Personalia/Funktionen/Gremien

2011-02

Bürger entwickeln ihr Bild einer zukunftsfähigen Gesellschaft
DJI-Direktor Prof. Dr. Thomas Rauschenbach nahm auf Einladung des Bundespräsidenten Christian Wulff als Impulsgeber an einer vorbereitenden Fachtagung zum BürgerForum 2011 in Berlin teil. Bei dieser neuen Form der Bürgerbeteiligung werden ab März 10.000 nach dem Zufallsprinzip ausgewählte Menschen in Deutschland eingeladen, über gesellschaftlich relevante Themen wie z.B. Bildung, Integration, Familienformen oder Gerechtigkeit zu diskutieren und ein bundesweites Bürgerprogramm zu verabschieden. Das BürgerForum 2011 ist eine Initiative des Bundespräsidenten mit der Bertelsmann Stiftung und der Heinz Nixdorf Stiftung.
BürgerForum 2011

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2011-04

Expertenrat "Herkunft und Bildungserfolg" stellt Empfehlungen vor
Das hochkarätig besetzte Expertengremium, dem auch DJI-Direktor Prof. Thomas Rauschenbach angehört, hat am 19. April in Stuttgart seine Empfehlungen vorgestellt. Die baden-württembergische Kultusministerin Marion Schick hatte den Expertenrat im Sommer 2010 mit dem Ziel einberufen, Handlungsempfehlungen für mehr Bildungsgerechtigkeit zu erarbeiten, da in Deutschland der Bildungserfolg noch immer sehr stark von der Herkunft abhängig ist. Insbesondere Kinder und Jugendliche aus bildungsfernen Familien gehören häufig zu den Verlierern im Bildungssystem und müssen stärker gefördert werden. „Die Empfehlungen können einen wichtigen Beitrag dazu leisten, stärker zu einer auf empirischer Bildungsforschung gestützten Diskussion um mehr Bildungsgerechtigkeit zu gelangen“, so die Kultusministerin.
Landesportal Baden-Württemberg
Zum Expertenbericht
Präsentation der Ergebnisse des Expertenrats durch Kultusministerin Marion Schick
ZEIT-Interview mit Pisa-Forscher Prof. Jürgen Baumert


2011-05

Prof. Dr. Bernhard Kalicki leitet seit 1. Mai die Abteilung „Kinder und Kinderbetreuung“
Seit Anfang Mai ist Prof. Dr. Bernhard Kalicki neuer Leiter der Abteilung Kinder und Kinderbetreuung am DJI. Er folgt auf Dr. Hans Rudolf Leu, der sich nach jahrzehntelanger Forschungsarbeit in den Ruhestand verabschiedet hat. Der Diplom-Psychologe Kalicki war nach Stationen in Trier, Berlin und Dresden zehn Jahre lang wissenschaftlicher Referent am Institut für Frühpädagogik (IFP) in München und hat seit 2006 eine Professur an der Evangelischen Hochschule Dresden inne. Neben ausgewiesenen Fachkenntnissen in den Forschungsschwerpunkten Sozialisation in der frühen Kindheit, frühkindliche Bildung und Familienbildung wird der 45-Jährige zudem seine Expertise im Bereich Bildungsberichterstattung in die Arbeit am DJI einbringen. Damit steht er für inhaltliche Kontinuität bei der Mitwirkung des Instituts an großen Konsortialprojekten wie dem Nationalen Bildungspanel (NEPS) oder der Nationalen Untersuchung zur Bildung, Betreuung und Erziehung in der frühen Kindheit (NUBBEK).
Zur Abteilung Kinder und Kinderbetreuung des DJI


2011-07

Hans-Dieter Klingemann ausgezeichnet
Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Hans-Dieter Klingemann, Emeritus und Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats des DJI, erhält den diesjährigen ECPR Lifetime Achievement Award 2011. Das European Consortium for Political Research würdigt damit seine herausragenden Leistungen in der europäischen Politikwissenschaft.


2011-08

Das DJI trauert um Jugendforscher Jürgen Zinnecker
Prof. em. Dr. Jürgen Zinnecker ist am 30. Juli im Alter von 70 Jahren verstorben. Der national wie international renommierte Jugend- und Biografieforscher Zinnecker war bis 2001 Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des DJI, der 1989 erstmalig zusammentrat. Er leitete über 25 Jahre das von ihm und seiner Frau Imbke Behnken 1987 gegründete Siegener Zentrum für Kindheits-, Jugend- und Biographieforschung (SiZe) mit dem angeschlossenen Archiv Kindheit-Jugend-Biographie (AKJB), das intensive Forschungskontakte zum DJI unterhielt. Die thematische Öffnung des Zentrums führte 1998 zur Gründung der Sozialen Akademie Siegen-Wittgenstein (sas), einer Institution der wissenschaftlichen Weiterbildung, in der die Universität Siegen, das Deutsche Jugendinstitut und der Kreis Siegen-Wittgenstein kooperieren. Die Akademie bereitet Forschungsergebnisse des Siegener Zentrums in Abständen von zwei Jahren für ein wissenschaftliches und fachpraktisches Publikum auf und diskutiert diese im Rahmen von „Symposien“ und „Jugendhilfetagen“.


2011-10

Nationales Zentrum Frühe Hilfen beruft neuen Beirat für zukünftigen Arbeitsschwerpunkt Qualifizierung und Qualitätssicherung
Seit vier Jahren unterstützt das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) in gemeinsamer Trägerschaft der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und des Deutschen Jugendinstituts Verantwortliche durch Informationen, Forschung, Kooperationen und Praxisbegleitung. Bis 2014 wird das NZFH einen Arbeitsschwerpunkt in der Qualifizierung und Qualitätssicherung Früher Hilfen setzen. Seit dem 12. Oktober 2011 steht ihm dabei ein neuer Beirat zur Seite. Dr. Hermann Kues, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), begrüßte in Berlin die 40 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Vertreterinnen und Vertreter von Fachinstitutionen und -verbänden zur konstituierenden Beiratssitzung.
zur Pressemitteilung


Das DJI in den Medien

2011-02

Sozialprojekte statt Großfamilien
Einerseits hat die derzeitige Kindergeneration so viele aktive und noch lebende Großeltern wie keine zuvor. Beide Seiten bewerten laut Dr. Walter Bien (DJI) die Beziehungen größtenteils als sehr gut. Zudem funktionieren sie zumeist stressfreier als die Eltern-Kind-Beziehungen. Andererseits wohnen zunehmend weniger Kinder in unmittelbarer Nähe von Opa und Oma. So kommt es, dass soziale Projekte wie „Leih-Oma-Börsen“ oder „Mehrgenerationenhäuser“ vor allem in Großstädten Konjunktur haben. Sie übernehmen Aufgaben wie die Betreuung des Enkelkindes im Notfall, bieten Hilfe bei den Hausaufgaben oder Begleitung bei Ausflügen.
DJI Thema: Familie als Solidargemeinschaft
DJI Thema: Generationen heute


