmen der Ringvorlesung "Familienfreundlichkeit. Verantwortung und Gewinn für Unternehmen, Gesellschaft und Familie", Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Schier, Michaela Institut für Europäische Ethnologie Kulturwissenschaft Multilokalität von Familie - die Herstellung von Familie bei räumlich getrenntem Wohnen 2011-00-00 Vortrag beim Workshop „Transnationale Familiarität“, Philipps-Universität Marburg
Proske, Anna DGB Hessen-Thüringen und Verband der Wirtschaft Thüringen Familienfreundlicher Betrieb – Einflussfaktoren aus Beschäftigtensicht 2011-00-00 Vortrag bei der Fachtagung „Familienfreundliche Arbeitswelt sichert Fachkräfte“, Erfurt
Schier, Michaela Entgrenzte Arbeit- entgrenzte Familie. Neue Herausforderungen für Familien und Betriebe 2001-00-00 Eröffnungsvortrag, Bayrische Landestagung des Sozialdienst katholischer Frauen "Familienfreundliche Zeiten? Balanceakt im Spannungsfeld zwischen Sorgeverantwortung und Existenzsicherung", München
Schier, Michaela Multilokalität von Familie: Die Gestaltung von Familienleben bei räumlicher Trennung 2011-00-00 Hagen VolkswagenStiftung
Schier, Michaela Einführung Workshop "The Everyday Life of Multi-Local Families: Concepts, Methods and the Example of Post-Seperation Families" 2011-00-00 DJI München
Schier, Michaela Schumpeter-Nachwuchsgruppe "; Multilokalität von Familie" Doing family under multi-local conditions 2011-00-00 Vortrag beim internationalen Workshop "The Everyday Life of Multi-Local Families: Concepts, Methods and the Example of Post-Separation Families", DJI, München
Schier, Michaela Schumpeter-Nachwuchsgruppe "Multilokalität von Familie" Researching the multi-local everyday life of families 2011-00-00 Vortrag beim internationalen Workshop "The Everyday Life of Multi-Local Families: Concepts, Methods and the Example of Post-Separation Families", DJI, München
Proske, Anna; Bathmann, Nina Schumpeter-Nachwuchsgruppe "Multilokalität von Familie" Challenges and opportunities of multi-local post separation family life for parents in Germany 2011-00-00 Vortrag beim internationalen Workshop "The Everyday Life of Multi-Local Families: Concepts, Methods and the Example of Post-Separation Families", DJI, München
Nimmo, Diane Schumpeter-Nachwuchsgruppe "; Multilokalität von Familie" Living in two worlds: a German case study on children in post-separation families 2011-00-00 Vortrag beim internationalen Workshop "The Everyday Life of Multi-Local Families: Concepts, Methods and the Example of Post-Separation Families", DJI, München
Schier, Michaela; Proske, Anna; Nimmo, Diane Schumpeter-Nachwuchsgruppe "Multilokalität von Familie" The Everyday Life of Multi-Local Families: Concepts, Methods and the Example of Post-Separation Families 2011-00-00 DJI, München
Duchene-Lacroix, Cédric Schumpeter-Nachwuchsgruppe "Multilokalität von Familie" A conceptual journey between multilocal and transnational family 2011-00-00 Vortrag beim internationalen Workshop "The Everyday Life of Multi-Local Families: Concepts, Methods and the Example of Post-Separation Families", DJI, München
Schier, Michaela Circular Spatial Mobility – a Central Element of Multi-local Post-separation Family Life 2011-00-00 Vortrag beim IMISCOE Network & Migremus Workshop „Spatial Mobility, Family Lives and Living Arrangements” in Bremen
Proske, Anna Alltagspraktiken in multilokalen Familienarrangements 2011-00-00 Vortragsinput beim Workshop zu Patchworkfamilien des Bundesfamilienministeriums in Berlin
Schier, Michaela Familiale Multilokalität: Chancen und Limits für neue Alltagspraktiken am Beispiel von multilokalen Nachtrennungsfamilien 2011-00-00 Vortragsinput im Rahmen eines Workshops des DFG Netzwerks "Räumliche Mobilität" in Berlin
Nimmo, Diane Everyday Practices of Multi-local Post-separation Families in Germany 2012-00-00 Presentation at the third AHRCN-Network Meeting on "Post-separation families and shared residence: setting the interdisciplinary research agenda for the future"
Schier, Michaela; Duchene-Lacroix, Cédric Treffen des internationalen und interdisziplinären Netzwerk "Multilokalität" 2011-00-00 Moderation der Veranstaltung mit Diskussionsleitung, DJI, München
Schier, Michaela; Proske, Anna; Bathmann, Nina; Hubert, Sandra; Nimmo, Diane Auf einen Blick: Wenn Eltern sich trennen: Familienleben an mehreren Orten 2011-00-00 DJI-Online Thema 2011/12
Schier, Michaela; Bathmann, Nina; Nimmo, Diane; Proske, Anna Wenn Eltern sich trennen: Familienleben an mehreren Orten. Interview mit der Schumpeter Nachwuchsforschungsgruppe: Dr. Michaela Schier, Nina Bathmann, Diane Nimmo, Anna Proske 2011-00-00 DJI-Online Thema 2011/12
Schier, Michaela Mehrfach Zuhause und vielfach unterwegs… Multilokalität als neue Herausforderung an die Herstellung von Familie und für räumliche Planung 2012-00-00 Vortrag bei der Dortmunder Konferenz Raum- und Planungsforschung „Mobilitäten und Immobilitäten“, TU Dortmund
Hubert, Sandra Multilokalität von Familie nach Trennung und Scheidung - Vorstellung der Auswertungen von AID:A Daten 2012-00-00 Vortrag bei der Vorstellung des AID:A Kompetenzteams Familie, DJI, München
Schier, Michaela Multilokalität: neue Anforderungen für die Alltagsgestaltung von Familien 2012-00-00 Vortrag beim 11. Offene Forum Familie „Entgrenzte Welten – entgrenzte Familien: Herausforderungen für Familienbildung, Arbeitswelt und Politik - Lebensformen, berufliche Mobilität und Familie“, Nürnberg
Schier, Michaela Multilokalität von Familie. Ein praxistheoretischer Blick auf raum-zeitliche Praktiken der Alltagsgestaltung in Familien nach Scheidung und Trennung 2012-00-00 Vortrag im Rahmen des Leipziger Geographischen Kolloquiums, SS 2012, Institut für Geographie der Universität Leipzig
Schier, Michaela Challenges and opportunities of multi-local post-separation family life for parents and children in Germany 2012-00-00 Hauptvortrag im Rahmen des fourth meeting on "Support for, and obstacles to, successful post-separation parenting" of the Network on "Post-separation families and shared residence" at the University of Birmingham, Great Britain
Proske, Anna Entgrenzte Arbeit, Entgrenzte Familie: Grenzmanagement als Herausforderung im Umgang mit Lebenszeit 2012-00-00 Vortrag bei der Begegnungstagung für Seelsorgerinnen und Seelsorger, Beraterinnen und Berater zum Thema „Zeit“ der Evangelische Akademie Villigst in Schwerte