2011-05

Negativimage der Jugendämter bekämpfen
Vom 3. Mai bis 8. Juni finden bundesweite Aktionswochen statt, in deren Rahmen 380 deutsche Jugendämter unter dem Motto "Das Jugendamt. Unterstützung, die ankommt" über ihre Arbeit und ihre Angebote informieren. Die Jugendämter seien insgesamt besser als ihr Ruf, so die Einschätzung von DJI-Direktor Prof. Dr. Thomas Rauschenbach gegenüber heute.de. Allerdings fordert er mehr Transparenz, denn trotz einer Fülle an statistischen Einzelinformationen fehle es an Information über das Gesamtleistungsspektrum der Jugendämter und den Umfang der Fälle. Außerdem müssten die Jugendämter verstärkt Schwachstellen-Analysen durchführen und die Kommunen ihre Weiterbildungsaktivitäten deutlich verstärken.
zum Interview auf heute.de


2011-06

Werbung für die Kindheitspädagogik
Mehr Kinder verbringen heute mehr Zeit in Kitas, die sich von Betreuungs- zu wichtigen Bildungseinrichtungen der ersten sechs Lebensjahre gewandelt haben. Gemäß dieser neuen Anforderungen an Kindertagesstätten rückt auch die Qualifikation der Fachkräfte stärker ins Blickfeld. DJI-Direktor Prof. Dr. Thomas Rauschenbach plädiert im Interview mit DRadio Wissen angesichts dieser gestiegenen frühkindlichen Bildungsverantwortung der Einrichtungen, der stärkeren Fokussierung auf sozialpädagogische wie didaktische Aspekte sowie zunehmend heterogen zusammengesetzter Kindergruppen für einen Ausbau der akademischen Ausbildungskapazitäten zur Kindheitspädagogin/zum Kindkeitspädagogen.
Die Sendung zum Nachhören


2011-06

Missbraucht – und dann?
Zehntausende von Kindern werden in Deutschland sexuell missbraucht. Je näher ein Täter dem Opfer steht, je länger der Missbrauch dauert und je stärker der Zwang zur Geheimhaltung, desto schwieriger wird eine Verarbeitung des Geschehens. Kann es für solch schwerwiegende innere Verletzungen überhaupt Heilung geben? Im Freitagsforum der BR2-Sendereihe „Notizbuch“ hat der Psychologe, Therapeut und DJI-Mitarbeiter Dr. Peter Mosser mit Betroffenen diskutiert, ob und wie wir Opfern helfen können, Angst, Wut, Scham- und Schuldgefühle zu überwinden.
Die Sendung zum Nachhören
DJI-Projekt: Sexuelle Gewalt gegen Mädchen und Jungen in Institutionen


2011-06

Familie, Jugend und Mobilität
Im Rahmen der ARD-Themenwoche „Der mobile Mensch“ standen auch Dr. Michaela Schier und Prof. Dr. Claus Tully vom DJI Rede und Antwort in Interviews. Über Formen und Folgen der Multilokalität von Familien, die aufgrund von beruflichen Erfordernissen oder durch Trennungen entsteht, sprach Dr. Michaela Schier auf WDR3. Prof. Dr. Claus Tully kam im NDR Forum und auf Bayern3 als Experte für jugendliche Formen von Kommunikation und Mobilität zu Wort.
WDR3/Resonanzen (Podcast)
NDR Forum (Podcast)


2011-07

Wie politisch ist die Jugend heute?
Mit Protesten, Parteien und Parlamenten haben die jungen Menschen hierzulande wenig am Hut – so die öffentliche Wahrnehmung. Doch von Politikverdrossenheit und Null-Bock-Generation kann nicht die Rede sein. Der Protest artikuliert sich nur anders: z.B. in Internet-Foren und Blogs. Das belegen aktuelle Studien des DJI. Jugendforscher Wolfgang Gaiser (DJI) diskutierte mit Jugendlichen der 2010-er Generation in der „Lebenszeit“ des Deutschlandfunk über die Unterschiede zwischen heutiger Protestkultur und der 1968-er Bewegung.
Die Sendung zum Nachhören


2011-07

DJI-Fachkongress: Sexuelle Gewalt gegen Mädchen und Jungen in Institutionen
Expertinnen und Experten aus den Bereichen Kinderschutz und Kindeswohlgefährdungen haben auf dem Kongress die aktuellen Ergebnisse des gleichnamigen DJI-Projekts diskutiert. Für die DJI-Studie wurden erstmals bundesweit Fach- und Leitungskräfte von Schulen, Internaten und Heimen befragt. DJI-Direktor Prof. Dr. Thomas Rauschenbach, die Unabhängige Beauftragte zur Aufarbeitung des sexuellen Kindesmissbrauchs, Dr. Christine Bergmann, sowie Elisabeth Helming und Dr. Heinz Kindler vom DJI-Projektteam beantworteten im Rahmen eines Pressegesprächs die Fragen der Medienvertreter/innen.
Ergebnis-Präsentationsfolien
DJI Online Thema Juli 2011/07 Schulen, Internate, Heime – konfrontiert mit sexueller Gewalt und sexuellen Übergriffen
Presseinformation
DJI Impluse Heft 95 Sexuelle Gewalt gegen Kinder


2011-08

Jugend wird ein knappes Gut
DJI-Direktor Prof. Dr. Thomas Rauschenbach geht im Interview der Woche mit SWR2 davon aus, dass sich in spätestens fünf bis zehn Jahren Hochschulen, Industrie und Handwerk intensiv um junge Menschen werden bemühen müssen. Auf dem Arbeitsmarkt habe bereits ein „Ringen um qualifizierte Jugendliche begonnen“. Rauschenbach fordert daher eine koordinierte EU-Jugendpolitik, deren Ziel es sein müsse, allen jungen Menschen eine gute Qualifikation und berufliche Ausbildung zu ermöglichen.
Zur Sendung


2011-08

Polarisierung von Elternschaft
Die wirtschaftliche Lage von Kindern hängt in erster Linie vom Einkommen ihrer Eltern ab. Laut Mikrozensus 2010 sichert das Erwerbseinkommen eines oder beider Elternteile in Paarfamilien bei 92% der minderjährigen Kinder überwiegend den Lebensunterhalt. Für rund 33% der Kinder von Alleinerziehenden stellen jedoch Transferleistungen die Haupteinkommensquelle der Familie dar. Dr. Karin Jurczyk, Leiterin der Abteilung Familie und Familienpolitik am DJI, wies im SWR2-Interview auf eine Polarisierung von Elternschaft in unserer Gesellschaft hin und betonte, dass es neben jenen Eltern, die ihren Kindern jede nur denkbare Art von Förderung angedeihen lassen, auch immer mehr Eltern gäbe, die auf immer weniger Ressourcen zurückgreifen können.
Die Sendung zum Nachhören


2011-08

Dauerproblem Kinderbetreuung
Trotz Betreuungsausbau und Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz ab 2013 ist der Mangel an zuverlässiger, bezahlbarer Kinderbetreuung, die auch die heute weit verbreiteten flexiblen Arbeitszeiten abdeckt, oft das größte Hindernis für berufstätige Mütter. Das bestätigt auch Dr. Karin Jurczyk, Leiterin der Abt. Familie und Familienpolitik am DJI, gegenüber ZDFzoom-Autorin Katja Schupp. Diese schildert in ihrer Dokumentation die erfolglose Suche nach einer Kinderfrau.
Der Dokumentarfilm „Preis der Liebe“ in der ZDF-Mediathek


2011-08

Betreuungsplatzausbau bis 2013: Deutlicher Handlungsbedarf bei vielen Kommunen
Ab 2013 haben Eltern eines Kindes, das älter ist als ein Jahr, einen Rechtsanspruch auf einen Platz in einer Kindertageseinrichtung oder bei einer Tagesmutter. Das Betreuungsangebot muss in den kommenden Jahren auf 750.000 Plätze ausgeweitet werden. Der ermittelte Bedarf von bundesweit 39 Prozent berücksichtigt allerdings nicht die erheblichen regionalen Differenzen in der Ausbaudynamik zwischen Städten und Kommunen. Den dringenden Handlungsbedarf, der vielerorts noch besteht, weist der vom DJI erstellte Regionale Betreuungsatlas aus. Mit dieser Grundlage, so Prof. Dr. Bernhard Kalicki, Leiter der DJI-Fachabteilung Kinder und Kinderbetreuung, gegenüber ZDF WISO, verfügten die Verantwortlichen vor Ort über die nötigen Informationen für den Ausbau.
ZDF WISO Interview


2011-10

Kitas droht eklatanter Fachkräftemangel
In Hessens Kindertagesstätten werden in zwei Jahren mehr als 3.500 Erzieher/innen fehlen. Dies ist das Fazit einer Regionalstudie des Forschungsverbundes DJI/TU Dortmund. Die Ergebnisse des Projekts Fachkräftebedarf für die Kindertagesbetreuung in Einrichtungen in Hessen unter Berücksichtigung der regionalen Herausforderungen wurden am 10. Oktober auf dem Fachkraftgipfel 2011 in Frankfurt vorgestellt. Die Hessenschau berichtete.
zum Fernsehbericht
DJI Online Thema 2011/08: Mehr Plätze für kleine Kinder


2011-11

Immer weniger Junge, immer mehr Alte
betitelt die Studiozeit des Deutschlandfunks ihren Beitrag über die wissenschaftliche DJI-Fachtagung „Kinder und Jugendliche im Generationengefüge“. Durch eine bessere medizinische Versorgung und die gestiegene Lebenserwartung haben die Generationen heute eine größere Chance für ein gemeinsames Miteinander. Es leben zwar nur noch selten drei Generationen unter einem Dach, und nur bei einem guten Drittel der Familien wohnen die Großeltern in nächster Nähe. Dennoch wird der intergenerationale Kontakt innerhalb der Familie gepflegt. Im Allgemeinen fühlt sich hier die ältere Generation für die jüngere sehr verantwortlich, und die vergleichsweise gut gestellten Senioren investieren Zeit und insbesondere auch Geld in die nachwachsenden Generationen, besonders in ihre Enkelkinder. Allerdings besteht in Deutschland noch erheblicher Forschungsbedarf zu den inner- und außerfamilialen Generationenbeziehungen. Zu untersuchen wäre z.B., was die eine Seite der anderen zu bieten hat, und wie beide ihre Beziehung gestalten.
Zum Tagungsbericht des Deutschlandfunk
Die Sendung zum Nachhören


2011-11

DJI stellt in Berlin Daten und Fakten zu „Kinder und Jugendliche im Generationengefüge - Lebenslagen, Beziehungen, Übergänge“ zur Diskussion
Über 200 Fachleute aus Praxis, Wissenschaft, Politik und Medien waren der Einladung des DJI gefolgt und diskutierten in Berlin auf der wissenschaftlichen DJI-Jahrestagung 2011 aktuelle Forschungsergebnisse zum Thema. Die Fachtagung beleuchtete die veränderten Generationenbeziehungen in acht Diskussionsforen und zwei Podiumsdiskussionen, die die Chancen und Grenzen der Generationensolidarität ausloteten.
Programm
Datenmaterial zum demographischen Wandel
Tagungsmateralien (PDF, gezippt)
Diashow
Zum Tagungsbericht des Deutschlandfunk
Die Sendung zum Nachhören


2011-11

Arm und allein zu Haus
Während Erwachsene die Basis von Armut in einem Mangel an ökonomischen Ressourcen sehen, müssen Kinder diesen eher als gegeben hinnehmen und beschreiben in Befragungen die Folgen dieses Mangels. Daher sind laut Christian Alt (DJI) die Ergebnisse des DJI-Surveys AID:A-“Aufwachsen in Deutschland: Alltagswelten“, die die Frage der Armut auch aus dem Blickwinkel der Kinder beleuchten, aufschlussreich. Wie DJI Impulse berichtet, ist aus deren Perspektive ein Kind vor allem dann arm dran, wenn es keine oder nur wenige Freunde hat, keine anderen Kinder zu sich nach Hause einladen und nur selten an gemeinsamen Freizeitaktivitäten teilnehmen kann. DER TAGESSPIEGEL stellt die zentralen Ergebnisse vor.
Zum Artikel


2011-11

Pro und contra Betreuungsgeld
Ist das geplante Betreuungsgeld für Eltern, die ihr unter dreijähriges Kind nicht in die Kita schicken, eine gute Idee? Die Hörer/innen des Bayerischen Rundfunks diskutierten diese Frage im Tagesgespräch auf Bayern2. Als Experte im Studio gab DJI-Direktor Prof. Dr. Thomas Rauschenbach zu bedenken, dass das Betreuungsgeld zu Recht daran erinnert, dass die Familie ein entscheidender – jedoch kein exklusiver – Bildungsfaktor ist. Daher dürften Familie und Bildungseinrichtungen wie Kitas in keinem Fall gegeneinander ausgespielt werden. Bedenklich stimme vor allem der nicht planmäßig und viel zu langsam laufende Ausbau der Kitas.
Das Tagesgespräch zum Nachhören


Termine/Veranstaltungen

11.-13. März: Frau Macht Konkurrenz
Die Tutzinger Tagung, bei der das DJI einer von mehreren Kooperationspartnern ist, beleuchtet angesichts einer notwendigen Neupositionierung von Gleichstellungspolitik die unterschiedlichen Facetten des Themas Frauen und Macht: Wie gehen Frauen mit Macht um? Was macht Frauen zu mächtigen Frauen? Und was macht die Macht mit Frauen? Dr. Karin Jurczyk, Leiterin der Abteilung Familie und Familienpolitik am DJI und Mitglied des einladenden Netzwerks für Genderforschung in Bayern, diskutiert im Rahmen eines Workshops Formen weiblicher Machtausübung.
Programm


2. und 3. Mai: Tagung Konsum und Nachhaltigkeit
Die gemeinsame Tagung des Deutschen Jugendinstituts (DJI) und der Sektion Umweltsoziologie der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS) beschäftigt sich anhand eines breiten Themenspektrums mit dem Spannungsverhältnis der Kommerzialisierung des Lebensalltags und den Prinzipien nachhaltigen Handelns.
So stehen jugendliche Konsummuster und jugendliches Konsumlernen ebenso auf der Agenda wie die Themen Umwelteffizienz und die Möglichkeiten und Grenzen nachhaltiger Alltagspraktiken am Beispiel des Mobiltelefons.
(Begrenzte Teilnehmer/innenzahl)
Programm


18. Mai: Bildungsnetzwerke gestalten
Den Eröffnungsvortrag dieser Fachtagung des Baden-Württembergischen Landesinstituts für Schulentwicklung in Stuttgart hält DJI-Direktor Prof. Dr. Thomas Rauschenbach. Für ihn ist eine neue Allianz von Familie, Jugendhilfe und Schule der richtige Weg, um Bildung als Zukunftschance zu nutzen. Rauschenbach war Mitglied der Expertenrates „Herkunft und Bildung“, der 2011 im Auftrag des Landes Baden-Württemberg bildungspolitische Empfehlungen erarbeitet hat. 2010 ist bereits die Expertise eines Autorenteams um Rauschenbach Zur Lage und Zukunft der Kinder und Jugendarbeit in Baden-Württemberg erschienen.
Programm Fachtagung Bildungsnetzwerke


30./31. Mai: 16. Deutscher Präventionstag
Das Fachforum wendet sich in diesem Jahr dem Thema Neue Medien und den daraus resultierenden Herausforderungen für die Kriminalitätsprävention zu. Bernd Holthusen und Dr. Sabrina Hoops von der Arbeitsstelle Kinder- und Jugendkriminalitätsprävention am DJI stellen in Oldenburg aktuelle Ergebnisse des Jugend(gerichts)hilfeb@rometers, einer bundesweiten Online-Befragung der Jugendhilfen im Strafverfahren, vor.
Das DJI finden Sie am Informationsstand 3058.
www.praeventionstag.de


7. bis 9. Juni: 14. Kinder- und Jugendhilfetag
Kinder. Jugend. Zukunft: Perspektiven entwickeln – Potenziale fördern! Das DJI ist auf dem Fachkongress in Stuttgart mit zahlreichen Vorträgen und Impulsreferaten in Fachforen und Workshops vertreten (nähere Informationen unter Programm). Den DJI-Informationsstand finden Sie in der Messehalle 1, Standnummer 636. Dort stellen sich auch zwei DJI-Projekte den Fragen der Besucher/innen: das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) und die Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WiFF).
Das Deutsche Jugendinstitut beim 14. Kinder- und Jugendhilfetag (Programm)


29./30. Juni: Demokratie in Deutschland 2011
An der hochkarätig besetzten Fachtagung der Friedrich-Ebert-Stiftung wird Dr. Wolfgang Gaiser als Vertreter des DJI teilnehmen. Gemeinsam mit Martina Gille (DJI) sowie Johann de Rijke und Winfried Krüger (beide ehemals DJI) verfasste er den Beitrag „Jugend und Demokratie“ für das Policy Paper Demokratie in Deutschland 2011, das als Grundlage für die Diskussionsforen der Tagung dient. Ziel ist es, gemeinsam mit dem Expertenpublikum aus Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft politische und gesellschaftliche Handlungsempfehlungen zu entwickeln, um Möglichkeiten zur Revitalisierung der Demokratie in Deutschland aufzuzeigen.
Weitere Informationen


1. Juli: Lange Nacht der Wissenschaft in Halle
Zum zehnten Mal sind Interessierte eingeladen, einen Blick hinter die Türen der zahlreichen Forschungseinrichtungen vor Ort zu werfen. Die DJI-Außenstelle in Halle beteiligt sich mit einem Themenabend „Junge Migranten in Deutschland“, zu dem insbesondere Jugendliche eingeladen sind. Im Anschluss an die Vorführung des Kinofilms „Kebab Connection“ (Drehbuch Fatih Akin) präsentiert Frank Tillmann (DJI) Ergebnisse der DJI-Jugendforschung. In diesem Kontext werden auch die umstrittenen Thesen Thilo Sarrazins aus sozialwissenschaftlicher Sicht kritisch beleuchtet.
Beginn: 19.30 Uhr
Ort: DJI, Haus 12/13 (im Lindenhof der Franckeschen Stiftungen)
Programm
Weitere Informationen


13. Juli in Berlin: Fachkongress und Pressegespräch – Sexuelle Gewalt in Institutionen
Im Rahmen des vom Deutschen Jugendinstitut veranstalteten bundesweiten Fachkongresses stellt das DJI zentrale Ergebnisse des DJI-Projekts „Sexuelle Gewalt gegen Mädchen und Jungen in Institutionen“ vor. Für die Studie wurden bundesweit Fach- und Leitungskräfte von Schulen, Internaten und Heimen befragt. Um 12.30 Uhr stellen sich DJI-Direktor Prof. Dr. Thomas Rauschenbach, die Unabhängige Beauftragte zur Aufarbeitung des sexuellen Kindesmissbrauchs, Dr. Christine Bergmann, sowie Elisabeth Helming und Dr. Heinz Kindler vom DJI-Projektteam den Fragen der Presse. Vertreter/innen der Medien sind eingeladen, die Studienbefunde in Berlin zu diskutieren.
Tagungsprogramm

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12./13. September: Kinderschutzkonferenz zu Frühen Hilfen
Die internationale Kinderschutzkonferenz 2011 zu Frühen Hilfen steht unter dem Motto: Zugänge finden, Beziehung herstellen, Strukturen entwickeln. Im Rahmen der Konferenz werden zahlreiche vom Nationalen Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) geförderte Projekte vorgestellt. Das NZFH wird gemeinsam getragen vom Deutschen Jugendinstitut und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Alexandra Sann (DJI) ist als Referentin im Forum 2 zu Frühen Hilfen in den Mitgliedstaaten des Ostseerates und als Moderatorin im Forum 4 zur interdisziplinären Zusammenarbeit aktiv.
Programm der Kinderschutzkonferenz 2011


20. Oktober: Potenziale nutzen
Die Förderung des ehrenamtlichen Engagements Jugendlicher steht im Zentrum dieser Fachkonferenz. In Berlin wird das DJI vertreten durch Prof. Dr. Claus Tully, der im Eröffnungsvortrag über Wandel, Potenziale und Perspektiven des freiwilligen Engagements im Jugendalter referiert, sowie Martina Gille, die insbesondere die Rahmenbedingungen für Mädchen und junge Frauen im Ehrenamt zur Diskussion stellt.
Programm


20./21. Oktober: Internationaler Workshop zum Alltagsleben multilokaler Familien
Anlässlich der ersten abgeschlossenen qualitativen Fallstudie über multilokale Familien nach Trennung und Scheidung lädt die Schumpeter-Nachwuchsgruppe “Multilokalität von Familie” zu dem internationalen Workshop “The Everyday Life of Multi-Local Families: Concepts, Methods and the Example of Post-Separation Families” ein. Die Veranstaltung wird in Englisch durchgeführt und befasst sich mit spezifischen Herausforderungen der Gestaltung von Familie unter multilokalen Bedingungen und deren empirischer Erforschung.
Programm


2./3. November: DJI auf der ConSozial 2011
„Soziale Nachhaltigkeit – wer erzieht, pflegt und hilft morgen?“ lautet das zukunftsträchtige Motto der Nürnberger Fachmesse.
Das DJI ist im Messezentrum mit einem Informationsstand in Halle 7/Standnummer 906 vertreten. ConSozial 2011


7. bis 9. November: Kinder und häusliche Gewalt
Auch wenn sie nicht direkt von Misshandlungen betroffen sind, werden Kinder in gewalttätigen Partnerschaftskonflikten zu Opfern. Wie wirkt sich das auf Kinder aus? Welche Folgen ergeben sich langfristig? Wie müssen Beratung und Hilfe agieren? Die Vernetzung von Wissenschaft, Fachpraxis sowie Justiz und Polizei ist gefragt. Monika Bradna (DJI) führt auf der Kooperationsveranstaltung mit der Evangelischen Akademie Tutzing ein Interview zu Auswirkungen in Schulen und Tagesstätten und moderiert ein Praxispodium zur Prävention, Regine Derr (DJI/IzKK) leitet einen Workshop zur Prävention von häuslicher Gewalt an Grundschulen. Dr. Heinz Kindler (DJI) referiert über betroffene Kinder aus psychosozialer Sicht.
Programm


9./10. November: Wissen­schaft­liche DJI-Fach­tagung mit Berliner Abend "Kinder und Jugendliche im Generationen­gefüge - Lebenslagen, Beziehungen, Übergänge"
Die zukünftige Entwicklung Deutschlands ist von einem starken demografischen Wandel geprägt. Die in Berlin stattfindende Tagung beleuchtet die veränderten Generationenbeziehungen in acht Diskussionsforen. Diese geben Einblick in das intergenerationelle Alltagsleben von Familien, Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Kritische Entwicklungsphasen im Kindes- und Jugendalter werden dabei ebenso thematisiert wie Übergangsphasen im Lebensverlauf. Ins Blickfeld gerückt werden zudem Fragen nach den geschlechtsspezifisch-biografischen Lebensverläufen, nach dem Engagement von Jung und Alt sowie nach der Rolle, die traditionelle und neue Orte der Begegnung für die verschiedenen Generationen spielen. Die Podiumsdiskussionen loten Chancen und Grenzen der Generationensolidarität aus und suchen Antworten auf die Frage „Sozialpolitik als Generationenpolitik?“.
Programm


5./6. Dezember: Qualifizierung frühpädagogischer Fachkräfte im Wandel – Positionen, Produkte, Perspektiven
Ziel der 2009 gestarteten Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WiFF) ist es, die Qualität, Transparenz und Durchlässigkeit frühpädagogischer Weiterbildung in Kooperation mit den Akteuren im Feld weiterzuentwickeln. Auf dem Bilanzkongress in Berlin werden unter Berücksichtigung aktueller fachwissenschaftlicher und fachpolitischer Herausforderungen Positionen, Produkte und Perspektiven der Weiterbildungsinitiative vorgestellt. (Die Veranstaltung ist bereits ausgebucht.)
Programm


Internationales

2011-04

Karin Jurczyk in Familienrat berufen
Der von der Liechtensteiner Regierung eingesetzte neue Familienrat ist Anfang April in Vaduz zu seiner konstituierenden Sitzung zusammengekommen. Unter dem Vorsitz von Regierungschef und Familienminister Klaus Tschütscher erörterte der fünfköpfige Rat das neue Familienleitbild und dazugehörige erste Schwerpunktthemen. Neben Dr. Karin Jurczyk, die am DJI die Abteilung Familie und Familienpolitik leitet, arbeiten im Familienrat Ärzte, Psychologen und Familienforscher aus Österreich, der Schweiz und Liechtenstein mit.

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2011-10

Growing Up in Germany. How parents, young people and children live today and what support families need
Die neu konzipierte DJI-Surveyforschung „Aufwachsen in Deutschland: Alltagswelten“, kurz AID:A, gibt einen umfassenden Einblick in die Lebensverhältnisse heutiger Familien. Die englische Ausgabe von DJI Impulse berichtet über einige Ergebnisse des Surveys. Zu den Themen gehören unter anderem die Lebenssituation von Kindern, die gesellschaftliche Beteiligung Jugendlicher sowie die Vereinbarkeit von Karriere und Familie.
DJI Impulse (English Edition) PDF

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Lesetipp

2011-01

Jugend und Ausbildung
Die Phase des Übergangs von der Schule in eine Ausbildung ist von elementarer Bedeutung für die Berufsbiografie von Jugendlichen, aber auch für die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft. Der von Tilly Lex (DJI) und Elisabeth M. Krekel (BiBB) herausgegebene Sammelband befasst sich mit aktuellen Fragestellungen zur beruflichen Bildung und sozialen Integration junger Menschen und versteht sich als Beitrag zu einer stärkeren Verbindung von Jugend- und Bildungsforschung.
weitere Informationen
DJI Forschungsschwerpunkt Übergänge im Jugendalter


2011-04

DJI Impulse: Aufwachsen in Deutschland
Die neu konzipierte DJI-Surveyforschung »Aufwachsen in Deutschland: Alltagswelten«, kurz AID:A, gibt einen umfassenden Einblick in die Lebensverhältnisse heutiger Familien. Bundesweit wurden dafür Personen in 25.000 Haushalten befragt. Mit der ersten Ausgabe im Jahr 2011 berichtet das DJI Bulletin erstmals über die Ergebnisse des Surveys. Zugleich präsentiert es sich mit einem neuen Titel: DJI Impulse – Das Bulletin des Deutschen Jugendinstituts. Zu den Themen gehören unter anderem die gestiegene Nachfrage nach Betreuungsplätzen für unter Dreijährige sowie die Lebenssituation von Kindern aus armen Familien.
Zum neuen Heft


2011-05

Konsum im Jugendalter
Konsum und Konsumverhalten ist nicht nur eine Sache des Geldes, sondern wird durch den Lebensstil der Familie, durch Freunde und Medien beeinflusst. Mehr und mehr kritisch richtet sich zudem der Blick auf einen unreflektierten Verbrauch natürlicher Ressourcen. Dieses Buch, an dem die DJI-Jugendforscher Prof. Dr. Claus J. Tully und Wolfgang Krug mitgewirkt haben, fragt, was Konsum für Jugendliche in einer modernen Gesellschaft bedeutet. Es liefert Diagnosen aus der Jugendforschung im kompakten Überblick, behandelt dabei die Themenbereiche Werteorientierungen, Jugendalltag, Konsum, Umwelt und Nachhaltigkeit und zeigt pädagogischen Fachkräften Ansätze für die Sensibilisierung Heranwachsender für nachhaltiges Konsumverhalten auf.
Zum Buch


2011-05

Bildungsgerechtigkeit – ein Thema für die Wirtschaft
DJI-Direktor Prof. Dr. Thomas Rauschenbach ist einer der Experten, deren Essays zum Thema Bildungsgerechtigkeit in einer neuen Publikation veröffentlicht wurden, die die Stiftung der Deutschen Wirtschaft kürzlich herausgegeben hat. Der Essayband, dessen Beiträge verbesserte Bildungschancen für alle Kinder und Jugendlichen als wichtige gesamtgesellschaftliche Herausforderung begreifen und aus wirtschaftlicher und fachwissenschaftlicher Sicht beleuchten, ist kostenfrei über die Stiftung zu beziehen.
Kontakt: presse@sdw.org


2011-06

Handbuch „Pflegekinderhilfe in Deutschland“ erschienen
In Deutschland leben gegenwärtig etwa 50.000 Kinder in Pflegefamilien – manche nur einige Zeit, andere mehrere Jahre lang, mitunter bis zur Volljährigkeit oder darüber hinaus. Das komplexe Geflecht von Kind, Herkunftseltern und Pflegefamilie und die zum Teil traumatisierenden Erfahrungen, die viele Kinder vor ihrer Unterbringung machen mussten, stellen große Anforderungen an alle Beteiligten des Hilfesystems. Unterstützung bei dieser sehr anspruchsvollen und wichtigen Aufgabe finden Fachkräfte der Jugendhilfe sowie der rechtlichen Institutionen im neuen Handbuch zur Pflegekinderhilfe, das in Kooperation des Deutschen Jugendinstituts (DJI) und des Deutschen Instituts für Jugendhilfe und Familienrecht (DIJuF) entstanden ist.
Bestellservice Handbuch Pflegekinderhilfe
DJI Projekt: Pflegekinderhilfe
DJI Thema 2009/05: Pflegekinder und ihre Familien. Chancen, Risiken, Nebenwirkungen

Gespräch mit Elisabeth Helming und Dr. Heinz Kindler zum aktuellen Standardwerk Pflegekinderhandbuch


2011-06

DJI Impulse: Mythos Prävention
Die soeben erschienene Ausgabe von DJI Impulse, dem Bulletin des Deutschen Jugendinstituts, (Heft 94) widmet sich dem Thema Prävention. Unter dem Titel „Mythos Prävention – Chancen und Grenzen präventiver Konzepte“ analysieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des DJI die Ambivalenzen der Präventionsidee und zeigen, worauf es bei der Weiterentwicklung von Präventionsprogrammen ankommt. Weitere Themen im DJI Impulse 94 sind „Jugend und Web 2.0“ sowie die Folgen der Wirtschaftskrise für die Berufschancen junger Menschen.
DJI-Impulse Heft 94


2011-07

Sexuelle Gewalt gegen Kinder
Die neue Ausgabe von DJI Impulse, dem Bulletin des DJI, widmet sich dem Thema „Sexuelle Gewalt gegen Kinder“. Das DJI-Projekt „Sexuelle Gewalt gegen Mädchen und Jungen in Institutionen“ stellt seine Forschungsergebnisse vor. Dr. Christine Bergmann, die Unabhängige Beauftragte zur Aufarbeitung des sexuellen Kindesmissbrauchs, spricht im Interview über Empfehlungen für Betroffene. Weitere Themen sind der Jugend-Migrationsreport sowie das Surfverhalten von Kindern im Internet.
DJI Impulse (Heft 95)


2011-07

Handbuch „Pflegekinderhilfe in Deutschland“
In Deutschland leben gegenwärtig etwa 50.000 Kinder in Pflegefamilien. Das komplexe Geflecht von Kind, Herkunftseltern und Pflegefamilie stellt große Anforderungen an alle Beteiligten des Hilfesystems. Unterstützung bei dieser anspruchsvollen Aufgabe finden Fachkräfte der Jugendhilfe sowie der rechtlichen Institutionen im neuen Handbuch zur Pflegekinderhilfe, das in Kooperation des Deutschen Jugendinstituts (DJI) und des Deutschen Instituts für Jugendhilfe und Familienrecht (DIJuF) entstanden ist.
Bestellservice Handbuch Pflegekinderhilfe
DJI Projekt: Pflegekinderhilfe
DJI Thema 2009/05: Pflegekinder und ihre Familien. Chancen, Risiken, Nebenwirkungen

Gespräch mit Elisabeth Helming und Dr. Heinz Kindler zum aktuellen Standardwerk Pflegekinderhandbuch


2011-09

Bürgerschaftliches Engagement unter Druck?
Auf der Basis empirischer Erhebungen wird in den drei Zentralbereichen der Zivilgesellschaft Soziales, Kultur und Sport untersucht, inwieweit ehrenamtliche Strukturen noch tragfähig sind, um die Leitung von Organisationen, aber auch die Arbeit in den Vereinen und Verbänden zu gewährleisten. Die Analysen zeigen, dass das bürgerschaftliche Engagement in Anbetracht sich wandelnder Rahmenbedingungen weiter unter Druck gerät. Herausgegeben wurde der Band von DJI-Direktor Prof. Dr. Thomas Rauschenbach und Prof. Dr. Annette Zimmer (Westfälische Wilhems-Universität Münster).
Info und Bestellung


Forschung

2011-01

Auszeichnung für Frühförderprojekt Opstapje
Der mit 200.000 SFR dotierte Klaus J. Jacobs Best Practice Award geht in diesem Jahr an Opstapje (D) und a:primo (CH). Opstapje ist ein Spiel- und Förderprogramm für Kleinkinder aus sozial benachteiligten Familien, das bei den Familien zu Hause durchgeführt wird. Die Idee stammt aus den Niederlanden und wurde vom Deutschen Jugendinstitut für deutschsprachige Länder angepasst und weiter entwickelt. Es kommt in über 60 deutschen und schweizer Städten zum Einsatz.
Weitere Informationen
Opstapje am DJI


2011-01

Aktuelles zur Kindertagesbetreuung
Die kommentierten Daten der Kinder- und Jugendhilfe (KomDat) konzentrieren sich in ihrer aktuellen Ausgabe auf die Kindertagesbetreuung. Thematisiert werden u.a: Der Stand des U3-Ausbaus vor dem Hintergrund des Rechtsanspruchs ab 2013; die Personalsituation in der Frühpädagogik mit Blick auf den drohenden Fachkräfteengpass; Befunde zum Angebot an Ganztagsplätzen, zur Situation des Hortes im Lichte der Ganztagsschule sowie zu Schnittstellen von Hilfen zur Erziehung und Kindertagesbetreuung. Die Kommentierten Daten der Kinder- und Jugendhilfe (KomDat) sind ein Informationsdienst der Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik an der TU Dortmund, mit der das DJI einen Forschungsverbund unterhält.
KomDat Ausgabe 3/10


2011-01

Kindertagespflege
Im Rahmen des Aktionsprogramms Kindertagespflege des Bundes hat das DJI fachlich fundierte und didaktisch aufbereitete Qualifizierungsmodule erarbeitet, die die Basis für eine praxisbezogene Zusatzqualifikation bieten. Das Lehr- und Lernmaterial richtet sich vorrangig an Fortbildnerinnen und Fortbildner:
Sprachentwicklung - Sprechen - Sprachverständnis
Beobachten und Dokumentation
Stressvermeidung und Stressbewältigung

Darüber hinaus liegen nun auch folgende Praxismaterialien für die Jugendämter, bzw. vermittelnde Institutionen vor:
Eignung von Tagespflegepersonen in der Kindertagespflege
Passgenaue Vermittlung in der Kindertagespflege
Vertretungsmodelle in der Kindertagespflege

Weitere Informationen zur Kindertagesbetreuung enthält die aktuelle KomDat Ausgabe 3/10.


2011-03

Demokratie und Partizipation
Nutzen junge Menschen in den europäischen Demokratien ihre Möglichkeiten zur Beteiligung und Mitbestimmung? Sind sie politikverdrossen, oder gehen sie einfach neue Wege? Welche Motivationsimpulse kann Politik setzen? Wissenschaftler/innen des Deutschen Jugendinstituts haben ihre Erkenntnisse zu diesen Fragen in Form von Beiträgen in unterschiedlichen Publikationen in aktuelle Diskurse eingebracht. Soeben erschienen sind der Reader "Partizipation junger Menschen. Nationale Perspektiven und europäischer Kontext" sowie der Report "Demokratie Deutschland 2011".


2011-03

Ehrenamt statt Zivildienst?
Im Zuge der Bundeswehrreform wird in naher Zukunft die Wehrpflicht ausgesetzt. Damit entfällt auch der sechsmonatige Zivildienst. An dessen Stelle soll ein Bundesfreiwilligendienst treten, der freiwillige Helferinnen und Helfer in soziale Einrichtungen vermitteln soll. Dazu hat die Bundesregierung einen Gesetzentwurf vorgelegt. Zur Beratung im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend des Deutschen Bundestages (am 14. März 2011) hat der Forschungsverbund Deutsches Jugendinstitut/Technische Universität Dortmund eine Stellungnahme erarbeitet.
zur Stellungnahme


2011-04

DJI Jahresbericht 2010
Der aktuelle Jahresbericht informiert über die im Jahr 2010 geleistete Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Deutschen Jugendinstituts. Er stellt aktuelle Forschungsprojekte sowie Kooperationen mit Partnern aus Wissenschaft, Politik, Fachpraxis und Stiftungen vor und gibt einen Überblick über zahlreiche Publikationen und Veranstaltungen.

zum DJI Jahresbericht 2010 (PDF-Format)


2011-05

Familienpolitik im 21. Jahrhundert
Die Broschüre beschäftigt sich mit den Herausforderungen, die der Wandel von Familie und Gesellschaft mit sich bringen, und nennt die Felder mit dem größten Handlungsbedarf: den Ausbau der institutionellen Betreuung von Kindern in Kitas und der Ganztagesbetreuung von Jugendlichen an den Schulen. Die Beiträge zu neuen Wegen in der Familienpolitik sind unter Mitwirkung der DJI-Mitarbeiterinnen Dr. Karin Jurczyk, Dr. Kirsten Hanssen und Dr. Sabina Schutter entstanden. Sie ist von der Expertenkommission Familie der Bertelsmann Stiftung, der auch DJI-Direktor Prof. Dr. Thomas Rauschenbach angehört, herausgegeben worden und über diese zu beziehen.
zur Publikation
DJI-Abteilung Familie und Familienpolitik
Interview mit Dr. Karin Jurczyk zu Lebenslagen von Müttern in Deutschland


2011-05

Sexuelle Gewalt gegen Mädchen und Jungen in Institutionen
Systematisches Wissen über sexuelle Gewalt gegen Kinder und Jugendliche in Schulen, Kinderheimen, Internaten und darüber hinaus gibt es zu wenig. Dr. Christine Bergmann, die Unabhängige Beauftragte zur Aufarbeitung des sexuellen Kindesmissbrauchs, hat das DJI beauftragt, dieses Dunkelfeld ein Stück weit zu erhellen. Die Ergebnisse des Projekts fließen in die Empfehlungen an den Runden Tisch „Sexueller Kindesmissbrauch in Abhängigkeits- und Machtverhältnissen in privaten und öffentlichen Einrichtungen und im familiären Bereich” ein. In einem ersten Schritt wurden drei Literaturexpertisen erstellt, die sich mit der Häufigkeit, den Ursachen und Folgen sexueller Gewalt gegen Kinder und Jugendliche in Institutionen und Familien sowie dem vorliegenden Wissen über die Wirksamkeit von Prävention beschäftigen. Die Ergebnisse der standardisierten Befragungen von Institutionen und Fokusgruppen wird das DJI im Abschlussbericht Ende Juni 2011 vorlegen.
zu den Expertisen
DJI-Projekt: Sexuelle Gewalt gegen Mädchen und Jungen in Institutionen


2011-06

Aktuelle Daten zur Kinder- und Jugendhilfe
Die 40. KomDat-Ausgabe präsentiert in neuem Layout spannende Befunde der Statistik und liefert empirische Unterfütterung für die Schwerpunktthemen des 14. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetages: Erziehung und Bildung in Kitas und Heimen, Integration und Teilhabe, Fachkräfte und Fachlichkeit sowie Personalbedarf in der Kinder- und Jugendhilfe. Die Kommentierten Daten der Kinder- und Jugendhilfe (KomDat) sind ein Informationsdienst der Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik an der TU Dortmund, mit der das DJI einen Forschungsverbund unterhält.
KomDat Ausgabe 1/2-2011


2011-07

Gelingende Elternschaft trotz schwieriger Ausgangslage möglich
Junge Eltern können auch in schwierigen Situationen, z.B. einer Suchterkrankung, nach traumatischen Kindheitserlebnissen, sozialer Isolation oder finanzieller Not, eine enge und liebevolle Beziehung zu ihren Kindern aufbauen, wenn sie frühzeitige und intensive Unterstützung erhalten. Dies ist das Ergebnis des Modellprojekts Wie Elternschaft gelingt, das im Auftrag des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen (NZFH) durchgeführt wurde. Träger des NZFH sind das Deutsche Jugendinstitut und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. DJI-Direktor Prof. Dr. Thomas Rauschenbach betont die Notwendigkeit, erfolgreiche Modellansätze in die Regelversorgung zu integrieren.
Pressemitteilung


2011-08

Bildungsberichterstattung Ganztagsschule NRW 2011
Um den qualitativen Ausbau aller Ganztagsschulen in Nordrhein-Westfalen nachhaltig zu unterstützen, werden von 2010 bis 2014 systematisch Daten zur Konzeption, Durchführung, Nutzung und Akzeptanz von Ganztagsschulen in NRW erhoben. Dazu werden im Jahresrhythmus standardisierte Befragungen von Schulleitungen, Eltern, Lehr- und Fachkräften der schulischen sowie der außerschulischen Einrichtungen durchgeführt. Der gerade vorgelegte Bericht enthält zentrale Ergebnisse der ersten Erhebungswelle der Bildungsberichterstattung Ganztagsschule NRW (BiGa NRW) im Schuljahr2010/2011. Verantwortlich für Erhebung und Auswertung sind der Forschungsverbund Deutsches Jugendinstitut/Technische Universität Dortmund in Kooperation mit dem Institut für soziale Arbeit (ISA) aus Münster.
Bildungsbericht Ganztagsschule NRW 2011


2011-08

Jugend interessierter und engagierter als ihr Ruf: DJI-Survey AID:A untersucht Formen und Potenziale politischer und sozialer Partizipation junger Menschen
Eine funktionierende Demokratie setzt die aktive Teilnahme möglichst vieler Bürger/innen voraus. Die Bereitschaft dazu ist bei der jungen Generation durchaus vorhanden, wie Ergebnisse des DJI-Surveys AID:A (Aufwachsen in Deutschland: Alltagswelten) belegen: Seit 1990 liegen die Werte für die soziale Partizipation junger Menschen stabil auf einem hohen Niveau, während politisches Interesse wie Engagement sogar zunehmen. Trotz der insgesamt guten Werte gilt es weiterhin, noch unausgeschöpfte Engagementpotenziale vor allem bei benachteiligten Jugendlichen zu aktivieren.
Auswertung DJI-Survey AID:A: Soziale und politische Partizipation junger Menschen


2011-09

Kommunen setzen beim Kinderschutz verstärkt auf „Frühe Hilfen“
Dies belegt die aktuelle deutschlandweite „Bestandsaufnahme Kommunale Praxis Früher Hilfen“ des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen (NZFH). Zwei Drittel der Kommunen haben in den vergangenen Jahren durch politischen Beschluss frühzeitige Hilfsangebote für Familien ausgebaut. Viele Kommunen haben hierfür dauerhaft zusätzliche Mittel bereitgestellt. Die Notwendigkeit, Ressourcen auszubauen statt umzuverteilen, scheint erkannt worden zu sein“, erklärt DJI-Direktor Prof. Dr. Thomas Rauschenbach. Für die Bestandsaufnahme des NZFH wurden Jugend- und Gesundheitsämter befragt. Träger des NZFH sind das Deutsche Jugendinstitut und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.
Pressemitteilung NZFH


2011-10

Kommunen können noch bis 31.10. durch Teilnahme an Elternbefragung profitieren
Ab August 2013 haben alle Kinder mit vollendetem ersten Lebensjahr einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz in Kindertageseinrichtungen oder in Kindertagespflege. Die Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik (AKJStat) des Forschungsverbunds Deutsches Jugendinstitut/TU Dortmund hat ein Befragungsinstrument entwickelt, dass in jeder Kommune eingesetzt werden kann, um möglichst genau den voraussichtlichen Betreuungsplatzbedarf vor Ort zu ermitteln. Kommunen bzw. Kreise, die von dem Angebot profitieren möchten, können letztmalig bis 31. Oktober teilnehmen.
Nähere Informationen
Anmeldeformular


2011-11

DJI-Online-Befragung: Deine Meinung zu Kindersuchmaschinen!
Auch Kinder recherchieren häufig im Internet – meistens über Google, auch wenn es vor dem Hintergrund des notwendigen Kindermedienschutzes spezielle Suchmaschinen für Kinder gibt. Kindersuchmaschinen sind nur etwa der Hälfte der 6- bis 13-jährigen Internetnutzer bekannt. Nur jedes zweite Kind, das Kindersuchmaschinen kennt, verwendet sie auch.
Um herauszufinden, wie Kindern Suchmaschinen gefallen, die speziell für sie gemacht sind, und was sie an diesen verbessern würden, führt das Projekt Informationsverhalten von Kindern im Internet bis zum 4.12.2011 eine Online-Umfrage durch. Mitmachen können Kinder, die Nutzerinnen und Nutzer von Kindersuchmaschinen sind.